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	<title>Leittextmethode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T12:13:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leittextmethode&amp;diff=126591&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 0 Archivlink(s) ergänzt und 1 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2026-03-04T08:20:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 0 Archivlink(s) ergänzt und 1 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leittextmethode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; „&amp;#039;&amp;#039;kennzeichnet ein Ausbildungsverfahren, bei dem [[Auszubildender|Auszubildende]] bei der Bewältigung von praktischen Aufgaben durch schriftliche Unterlagen – Texte – angeleitet werden.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Rottluff: &amp;#039;&amp;#039;Die Leittextmethode.&amp;#039;&amp;#039; In: Pahl, Jörg-Peter, Schulz, Heinz-D. (Hrsg.): Lernen nach der Neuordnung. Wetzlar, 1989, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Leittextmethode ==&lt;br /&gt;
Die Leittextmethode ist „&amp;#039;&amp;#039;nicht in der [[Pädagogik|pädagogischen]] Theorie, sondern in der betrieblichen Praxis entwickelt&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Selka 5&amp;quot;&amp;gt;Reinhard Selka u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Veranstalterinfo.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 1987, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; worden. „&amp;#039;&amp;#039;Die ersten Formen von Leittexten entstanden bei [[DaimlerChrysler|Daimler-Benz]] in Gaggenau, Mitte der 70er Jahre. Die üblichen Unterweisungen der [[Ausbilder]] wurden als Tonbildschauen zusammengestellt. Die Auszubildenden bearbeiteten diese selbständig, gestützt auf einen Text, der mit einem kleinen Test abschloss. Die Testergebnisse zeigten dem Ausbilder, was die Auszubildenden selbst gelernt hatten und wo noch Lücken zu schließen waren.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Rottluff: &amp;#039;&amp;#039;Die Leittextmethode.&amp;#039;&amp;#039; In: Pahl, Jörg-Peter, Schulz, Heinz-D. (Hrsg.): Lernen nach der Neuordnung. Wetzlar, 1989, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wurde die Entwicklung der Leittextmethode, weil die Einführung der [[Projektmethode]] in der betrieblichen Ausbildung „&amp;#039;&amp;#039;z.&amp;amp;nbsp;T. zu Schwierigkeiten in der systematischen Vermittlung von Grundfertigkeiten&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Selka 5&amp;quot; /&amp;gt; führte. Auf der anderen Seite waren die Unternehmen nicht zufrieden mit der bisherigen [[Vier-Stufen-Methode]]. Diese hat sich seit „&amp;#039;&amp;#039;den 30er Jahren in der betrieblichen [[Berufsausbildung]] durchgesetzt, und sie gilt auch heute noch vielfach als die wirksamste (häufig auch einzige) Methode zur Vermittlung psychomotorischer Fähigkeiten. Ihre Wurzeln hat sie in den USA, wo im Zuge der Ausbreitung der Fließfertigung nach rationellen Anlernverfahren gesucht wurde, mit deren Hilfe Arbeiter möglichst schnell und zuverlässig sich wiederholende Handgriffe erlernen können.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koch, Reinhard Selka: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Teilnehmerunterlagen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 2. Auflage 1991, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 4-Stufen-Methode wurde zwar in den Jahren immer weiter entwickelt, aber es ließen sich bestimmte Lernziele mit den bisherigen [[Unterrichtsmethode|Methoden]] nicht hinlänglich vermitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koch, Reinhard Selka: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Teilnehmerunterlagen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 2. Auflage 1991, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese „bestimmten Lernziele“ werden von den Unternehmen heute als „[[Schlüsselqualifikation]]en“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend zeigen die zitierten Quellen, dass das [[Bundesinstitut für Berufsbildung]] in den 1990er die Auffassung vertrat: die 4-Stufen-Methode war dem Zeitalter des [[Taylorismus]] angemessen, während später, auf Grund des technologischen Wandels in der Produktion, die Leittextmethode „bestimmte Lernziele“ – Schlüsselqualifikationen – besser vermitteln sollte. Es galt die Devise: „Facharbeiter sollen heute und in der Zukunft in der Lage sein in Zusammenhängen zu denken.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bibb.de/dienst/veroeffentlichungen/de/publication/download/10371 |titel=Berufsbildung 4.0 – Fachkräfte- qualifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen: Branchen- und Berufescreening |abruf=2022-06-07 |autor=Gert Zinke |hrsg=Bundesinstitut für Berufsbildung |datum=2019 |titelerg=Vergleichende Gesamtstudie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die im März 1972 herausgegebene &amp;#039;&amp;#039;„Empfehlung eines Schemas für [[Ausbildungsordnung]]en der Monoberufe“&amp;#039;&amp;#039; greift diesen Grundgedanken auch auf. Zwar schreibt der Bundesausschuss für Berufsbildung keine Unterrichts- bzw. Ausbildungsmethoden vor, sondern nur inhaltliche Vorgaben, aber er empfiehlt zum §3 Ausbildungsberufsbild: &amp;#039;&amp;#039;„ [...] Dabei ist anzugeben, daß die Kenntnisse in der Ausbildungsstätte fachpraktisch und anwendungsbezogen zu vermitteln sind.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bibb.de/dokumente/pdf/HA011.pdf |titel=Empfehlung eines Schemas für Ausbildungsordnungen der Monoberufe |abruf=2022-06-07 |werk=bibb.de |hrsg=Bundesausschuss für Berufsbildung |datum=1972-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In vielen Ausbildungsordnungen steht daher unter § 3 Abs. 4: &amp;#039;&amp;#039;„Die [...] genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, dass der Auszubildende [...] zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorie der Leittextmethode ==&lt;br /&gt;
