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	<title>Ledenhof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Catullus26 am 1. März 2026 um 14:41 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:OsnabrückLedenhof.jpg|mini|hochkant=1.5|Der Ledenhof mit Steinwerk (rechts), Palas (Mitte) und Treppenturm (links) 2007]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ledenhof mit Steinwerk, Palas und Treppenturm, Osnabrück, 2006.jpg|mini|hochkant=1.5|Der Ledenhof mit Steinwerk (links), Palas (Mitte) und Treppenturm (rechts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:OSLedenhofWappen.jpg|mini|Wappen der Familien von [[Leden]] und [[Bar (Adelsgeschlecht)|von Bar]] am Palas]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ledenhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Alte Münze&amp;#039;&amp;#039;) ist ein historisches Gebäude in der Stadt [[Osnabrück]] in [[Niedersachsen]]. Er war im [[Mittelalter]] der Stadtsitz des [[Patrizier]]- und Adelsgeschlechts [[Leden|von Leden]]. Von der einst umfangreichen Hoflage sind das siebengeschossige [[Steinwerk]] und ein [[Palas]] mit Treppenturm erhalten. Der Ledenhof ist seit 2002 Sitz der [[Deutsche Stiftung Friedensforschung|Deutschen Stiftung Friedensforschung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name des Ledenhofs in der Nähe des barocken [[Schloss Osnabrück|Osnabrücker Schlosses]] und der spätgotischen Katharinenkirche wurde 1499 erstmals urkundlich erwähnt. Der Weinhändler Johann Leden hatte sich Mitte des 14. Jahrhunderts am Rande der Osnabrücker Altstadt niedergelassen und baute dort ein Wohnhaus in [[Fachwerkhaus|Fachwerkbauweise]] und einen Weinspeicher. Auf den Resten dieses Wohnhauses baute der dritte Heinrich von Leden, dem der [[Römisch-deutscher König|deutsche König]] und spätere Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian&amp;amp;nbsp;I.]] 1499 weit reichende Privilegien verlieh, einen Palas.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Bau im Stile der [[Weserrenaissance]] wurde 1588 abgeschlossen&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ledenhof war noch im späten 18. Jahrhundert eine geschlossene Anlage um einen rechteckigen Innenhof mit Torhaus, wie die [[Johann Wilhelm du Plat|Du Plat’sche Karte]] der Stadt von 1787 zeigt. Wahrscheinlich befand sich im Ledenhof auch eine Münzwerkstatt. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Alte Münze&amp;#039;&amp;#039; wurde bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts für die Hoflage benutzt; erst Rudolf vom Bruch brachte den Namen Ledenhof mit seinem 1930 veröffentlichten Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Rittersitze im Fürstentum Osnabrück&amp;#039;&amp;#039; wieder in Erinnerung. Im 19. Jahrhundert hatte der Ledenhof wechselnde Besitzer. So gehörten Teile des Anwesens dem Fabrikanten Heinrich Wilhelm Storck, andere hatten sich bis 1781 im Besitz der Grafen [[Münster (westfälisches Adelsgeschlecht)|von Münster]] befunden. Im späten 19. Jahrhundert nutzten Friedrich August Koch und Ernst Conrad Kromschröder den Ledenhof unternehmerisch. Seit 1930 ist der Ledenhof im Besitz der Stadt Osnabrück. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und in den Nachkriegsjahren drohten die noch bestehenden Gebäude des Ledenhofs zu verfallen. Zwischen 1964 und 1976 wurden das Steinwerk und der Palas umfassend saniert. Für die vorbildliche denkmalgerechte Restaurierung des Ledenhofs wurde die Stadt Osnabrück im Jahr 1980 mit der [[Europa-Nostra-Medaille]] geehrt. Der Ledenhof beherbergte anschließend die Musikbibliothek, ehe im Jahr 2002 die Deutsche Stiftung Friedensforschung ihren Sitz darin nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäudeteile ==&lt;br /&gt;
=== Steinwerk ===&lt;br /&gt;
Bedeutendster Bauteil des Ledenhofs ist das [[Steinwerk]] aus Bruchsteinmauerwerk mit Satteldach. Es ist eine Besonderheit mittelalterlicher Bauwerke Osnabrücks. Das Steinwerk des Ledenhofs, das in das 14. Jahrhundert datiert wird, hat Außenmaße von 9,15 mal 9,13 Meter. Es war anders als andere Steinwerke kein Wehrspeicher, wie aus der Bauform zu schließen ist, sondern diente als Lagerhaus. Der Eingang zum Keller, der nicht wie Wehrspeicher ein Gewölbe hat, liegt ebenerdig und war damit bequemer zugänglich als die Wehrspeicher mit hoch liegendem Zugang, die leichter zu verteidigen waren. Ursprünglich hatte das Steinwerk keinen Kamin. Im 15. Jahrhundert wurde das Steinwerk zu einem [[Bergfried]] mit sieben Geschossen und Ladeluken auf der Südseite aufgestockt. Der Bauherr des Palas, der dritte Heinrich von Leden, ließ einen Zugang vom Palas schaffen und eine &amp;#039;&amp;#039;heimlichkeit&amp;#039;&amp;#039;, eine Toilette, einbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palas ===&lt;br /&gt;
