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	<title>Lebensmittelfarbstoff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lebensmittelfarbstoff&amp;diff=33535&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dafehltwas: /* Deutschland */ Link auf LFGB auf die aktuelle Version gesetzt und Zeitpunkt der letzten Änderung angeführt.</title>
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		<updated>2026-04-05T08:21:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschland: &lt;/span&gt; Link auf LFGB auf die aktuelle Version gesetzt und Zeitpunkt der letzten Änderung angeführt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Food coloring.jpg|mini|Lebensmittelfarbe auf einem dünnen Wasserfilm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lebensmittelfarbstoffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Lebensmittelzusatzstoff]]e, die verarbeitungsbedingte Farbveränderungen ausgleichen bzw. die Farberwartungen der [[Endverbraucher (Lebensmittel)|Verbraucher]] befriedigen sollen. In der [[Europäische Union|EU]] müssen Farbstoffe für Lebensmittel durch die [[Verordnung (EG) Nr. 1333/2008]] mit einer [[E-Nummer]] zugelassen sein. Lebensmittel können mit unterschiedlichen Gruppen von Farbstoffen eingefärbt werden:&lt;br /&gt;
* [[Naturfarbstoff|Natürliche Farbstoffe]], die aus Pflanzen oder Tieren  gewonnen werden können. Beispiele: [[Carotinoide]] (E&amp;amp;nbsp;160a), Beerenfarbstoffe ([[Anthocyane]], E&amp;amp;nbsp;163), Beten-Farbstoffe ([[Betanin]], E&amp;amp;nbsp;162), [[Karmin]] (E&amp;amp;nbsp;120), [[Paprika]]extrakt (E&amp;amp;nbsp;160c) und [[Curcumin]] (E&amp;amp;nbsp;100). [[Synthese (Chemie)|Synthetisch]] hergestellte Farbstoffe mit identischer chemischer Struktur bezeichnet man als naturidentisch.&lt;br /&gt;
* Synthetische organische Farbstoffe, die in der Natur nicht vorkommen. Dies sind im Wesentlichen verschiedene [[Azofarbstoffe]] wie [[Tartrazin]] (E&amp;amp;nbsp;102), [[Gelborange S]] (E&amp;amp;nbsp;110), [[Azorubin]] (E&amp;amp;nbsp;122), [[Cochenillerot A]] (E&amp;amp;nbsp;124) und [[Allurarot AC]] (E&amp;amp;nbsp;129), aber auch Nichtazofarbstoffe, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Chinolingelb]] (E&amp;amp;nbsp;104), das blaue [[Indigokarmin|Indigotin]] (E&amp;amp;nbsp;132) und das [[Grün S]] (E&amp;amp;nbsp;142).&lt;br /&gt;
* anorganischen Pigmenten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Eisenoxide]] (E&amp;amp;nbsp;172), [[Titandioxid]] (E&amp;amp;nbsp;171), [[Silber]] (E&amp;amp;nbsp;174) und [[Gold]] (E&amp;amp;nbsp;175).&lt;br /&gt;
Die Einfärbung von Lebensmitteln ist auch mit stark färbenden Pflanzen- oder Fruchtextrakten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rote Beete]], [[Spinat]]- oder [[Holunder]]saft und [[Gewürz]]en wie [[Safran]] und [[Kurkuma|Gelbwurzel]] möglich. Diese gelten per Definition (Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008) nicht als Lebensmittelzusatzstoffe und tragen daher auch keine E-Nummer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2016-10-27-Bonbons-8716.jpg|mini|Mit Lebensmittelfarbe eingefärbte Süßigkeiten]]&lt;br /&gt;
Folgende Gründe sprechen für das Einfärben von Lebensmitteln mit Farbstoffen:&lt;br /&gt;
* Ausgleich verarbeitungsbedingter Farbverluste, z.&amp;amp;nbsp;B. bei der Konservierung von Früchten&lt;br /&gt;
* Farbkorrektur bei Produkten, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe einen schwächeren Farbton haben als es der Konsument erwartet. (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Getränken oder Soßen)&lt;br /&gt;
* Erzielung einer gleichbleibenden, standardisierten Farbe bei Produkten, die aus Rohstoffen mit wechselnder Qualität und Farbstärke hergestellt werden.&lt;br /&gt;
* Erhöhung der Attraktivität bei Produkten, die farblos oder unansehnlich sind (z.&amp;amp;nbsp;B. Margarine, Süßwaren, Desserts)&lt;br /&gt;
* Erkennbarmachen des lebensmitteltypischen Geschmacks (z.&amp;amp;nbsp;B. rote Bonbons mit Kirschgeschmack, gelbe Bonbons mit Zitronengeschmack)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetzlich nicht erlaubt ist der Einsatz von Lebensmittelfarbstoffen, um ein minderwertiges Produkt qualitativ besser erscheinen zu lassen (Täuschungsverbot).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensmittelfarbstoffe werden ferner bei Anwendungen eingesetzt, bei denen die gesundheitliche, bzw. toxikologische Unbedenklichkeit wichtig ist, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Häufig werden Malfarben für Kinder aus Lebensmittelfarben hergestellt und sind somit gesundheitlich unbedenklich, wenn sie in den Mund und ins Verdauungssystem gelangen.&lt;br /&gt;
