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	<title>Leinenweberei - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:41:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leinenweberei&amp;diff=1132383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-05-24T06:52:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Laichingen Heimatmuseum Webstuhl.jpg|mini|Webstuhl (Heimatmuseum [[Laichingen]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bäuerliche Leinenweberei - 4. Die Herstellung von Leinwand.webm|mini|Video: [[Webstuhl|Handwebstuhl]] zur Herstellung von Leinwand, 1978]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Segeltuchfabrik Blancke. Jute- und Leinenweberei mit Dampfantrieb.webm|mini|start=12:38|thumbtime=12:40|Video: Elektrisch betriebene Webstühle in einer Leinenweberei, 1981]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leinenweberei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Weben|Weberei]] – Herstellung von [[Textilie|textilen]] Flächengebilden – aus der [[Flachsfaser]], der aus [[Gemeiner Lein|Flachs (Lein)]] gewonnenen Faser, zum [[Gewebe (Textil)|Gewebe]] Leinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adinkerke Garbe1.jpg|mini|Garben gerauften Flachses (Nordfrankreich)]]&lt;br /&gt;
Das Textilgewerbe gehört zu den ältesten [[Industriezweig]]en. Als eine ausgesprochen arbeitsintensive [[Produktion]] trug sie wesentlich zum [[Einfluss]] einzelner [[Region]]en bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] wurde zuerst wild wachsender, später selbst angebauter Flachs verarbeitet und versponnen, um diesen im Winter für den Eigengebrauch bzw. als weitere [[Einnahme]]quelle zu verwenden. Schon im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde Flachs in Mitteleuropa in bedeutendem Umfang angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marks I 178&amp;quot;&amp;gt;[[#Literatur|Lit.]] Marks, 1950, Kap. I, S. 178 (1. PDF, S. 12).&amp;lt;/ref&amp;gt; Leinen war im Mittelalter ein hochgeschätztes Gewebe, aus dem nicht nur [[Hemd]]en, [[Kleidung|Kleider]] und [[Bettzeug]], sondern auch [[Waffenrock|Waffenröcke]], [[Satteldecke]]n, [[Hut]]bezüge und [[Banner (Fahne)|Paniere]] verfertigt wurden. So wurde mit der [[Leinenbindung]] auch eine eigenständige Webart entwickelt. Neben dieser Leinwand im eigentlichen Sinne findet sich auch [[Drillich|Zwillich/Drillich]] und [[Hessian (Textil)|Hessian/Rupfen]] (Sackleinen) und das Woll-Mischgewebe [[Barchent]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vergl. auch Lit. Marks, 1950, Kap. III,  2. &amp;#039;&amp;#039;Die erzeugten Warengattungen,&amp;#039;&amp;#039; S. 222&amp;amp;nbsp;ff. (2. PDF, S. 9&amp;amp;nbsp;ff).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leinen[[weber]] verarbeiteten ursprünglich sowohl gesponnenen Flachs als auch [[Hanf]] und andere Fasern, etwa [[Brennnessel]], zu Geweben; seit etwa 1500 wurde Hanf hauptsächlich nur noch für [[Tuch|Haustuch]], Sack- und Packleinwand, grobe Zeuge wie [[Segeltuch]] und [[Seil]]waren verwendet, und das Leinen zum Haupt-Textilprodukt.&amp;lt;ref&amp;gt;In dieser Zeit umfasst der Begriff der Leinenweberei sowohl die Herstellung von Flachs- und Flachsmischprodukten, als auch – aufgrund der Technologie der Webstühle – die Herstellung von Leinwandgeweben aus anderen Fasern.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dieser Zeit entwickelte sich die Leinenweberei enorm. Erste Leinenweberzünfte finden sich beispielsweise 1496 in [[Enns]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marks I 186&amp;quot;&amp;gt;[[#Literatur|Lit.]] Marks, 1950, Kap. I, S. 183 (1. PDF, S. 17).&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich dann bis in das 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch in den ländlichen Raum ausbreiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flachsbrechburgstall131011 34.jpg|mini|Flachsbrechhütte und Darre im Leinenmuseum [[Creglingen-Burgstall]]]]&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur [[Tuchmacher]]ei (Wollweberei), die sich doch meist als städtisches [[Handwerk]] etablierte, war die Leinenweberei lange Zeit im ländlichen Raum als [[Gewerbe|Heimgewerbe]] verbreitet und wurde vielfach von [[Bauern]] und [[Tagelöhner]]n betrieben. Größere Höfe hatten ab der frühen Neuzeit durchwegs auch ein eigenes [[Dörrhaus|Brech- und Dörrhaus]] (oberdeutsch [[Brechlbad]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Vergl. Eugenie Goldstern: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Volkskunde des Lammertales mit besonderer Berücksichtigung von Abtenau (Tännengau).