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	<title>Leidener Willeram - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T10:33:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leidener_Willeram&amp;diff=1036383&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Mittelalter (Literatur) umbenannt in Kategorie:Literatur des Mittelalters: laut Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2020/Dezember/10#Kategorie:Renaissance (Literatur) nach Kategorie:Literatur der Renaissance (erl.)</title>
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		<updated>2021-07-08T16:01:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Mittelalter_(Literatur)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Mittelalter (Literatur) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Mittelalter (Literatur)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Literatur_des_Mittelalters&quot; title=&quot;Kategorie:Literatur des Mittelalters&quot;&gt;Kategorie:Literatur des Mittelalters&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2020/Dezember/10&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2020/Dezember/10 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2020/Dezember/10#Kategorie:Renaissance (Literatur) nach Kategorie:Literatur der Renaissance (erl.)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leidener Willeram&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Egmonder Willeram&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Williram&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine altniederländische Bearbeitung von [[Williram von Ebersberg|Willirams von Ebersberg]] [[Hohes Lied|Hohenlied]]-Kommentar. Der Text umfasst ungefähr 9500 Wörter und ist damit der umfangreichste noch erhaltene Text auf [[Altniederländisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Die [[Manuskript|Handschrift]], die den Text enthält, befindet sich seit Ende des 16. Jahrhunderts in der [[Universitätsbibliothek Leiden]], daher der Name &amp;#039;&amp;#039;Leidener Willeram&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Der andere Name, &amp;#039;&amp;#039;Egmonder Willeram&amp;#039;&amp;#039;, kommt vom vermuteten Entstehungsort der Handschrift, von der [[Kloster Egmond|Abtei Egmond]] bei [[Egmond]] in der heutigen niederländischen [[Provinz Noord-Holland|Provinz Nordholland]]. Die Handschrift entstand gegen Ende des 11. Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oudnederlands&amp;quot;&amp;gt;A. Quak und J.M. van der Horst, &amp;#039;&amp;#039;Inleiding Oudnederlands&amp;#039;&amp;#039;, Leuven 2002, ISBN 90-5867-207-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben des Textes ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1598 gab der niederländische Gelehrte [[Paulus Merula]] den Text zum ersten Mal heraus.&lt;br /&gt;
Später gab es weitere Ausgaben, zum Beispiel 1827 von [[August Heinrich Hoffmann von Fallersleben]] und 1971 von Willy Sanders.&amp;lt;ref name=&amp;quot;oudnederlands&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Bearbeitung ==&lt;br /&gt;
Willirams von Ebersberg Hohelied-Kommentar war wahrscheinlich zwischen 1059 und 1065 entstanden, und zwar in einem [[Ostfränkische Dialektgruppe|ostfränkisch]] gefärbten Spät-[[Althochdeutsch]]. Der niederländische Bearbeiter des Textes ist ziemlich frei mit seiner Vorlage umgegangen. Er versuchte sich an einer Anpassung des Textes an die eigene Mundart, was zu einer eigenwilligen Mischsprache führte. Einige althochdeutsche (ostfränkische) Sprachbestandteile hat er übernommen, wie zum Beispiel den Konsonantismus der [[Zweite Lautverschiebung|Hochdeutschen Lautverschiebung]], weshalb der Text auf den ersten Blick hochdeutsch wirkt.&lt;br /&gt;
An anderen Stellen hat er die Sprache angepasst, zum Beispiel bei Wortwahl und [[Flexion]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;oudnederlands&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
So schreibt der Bearbeiter &amp;#039;&amp;#039;ande&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;unde&amp;#039;&amp;#039; („und“).&lt;br /&gt;