Der Palas mit zwei Ziergiebeln wurde von Heinrich von Leden, dem dritten Träger dieses Namens in Folge, im 15. Jahrhundert als repräsentativer Wohnsitz erbaut. Das Erdgeschoss besteht aus einer vier Meter hohen Deele (Diele) von 9,64 mal 8,18 Meter, die als Wohnküche diente, mit einem dahinter liegenden Kammerfach von 3,84 mal 8,18 Meter, das durch zwei Türen neben dem Kamin zugänglich ist. Das Kammerfach, die &amp;#039;&amp;#039;kameren boven dem kelder&amp;#039;&amp;#039;, war vermutlich der Schlafraum von Heinrich von Leden und seiner Frau Margarete [[Bar (Adelsgeschlecht)|von Bar]]. Zum Obergeschoss mit Festsaal und Saalkammer führte eine Treppe, die erst im späten 16. Jahrhundert durch den Anbau eines [[Polygon|polygonalen]] Treppenturms mit Spindeltreppe aus Eichenholz ersetzt wurde. Der Festsaal mit reicher Ornamentik auf der Balkendecke hatte einen Zugang zu einer Außengalerie auf der Ostseite. Die Galerie wurde aufgegeben, als der Treppenturm angebaut wurde. Aus diesem Stockwerk gab es einen Zugang zum Steinwerk. Der Palas war mit einer Dekorationsmalerei auf Putz aus rautenförmigen Bändern in Weiß und Gelb versehen, die bei der Sanierung erneuert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedenes ==&lt;br /&gt;
Der Name Ledenhof wurde in der Zeit, als die Hoflage als &amp;#039;&amp;#039;Alte Münze&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde, auf die Fläche übertragen, auf der das Kloster Marienstätte gestanden hatte. Den Namen Ledenhof trägt heute auch eine Tiefgarage direkt neben dem Ledenhof. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Alte Münze&amp;#039;&amp;#039; blieb in einem Straßennamen am Ledenhof erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Platz ==&lt;br /&gt;
Neben dem Ledenhof und gegenüber dem Schloss befand sich von 1977 bis 2023 ein gestalteter Platz. Er wurde vom Architekten [[Helge Bofinger]] (1940–2018) als Tiefgaragenabdeckung gestaltet Der Platz bestand aus rotbraunen Ziegelsteinen mit Kreiselementen, versetzten Höhensprüngen, Wasseranlagen, Bepflanzungen und einem Kiosk. 2023 wurde die Anlage durch Asphalt ersetzt; dies wurde mehrfach kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hasepost.de/hitze-asphalt-und-frust-aktivisten-des-unordnungsamts-attackieren-osnabruecks-ledenhof-620304/ |titel=Hitze, Asphalt und Frust: Aktivisten des „Unordnungsamts“ attackieren Osnabrücks Ledenhof |datum=2025-07-31 |sprache=de |abruf=2025-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Sanders |Titel=Osnabrücks Stadtbaurat Weitemeier verteidigt Asphalt auf dem Ledenhof |Sammelwerk=noz.de |Datum=2025-05-12 |Online=https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/osnabruecks-stadtbaurat-verteidigt-asphalt-auf-dem-ledenhof-48697431 |Abruf=2025-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Koch: &amp;#039;&amp;#039;Der Ledenhof. Das Schicksal eines alten Osnabrücker Adelshofes im Wandel der Zeiten&amp;#039;&amp;#039; (Osnabrück, Heft 25). Osnabrück 1975&lt;br /&gt;
* [[Roswitha Poppe]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Ledenhof in Osnabrück&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkunde des Osnabrücker Landes in Einzelbeispielen&amp;#039;&amp;#039;, Heft 3, H. Th. Wenner, Osnabrück 1978, ISBN 3-87898-127-9&lt;br /&gt;
* [[Rudolf vom Bruch]]: Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück. F. Schöningh, Osnabrück 1930. Nachdrucke: Wenner, Osnabrück 1965, S. 440–441 ([http://ds.ub.uni-bielefeld.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0070-disa-8704370 online UB Bielefeld]); Wenner, Osnabrück 1982; Wenner, Osnabrück 2004, ISBN 3-87898-384-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.today/2016.07.25-093814/http://www.osnabrueck.de/tourismus/wissens-und-sehenswertes/sehenswuerdigkeiten/ledenhof.html Foto des Ledenhofs] auf osnabrueck.de (Webarchiv) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/16/20.5/N |EW=8/02/42.5/E |type=landmark |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Osnabrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenstadt (Osnabrück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Osnabrück]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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