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	<title>Leichenhaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leichenhaus&amp;diff=238750&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2025-07-23T14:24:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leichenhaus Arosa.jpg|mini|Leichenhaus (rechts) inmitten des Siedlungsgebiets von [[Arosa]]. Im Hintergrund die [[Aroser Dolomiten]]]]&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leichenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leichenhalle/Totenhalle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leichenschauhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, veraltet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parentationshalle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Parentationshalle |Band=15 |Seite=434 |zenoID=20007214898}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von &amp;#039;&amp;#039;Parentation&amp;#039;&amp;#039; „Grabrede“, „Leichenrede“) werden Verstorbene vor der Bestattung aufgebahrt. Unterschiedliche Verwendungen haben zu verschiedenartigen Gestaltungen der Leichenhäuser geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vrin Totenstube.jpg|mini|Totenstube auf dem Friedhof in [[Vrin]].&amp;lt;br /&amp;gt; Architekt: [[Gion A. Caminada]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Vorwerker Friedhof – Leichenhalle.jpg|mini|Leichenhalle des [[Vorwerker Friedhof]]s in [[Lübeck]] (1906)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Friedhof ==&lt;br /&gt;
Leichenhäuser befinden sich meist auf [[Friedhof|Friedhöfen]], teils aber auch in privaten [[Bestatter|Bestattungsinstituten]]. Eine Überführung in eine Leichenhalle darf erst dann erfolgen, wenn durch die [[Leichenschau]] der Tod mit Sicherheit festgestellt worden ist. Bereits 1632 wurde neben der [[Bergkirche St. Marien (Schleiz)]] in [[Schleiz]] auf dem dortigen [[Friedhof]] eine Leichenhalle errichtet, die heute noch als Trauerhalle genutzt wird. Ihr Stifter war der preuß.-plau. Hof- und Stadtmedikus Joachim Kolbe (1585–1657).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Wanckel]], Heinrich Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Die Bergkirche und St. Wolfgangskapelle&amp;#039;&amp;#039;. Formularverlag des evangelischen Vereinshauses, Schleiz 1925, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berthold Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Schleiz&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. Schleiz 1916, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Berliner Leichenhalle wurde in der [[Köllnische Vorstadt|Köllner Vorstadt]] 1694 errichtet. Sie war ein massiver Bau mit drei offenen Fenstern mit Drahtgitter.&amp;lt;ref&amp;gt;Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Lebendig begraben. Geschichte und Geschichten vom Scheintod.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1990, ISBN 3-361-00299-0; Neudruck (Lizenzausgabe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Scheitod. Lebendig begraben&amp;#039;&amp;#039;) Tosa Verlag, Wien 2002, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1791 wurde in [[Weimar]] ein [[Leichenhaus (Weimar)|Leichenhaus]], angeregt durch den angesehenen Arzt [[Christoph Wilhelm Hufeland]], erbaut. Auch in Berlin wurde 1795 ein Leichenhaus eröffnet. Es setzte mit dem beginnenden 19. Jahrhundert die Errichtung von weiteren Leichenhäusern ein, so 1805 in Mainz, 1808 in München, 1828 in Frankfurt am Main und 1830 in Eisenach. Die Gründe sind neben der im 18. Jahrhundert sich steigernden Furcht, [[Scheintod|lebendig]] begraben zu werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;Leichenhäuser.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 836 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem gewachsenen hygienischen Bewusstsein der Zeit zu suchen. Mit den Aufbahrungen in privaten Räumen waren zu viele Infektionsmöglichkeiten verbunden und die Verbreitung von Epidemien auf diesem Weg war groß. Die Nutzung von Leichenhallen war zunächst freiwillig. Anders verhielt es sich bei den ansteckenden Krankheiten, wie [[Dysenterie|Ruhr]], [[Pocken]], [[Scharlach]], [[Cholera]] oder [[Diphtherie]]. Es kam deshalb in vielen Fällen zu Zwangseinlieferungen in die Leichenhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus praktischen Gründen setzte sich die Aufbahrung der Verstorbenen in einer Leichenhalle beziehungsweise Friedhofskapelle schließlich durch: Da die Städte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts stark wuchsen wurde die Entfernung zwischen Wohnung des Verstorbenen und dem Friedhof so groß, dass der [[Trauerzug|Leichenzug]] einen zu weiten Weg zurücklegen müsste, auch ließen die Wohnverhältnisse vielfach eine Aufbahrung in der Wohnung aus Platzgründen nicht mehr zu. Mittlerweile hat sich zudem die Mentalität im Umgang mit dem Tod gewandelt, für die Angehörigen ist es meist nicht mehr vorstellbar, mehrere Tage mit einem Verstorbenen in der Wohnung zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft ist den Leichenhäusern eine [[Trauerhalle|Halle für die Trauerzeremonie]] angeschlossen, in der sich Angehörige und Bekannte von den Verstorbenen verabschieden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriminalistik ==&lt;br /&gt;