* Beim Aufspüren von unterirdischen Wasserverläufen durch das Anfärben und Verfolgen des gefärbten Wassers.&lt;br /&gt;
* Die Farbpatronen für [[Paintball]] werden aus Sicherheitsgründen mit Lebensmittelfarbstoffen gefüllt.&lt;br /&gt;
* Verwendung von Lebensmittelfarbstoffen in der [[Kosmetik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Farbstoff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:M e döning werbung 5b lebensmittelfarben.jpg|mini|Angebot für Lebensmittelfarben in einem Kochbuch 1911]]&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;quot;Our mutual friend&amp;quot; LCCN2011661809.jpg|mini|Ein Arzt und ein Bestatter freuen sich über die Farbstoffe in einer Zuckerstange (US-Karikatur 1885)]]&lt;br /&gt;
Das Einfärben von Lebensmittel war in vielen Kulturen für Jahrtausende gängige Praxis. Bis ins 19. Jahrhundert waren nur aus Pflanzen oder Tieren gewonnene [[Naturfarbstoff]]e oder mineralische Pigmente verfügbar. Bereits im antiken Ägypten wurde [[Safran]] zum Einfärben von Nahrungsmitteln verwendet. Weitere wichtige Farbstoffe waren [[Karmin|Koschenille]] – in Süd- und Mittelamerika schon seit Jahrhunderten gebräuchlich, in Europa ab dem 16. Jahrhundert verfügbar – und [[Indigo]], beispielsweise aus [[Färberwaid]] gewonnen. Nach 1850 wurden viele synthetische Farbstoffe entwickelt, die hauptsächlich in der Textilfärberei eingesetzt, aber auch zum Färben von Lebensmitteln verwendet wurden. Im Vergleich zu den Naturfarbstoffen zeigten synthetische Farbstoffe eine bessere [[chemische Stabilität|Stabilität]] und eine höhere [[Farbsättigung#Farbigkeit oder Farbintensität|Farbintensität]]. Sie waren darüber hinaus durch die Entwicklung der [[chemische Industrie|chemischen Industrie]] in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in großem Maßstab und vergleichsweise kostengünstig zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Ai Hisano: [https://www.cambridge.org/core/journals/business-history-review/article/rise-of-synthetic-colors-in-the-american-food-industry-18701940/F194464B944DF2CCFACC40BF3DF783EC/core-reader# &amp;#039;&amp;#039;The Rise of Synthetic Colors in the American Food Industry, 1870–1940.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Business History Review.&amp;#039;&amp;#039; Volume 90, Special Issue 3 (A Special Issue on Food and Agriculture), Autumn 2016, S. 483–504.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst war das Färben von Nahrungsmitteln gesetzlich nicht geregelt. Die Giftigkeit von manchen Farbstoffen, insbesondere Vertreter aus der Gruppe der Azofarbstoffe, war noch nicht bekannt oder blieb unbeachtet. So wurde [[Käse]] mit [[Cinnabarit|Quecksilbersulfid]] und [[Zuckerware]] mit [[Bleioxide|Bleioxid]] eingefärbt. Teilweise wurden Farbmittel auch in betrügerischer Absicht verwendet, beispielsweise wurde [[Rotwein]] mit [[Fuchsin]] gefärbt, durch Gelbfärbung von Gebäck ein höherer Eigehalt vorgetäuscht, Orangen durch Injektion mit von roter Farbstofflösung in „Blutorangen“ verwandelt oder auch altes Fleisch farblich „verbessert“. Vorreiter bei den gesetzlichen Regelungen wurde das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]] mit dem „Sale of Food and Drugs Act“ von 1875.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1875/63/enacted Sale of Food and Drugs Act], abgerufen am 16. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1887 verbot das erste Lebensmittelgesetz im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] den Einsatz von schwermetallhaltigen Lebensmittelzusatzstoffen. Dieses Gesetz betraf nicht die synthetischen Farbstoffe und es gab noch keine zulässigen Höchstwerte von Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln. In den [[Vereinigte Staaten|USA]] wurde das Einfärben von Lebensmitteln erstmals 1906 im &amp;#039;&amp;#039;Federal Food and Drug Act&amp;#039;&amp;#039; gesetzlich geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://prescriptiondrugs.procon.org/sourcefiles/FEDERAL_FOOD_AND_DRUGS_ACT_1906.pdf |wayback=20170226015459 |text=Federal Food and Drugs Act of 1906 (The „Wiley Act“) }} (PDF), abgerufen am 16. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab 1907 wurden in den USA die insgesamt 80 damals gebräuchlichen synthetischen Lebensmittelfarbstoffe durch den deutschen Chemiker Bernhard Hesse systematisch untersucht und toxikologisch beurteilt. Viele synthetische Farbstoffe wurden aufgrund dieser Arbeiten von der Verwendung als Lebensmittelfarbstoffe ausgeschlossen. In Europa wurde durch eine [[Richtlinie (EU)|Richtlinie]] 1962&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|1962|2645|text=Richtlinie des Rats zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für färbende Stoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 115, 11. November 1962, S. 2645–2654, Anhang I mit den EWG-Nummern.&amp;lt;/ref&amp;gt; für die [[EWG]]-Mitgliedstaaten erstmals einheitlich geregelt, welche Farbstoffe in Lebensmitteln verwendet werden dürfen, welchen Reinheitsanforderungen diese dann genügen müssen und, wie sie zu nennen und mit welcher Nummer sie zu [[Lebensmittelkennzeichnung|kennzeichnen]] seien. Zur Normierung bezog man sich mangels anderer Ordnungssysteme auf damals übliche Trivialnamen, chemische Namen oder Beschreibungen zur Herkunft oder Herstellung sowie auf die &amp;#039;&amp;#039;Farbstofftabellen&amp;#039;&amp;#039; von [[Gustav Schultz]] von 1931, auf den &amp;#039;&amp;#039;Rowe Colour Index&amp;#039;&amp;#039; von Frederick Maurice Rowe (1891–1947) von 1924 und eine Zusammenstellung der &amp;#039;&amp;#039;Farbstoff-Kommission&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]] von 1957. Man begann mit 1, sortierte nach Anwendungsfeld und nach Farben und begann mit in der Masse oder auf der oberflächlich gelber Färbung (zweite Ziffer = 0). Aus diesen dreistelligen, anfangs so genannten &amp;#039;&amp;#039;EWG-Nummern&amp;#039;&amp;#039; entwickelte sich das System der E-Nummern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzliche Regelungen und Kennzeichnung ==&lt;br /&gt;
=== Codex Alimentarius ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Codex Alimentarius}}&lt;br /&gt;
Die von der [[Vereinte Nationen|UN]] 1963 gegründete Codex Alimentarius Kommission erarbeitet Standards und Normen für die [[Lebensmittelsicherheit]] und -produktqualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Union ===&lt;br /&gt;
Die Verwendung von Lebensmittelfarbstoffen wurde ursprünglich durch die [[Richtlinie 62/2645/EWG]] und danach durch die [[Richtlinie 94/36/EG]] vom 30. Juni 1994 geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|1994|36|titel=über Farbstoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen|abruf=2018-10-16}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere wurde dann von der [[Verordnung (EG) Nr. 1333/2008]] vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2008|1333|titel=vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe|abruf=2021-12-28}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Als [[Verordnung (EU)|EU-Verordnung]] gilt diese Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten der EU, die Umsetzung in nationales Recht ist nicht nötig.&lt;br /&gt;
In der EU und der Schweiz dürfen nur zugelassene, mit einer [[E-Nummer]] versehene Lebensmittelzusatzstoffe in Verkehr gebracht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO1333/2008&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sr_817_022_31&amp;quot; /&amp;gt;  Diese Zusatzstoffe müssen auf dem Produkt kenntlich gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/SichereLebensmittel/SpezielleLebensmittelUndZusaetze/Zusatzstoffe/_Texte/Lebensmittelzusatzstoffe.html |wayback=20181017123549 |text=Zulassung und Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen }} auf der Seite des [[Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft|Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft]], abgerufen am 16. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestimmte Lebensmittel dürfen nicht mit Farbstoffzusätzen versehen werden. Dies sind insbesondere unbehandelte Lebensmittel und Grundnahrungsmittel, wie Milch, Zucker, Obst, Gemüse und Pilze. Für manche Lebensmittel sind nur bestimmte Farbstoffe mit festgelegten Maximalmengen zulässig (Beispiel: Mit Fruchtgeschmack aromatisierte Frühstücksgetreideprodukte dürfen nur die Farbstoffe E&amp;amp;nbsp;120, E&amp;amp;nbsp;162 und E&amp;amp;nbsp;163 mit maximal 200 mg/kg enthalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebensmittel die folgende Farbstoffe enthalten, müssen in der EU nach Anhang V, Teil B der [[Verordnung (EG) Nr. 1333/2008]] zusätzlich mit dem Hinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet werden:&lt;br /&gt;
* E&amp;amp;nbsp;102 – [[Tartrazin]]&lt;br /&gt;