Noch 1987 schrieben die Autoren des [[Bundesinstitut für Berufsbildung]] (BIBB): „&amp;#039;&amp;#039;Sie werden bei der Lektüre dieses Bandes auch feststellen, daß ... eine systematische Begründung und Ableitung des Leittextsystems bisher fehlen.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Selka u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Veranstalterinfo.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 1987, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der 1991 erschienenen 2. Auflage reicht das BIBB eine theoretische Begründung nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Grundprinzip der Leittext-Methode besteht darin, Auszubildende so anzuleiten, daß sie möglichst viel eigenständig lernen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Selka u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte – ein Weg zu selbständigen Lernen. Referentenleitfaden.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 1987, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; „&amp;#039;&amp;#039;Ein Leittext besteht in der Regel aus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Leitfragen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Arbeitsplan&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Kontrollbogen und&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Leitsatz&amp;#039;&amp;#039;“ (Ebd.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernelement für die theoretische Begründung des BIBB ist das [[Modell der vollständigen Handlung]]. Dieses Modell der vollständigen Handlung stellt „&amp;#039;&amp;#039;idealtypisch dar, wie z.&amp;amp;nbsp;B. ein Facharbeiter einen kompletten Arbeitsauftrag ausführt.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koch, Reinhard Selka: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Teilnehmerunterlagen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 2. Auflage 1991, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn nun das „&amp;#039;&amp;#039;gewünschte Verhalten des Facharbeiters mit der vollständigen Handlung beschrieben werden kann, soll die Ausbildungsmethode entsprechend strukturiert werden.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch Selka 42&amp;quot;&amp;gt;Johannes Koch, Reinhard Selka: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Teilnehmerunterlagen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 2. Auflage 1991, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vollständige Handlung lässt sich nach ihrer Meinung in 6 Stufen aufteilen. Damit nun jeder Auszubildende eine vollständige Handlung durchführt, kommt „&amp;#039;&amp;#039;es für eine effektive Ausbildung darauf an, für jede einzelne der sechs Stufen eine Strategie zu wählen, die sicherstellt, dass jeder Auszubildende sowohl innerlich wie äußerlich vollständige Handlungen ausführt. Diese sind&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Information&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:die Bearbeitung von Leitfragen&lt;br /&gt;
* zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Planung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:die Erstellung schriftlicher Arbeitspläne&lt;br /&gt;
* zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entscheidung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:ein Fachgespräch mit dem Ausbilder über die Arbeitsplanung und die Beantwortung der Leitfragen&lt;br /&gt;
* zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ausführung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:die Durchführung einer praktischen Aufgabe&lt;br /&gt;
* zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kontrolle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:die Selbst- und Fremdkontrolle anhand von Kontrollbögen (Soll - Ist Vergleich)&lt;br /&gt;
* zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Auswertung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:ein weiteres Fachgespräch über die Kontrollergebnisse und die Möglichkeiten der zukünftigen Fehlervermeidung.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch Selka 42&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren unterscheiden innere und äußere Abläufe einer vollständigen Handlung. „&amp;#039;&amp;#039;Während sich die äußeren Abläufe relativ leicht sicherstellen lassen, liegt das pädagogische Problem vor allem in der Strukturierung und Sicherstellung der inneren Abläufe, die ja in besonderer Weise für die Vollständigkeit der Handlung wichtig sind. Die Leittextmethode löst dieses Problem, indem sie auch diese inneren Abläufe quasi nach außen verlegt. Dies geschieht, indem das, was sonst nur gedacht wird, während der Ausbildung aufgeschrieben werden muß.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koch, Reinhard Selka: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Teilnehmerunterlagen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 2. Auflage 1991, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den inneren Ablauf (besser: die vollständige Handlung) erhoffen sich die Autoren des bibb, dass sich im Kopf des Auszubildenden „semantische Netzwerke“ bilden. Amerikanische Forscher (Rummelhart, Lindsay und Norman) gehen davon aus, „&amp;#039;&amp;#039;daß im Gehirn Begriffe im Zusammenhang mit ihrer Verwendung gespeichert werden.