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	<title>Lechrain - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-68591-1: /* Geografie */</title>
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		<updated>2025-09-22T11:52:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geografie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lechrain2.jpg|mini|Ungefähre Lage des Lechrains (Schraffur)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lechrain b Mundraching.jpg|mini|Lechrain bei Mundraching]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lechrain&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die Region zwischen [[Rain (Lech)|Rain am Lech]] und den [[Alpen]] entlang des [[Lech]]s bezeichnet, wobei der Schwerpunkt der Gegend östlich des Flusses liegt. Prägendes Element des Lechrains ist das durch die Grenzlage entstandene Zusammentreffen bairischer und schwäbischer Einflüsse. Ein typisches Merkmal ist der [[Lechrainer Dialekt]], der neben [[Schwäbischer Dialekt|schwäbischen]] und [[Bairische Dialekte|bairischen]] Sprachmerkmalen [[mittelhochdeutsch]]e Relikte aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lechrain erstreckt sich als bis zu 20&amp;amp;nbsp;km breiter Streifen zwischen Rain am Lech und dem [[Ammergebirge]] am Lech entlang. Eine genaue Begrenzung existiert nicht, der Übergang zu benachbarten Landschaften ist fließend. Allgemein werden jedoch der größte Teil des [[Landkreis Landsberg am Lech|Landkreises Landsberg am Lech]], der südliche Teil des Altlandkreises [[Landkreis Friedberg (Bayern)|Friedberg]] und Teile des Altlandkreises [[Landkreis Schongau|Schongau]] zum Lechrain gezählt. Nach anderer Einteilung wird zwischen einem Unteren Lechrain (von [[Rain (Lech)|Rain am Lech]] bis [[Rehling]]), einem Mittleren Lechrain (Mittelpunkt [[Landsberg am Lech]]) und dem Oberen Lechrain (von [[Rottenbuch]] bis zur [[Wieskirche]]) unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel: [http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Der-Lechrain-und-seine-Menschen-id24312046.html &amp;#039;&amp;#039;Der Lechrain und seine Menschen&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Augsburger Allgemeine]] vom 5. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lechrain ist Teil des nördlichen [[Alpenvorland]]es. Er umfasst [[Jungmoräne]]nlandschaft im Süden,  [[Altmoräne]]nlandschaft in der Mitte und Schotterplatten im Norden. Zum Lechrain gehören auch Teile des [[Pfaffenwinkel]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politische Gemeinden des Lechrain:&lt;br /&gt;
* Städte (Lech-abwärts): [[Schongau]], Landsberg am Lech, [[Friedberg (Bayern)|Friedberg]], Rain am Lech&lt;br /&gt;
* sonstige Gemeinden: [[Affing]], [[Aindling]], [[Altenstadt (Oberbayern)|Altenstadt]], [[Althegnenberg]], [[Apfeldorf]], [[Denklingen]], [[Dießen am Ammersee]], [[Egling an der Paar|Egling]], [[Fuchstal]], [[Hofstetten (Oberbayern)|Hofstetten]], [[Hohenfurch]], [[Holzheim (Landkreis Donau-Ries)|Holzheim]], [[Kaufering]], [[Kinsau]], [[Kissing]], [[Lechbruck]], [[Merching]], [[Mering]], [[Münster (Lech)]], [[Peiting]], [[Penzing (Bayern)|Penzing]], [[Prittriching]], [[Pürgen]], [[Rehling]], [[Reichling]], [[Rott (Landkreis Landsberg am Lech)|Rott]], [[Scheuring]], [[Schmiechen]], [[Schwifting]], [[Steindorf (Schwaben)|Steindorf]], [[Steingaden]], [[Thaining]], [[Thierhaupten]], [[Unterdießen]], [[Vilgertshofen]], [[Weil (Oberbayern)|Weil]], [[Wessobrunn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits der Name „Lechrain“ verdeutlicht die alte Grenzfunktion dieser Region zwischen Baiern und Schwaben – &amp;#039;&amp;#039;Rain&amp;#039;&amp;#039; aus ahd. &amp;#039;&amp;#039;rein&amp;#039;&amp;#039; = Grenze, Waldrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck „Lechrayner“ (latinisiert &amp;#039;&amp;#039;Lycatii&amp;#039;&amp;#039;) taucht erstmals 1550 in der Kosmografie des [[Sebastian Münster]] als Bezeichnung