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	<title>Legio XIX - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T11:32:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Legio_XIX&amp;diff=108591&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40112-11: /* Geschichte der Legion */</title>
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		<updated>2025-12-11T23:08:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte der Legion&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Römische Legion|Legion]] der römischen Armee. Sie wurde vermutlich unter [[Augustus|Octavian]] während des [[Römische Bürgerkriege|Bürgerkrieges]] um 41/40 v. Chr. aufgestellt.&amp;lt;ref name=matt313/&amp;gt; Ein Bezug zu den Bürgerkriegslegionen [[Caesar]]s und [[Pompeius]]’, die beide über eine 19. Legion verfügten, oder zur &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX Classica&amp;#039;&amp;#039; [[Marc Anton]]s ist nur hypothetisch.&amp;lt;ref name=jona&amp;gt;{{LiviusNeu|legion|legio-xix|||Legio XIX}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Forschung und Historie bekannt wurde die Legion nach Ausgrabungen im [[Römerlager Dangstetten]] (1967), da sie nach Teilnahme unter Tiberius in den [[Augusteische Alpenfeldzüge#Die Eroberung des Zentral- und des Voralpengebietes 15 v. Chr.|Augusteischen Alpenfeldzügen]] 15 v. Chr. als erste römische Legion dauerhaft über den [[Hochrhein]] nach Germanien übersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Legion ==&lt;br /&gt;
Nach Vermutungen war die Legion nach der [[Schlacht von Actium]] (31 v. Chr.) in [[Aquitanien]] stationiert. Im Jahr 30 v. Chr. wurden Veteranen der &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039; in der Gegend von [[Pisa]] angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritter Augusteischer Alpenfeldzug ===&lt;br /&gt;
15 v. Chr. nahm die Legion im Feldzug zur Eroberung des mittleren Alpenraums und seinem Vorfeld (die heutige Schweiz bis zum Hochrhein) mit einer Zangenbewegung teil. Sie zählte zur westlichen Heeresgruppe des späteren Kaisers Tiberius, die östliche wurde von seinem Bruder [[Drusus]] geführt. Durch die Ausgrabungen bei [[Dangstetten]] im [[Landkreis Waldshut]] 1967 konnte durch den Fund von drei [[Cingulum militare|militärischen Anhängern]] mit der Prägung &amp;#039;&amp;#039;XIX&amp;#039;&amp;#039; im damals neuentdeckten Legionslager, die Anwesenheit der &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039; oder eines großen Teils von ihr vor Ort nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmuth Schneider (Althistoriker)|Helmuth Schneider]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Feindliche Nachbarn: Rom und die Germanen&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, 2008, ISBN 978-3-412-20219-4, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestätigt wurde die Anwesenheit der Legion im süddeutschen Raum in jüngster Zeit durch drei&amp;lt;ref&amp;gt;W. Zanier: &amp;#039;&amp;#039;Der spätlatène- und frühkaiserzeitliche Opferplatz auf dem Döttenbichl südlich von Oberammergau&amp;#039;&amp;#039;, München 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; gestempelte [[Katapult]]pfeilspitze vom Döttenbichl bei [[Oberammergau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1994|1323}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Zeugnisse aus [[Augsburg]] und dem Mont Terri (CH) sind ebenfalls mit dem Alpenfeldzug in Verbindung zu bringen. Es wurde bereits früher angenommen, dass Einheiten (Vexillationen) der Legion an verschiedene Orte abkommandiert gewesen sein könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls aufgrund jüngerer Bewertungen von Funden im [[Römerlager Dangstetten|Lager Dangstetten]] wird angenommen, dass der spätere Feldherr [[Publius Quinctilius Varus|Varus]] in der legendär so bezeichneten [[Schlacht im Teutoburger Wald]] zuvor [[Legatus|Legat]] der &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039; war, wie eine neue Lesung der Inschrift auf einer Bleischeibe zeigt, die im Lager gefunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Ulrich Nuber]]: &amp;#039;&amp;#039;P. Quinctilius Varus siegte …&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;2000 Jahre Varusschlacht: Imperium&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart, 2009, ISBN 978-3-8062-2278-4, S. 106–113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Am Niederrhein ===&lt;br /&gt;
Später wurde die &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039; nach Niedergermanien verlegt. Wann die Legion an den Rhein kam, ist unbekannt. Ein Zwischenaufenthalt dieser Legion in Köln ist möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1975|626}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Teile von ihr lagerten zeitweise in [[Römerlager Haltern|Haltern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schillinger 00205&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wurde bei den Grabungen 1971 das Westtor des ehemaligen Hauptlagers freigelegt. Ein Archäologe fand in einer Grube an der &amp;#039;&amp;#039;Via Principalis&amp;#039;&amp;#039; einen Bleibarren mit der Gewichtsangabe von 64&amp;amp;nbsp;kg und der Inschrift LXIX (= Legio XIX),&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Michael Hirt: Imperial Mines and Quarries in the Roman World: Organizational Aspects 27 BC-AD 235 (Oxford Classical Monographs), Oxford University Press, Oxford 2010, ISBN 978-0-19-957287-8, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt; der das erste im Invasionsgebiet zwischen Rhein und Elbe zutage gekommene archäologische Zeugnis ist, das eine der drei in der [[Varusschlacht]] vernichteten Legionen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einsatz in Pannonien ===&lt;br /&gt;