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koch, Reinhard Selka: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Teilnehmerunterlagen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 2. Auflage 1991, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn nun die Auszubildenden durch den äußeren Ablauf – die sechs Stufen – zu „&amp;#039;&amp;#039;inneren Fragen ... in der Informationsphase&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Koch, Reinhard Selka: &amp;#039;&amp;#039;Leittexte - ein Weg zu selbständigen Lernen. Teilnehmerunterlagen.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Bundesinstitut für Berufsbildung, Der Generalsekretär, Berlin, 2. Auflage 1991, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „&amp;#039;&amp;#039;durch die Notwendigkeit der schriftlichen Arbeitsplanung&amp;#039;&amp;#039;“ (Ebd.) angeregt werden, „&amp;#039;&amp;#039;kann gleichzeitig der Aufbau leistungsfähiger semantischer Netzwerke erwartet werden.&amp;#039;&amp;#039;“ (Ebd.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Die Frage, die sich die Leittextmethode gefallen lassen muss, ist: Wie selbständig lernen die Auszubildenden denn wirklich mit der Leittextmethode? Wenn man nämlich etwas genauer hinschaut, ähnelt die Leittextmethode der [[4-Stufen-Methode]] und damit der programmierten Unterweisung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mikro-didaktik.de/selbststaendiges-lernen-mit-der-leittextmethode-foerdern/ |titel=Selbstständiges Lernen mit der Leittextmethode fördern |abruf=2022-06-07 |autor=Nicole Wobker |datum=2021-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man aber fordert, dass der zukünftige Facharbeiter selbstverantwortlich Handeln und zur kritischen Reflexion fähig sein soll, genügt die Leittextmethode den Ansprüchen an eine fortschrittliche Berufsausbildung nicht. Diese sollte wenigstens die folgenden Merkmale aufweisen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Betrachtung des Lernenden als aktiv Handelnden.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einbringung der ganzen Persönlichkeit, d. h. Beteiligung von Kopf, Herz und Hand&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Johann Heinrich Pestalozzi| Pestalozzi]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erarbeitung von Handlungsergebnissen mit [[Gebrauchswert]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schülermitbestimmung]] bei der Gestaltung von Handlungsprozessen (Planung, Durchführung, Auswertung)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Orientierung an Erfahrung und Interesse der [[Schüler]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schaffung von Motivation durch sinnvolle Aufgaben ([[Handlungsziel]]e, [[Handlungsprodukt]]e).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verringerung der Ortsgebundenheit, Abkehr von Fächertrennung zugunsten ganzheitlicher, objektbezogener Lernprozesse.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz-Dieter Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Handlungslernen - ein didaktisches Konzept in der Berufsausbildung.&amp;#039;&amp;#039; In: Pahl, Jörg-Peter, Schulz, Heinz-D. (Hrsg.): Lernen nach der Neuordnung. Wetzlar, 1989, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausblick ==&lt;br /&gt;
Das durch die Bundesregierung im April 1997 beschlossene Paket „Reformprojekt Berufliche Bildung – flexible Strukturen und moderne Berufe“ begründete die Modernisierung vieler [[Ausbildungsordnung]]en. Bei dieser Neuordnung der Berufe, die im Jahr 1998 mit 71 Berufen, von denen 17 neu (u.&amp;amp;nbsp;a. Glasbläserin, [[Mechatroniker]]in) waren,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bwp-zeitschrift.de/tools/vovz/include.inc.php/en/publication/download/15765 |titel=BWP 27, 1998/4, Themenschwerpunkt |abruf=2022-06-07 |werk=bwp-zeitschrift.de |hrsg=Bundesinstitut für Berufsbildung |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; startete, wird vermehrt auf das [[Lernfeldkonzept]] statt auf die Leittextmethode gesetzt. Dieses Modell soll [[Ganzheitlichkeit (Pädagogik)|ganzheitlicher]] sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Liste von Ausbildungsberufen]], [[Liste der Unterrichtsmethoden]], [[Selbstgesteuertes Lernen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Auszubildende erobern die Hauswirtschaft: Arbeitsbuch mit Leittexten |Autor=Karin Beuting-Lampe |Hrsg=Europa-Lehrmittel |Auflage=3 |Datum=2011-08-29 |ISBN=9783808560266}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Leittext-Methode in Theorie und Praxis |Autor=Christoph Eckhardt |Verlag=Hiba |Datum=1996 |ISBN=9783897511088}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Untersuchung eines Leittextes zur Elektropneumatik: Entwicklung, Implementierung und Evaluation |Autor=Florian Neder |Verlag=AV Akademikerverlag |Datum=2018-09-03 |ISBN=9786202213233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.foraus.de/html/foraus_4425.php Ausbilden mit der Leittextmethode] auf dem Ausbilderportal [https://www.foraus.de/html/foraus_index.php foraus.de] beim [[Bundesinstitut für Berufsbildung]]&lt;br /&gt;
* [https://www.aevo-lernkartei.de/leittext Leittext-Methode - einfach erklärt]&lt;br /&gt;
* [http://methodenpool.uni-koeln.de/download/leittexte.pdf Leittextmethode im Methodenpool von K. Reich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufsbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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