für die Bevölkerung zwischen [[Lech]], [[Ammer (Ammersee)|Ammer]] und [[Amper]] auf. Schon damals muss die Besonderheit dieser Grenzgegend hinsichtlich Sprache und Gebräuchen augenfällig gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1765 bringt der kurfürstliche Hof- und Bergrat [[Johann Georg von Lori]] eine Urkundensammlung als &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Lechrains&amp;#039;&amp;#039; heraus, die allerdings das gesamte Land am Lech von [[Füssen]] bis zur Mündung miteinschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitreichendste Beachtung als regionale Landschaftsbezeichnung fand der Lechrain durch die 1855 erschienene volkskundliche Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Lechrain&amp;#039;&amp;#039; von [[Karl Freiherr von Leoprechting]]. Die Schilderung von bäuerlichem Brauchtum und Volksglauben gilt bis heute als klassisches Werk der [[Volkskunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist vor allem die alteingesessene Bevölkerung Träger eines speziellen „lechrainischen“ Sonderbewusstseins. Daneben führen zahlreiche Vereine, aber auch kulturelle Einrichtungen und Unternehmen den Lechrain in ihrem Namen. Trotz des schleichenden Rückzugs der regionalen Eigenheiten in Sprache und Brauchtum kann der Lechrain damit weiterhin als kulturell und historisch besonders geprägte Landschaft wahrgenommen und von den umgebenden Regionen ([[Allgäu]], [[Oberland (Bayern)|Oberland]]) abgegrenzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lechrain wurde um 15 nach Christus durch die Römer von den keltischen [[Likatier]]n erobert und wurde Teil Provinz [[Rätien]]. Nach dem Rückzug der Römer um 476 nach Christus, besiedelten vor allem [[Alamannen]] und teils [[Bajuwaren]] den Raum. Die Zugehörigkeit des Großteils des Lechrains zum [[Herzogtum Bayern|Herzogtum Baiern]] geht auf die Konradinische Schenkung zurück, als der letzte Staufer [[Konradin]] seinem ehemaligen Verbündeten Herzog Ludwig II. von Bayern im Jahr 1268 zur Begleichung von Schulden einen Großteil seiner Besitzansprüche als [[Herzogtum Schwaben|Herzog von Schwaben]] verpfänden musste. Die [[Wittelsbach]]er richten nach der Übernahme im 13. Jahrhundert hier die [[Landgericht Landsberg|Landgerichte Landsberg]], Friedberg, Mering und Schongau ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon unberührt ist der Lechrain allerdings bis heute fast vollständig Teil des schwäbischen [[Bistum Augsburg|Bistums Augsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Grenzstädte nach Schwaben hin kommen [[Landsberg am Lech|Landsberg]], [[Friedberg (Bayern)|Friedberg]] und [[Schongau]] in den Genuss zahlreicher herzoglicher Privilegien, die zeitweise zu beachtlichem Wohlstand führen. Auf der anderen Seite war vor allem Friedberg immer wieder Opfer der beständigen Auseinandersetzungen zwischen Baiern und der wohlhabenden Reichsstadt [[Augsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der 1803/1806 erfolgten Eingliederung [[Augsburg]]s und [[Schwaben (Bayern)|Ostschwabens]] in das spätere [[Königreich Bayern]] verliert der Lechrain seine Grenzfunktion in politischer Hinsicht – mental ist sie bis heute lebendig geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1860ern erregten die [[Rasso-Räuber]] überregionales Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Verwaltungsreformen des 19. und 20. Jahrhunderts gehört der Großteil des Lechrains heute zum [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Landkreis Landsberg am Lech]]. Schongau und Umgebung liegen im ebenfalls oberbayerischen [[Landkreis Weilheim-Schongau]]. Dagegen kam der Altlandkreis [[Landkreis Aichach-Friedberg|Friedberg]] 1944 nach [[Schwaben (Bayern)|Schwaben]], wo er 1972 im neuen [[Landkreis Aichach-Friedberg]] aufging. Der Untere Lechrain liegt überwiegend im Landkreis Aichach-Friedberg und im [[Landkreis Donau-Ries]], um Thierhaupten ein Teil auch im [[Landkreis Augsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Literatur&lt;br /&gt;