Tiberius führte 6 n. Chr. mindestens acht Legionen ([[Legio VIII Augusta]] und [[Legio XV Apollinaris]] aus [[Pannonien|Pannonia]], die [[Legio XX Valeria Victrix]] aus [[Illyricum]], die [[Legio XXI Rapax]] aus [[Raetia|Raetien]], sowie die [[Legio XIII Gemina]], [[Legio XIV Gemina]] und [[Legio XVI Gallica]] aus [[Germania superior]] und eine unbekannte Einheit) von Süden gegen [[Marbod]], den [[Markomannen]]könig, während die [[Legio I Germanica]], [[Legio V Alaudae]], [[Legio XVII]], [[Legio XVIII]] und &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039; von Norden anmarschierten. Das stellte die Hälfte des gesamten Militärpotentials der Römer zu dieser Zeit dar. Kurz nach Beginn des Feldzugs im Frühjahr des Jahres 6 brach Tiberius ihn jedoch wieder ab, als er die Nachricht vom [[Pannonischer Aufstand|Pannonischen Aufstand]] erhielt. Dazu schloss Tiberius noch einen Freundschaftsvertrag mit Marbod, um sich den Rücken gegen die Aufständischen frei zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untergang in der Varusschlacht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkriese Ort der Varusschlacht.jpg|mini|Ausgrabungsbereich der [[Fundregion Kalkriese]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039; gehörte mit der 17. und 18. Legion zum Heer des Statthalters Publius Quinctilius Varus, das im Jahr 9 n. Chr. in der  [[Varusschlacht]] (&amp;#039;&amp;#039;Clades Variana&amp;#039;&amp;#039;) vernichtet wurde.&amp;lt;ref name=matt313/&amp;gt; Die [[Aquila (Standarte)|Aquila]] (Legionsadler) der Legion wurde durch [[Germanicus]] im Jahr 15 n. Chr. von den [[Brukterer]]n wiedergewonnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matt313&amp;quot;&amp;gt;Matthew Bunson: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of the Roman empire&amp;#039;&amp;#039;, Sonlight Christian, 2002, ISBN 978-0-8160-4562-4, S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;klaus171&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus-Peter Johne]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer an der Elbe. Das Stromgebiet der Elbe im geographischen Weltbild und im politischen Bewußtsein der griechisch-römischen Antike&amp;#039;&amp;#039;, Akademie Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-05-003445-4, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metallurgische Untersuchung ===&lt;br /&gt;
Durch Förderung der [[Volkswagenstiftung|Volkswagen-Stiftung]] wurden für eine Doktorarbeit am [[Deutsches Bergbau-Museum Bochum|Deutschen Bergbaumuseum in Bochum]] [[Buntmetall]]funde aus [[Bronze]] und [[Messing]] von Ausrüstungsgegenständen römischer Legionen an sieben Legionsstandorten in Deutschland chemisch untersucht, deren Ergebnisse das [[Museum und Park Kalkriese|Varusschlacht-Museum in Bramsche]] 2022 bekannt gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Für das Forschungsprojekt wurden mehr als zwei Jahre lang rund 550 Proben entnommen […] Da sich die Bundmetalle römischer Legionen in ihrer Zusammensetzung unterscheiden lassen, sei aufgrund der Befunde die 19. Legion […] in Kalkriese nachweisbar.|Elmar Stephan (dpa) in: Südkurier, &amp;#039;&amp;#039;Metallanalyse&amp;#039;&amp;#039;, 18. November 2022.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abgleich der Funde ergab signifikante Übereinstimmungen zwischen den Buntmetallfunden  aus Kalkriese und denen der Römerlager [[Römerlager Dangstetten|Dangstetten]] und [[Römerlager Haltern|Haltern]], in denen die 19. Legion Jahre vor der Varusschlacht stationiert war.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Brauer: [https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.roemer-gegen-germanen-kalkriese-war-tatsaechlich-ort-der-varusschlacht.d79f1418-5ea1-4c65-9114-f0cc04d01e32.html &amp;#039;&amp;#039;Kalkriese war tatsächlich Ort der Varusschlacht&amp;#039;&amp;#039;] in [[Stuttgarter Nachrichten]] vom 16. November 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung sei ein Indiz dafür, dass Kalkriese nicht – wie auch angenommen – der Ort einer sechs Jahre später stattgefundenen Schlacht „unter dem Feldherrn Germanicus im Zuge der römischen Rachefeldzüge war“.&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar Stephan (dpa) in: &amp;#039;&amp;#039;Metallanalyse spricht für Kalkriese als Ort der Varusschlacht&amp;#039;&amp;#039;, Südkurier, 18. November 2022, nach einer Mitteilung des [[Museum und Park Kalkriese|Varusschlacht-Museums]] in [[Bramsche]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epigraphische Quellen ==&lt;br /&gt;
Mehrere Angehörige der &amp;#039;&amp;#039;Legio XIX&amp;#039;&amp;#039; sind namentlich bekannt: Der ranghöchste ist der [[Militärtribun]] Gnaeus Lerius, den seine Mitbürger in Fulginiae (Umbrien) durch eine Inschrift ehrten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|11|5218}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Centurio dieser Legion war auch Sextus Abulenius, der nach seinem Ausscheiden aus dem Heer höchste Ämter in seiner Heimatstadt Urbinum (Umbrien) bekleidete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|11|6056}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Veteranen der XIX. Legion werden in der Grabinschrift für Marcus Virtius aus Luna (Etrurien)&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|1974|283}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und des Lucius Artorius aus der Umgebung von Ravenna&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|11|348}}&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt. Unbekannt bleibt dagegen die Dienststellung des Sextus Anquirinnius, dessen Grabstein in Portus Pisanus/Livorno gesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|11|1524}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|XII,2|1767|1768|Legio (XVII, XVIII, XIX)|[[Emil Ritterling]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|legion|legio-xix|||Legio XIX}}&lt;br /&gt;
* [http://www.imperiumromanum.com/militaer/heer/legionen19_01.htm Legio XIX] bei imperiumromanum.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Römische Legion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Legion|!19]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arminius]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40112-11</name></author>
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