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	<title>Ledasperrwerk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ledasperrwerk&amp;diff=810055&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Awistreich: Überlaufbauwerk</title>
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		<updated>2026-02-03T11:16:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überlaufbauwerk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leda Sperrwerk.JPG|mini|Das Ledasperrwerk]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Flug Westerstede nach Leer 2010 213.jpg|mini|Luftbild des Ledasperrwerks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ledasperrwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bei [[Leer (Ostfriesland)|Leer]] dient dem [[Hochwasserschutz]] des hinter dem [[Sperrwerk (Wasserbau)|Sperrwerk]] liegenden Einzugsbereichs der Flüsse [[Leda (Fluss)|Leda]] und [[Jümme (Fluss)|Jümme]] sowie deren Nebenflüssen. Leda und Jümme entwässern ein circa 35.000&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] großes Niederungsgebiet, das durch verhältnismäßig niedrige [[Deich]]e nur unzureichend gegen hoch auflaufende Fluten geschützt ist. Da die Erhöhung und Verstärkung der Deiche nur unter großen technischen und finanziellen Schwierigkeiten möglich gewesen wäre, begann man bereits vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] mit den Planungen für ein Sperrwerk in der Leda bei Leer, wo der Fluss in die [[Ems]] [[Mündung (Gewässer)|mündet]]. Während des Krieges kamen die Planungen zum Erliegen, wurden aber nach dem Krieg wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1949 stellte das damalige Wasser- und Schifffahrtsamt Leer einen Entwurf für das Sperrwerk vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die natürlichen Wasser- und [[Gezeiten|Tideverhältnisse]] nicht zu beeinflussen, ist das Ledasperrwerk in der Regel geöffnet. Erst bei zu erwartenden Wasserständen von 50&amp;amp;nbsp;cm über dem mittleren Tidehochwasser (MThw) werden die Tore des Sperrwerks bei Tideniedrigwasser (TNw) geschlossen. Eine nachträgliche Schließung bei auflaufendem Wasser ist jedoch auch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Konzept unterschied sich wegweisend von herkömmlichen [[Siel]]anlagen und ersten Gezeitensperrwerken, die im geschützten Gewässer den Tideneinfluss ausschalten. 1953, als die Bauarbeiten an der Leda schon weit fortgeschritten waren, führte die [[Flutkatastrophe von 1953|Flutkatastrophe in den Niederlanden und Großbritannien]] dazu, dass ähnlich funktionierende, teilweise allerdings wesentlich größere Anlagen an den Mündungen der [[Themse]] und mehrerer niederländischer Flüsse errichtet wurden. Auch in Deutschland gibt es inzwischen zahlreiche [[Sturmflutsperrwerk]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau des Ledasperrwerks ==&lt;br /&gt;
Die [[Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes]] (WSV) plante und baute das Sperrwerk. Die Errichtung begann im September 1950. Das Sperrwerk konnte in einem Ledabogen im Trockenen gebaut werden. Nach Fertigstellung des Sperrwerks wurde die Leda durch einen circa 1.000&amp;amp;nbsp;Meter langen Durchstich umgelegt. Der ursprüngliche Flussverlauf ist heute noch in Form eines Altarms vorhanden, der unterhalb des Sperrwerks von der Leda abgetrennt wurde. Im Juli 1954 konnte die Anlage in Betrieb genommen werden. Nur fünf Monate nach Inbetriebnahme bestand das Sperrwerk bei einer [[Sturmflutserie vom 19. bis 24. Dezember 1954|Sturmflutserie]] seine erste Bewährungsprobe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Daten ===&lt;br /&gt;
Das Sperrwerk wurde nach dem Prinzip eines [[Schütz (Wasserbau)|Schützenwehrs]] errichtet. Es verfügt über fünf Öffnungen von je 14&amp;amp;#160;Meter Breite. Die [[Hubtor]]e, die jeweils 10,5&amp;amp;nbsp;Meter hoch sind, können zwischen Türmen auf die Sohlschwelle abgesenkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Breite des Sperrwerks: 94 Meter&lt;br /&gt;
* Breite der Öffnungen: je 14 Meter&lt;br /&gt;
* Anzahl der Öffnungen: 5&lt;br /&gt;