* von [[Pankraz Fried]]:&lt;br /&gt;
** ––: &amp;#039;&amp;#039;Der Lechrain – Historisch-volkskundliche Beiträge zu einer untergehenden Grenzlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: Ingolf Bauer, Edgar Harvolk, Wolfgang A.&amp;amp;nbsp;Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur historischen Volkskultur&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift für Torsten Gebhard zum 80.&amp;amp;nbsp;Geburtstag, München 1989, S. 287–295.&lt;br /&gt;
** ––: &amp;#039;&amp;#039;Der Lechrain.&amp;#039;&amp;#039; Bauer-Verlag, Thalhofen 2012, ISBN 978-3-941013-99-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aichacher Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 29. September 2007, Nr. 255, S.&amp;amp;nbsp;5:&lt;br /&gt;
** Thomas Wunder: &amp;#039;&amp;#039;Der Dialekt ist am Aussterben. Interview: Historiker [[Pankraz Fried]] über seine Beziehung zum Lechrain.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Christian Lichtenstern, Thomas Wunder: &amp;#039;&amp;#039;Der Lech war immer eine Grenze. Lechrain: Wo Baiern und Schwaben (fast) zusammenkommen. Die Menschen zwischen Fluss, Ammersee und Paar haben einen eigenen Dialekt und in der Geschichte Spuren und Bauwerke hinterlassen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* andere:&lt;br /&gt;
** Landkreis Landsberg am Lech (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatbuch für den Landkreis Landsberg am Lech. Landschaft, Geschichte, Verwaltung, Kultur, Wirtschaft, Die einzelnen Orte.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Dießen&amp;amp;nbsp;1982.&lt;br /&gt;
** Martin Wölzmüller: &amp;#039;&amp;#039;Der Lechrainer und seine Sprache. Landschaft – Brauchtum – Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Landsberg&amp;amp;nbsp;1987.&lt;br /&gt;
** Max Zinterer: &amp;#039;&amp;#039;Gegen Morgen in der grauen Frühe – Zur Geschichte des Lechrains&amp;#039;&amp;#039;. Wißner-Verlag Augsburg, 2006, ISBN 3-89639-572-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Fernsehsendung&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Lechrain&amp;#039;&amp;#039; aus der Reihe: [[Unter unserem Himmel]] vom Bayerischen Rundfunk, vom Sonntag, den 9. Juli 2017 um 19:15 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lechfeld]] | [[Lechtal]] | [[Lechleite]]&lt;br /&gt;
* [[Rain (Lech)|Rain]] (Stadt an der Mündung des [[Lech]]s in die [[Donau]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [[Pankraz Fried]]: {{Webarchiv |url=http://www.pankraz-fried.de/40029.html | wayback=20170111191724 | text=&amp;#039;&amp;#039;Der Lechrain&amp;#039;&amp;#039; }}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Christian Lichtenstern, Thomas Wunder |titel=Der Lech war immer die Grenze |url=https://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/Der-Lech-war-immer-die-Grenze-id7041686.html |werk=[[Augsburger Allgemeine]] |datum=2009-12-19 |zugriff=2018-03-04}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Johann Georg von Lori]] |titel=Der Geschichte des Lechrains zweyter Band, Urkunden enthaltend |url=http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10934914_00005.html |hrsg= |kommentar=erschienen ca. 1765; Digitalisat der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]] |datum= |zugriff=2018-03-04}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landsberg.de/ Stadt Landsberg am Lech]&lt;br /&gt;
* [http://www.lra-landsberg.de/ Landkreis Landsberg am Lech]&lt;br /&gt;
* [http://www.friedberg.de/ Stadt Friedberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.lra-aic-fdb.de/ Landkreis Aichach-Friedberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4273926-3|VIAF=247755770}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lech]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-68591-1</name></author>
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