<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Leitton</id>
	<title>Leitton - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Leitton"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leitton&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T19:13:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leitton&amp;diff=41355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Musicous: /* Literatur */ + Verlinkung R. Amon</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leitton&amp;diff=41355&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-12T16:58:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + Verlinkung R. Amon&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leittoene Dur.png|mini|350px|Leittöne (rot) und Gleitton (blau) in C-Dur]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leitton Moll.jpg|350px|mini|Leitton und Gleitton der harmonischen a-Moll-Tonleiter]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leitton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|subsemitonium|fr=note sensible|en=leading note}}), seltener auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strebeton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist in der [[Dur-Moll-Tonalität]] ein Ton, der die Erwartung einer Weiterführung ([[Auflösung (Musik)|Auflösung]]) in einen um einen [[Halbton]] höher oder tiefer liegenden Zielton weckt. Ein Leitton mit abwärts gerichteter Strebetendenz wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleitton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Laut [[Riemann Musiklexikon]] ist die „vorwärts gerichtete Tendenz“ eines Leittons „melodisch durch die geringe Distanz zum folgenden Ton, harmonisch durch die Zugehörigkeit zu einem meist [[Dominante|dominantischen]] Klang zu begründen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Riemann&amp;quot;&amp;gt;{{Riemann Musiklexikon |Lemma=Leitton |Auflage=12 |Band=3 |Seite=513 |SeiteBis=514}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prototyp eines Leittons ist der siebte Ton einer [[Dur]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;tonleiter (z.&amp;amp;nbsp;B. das h in C-Dur), der als Leitton zur achten Stufe ([[Tonika]]) führt. Wegen der Gleichartigkeit der beiden [[Tetrachord]]e, aus denen die Dur[[tonleiter]] besteht, ist auch die dritte Stufe leittönig zur vierten (wenn auch mit geringerer Strebewirkung). In anderem Zusammenhang hat aber auch die vierte Stufe (als Gleitton) eine Strebetendenz zur dritten Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Moll]] gilt die sechste Stufe als natürlicher Gleitton zur fünften Stufe, jedoch gibt es –&amp;amp;nbsp;im Unterschied zu Dur&amp;amp;nbsp;– beim natürlichen Moll keinen zur Tonika führenden Leitton. Ein solcher wird deshalb im [[Harmonisches Moll|harmonischen]] und [[Melodisches Moll|melodischen Moll]] durch die Erhöhung der siebten Stufe geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonleiterfremde Leittöne ==&lt;br /&gt;
Neben den leitereigenen Leittönen können auch leiterfremde, durch [[Chromatik|chromatische]] Veränderungen eingeführte [[Nebenton|Nebentöne]] einer Tonleiter, die in kleinem [[Sekunde (Musik)|Sekundabstand]] zu einem Ton der Skala stehen, als „künstliche“ Leittöne fungieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reguläre Behandlung von Leittönen ==&lt;br /&gt;
Eine wichtige Stimmführungsregel besagt, dass ein Leitton gemäß seiner Strebetendenz mit einem Halbtonschritt nach oben, ein Gleitton dagegen nach unten aufzulösen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Grabner]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der funktionalen Harmonielehre.&amp;#039;&amp;#039; 13. Auflage. Bosse, Kassel 2005, ISBN 3-7649-2112-9, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer C-Dur-Kadenz muss der Ton &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; als Leitton in den Grundton der Tonika aufgelöst werden. Der Ton &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; muss, wenn er Bestandteil eines [[Dominante|dominantischen]] Akkords ist, zum &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Beispiel leittöne 3.svg|400px|zentriert|Beispiele für Leittonauflösung in C-Dur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obige Regel gilt nicht absolut, sondern nur dann, wenn die Leittoneigenschaft auch wirklich zum Tragen kommt. [[Arnold Schönberg]] macht hierzu folgende Einschränkung: „Leittoneigenschaft in melodischer Hinsicht hat der siebente Ton nur in der steigenden Durskala. In der fallenden geht das h ruhig nach a, sonst wäre beispielsweise die Auflösung des 7-Akkords der I. Stufe unmöglich.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Arnold Schönberg]] |Titel=Harmonielehre |Auflage=3. |Verlag=Universal Edition |Ort= |Datum=1922 |Seiten=102 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Irreguläre Behandlung von Leittönen ==&lt;br /&gt;
=== Abspringender Leitton ===&lt;br /&gt;
Wenn der Leitton eines Dominantakkords in einer Mittelstimme liegt, ergibt sich bei seiner regulären Auflösung oft ein unvollständiger Dreiklang (ohne Quint oder Terz). Deshalb lässt man häufig den Leitton irregulär in den fehlenden Akkordton „abspringen“, um einen vollständigen Schlussdreiklang zu erhalten. [[Johann Sebastian Bach|Bach]] verfährt so in seinen Choralsätzen fast ausnahmslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Einsame Blumen.png|mini|Aus Robert Schumann &amp;#039;&amp;#039;Waldszenen&amp;#039;&amp;#039; op. 82: von unten angesprungener und abgebogener Leitton (rot) in &amp;#039;&amp;#039;Einsame Blumen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgebogener Leitton ===&lt;br /&gt;
Der irregulär fallende (nach unten „abgebogene“) Leitton findet sich häufig in der italienischen Volksmusik und als besonderes Ausdrucksmittel in der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts. Aber auch in der Musik der deutschen Romantik ist der (sentimental wirkende) abgebogene Leitton gelegentlich anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
* Zur Entstehung und zur Behandlung der Leittöne haben wesentlich die [[Klausel (Schlusswendung)|Schlussklauseln]] der polyphonen Musik beigetragen.&lt;br /&gt;
* Die Behandlung der Leittöne in den [[Kirchentonart]]en und im [[Jazz]] unterscheidet sich von den hier gemachten Ausführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leitton.&amp;#039;&amp;#039; In: Marc Honegger, [[Günther Massenkeil]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das große Lexikon der Musik.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Köth – Mystischer Akkord.&amp;#039;&amp;#039; Aktualisierte Sonderausgabe. Herder, Freiburg im Breisgau u.&amp;amp;nbsp;a. 1987, ISBN 3-451-20948-9, S. 92 f.&lt;br /&gt;
* {{Riemann Musiklexikon&lt;br /&gt;
   |Lemma=Leitton&lt;br /&gt;
   |Auflage=12&lt;br /&gt;
   |Band=3&lt;br /&gt;
   |Seite=513&lt;br /&gt;
   |SeiteBis=514}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Reinhard Amon]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Leittöne&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Lexikon der Harmonielehre&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Doblinger&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=2015&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-902667-56-4&lt;br /&gt;
   |Seiten=157 ff.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7595345-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Melodielehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harmonielehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Musicous</name></author>
	</entry>
</feed>