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	<title>Leaf Palm Hand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T04:16:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leaf_Palm_Hand&amp;diff=2190565&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freimut Bahlo: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-07-08T06:23:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Musikalbum&lt;br /&gt;
|Typ          = Livealbum&lt;br /&gt;
|Titel        = Leaf Palm Hand&lt;br /&gt;
|Interpret    = Cecil Taylor &amp;amp; Tony Oxley&lt;br /&gt;
|Genres       = [[Free Jazz]], frei improvisierte Musik&lt;br /&gt;
|Veröffentlichung = 1989&lt;br /&gt;
|Aufnahme     = 1988&lt;br /&gt;
|Label        = [[Free Music Production|FMP]]&lt;br /&gt;
|Formate      = &lt;br /&gt;
|AnzahlTitel  = &lt;br /&gt;
|Länge        = &lt;br /&gt;
|Besetzung    = &lt;br /&gt;
* [[Klavier|Piano]]: [[Cecil Taylor]]&lt;br /&gt;
* [[Schlagzeug]]: [[Tony Oxley]]&lt;br /&gt;
|Produzent    = Jost Gebers&lt;br /&gt;
|Aufnahmeort  = [[Kongresshalle (Berlin-Tiergarten)|Kongresshalle Berlin]]&lt;br /&gt;
|Vorheriges   = &lt;br /&gt;
|Nächstes     = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leaf Palm Hand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Album mit [[Neue Improvisationsmusik|frei improvisierter Musik]] von [[Cecil Taylor]] und [[Tony Oxley]]. Es handelt sich um einen Konzertmitschnitt, der am 17. Juli 1988 in der [[Kongresshalle (Berlin-Tiergarten)|Kongresshalle Berlin]] entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der amerikanische Pianist Cecil Taylor, eine der Zentralfiguren des [[Free Jazz]], und der britische Schlagzeuger Tony Oxley waren sich einmal 1969 in [[Ronnie Scott’s Jazz Club]] begegnet, als Taylor dort mit seinem Quartett (mit den Saxophonisten [[Jimmy Lyons]] und [[Sam Rivers (Saxophonist)|Sam Rivers]] und dem Schlagzeuger [[Andrew Cyrille]]) Aufnahmen für die [[British Broadcasting Corporation|BBC]] machte, hatten damals aber nicht miteinander gespielt. 1988 regte der Gründer der Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[The Wire (Zeitschrift)|The Wire]]&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;Anthony Wood&amp;amp;nbsp;– an, dass die beiden Musiker im Herbst 1988 auf Tournee gehen sollten. „Er kannte beide persönlich und wusste, dass sie in der Szene durchaus als ›schwierig‹ galten. Er setzte auf die spontane Kreativität der Musiker, war sich der emotionalen Risiken bewusst und bereitete sie unabhängig voneinander auf ihre Begegnung vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;U. Kurth: &amp;#039;&amp;#039;The 4th Quarter of the Triad&amp;#039;&amp;#039;, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gelegenheit für ein erstes gemeinsames Konzert der beiden Musiker ergab sich im Rahmen der Konzertreihe &amp;#039;&amp;#039;Improvised Music II/88&amp;#039;&amp;#039;, die das Plattenlabel FMP im Rahmen der EU-[[Kulturhauptstadt Europas|Kulturhauptstadt]]-Aktivitäten von [[West-Berlin]] veranstaltete. Geplant und realisiert wurde eine Reihe von Veranstaltungen um Cecil Taylor als dem führenden amerikanischen Free-Jazz-Musiker, von einem Solokonzert über Duo-Begegnungen Taylors mit europäischen Instrumentalisten bis hin zur eigens zusammengestellten Großformation &amp;#039;&amp;#039;European Orchestra&amp;#039;&amp;#039;. Am letzten Konzerttag&amp;lt;ref&amp;gt;In der ursprünglichen Planung der Reihe war Oxley nicht vorgesehen. Vgl. U. Kurth: &amp;#039;&amp;#039;The 4th Quarter of the Triad&amp;#039;&amp;#039;, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt; fand die erste musikalische Begegnung von Taylor und Oxley statt, die seitdem bis zum Tode Taylors zusammenarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Musik ==&lt;br /&gt;
