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	<title>Leichenfraß - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:47:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leichenfra%C3%9F&amp;diff=1682073&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-07-30T15:11:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leichenfraß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;postmortalem Tierfraß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man jede nach dem Tod eingetretene Veränderung an einem [[Leichnam]], die durch Biss- und Fraßspuren von [[Wirbeltiere]]n bedingt ist. Das Vorliegen von Tierfraß kann zu einem irrtümlichen Verdacht einer unnatürlichen [[Todesursache]] beziehungsweise eines [[Tötungsdelikt]]s führen. Besiedelungen der Leiche mit [[Insekten]] und [[Würmer]]n und die dadurch hervorgerufenen Leichenveränderung gelten nicht als Leichenfraß im engeren Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig findet man einen Leichenfraß bei Leichen, die im Freien aufgefunden werden. [[Fleischfresser|Fleischfressende]] Tiere und besonders [[Aasfresser|Aas-]] und [[Allesfresser]] kommen hierfür in Frage. In Mitteleuropa sind dies besonders [[Fuchs (Säugetier)|Füchse]], [[Dachs]]e und [[Wildschwein]]e, aber auch Vögel verursachen besonders an weichen, leicht zugänglichen Körperteilen Leichenfraß, besonders [[Möwen]] und [[Rabenvögel]] (Krähen und Raben). Typische Fraßspuren an abstehenden Körperteilen (Ohren, Finger, Zehen, Nase, Lippen etc.) werden von [[Nagetiere]]n wie [[Mäuse]]n und [[Ratten]] hervorgerufen. [[Wasserleiche]]n können von Fraß durch Fische (besonders [[Haie]]) betroffen sein. Bei intensivem Leichenfraß und/oder bei längere Zeit liegenden Leichen ist die Verschleppung von Leichenteilen oder einzelnen Knochen an verschiedene Orte ein [[Kriminalistik|kriminalistisches]] Problem, da dadurch die Auffindesituation der Leiche erheblich verändert und der ursprüngliche Tatort nicht immer sicher ermittelt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Todesfällen, bei denen der Leichnam zusammen mit [[Haustier]]en eingeschlossen ist, kann es nicht selten zu Leichenfraß kommen. Hierfür kommen überwiegend [[Haushund]]e&amp;lt;ref&amp;gt;L. Plötsch-Schneider,  L. Endris: &amp;#039;&amp;#039;Postmortale Hundebißspuren und Leichenfraß&amp;#039;&amp;#039;. Kriminalistik (1984) 38: S.&amp;amp;nbsp;351–353&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Hauskatze]]n, aber auch selten [[Hamster]]&amp;lt;ref&amp;gt;D. Ropohl et al.: &amp;#039;&amp;#039;Postmortem injuries inflicted by domestic golden hamster: morphological aspects and evidence by DNA typing&amp;#039;&amp;#039;. Forensic Sci. Int. (1995) 72(2): S.&amp;amp;nbsp;81–90 PMID 7750871&amp;lt;/ref&amp;gt; und domestizierte [[Singvögel]]&amp;lt;ref&amp;gt;A. Dettling: &amp;#039;&amp;#039;Animal bites caused by a song bird?&amp;#039;&amp;#039;. Archiv Kriminol. (2001) 208(1-2): S.&amp;amp;nbsp;48–53 PMID 11591059&amp;lt;/ref&amp;gt; in Betracht. Dabei scheint die Motivation des Tieres nicht in jedem Fall mit Hunger und dem Drang nach Nahrungsaufnahme erklärbar zu sein, vielmehr scheint die Ausnahmesituation des Haustieres (speziell bei Haushunden) zu Weckversuchen oder [[Übersprunghandlung]]en in Form von Beißen zu führen. Diese Formen liegen besonders dann vor, wenn der Leichenfraß unmittelbar nach Todeseintritt und nach vorheriger normaler Nahrungsaufnahme des Tieres geschieht.&amp;lt;ref&amp;gt;M. A. Rothschild, V. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;On the temporal onset of postmortem animal scavenging. &amp;quot;Motivation&amp;quot; of the animal.&amp;#039;&amp;#039; Forensic Sci. Int. (1997) 89(1-2): S.&amp;amp;nbsp;57–64 PMID 9306664&amp;lt;/ref&amp;gt; Erleichtert wird dies bei geringer Bekleidung oder Abdeckung der Leiche, wobei auch Fälle von postmortaler [[Kastration]] beschrieben sind.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Romain et al.: &amp;#039;&amp;#039;Post-mortem castration by a dog: a case report&amp;#039;&amp;#039;. Med Sci Law. (2002) 42(3): S. 269–271 PMID 12201075&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine besondere Form ist die &amp;#039;&amp;#039;agonale Bissverletzung&amp;#039;&amp;#039;, bei der bewusstlose oder schon in [[Agonie]] liegende Personen von einem Tierfraß betroffen sind und daher die Verletzungen an der Leiche noch &amp;#039;&amp;#039;[[ante mortem]] (intra vitam)&amp;#039;&amp;#039; hervorgerufen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bewusst herbeigeführte postmortale Tierfraß ist bei einigen Kulturen eine besondere Art der [[Bestattung]]. Bei [[Zoroastrier]]n und [[Parsen]] ist der Leichenfraß durch Geier in speziellen Bauwerken („Türme des Schweigens“), den [[Dachma]]s üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Canidenverbiss ist auch bei [[Neolithikum|neolithischen]] Bestattungen in [[Megalith]]gräbern nachgewiesen, hier ist jedoch unklar, ob dies durch ins Grab eindringende Tiere geschah, oder eine [[Dekarnation|Entfleischung]] Teil des Bestattungsrituals war.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. Alasdair Whittle, Michael Wysocki, [[Parc le Breos Cwm]] Transepted Long Cairn, Gower, West Glamorgan: Date, Contents, and Context. &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Prehistoric Society&amp;#039;&amp;#039; 64, 1998, 177&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbiss durch Nagetiere betrifft bereits entfleischte Knochen und ist meist zeitlich kaum einzuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Wysocki, Seren Griffiths, Robert Hedges, Alex Bayliss, [[Thomas Higham|Tom Higham]], Yolanda Fernandez-Jalvo, Alasdair Whittle: &amp;#039;&amp;#039;Dates, Diet, and Dismemberment: Evidence from the Coldrum Megalithic Monument, Kent.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Prehistoric Society.&amp;#039;&amp;#039; 79, 2013, S.&amp;amp;nbsp;61, {{DOI|10.1017/ppr.2013.10}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* B. Brinkmann, B. Madea: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch gerichtliche Medizin&amp;#039;&amp;#039;. 2003, ISBN 3-540-00259-6, S. 187–190.&lt;br /&gt;
* W. D. Haglund 1997. Dogs and coyotes: postmortem involvement with human remains. In: W. D. Haglund, M. H. Sorg (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Forensic Taphonomy: the postmortem fate of human remains&amp;#039;&amp;#039;. Boca Raton, CRC Press, 367–381.&lt;br /&gt;
* V. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Die Leichenschau.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, New York 1987, ISBN 3-437-11114-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leichenfrass}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Totenkult]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spurensicherung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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