* E&amp;amp;nbsp;104 – [[Chinolingelb]]&lt;br /&gt;
* E&amp;amp;nbsp;110 – [[Gelborange S]]&lt;br /&gt;
* E&amp;amp;nbsp;122 – [[Azorubin]]&lt;br /&gt;
* E&amp;amp;nbsp;124 – [[Cochenillerot A]]&lt;br /&gt;
* E&amp;amp;nbsp;129 – [[Allurarot AC]]&lt;br /&gt;
Die Kennzeichnungspflicht entfällt für (a) Lebensmittel, bei denen die Lebensmittelfarbstoffe bei Fleischerzeugnissen zur Kennzeichnung zu Gesundheits- oder anderen Zwecken verwendet werden, sowie Stempelaufdrucke und Farbverzierungen auf den Schalen von Eiern und (b) Getränke, die mehr als 1,2 Vol-% Alkohol enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die europäischen Richtlinien sind mit dem [[Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch]] (LFGB) in nationales Recht umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/lfgb/index.html |titel=Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) |hrsg=Bundesministerium der Justiz |datum=2026-02-19 |kommentar=Zuletzt geändert durch Art. 3 G vom 3. Februar 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 29), in Kraft getreten am 19. Februar 2026 |zugriff=2026-04-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der zugelassenen Lebensmittelfarbstoffe ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Lebensmittelzusatzstoffe}}&lt;br /&gt;
Die in der EU zugelassenen Farbstoffe für Lebensmittel sind in Anhang II, Teil B der [[Verordnung (EG) Nr. 1333/2008]] (Stand August 2021), die in der Schweiz zugelassen im Anhang 1 der [[Zusatzstoffverordnung]] (ZuV) (Stand: Juli 2020) aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO1333/2008&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sr_817_022_31&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Stoff || Nummer || Färbung|| Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Allurarot AC]] || E&amp;amp;nbsp;129 || rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aluminium]] || E&amp;amp;nbsp;173 || silbriggrau || anorganisches Pigment&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Amaranth (Farbstoff)|Amaranth]] || E&amp;amp;nbsp;123 ||  rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Anthocyane]] || E&amp;amp;nbsp;163 || rot, violett, blau ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Azorubin]] || E&amp;amp;nbsp;122 || rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Betanin]] || E&amp;amp;nbsp;162 || rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Braun HT]] || E&amp;amp;nbsp;155 || rotbraun ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Brillantblau FCF]] || E&amp;amp;nbsp;133 || blau ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Brillantschwarz BN]] || E&amp;amp;nbsp;151 || violett, braun, schwarz ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Calciumcarbonat]] || E&amp;amp;nbsp;170 || weiß || anorganisches Pigment&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Canthaxanthin]] || E&amp;amp;nbsp;161&amp;amp;nbsp;g || rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Carotin]] ||  E&amp;amp;nbsp;160&amp;amp;nbsp;a || rowspan=&amp;quot;5&amp;quot;| gelb, orange, rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|i) [[Bixin| Annatto Bixin]], ii) [[Norbixin|Annatto Norbixin]] || E&amp;amp;nbsp;160&amp;amp;nbsp;b ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Paprikaextrakt ([[Capsanthin]], [[Capsorubin]]) || E&amp;amp;nbsp;160&amp;amp;nbsp;c ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lycopin]] || E&amp;amp;nbsp;160&amp;amp;nbsp;d ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[8′-Apo-β-caroten-8′-al|Beta-apo-8′-Carotinal]] ||  E&amp;amp;nbsp;160&amp;amp;nbsp;e ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Chinolingelb]] || E&amp;amp;nbsp;104 || gelb ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Chlorophyll]]e und [[Chlorophylline]] || E&amp;amp;nbsp;140 || grün ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Cochenillerot A]] || E&amp;amp;nbsp;124 || rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Curcumin]] || E&amp;amp;nbsp;100 || orangegelb ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eisenoxidpigment|Eisenoxide und Eisenhydroxide]] || E&amp;amp;nbsp;172 || gelb, rot, braun, schwarz || anorganisches Pigment&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Erythrosin]] || E&amp;amp;nbsp;127 || rosa-rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gelborange S]] || E&amp;amp;nbsp;110 || gelborange ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gold]] || E&amp;amp;nbsp;175 || goldgelb || anorganisches Pigment&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grün S]] || E&amp;amp;nbsp;142 || grün ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Indigokarmin|Indigotin]] || E&amp;amp;nbsp;132 || blau ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Echtes [[Karmin]] || E&amp;amp;nbsp;120 || rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kupferhaltige Komplexe der Chlorophylle und Chlorophylline]] || E&amp;amp;nbsp;141 || grün ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Litholrubin BK]] || E&amp;amp;nbsp;180 || rot ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lutein]] || E&amp;amp;nbsp;161&amp;amp;nbsp;b || goldgelb, orangegelb ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Patentblau V]] || E&amp;amp;nbsp;131 || blau ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pflanzenkohle]] || E&amp;amp;nbsp;153 || schwarz || Pigment&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Riboflovine:&amp;lt;br /&amp;gt;[[Riboflavin]] (Lactoflavin, Vitamin B2), [[Riboflavin-5-phosphat]]&lt;br /&gt;
| E&amp;amp;nbsp;101 || gelb ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Silber]] || E&amp;amp;nbsp;174 || silbergrau || anorganisches Pigment&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tartrazin]] || E&amp;amp;nbsp;102 || zitronengelb ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Titandioxid]] || E&amp;amp;nbsp;171 || weiß || anorganisches Pigment&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zuckerkulör]] &amp;lt;br /&amp;gt;[[Sulfitlaugen-Zuckerkulör]] &amp;lt;br /&amp;gt;[[Ammoniak-Zuckerkulör]] &amp;lt;br /&amp;gt;[[Ammonsulfit-Zuckerkulör]]&lt;br /&gt;
| E&amp;amp;nbsp;150&amp;amp;nbsp;a &amp;lt;br /&amp;gt;E&amp;amp;nbsp;150&amp;amp;nbsp;b &amp;lt;br /&amp;gt;E&amp;amp;nbsp;150&amp;amp;nbsp;c &amp;lt;br /&amp;gt;E&amp;amp;nbsp;150&amp;amp;nbsp;d&lt;br /&gt;
|schwarz ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Zusatzstoffmuseum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gisbert Otterstätter: &amp;#039;&amp;#039;Färbung von Lebensmitteln, Arzneimitteln, Kosmetika.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Behr’s Verlag, Hamburg 2007, ISBN 978-3-89947-369-8&lt;br /&gt;
* Klaus Hunger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Industrial Dyes, Chemistry, Properties, Applications.&amp;#039;&amp;#039; WILEY-VCH Verlag, Weinheim 2003, ISBN 3-527-30426-6&lt;br /&gt;
* Heinrich Zollinger: &amp;#039;&amp;#039;Color Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. WILEY-VCH Verlag, Weinheim 2003, ISBN 3-906390-23-3&lt;br /&gt;
* R. Hütter: &amp;#039;&amp;#039;Bunt und verführerisch&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Orelli Füssli, Zürich 1991, ISBN 3-280-02073-5.&lt;br /&gt;
* Katalyse Umweltgruppe, &amp;#039;&amp;#039;Was wir alles schlucken.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Verlag, Reinbek 1985, ISBN 3-498-03442-1, S. 14–17, S. 28–33.&lt;br /&gt;
* Heinrich Kläui, [[Otto Isler]]: &amp;#039;&amp;#039;Warum und womit färbt man Lebensmittel?&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Chemie in unserer Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 1981, Nr.&amp;amp;nbsp;15, S.&amp;amp;nbsp;1–9, {{DOI|10.1002/ciuz.19810150103}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zusatzstoffe-online.de/ Zusatzstoffe-online.de], Forum zur Aufklärung und Beratung bei Zusatzstoffen&lt;br /&gt;
*  Alison Downham, Paul Collins: [http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.466.4598&amp;amp;rep=rep1&amp;amp;type=pdf &amp;#039;&amp;#039;Colouring our foods in the last and next millennium.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Food Science and Technology.&amp;#039;&amp;#039; 35, 2000, S. 5–22.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO1333/2008&amp;quot;&amp;gt;{{EU-Verordnung|2008|1333|titel=|konsolidiert=2021-08-08|abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sr_817_022_31&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20121974/202007010000/817.022.31.pdf |titel=Verordnung des EDI über die zulässigen Zusatzstoffe in Lebensmitteln |hrsg= Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) |datum=2020-07-01 |abruf=2020-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4034879-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelfarbstoff| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dafehltwas</name></author>
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