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	<title>Leihamt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:47:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pallaskatz1: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-04-13T11:45:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gotthard Kuehl (1850-1915) - Im Leihamt - 0218 - Führermuseum.jpg|mini|Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Im Leihamt&amp;#039;&amp;#039; von [[Gotthardt Kuehl]] (1850–1915)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leihamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: Leihhaus, Pfandhaus, Pfandleihhaus oder Pfandleihanstalt) ist eine kommunale oder staatliche Einrichtung, die gegen Hinterlegung eines beweglichen Gegenstandes ein Pfanddarlehen vergibt. Historisch wurden diese gemeinnützigen Anstalten gegründet, um dem [[Wucher]] privater [[Pfandleiher]] entgegenzuwirken. Heutzutage unterliegen sowohl private [[Pfandhaus|Pfandhäuser]] als auch kommunale Leihämter gemeinsamen gesetzlichen Regelungen, insbesondere der [[Pfandleiherverordnung]]. Früher galten für kommunale Leihämter teils eigene Landesgesetze oder kommunale Satzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/gewo/__34.html |titel=§ 34 GewO - Einzelnorm |zugriff=2018-10-31 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1970er-Jahre existierten in Deutschland neben privaten Pfandleihern bis zu 35 öffentliche Pfandhäuser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beatrice Oßberger |Titel=Pfandleihhäuser: Wenn die Bank Nein sagt |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2018-03-11 |Online=https://www.welt.de/regionales/bayern/article174375389/Pfandleihhaeuser-Wenn-die-Bank-Nein-sagt.html |Abruf=2018-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute gibt es in Deutschland nur noch ein einziges kommunales Leihamt: das [[Städtisches Leihamt Mannheim|Städtische Leihamt Mannheim]], das weiterhin unter städtischer Trägerschaft betrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://das-leihamt.de/satzung/ |titel=Satzung des Städtischen Leihamts Mannheim |zugriff=2025-02-26 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Durch klare Regeln bei der [[Beleihung (Kreditwesen)|Beleihung]], genau festgelegte Gebühren und staatliche Kontrolle der Anstalt soll ein Missbrauch verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert des hinterlegten Pfandes wird durch vereidigte Taxatoren festgestellt. Das [[Kredit|Darlehen]] liegt einschließlich der [[Zins]]en etwa 20 Prozent unter dem taxierten Wert. Die Zinsen liegen deutlich über dem üblichen [[Zinsfuß]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Juli 2006: 3 % pro Monat, entspricht 36 % im Jahr). Über Pfand und Darlehen werden Pfandscheine ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird das Darlehen (inklusive der Zinsen) nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zurückgezahlt oder der Pfandschein gebührenpflichtig verlängert, wird das Pfand öffentlich versteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das erste öffentliche Leihhaus wurde 1462 in [[Perugia]] durch den [[Franziskanische Orden|Franziskaner]] [[Bernhardin von Feltre]] (Bernardino da Feltre) gegründet, der in seinen Predigten  Wucherzinsen kritisierte. Die ursprüngliche Bezeichnung war „[[Monte di pieta|Monti di pietà]]“ (= Berge der Barmherzigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das älteste öffentliche Pfandhaus in Deutschland wurde 1560 in Hamburg gegründet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kurt Woelck |Titel=Kommunalpolitik der politischen Parteien- Staatsgeschäfte in den Gemeinden |Hrsg=Josef Brix, Hugo Lindemann und Otto Most |Sammelwerk=Handwörterbuch der Kommunalwissenschaften |Band=3 |Nummer= |Auflage= |Verlag=Gustav Fischer Jena |Ort=Jena |Datum=1924 |ISBN= |Seiten=276-280}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, es folgten [[Städtisches Leihamt Augsburg|Augsburg 1603]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl-Jochen Müller |Titel=Der große Schrank von Mannheim. Aus der Chronik des Städtischen Leihamts |Hrsg=Ulrich Nieß |Sammelwerk=Kleine Schriften des Stadtarchivs Mannheim |Band= |Nummer=24 |Auflage= |Verlag=EDITION QUADRAT |Ort=Mannheim |Datum=2009 |ISBN=978-3-941001-03-9 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Nürnberg 1618&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, Berlin 1692&amp;lt;ref&amp;gt;„1603 wurde in Deutschland die &amp;#039;Augsburger Pfandleihanstalt&amp;#039; und 1692 in Berlin das &amp;#039;Kurfürstliche Pfandhaus&amp;#039; gegründet.“ In: [https://www.deutsche-pfandkredit.de/service/aktuelles/das-pfandleihhaus-und-seine-geschichte-von-der-antike-bis-heute/ „Das Pfandleihhaus und seine Geschichte von der Antike bis heute“] auf deutsche-pfandkredit.de (abgerufen am 23. August 2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Innere Neustadt|Dresden-Neustadt]] vor 1797&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Leihhauskassier Gfried. Heinr. Schoͤnfeld im Rathhaus [[Neustädter Rathaus (Dresden)|Marktplatz]] No. 132.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dresden zur zweckmäßigen Kenntniß seiner Häuser und deren Bewohner&amp;#039;&amp;#039;, Dresden 1797 [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/6474/442 S. 432].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Im dritten Stockwerke des Rathhauses zu Neustadt befindet sich ein gut administrirtes Leihhaus, gegenwaͤrtig das Einzige in Kursachsen. Man expe=dirt daselbst Montags, Mittwochs und Freitags.