Auf der Bühne der Kongresshalle standen der Konzertflügel und das Schlagzeug so weit auseinander, dass die Musiker zur Kommunikation akustische Monitore benötigten. Doch bereits „der erste Klavierton elektrisierte Oxley.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uli&amp;quot;&amp;gt;U. Kurth &amp;#039;&amp;#039;The 4th Quarter of the Triad&amp;#039;&amp;#039;, S. 176&amp;lt;/ref&amp;gt; Er begriff die ersten Töne als „ein intuitives Versprechen, das musikalische Gemeinsamkeiten signalisierte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uli&amp;quot; /&amp;gt; Dem Oxley-Biographen [[Ulrich Kurth (Musikjournalist)|Ulrich Kurth]] zufolge geht die [[Kommunikation]] zwischen Taylor und Oxley „von musikalischen Gemeinsamkeiten aus, die freilich oft in virtuoser und emotionaler [[Ekstase]] kaum noch analytisch verfolgt werden können.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uli&amp;quot; /&amp;gt; Mittel der Kommunikation sind beispielsweise Thema und Variation, [[Call and Response]] und motivische Kettenassoziationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich wird das am Titelstück „Leaf Palm Hand“, einer über 42 Minuten dauernden &amp;#039;&amp;#039;tour de force&amp;#039;&amp;#039;. Am Anfang stellt Taylor eine [[Motiv (Musik)|Motivzelle]] im tiefen Register des Flügels vor, die &amp;#039;&amp;#039;call and response&amp;#039;&amp;#039; im [[Oktave|Oktavabstand]] darstellt, die er weitertreibt, bis sie „in [[Stochastik|stochastischen]] Lauffragmenten zu verebben scheint.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ul2&amp;quot;&amp;gt;U. Kurth: &amp;#039;&amp;#039;The 4th Quarter of the Triad&amp;#039;&amp;#039;, S. 178&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem kurzen Zwischenspiel Taylors im mittleren Register geht die Bewegung in tiefen Klangflächen weiter, gegen die Oxley Beckenklänge setzt. „Die Struktur der folgenden Motivzellen (4&amp;#039;) leitet feinsinnige Interaktionen zwischen den Musikern ein, aus denen sie einen großen dynamischen Bogen spannen“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ul2&amp;quot; /&amp;gt; in dem die Spannung weiter zunimmt. „Diese Steigerungen ergeben sich häufig aus repetierten Rhythmusfragmenten in schimmernden Klangstrukturen, die nach 19 Minuten einen ersten dynamischen Höhepunkt erreichen, mit rasenden [[Cluster (Musik)|Clustern]] und fein strukturierten [[Wirbel (Spieltechnik)|Trommelwirbeln]].“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ul2&amp;quot; /&amp;gt; Nach einem [[Decrescendo]], in dem der schnelle Puls aber beibehalten wird, „erscheinen immer wieder rhythmische Spielfiguren, die an vertrautes [[Jazz]]terrain erinnern – und gleich in Klangwolken aufgelöst werden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ul2&amp;quot; /&amp;gt; Beide Spieler greifen nun auf [[Polyrhythmik|polyrhythmische Strukturen]] zurück, die die Kommunikation zuspitzen. „Nach 31 Minuten folgt eine [[Neoklassizismus (Musik)|neoklassisch]] anmutende Passage, in der Taylor beinahe traditionell Piano spielt und Oxley verschiedene Klangbereiche seines Schlagzeugs zu sezieren scheint.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ul2&amp;quot; /&amp;gt; Dann spielen beide rhythmisch synchron und erzeugen gemeinsam „ein [[Kaleidoskop]] irisierender Klangflächen. Der Schluss mit seinen geradezu wehmütigen Erinnerungen an die gesteigerte Bewegung (›lyrische Cluster‹, verklingende Becken) erscheint logisch erreicht.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ul2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musiker mussten mehrere [[Zugabe]]n geben; eine davon war „Chimes“. Diese Miniatur mit ihrem [[Chromatik|chromatischen Grundmotiv]] besitzt zwei dynamische Ebenen: „In einem [[Impressionismus (Musik)|impressionistisch]] anmutenden [[Akkord]]verlauf über eine große [[Septime]] im mittleren Register setzt Taylor &amp;#039;&amp;#039;attacca&amp;#039;&amp;#039; mit einzelnen Tönen und Oktaven einen dynamischen Gegensatz, der wie ein Blitz wirkt.“ Diese Gegensätze greift Oxley mit sparsamen Perkussionsklängen auf, teilweise finden beide zu einem gemeinsamen Puls.&amp;lt;ref&amp;gt;U. Kurth: &amp;#039;&amp;#039;The 4th Quarter of the Triad&amp;#039;&amp;#039;, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titelliste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Stylobate 1&amp;#039;&amp;#039; – 17:26&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Leaf Palm Hand&amp;#039;&amp;#039; – 42:20&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Chimes&amp;#039;&amp;#039; (Cecil Taylor) – 3:50&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Stylobate 2&amp;#039;&amp;#039; – 3:23&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;The Old Canal&amp;#039;&amp;#039; (Taylor) – 2:42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nicht anders angegeben, stammen die Kompositionen von Cecil Taylor und Tony Oxley.