Dort, wo die Sprache nicht altostfränkisch, sondern [[altniederländisch]] ist, zeigt sich eine westliche Form der Sprache, die Berührungspunkte mit dem [[Westflämische Dialektgruppe|Westflämischen]] und dem [[Friesische Sprache|Friesischen]] hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vekeman_ecke&amp;quot;&amp;gt;Herman Vekeman und Andreas Ecke, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der niederländischen Sprache&amp;#039;&amp;#039; (= Langs Germanistische Lehrbuchsammlung, Band 83), Peter Lang, Bern 1993, ISBN 3-906-750-37-X&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!-- S. 49 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textbeispiel ==&lt;br /&gt;
=== Willeram ===&lt;br /&gt;
Der Text ist zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;Inleiding Oudnederlands&amp;#039;&amp;#039; von A. Quak und J. van der Horst&amp;lt;ref name=&amp;quot;oudnederlands&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Lateinische Passagen sind &amp;#039;&amp;#039;kursiv&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben.&lt;br /&gt;
Vor dem doppelten Schrägstrich steht der Vers aus dem Hohelied, dahinter der Kommentar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschnitt 22 (&amp;#039;&amp;#039;Vox Christi ad ecclesiam&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sino, scona bistu, friundina min - sino, scona bistu; thin ougan sint duvan ougan. //&lt;br /&gt;
:Scona bistu an guoden werkan, scona bistu an reynan gethankon. Thin eynualdigheyd skinet an allan thinan werkon, wanda thu ueychenes ande gelichnisses niet neruochest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschnitt 23 (&amp;#039;&amp;#039;Vox ecclesiae&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Sino, scone bistu, wine min, ande eerlich. //&lt;br /&gt;
:Thu quithes, thaz ich scona si, auor al mina sconheyd thiu is mer uan thich cuman. Thu bist sunderlicho scone &amp;#039;&amp;#039;pre filiis hominum&amp;#039;&amp;#039;, beythe &amp;#039;&amp;#039;et per diuinitatem et per uirgineam natiuitatem&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Stelle des Hoheliedes interpretiert Williram von Ebersberg als Dialog zwischen Christus und der Kirche.&lt;br /&gt;
Siehe dazu auch &amp;#039;&amp;#039;[[Ekklesia]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne Übersetzung ===&lt;br /&gt;
Begriffe aus dem Leidener Willeram (altniederländische, ostfränkische oder lateinische) sind &amp;#039;&amp;#039;kursiv&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschnitt 22 (Christus spricht zur Kirche):&lt;br /&gt;
:Schön bist du, meine Freundin, schön bist du; deine Augen sind Taubenaugen. //&lt;br /&gt;
:Schön bist du an guten Taten, schön bist du an reinen Gedanken. Deine Reinheit/Aufrichtigkeit (&amp;#039;&amp;#039;eynualdigheyd&amp;#039;&amp;#039;) wird deutlich (&amp;#039;&amp;#039;skinet&amp;#039;&amp;#039;) in allen deinen Taten, denn (&amp;#039;&amp;#039;wanda&amp;#039;&amp;#039;) du strebst nicht (&amp;#039;&amp;#039;niet neruochest&amp;#039;&amp;#039;) nach Betrug und Heuchelei (&amp;#039;&amp;#039;ueychenes ande gelichenisses&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschnitt 23 (die Kirche spricht):&lt;br /&gt;
:Schön bist du, mein Geliebter, und ehrsam. //&lt;br /&gt;
:Du sagst, dass ich schön sei, aber meine Schönheit, die ist mir durch dich gekommen. Du bist besonders schön vor den Menschenkindern, sowohl wegen der göttlichen Natur (&amp;#039;&amp;#039;per diuinitatem&amp;#039;&amp;#039;) als auch wegen der jungfräulichen Geburt (&amp;#039;&amp;#039;per uirgineam natiuitatem&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommentierte Bibelstelle ===&lt;br /&gt;
Die Bibelstellen, die der Willeram-Text kommentiert, stammen aus Hohelied 1, 15–16:&lt;br /&gt;
Der deutsche Bibeltext stammt aus einer modernen katholischen Übersetzung&amp;lt;ref name=&amp;quot;herder&amp;quot;&amp;gt;Die Bibel, Herder-Verlag, 25. Auflage, Freiburg 1965, ISBN 3-451-01495-5&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ja, du bist schön, meine Freundin, ja, du bist schön! Deine Augen sind Tauben (gleich)!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ja, du bist schön, mein Geliebter, wirklich reizend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Willy Sanders, Artikel „Leidener Williram“, in: Verfasserlexikon 5 (1985), Sp. 680–682.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederländische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Universitätsbibliothek Leiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (11. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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