Erster Schritt bei der Aufklärung von Gewalttaten ist die [[Identitätsfeststellung|Identifizierung]] des Opfers. Im 19. Jahrhundert begann man, die Körper unbekannter [[Mord]]opfer in ein zentrales [[Kühlhaus]] zu bringen, das sogenannte städtische Leichenschauhaus. In diesem können Angehörige und Bekannte den noch Unbekannten identifizieren, ihm seinen Namen zurückgeben. Nach Feststellung von [[Identität]] und [[Todesart|Todesursache]] werden die sterblichen Überreste zur [[Bestattung]] freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste eigens für diesen Zweck errichtete Gebäude war das 1864&amp;lt;ref&amp;gt;[http://edwardianpromenade.com/amusements/the-morbidity-of-the-paris-morgue/ &amp;#039;&amp;#039;The Morbidity of the Paris Morgue&amp;#039;&amp;#039;.] edwardianpromenade.com (englisch); abgerufen am 31. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Morgue&amp;lt;ref&amp;gt;{{ZentralblBauverw |Autor=- |Titel=Das Leichenhaus in Paris |Jahr=1884 |Heft=39 |Seiten=399–400 |zlb=409}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Paris am Quai de l’Archevêché eröffnete, zunächst jedermann zugängliche Leichenhaus. Aufgrund des Andranges von Schaulustigen ergriff [[Polizeipräfektur (Paris)|Polizeipräfekt]] [[Louis Lépine]] 1907 Maßnahmen, um Unbeteiligten das Betreten der Räumlichkeiten zu untersagen. Dieser zweckmäßigen Morgue des Quai de l’Archevêché –&amp;amp;nbsp;welche 1913 in das heutige [[rechtsmedizin]]ische Institut (Institut medico-légal) umzog&amp;amp;nbsp;– waren zwei andere öffentliche Stätten vorausgegangen, in denen die Leichen von auf der Straße verstorbenen und ertrunkenen Personen aufgenommen, untersucht und mit ihrer Kleidung öffentlich zur Schau gestellt wurden, in der Hoffnung, dass das Publikum ihre Identifizierung herbeiführen würde (siehe: [[Die Unbekannte aus der Seine]]). Die erste, bereits Morgue genannt, befand sich mindestens seit 1718 im Grand Châtelet&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;morgue.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dictionnaire de l&amp;#039;Académie française|Dictionnaire de l’Académie]]&amp;#039;&amp;#039;. 1718.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde von [[Heinrich Sander (Schriftsteller)|Heinrich Sander]] in seinem 1776 während seiner Reise durch Frankreich geführten Tagebuch beschrieben,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Sanders Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande …&amp;#039;&amp;#039; 1. Theil. Friedrich Gotthold Jacobäer und Sohn, Leipzig, 1783, S. 35 ([https://books.google.fr/books?id=wgpZAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA44&amp;amp;dq=%22H%C3%B4tel+de+Su%C3%A8de%22+rue+de+Grenelle&amp;amp;hl=fr&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiv-9OkjMrcAhVDiRoKHZztBnoQ6AEIWTAJ#v=onepage&amp;amp;q=%22Morne%22&amp;amp;f=false books.google.fr])&amp;lt;/ref&amp;gt; die zweite war ab 1804 in einem alten, 1836 umgebauten Schlachthaus des Marché-Neuf untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;L’Institut médico-légal à travers les âges&amp;#039;&amp;#039;. Préfecture de Police de Paris (englisch); [https://books.google.fr/books?id=wgpZAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA44&amp;amp;dq=%22H%C3%B4tel+de+Su%C3%A8de%22+rue+de+Grenelle&amp;amp;hl=fr&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiv-9OkjMrcAhVDiRoKHZztBnoQ6AEIWTAJ#v=onepage&amp;amp;q=%22Morne%22&amp;amp;f=false books.google.fr]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leichenhaus vom Fördewald-Wanderweg aus im Winter (Januar 2015).JPG|mini|Das zerfallene Leichenhaus des [[Marinelazarett Flensburg-Mürwik|Marinelazarettes Flensburg-Mürwik]] im Winter 2015]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizin ==&lt;br /&gt;
In Krankenhäusern versterben häufig Patienten, deren Heilung nicht mehr gelingt. Daher existieren in Krankenhäusern ebenfalls Leichenhallen. Auch zur Ausbildung, zum Ergründen der Todesursache und zur Erforschung der menschlichen [[Anatomie]] werden in Krankenhäusern und medizinischen Fakultäten Leichen geöffnet. Dies geschieht in einem besonderen Gebäude oder Gebäudeteil. Dieses ist in zwei Abteilungen geteilt: den Kühl- und den Sezierraum. In den Kühlzellen können die Verstorbenen mehrere Tage –&amp;amp;nbsp;selten Jahre&amp;amp;nbsp;– gelagert werden, wenn sie in der [[Pathologie]] untersucht werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Obduktion]]&lt;br /&gt;
* [[Leichenschau]]&lt;br /&gt;
* [[Rechtsmedizin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. Hinterberger: &amp;#039;&amp;#039;Einiges über Leichenhallen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Architekt. Wiener Monatshefte für Bauwesen und dekorative Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Band 7. Schroll, Wien 1901, S.&amp;amp;nbsp;9–12.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://permalink.obvsg.at/AC02771208 Permalink.] Österreichischer Bibliothekenverbund.&amp;amp;nbsp;– [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=arc&amp;amp;datum=19010005&amp;amp;seite=00000009&amp;amp;zoom=0 Text.] ([[ANNO – AustriaN Newspapers Online|ANNO]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Barbara Happe: &amp;#039;&amp;#039;Ordnung und Hygiene. Friedhöfe in der Aufklärung und die Kommunalisierung des Friedhofswesens.&amp;#039;&amp;#039; In: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal: Raum für Tote. Braunschweig 2003, ISBN 3-87815-174-8.&lt;br /&gt;
* Christoph Wilhelm Hufeland: &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Ungewissheit des Todes und das einzige untrügliche Mittel, sich von seiner Wirklichkeit zu überzeugen und das Lebendigbegraben unmöglich zu machen; nebst Nachricht von der Errichtung eines Leichenhauses in Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Weimar 1791.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mortuaries|Leichenhäuser}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Leichenhalle}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Leichenschauhaus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4433141-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leichenhaus| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedhofsbewirtschaftung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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