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Editionsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Album wurde von FMP sowohl einzeln veröffentlicht als auch in einer Gesamtedition mit zehn weiteren Mitschnitten, die im Sommer 1988 in Berlin von Konzerten mit Cecil Taylor entstanden. 2008 ist das Album vom Label &amp;#039;&amp;#039;JazzWerkstatt&amp;#039;&amp;#039; neu aufgelegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritiken ==&lt;br /&gt;
[[Bert Noglik]] schreibt in den [[Liner Notes]] des Albums: „Sie spielen ganz dicht miteinander, verfolge einer des anderen musikalische Bewegung – fast wie zwei [[Zugvogel|Zugvögel]], die Schwingungskurven mit biologischem Instinkt synchron ausgestalten.“ Das Album sei kein Versuch, „sich auf kleinsten gemeinsamen Nenner zu treffen, sondern eine auf musikalischer Identität beruhende Öffnung von beiden Seiten aus, die für sich in Anspruch nehmen kann, aktuelles Klangbewusstsein zu manifestieren.“  … „Die Gleichförmigkeit rhythmischer Muster durchbrechend, gelang es zugleich, das Gefühl für Kontinuität und Intensität zu steigern.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fmp-label.de/fmplabel/catalog2liner/fmpcd006_o.html Liner Notes]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Richard Cook]] und [[Brian Morton]] verliehen dem Album im &amp;#039;&amp;#039;[[The Penguin Guide to Jazz]]&amp;#039;&amp;#039; die Höchstbewertung. Das Album sei wie auch die damals entstandenen Mitschnitte mit [[Derek Bailey]], [[Tristan Honsinger]], [[Evan Parker]], [[Han Bennink]] und [[Louis Moholo]] ein „exzellentes Beispiel für Taylors adaptive Fertigkeiten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach [[Richard Cook]], [[Brian Morton]]: &amp;#039;&amp;#039;[[The Penguin Guide to Jazz]] on CD&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. Penguin, London 2006, ISBN 0-14-051521-6. S. 1269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thom Jurek, der dem Album für [[Allmusic]] viereinhalb von fünf Sternen gab, stellt fest, dass es im ganzen Set kein Nachlassen in der Intensität des Zusammenspiels gebe. „Es handelt sich um eine der melodischsten Improvisationen, die Cecil Taylor vorgelegt hat.“ Brand Reiter stellt angesichts der Neuausgabe für &amp;#039;&amp;#039;[[All About Jazz]]&amp;#039;&amp;#039; fest, dass es sich um Musik handele, die sowohl unerbittlich neuartig als auch seltsam stetig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.allaboutjazz.com/php/article.php?id=31311 Besprechung.] AllAboutJazz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joe Pierre hält in seiner Kritik für [[Amazon.com|Amazon]] das Album für einen „Höhepunkt“ in der Reihe der Berliner Begegnungen Taylors mit europäischen Musikern aus dem Jahr 1988, die FMP dokumentierte – &amp;#039;&amp;#039;Leaf Palm Hand&amp;#039;&amp;#039; sei keine „Studie von Kontrasten, sondern von Harmonie“ (soweit man bei den Musikern diesen Begriff verwenden könne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich Kurth: &amp;#039;&amp;#039;The 4th Quarter of the Triad: Tony Oxley. Fünf Jahrzehnte improvisierter Musik.&amp;#039;&amp;#039; Wolke Verlag, Hofheim am Taunus 2011, ISBN 978-3-936000-48-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Allmusic |Rubrik=album |ID=mw0000327573 |Linktext=Besprechung des Albums &amp;#039;&amp;#039;Leaf Palm Head&amp;#039;&amp;#039; |Abruf=2011-01-16}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fmp-label.de/fmplabel/catalog2reviews/fmpcd006review.php Rezensionen.] FMP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Album (Jazz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Album (Neue Improvisationsmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Album 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Livealbum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tony Oxley]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Cecil Taylor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freimut Bahlo</name></author>
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