“ In: [erm. Verf.]: [[Friedrich Christian August Hasse]]: &amp;#039;&amp;#039;Dresden und die umliegende Gegend bis Elsterwerda , Bautzen, Herrnhut, Rumburg, Aussig, Töplitz, Freyberg und Hubertsburg : Eine Darstellung für Natur- und Kunstfreunde&amp;#039;&amp;#039; - Zweite vermehrte Auflage. - Kolophon: Dresden, gedruckt bei [[Carl Gottlob Gärtner|C. G. Gärtner]]. Erster Theil. : &amp;#039;&amp;#039;Dresden, dargestellt aus dem Gesichtspunkte der Cultur. : Nebst einem Grundrisse der Stadt und statistischen Tabellen. : Dresden, 1804. | in der Arnoldischen Buch= und Kunsthandlung.&amp;#039;&amp;#039; [https://digital.bibliothek.uni-halle.de/hd/content/pageview/1011168 S. 165.]&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Städtisches Leihamt Mannheim|Mannheim im Jahr 1810]] und Stuttgart 1872&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.staedtische-pfandleihe.de/ |titel=Städtische Pfandleihe - Städtische Pfandleihanstalt Stuttgart AG          seit 1872 |zugriff=2018-10-30 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 1834 in Berlin eröffnete [[Königliches Leihamt|Königliche Leihamt]] wurde bis 1990 genutzt. Zurzeit gibt es in Deutschland von ehemals 35 nur noch ein Leihamt im eigentlichen Sinn (Mannheim).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das Augsburger Leihamt wurde Ende 2018 geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Nach 415 Jahren:  Ältestes Leihamt wird geschlossen |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2017-11-11 |Online=https://www.welt.de/regionales/bayern/article170520202/Aeltestes-Leihamt-wird-geschlossen.html |Abruf=2018-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter kommunalem Einfluss stehen zwei weitere Einrichtungen: Das Nürnberger Leihhaus hat als Träger einen [[Gemeinnützigkeit|gemeinnützigen]] [[Eingetragener Verein|eingetragenen Verein]], der unter Aufsicht der Stadt Nürnberg steht. Diese frühere [[Freie Reichsstadt|Reichsstadt]] hat ihre Einrichtung im Jahr 1618 ins Leben gerufen. In Stuttgart wird die Pfandleihanstalt in der Rechtsform einer gemeinnützigen [[Aktiengesellschaft]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leihämter sind und waren in die Linienorganisation der Stadtverwaltungen eingebunden, wie z. B. das Leihamt Augsburg, das eine Abteilung des Kämmereiamtes war. Andere Leihämter waren Eigenbetriebe d. h. rechtlich unselbständige Anstalten, die aber im Sondervermögen der Kommune selbständig wirtschafteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Nach 415 Jahren:  Ältestes Leihamt wird geschlossen |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2017-11-11 |Online=https://www.welt.de/regionales/bayern/article170520202/Aeltestes-Leihamt-wird-geschlossen.html |Abruf=2018-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Situation ==&lt;br /&gt;
Einer der Hauptgründe, warum es heute kaum noch öffentlich-rechtliche Leihämter gibt, ist der zunehmende Bedeutungsverlust von Bargeld ab Ende der 1950er Jahre (siehe z. B. [[Lohntüte]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Leihämter wurden allerdings auch unwirtschaftlich geführt und waren durch städtische Vorschriften überreguliert. Obwohl die privaten Mitbewerber florierten, schlossen seit dieser Zeit z. B. die Leihämter in Köln, München und Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Schrep |Titel=PFANDHÄUSER: Der letzte Ausweg |Sammelwerk=Der Spiegel |Band=37 |Datum=2009-09-07 |Online=https://www.spiegel.de/politik/der-letzte-ausweg-a-2cce82e8-0002-0001-0000-000066803922?context=issue |Abruf=2018-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leihämter außerhalb Deutschlands ==&lt;br /&gt;
* Frankreich: Das Pfand- und Bankhaus Crédit Municipal de Paris ist, wie der Name sagt, seit 1637 eine staatliche Einrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Houda Laroussi |Titel=Le prêt sur gage au Crédit municipal de Paris - Clientèle et mondes sociaux |Hrsg=Karthala - CMP |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Paris |Datum=2012 |ISBN=9782811105891 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Österreich: Das in Wien beheimatete und 1707 gegründete Dorotheum war bis 1979 staatlich und wurde danach in eine GmbH umgewandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniela Gregori - Cathrine Stukhard |Titel=Dorotheum - Die ersten 300 Jahre |Hrsg=Brandstätter |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Brandstätter |Ort=Wien |Datum=2012 |ISBN=9783850330572 |Seiten=118f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schweiz: Neben privaten Pfandhäusern in Lugano und Genf (die unter staatlicher Aufsicht stehen) gibt es im Kanton Zürich eine Besonderheit: Die [[Zürcher Kantonalbank]] betreibt seit 1872 eine Filiale als Pfandleihkasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias von Wartburg |url=https://www.blick.ch/news/schweiz/mittelland/zu-besuch-beim-juengsten-leihhaus-der-schweiz-ein-leben-auf-pfand-id7650089.html |titel=Zu Besuch beim jüngsten Leihhaus der Schweiz. Ein Leben auf Pfand. |werk=Blick - www.blick.ch |hrsg=Ringier AG |datum=2017-12-25 |zugriff=2018-10-31 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/33/pfandleihhaeuser-deutschlandkarte-finanzierung Deutschlandkarte „Pfandleihhäuser“] des ZEITmagazins, 31. August 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4428929-7|LCCN=sh85098886}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausleihe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pallaskatz1</name></author>
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