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für österreichische Volkskunde&amp;#039;&amp;#039; 24, 1918, Verlag F. Tempsky, Wien 1917 (1918), S. 13 ff (ganzer Artikel S. 1–29).&amp;lt;!--http://volkskundemuseum.at/jart/prj3/volkskundemuseum/data/uploads/OEZV-INDEX_06.pdf#53--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Niedergang der Leinenweberei entstand durch die Einführung der [[Baumwolle]], und – ab dem späteren 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus England kommend – dem Aufbau der [[Textilindustrie]] und der maschinellen Webstühle. Die Baumwolle wurde das feinere Gewebe, das Leinengewebe verblieb als robustes, aber wenig komfortables Zeug, etwa [[Arbeitskleidung]] und [[Bettwäsche]]. Außer in gewissen industriellen Zentren fand das Leinen seine Nische in der handwerklichen Leinenmanufaktur aus landwirtschaftlicher Eigenproduktion. Da die Textilindustrie zur Importindustrie wurde, und in der Zeit auch der [[Kartoffel]]anbau forciert wurde, wurden die Flachsfelder in Äcker für die Nahrungsproduktion umgewandelt. Noch trug die einfache Bevölkerung aber Leinen als Alltagskleidung. Erst im mittleren 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde dann die Baumwolle zum billigsten Material und verdrängte das Leinen fast vollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Rückgang der gesamten Textilindustrie ist v.&amp;amp;nbsp;a. in [[Westeuropa|West-]] und [[Mitteleuropa]] in den 1970er Jahren zu vermerken. Durch vermehrte Importe von Textilien aus [[Billiglohnland|Billiglohnländern]] wurde es auch für die verbliebenen Leinenweber immer schwerer zu konkurrieren. Viele Firmen wurden oder werden aus markttechnischen Gründen gezwungen, die Produktion in das Ausland zu verlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wiederaufleben der Leinenweberei in Mitteleuropa zeigte sich im Zuge der Modernisierung der [[Tracht (Kleidung)|Tracht]] („Neue Tracht“) um die Wende zum 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, zu der das Leinen als [[naturfarben]]es Material für die Leib- und auch Oberwäsche gehört, wie auch der Ökologisierung und Regionalisierung der Landwirtschaft, da der Flachsanbau wenig Chemikalieneinsatz erfordert. Geschätzt wird neben der Robustheit die Atmungsaktivität des Materials. Diese Stoffe aus Kleinproduktion werden als „Bauernleinen“ vermarktet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bauernleinen&amp;#039;&amp;#039;. In: Marion Ohrendorf: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlexikon der Mode-Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schlütersche, 2004, ISBN 978-3-89994-016-9, S. 51  ({{Google Buch |BuchID=4gbQyZY3gYYC |Seite=51}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland ist [[Seegers &amp;amp; Sohn]] in [[Steinhude]] das letzte, kommerziell produzierende Unternehmen von Textilien aus Leinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Leinenmuseum]]&lt;br /&gt;
* [[Brettchenweben]]&lt;br /&gt;
* [[Haarstube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Siehe auch [[Flachsfaser#Literatur|Literatur des Artikels &amp;#039;&amp;#039;Flachsfaser&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* Ernst Gräbner: &amp;#039;&amp;#039;Die Weberei.&amp;#039;&amp;#039; Fachbuchverlag GmbH, Leipzig, 1952&lt;br /&gt;
* Alfred Marks: &amp;#039;&amp;#039;Das Leinengewerbe und der Leinenhandel im Lande ob der Enns von den Anfängen bis in die Zeit Maria Theresias.&amp;#039;&amp;#039; In:  &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines&amp;#039;&amp;#039; Band 95, 1950, S. 169–286 ({{OoeGeschichte|pdf=jbmusver 1950 095 0169-0286 a.pdf|name=Kap. I, II}}, {{OoeGeschichte|pdf=jbmusver 1950 095 0169-0286 b.pdf|name=Kap. III, IV}}); Kurzfassung auch &amp;#039;&amp;#039;Leinengewerbe und Leinenhandel in Oberösterreich bis in die Zeit Maria Theresias.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Webereimuseum Haslach, Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; Katalog, Haslach 1970, S. 19–36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4276985-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfahren (Weberei)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Textilwesens in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
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