* Höhe der Hubtore: 10,5 Meter&lt;br /&gt;
* Gesamthöhe der mittleren Türme (ab Sohlschwelle): 23,5 Meter&lt;br /&gt;
* Durchfahrtshöhe (bei MThw): circa 3,75 Meter&lt;br /&gt;
* Durchfahrtshöhe (bei MTnw): circa 5,10 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ledasperrwerk, das aufgrund seines Alters nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen entspricht, wird durch das 2002 in Betrieb genommene [[Emssperrwerk]] bei Gandersum entlastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Instandhaltungsmaßnahmen können die einzelnen Öffnungen mit Notverschlüssen abgedämmt und anschließend leergepumpt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betreiber des Sperrwerks ist das [[Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Speicherpolder ==&lt;br /&gt;
Zum Sperrwerk gehört das in den Jahren 1956 und 1957 erbaute Überlaufbauwerk, das im Hochwasserfall Ledawasser in den südlich liegenden [[Polder Leer]] entlasten kann. Der etwa 135&amp;amp;nbsp;Hektar große [[Retention (Wasserwirtschaft)|Speicherpolder]] hat ein Fassungsvermögen von 3,2 Millionen&amp;amp;nbsp;m³. Er gehört dem [[Leda-Jümme-Verband]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ledaschöpfwerk ==&lt;br /&gt;
Von Januar 2000 bis Dezember 2001 wurde in unmittelbarer Nähe des Ledasperrwerks ein [[Schöpfwerk]] errichtet. Das Schöpfwerk, das vom [[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz|Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]] (NLWKN) geplant und gebaut wurde, hat eine Pumpleistung von 40&amp;amp;nbsp;m³/s. Pro Tag können somit knapp 3,5 Millionen&amp;amp;nbsp;m³ Wasser, und damit etwas mehr als das gesamte Fassungsvermögen des Leeraner Speicherpolders, aus dem Gebiet hinter dem Sperrwerk gepumpt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schöpfwerk verbessert die Hochwasser- und Sturmflutsicherheit im Leda-Jümme-Gebiet, da es bei längeren Schließzeiten des Sperrwerks, bei dem sich der Abfluss aus dem Binnenland staut, das Oberwasser aus der Leda abpumpen kann. So kann verhindert werden, dass es zu Überflutungen im Leda-Jümme-Gebiet durch aufgestautes Wasser kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schöpfwerk kann auch bei Schiffsüberführungen auf der Ems genutzt werden und bei geschlossenem Leda- und [[Emssperrwerk]] den Stauraum der Ems mit Wasser aus der Leda füllen helfen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.nlwkn.niedersachsen.de/download/61487/Ergebnisbericht_Sommerstau_2011_Celebrity_Silhouette_nicht_vollstaendig_barrierefrei_.pdf Emssperrwerk Gandersum – Überführung der Celebrity Silhouette von Papenburg nach Gandersum am 30.06. / 01.07.2011]&amp;#039;&amp;#039;, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (PDF, 1,2&amp;amp;nbsp;MB). Abgerufen am 17.&amp;amp;nbsp;April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch soll der benötigte Wasserstand in der Ems möglichst schnell erreicht werden, um so die Eingriffe in die Natur durch eine verkürzte Stauzeit zu minimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paulheinz Gursch: &amp;#039;&amp;#039;Das Leda-Sperrwerk in Ostfriesland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Küste&amp;#039;&amp;#039;, 14 Heft 2 (1966), S. 107–156 ([http://vzb.baw.de/die-kueste/0/k014204.pdf PDF-Datei], 13,1&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wsa-ems-nordsee.wsv.de/Webs/WSA/Ems-Nordsee/DE/01_Wasserstrassen/12_BauwerkeUndAnlagen/121_SchleusenUndWehre/1212_LedaSperrwerk/LedaSperrwerk_node.html Ledasperrwerk], [[Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/12/50/N |EW=07/28/22/E |type=landmark |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sturmflutsperrwerk in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Leer (Ostfriesland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pumpwerk in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserbauwerk in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Emden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Awistreich</name></author>
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