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	<title>Le Saulchoir - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T23:51:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ WP:LIT</title>
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		<updated>2025-12-03T14:22:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; WP:LIT&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Le Saulchoir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;Salicetum&amp;#039;&amp;#039;, [[Deutsche Sprache|deutsch]]: „mit [[Weiden (Botanik)|Weiden]] bepflanzter Ort“) war die Hochschule des Ordens der [[Dominikaner]] für die Ordensprovinz Frankreich und besteht heute noch fort als Forschungsstätte und Bibliothek im Rahmen des 1992 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Centre d’études du Saulchoir&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flavigny-sur-Ozerain ==&lt;br /&gt;
Die seit dem 13. Jahrhundert bestehende dominikanische [[Ordensprovinz]] Frankreich wurde während der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] durch das Verbot der geistlichen Orden per Dekret vom 13. Februar 1790 aufgehoben. Während der [[Zweite Französische Republik|Zweiten Republik]] konnte sie 1850 wiederbegründet werden. [[Jean Baptiste Henri Lacordaire|Henri Lacordaire]] wurde zu ihrem [[Provinzial]] ernannt. 1865 eröffnete der Orden ein &amp;#039;&amp;#039;studium generale&amp;#039;&amp;#039; im burgundischen [[Flavigny-sur-Ozerain]] ([[Département Côte-d’Or]]). Nach der Ausweisung der [[Kongregation (Ordensgemeinschaft)|Kongregationen]] aus Frankreich im Jahr 1880 musste das Studienhaus zeitweise nach [[Volders]] ([[Tirol (Bundesland)|Tirol]]), Belmonte ([[Provinz Cuenca]]) und Corbara ([[Korsika]]) ausweichen. Seit 1895 befand es sich wieder in Flavigny.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kain-lez-Tournai ==&lt;br /&gt;
Als der Orden durch das Vereinsgesetz vom 1. Juli 1901 erneut gezwungen wurde, seine Einrichtungen ins Ausland zu verlegen, übersiedelte 1904 auch der Studienkonvent in die ehemalige [[Zisterzienserinnenabtei Le Saulchoir]] im Ortsteil Kain-la-Tombe von [[Kain (Belgien)|Kain-lez-Tournai]] bei [[Tournai]] (Belgien). Der Name der Abtei, abgeleitet von den den Park des Klosters säumenden Weiden, wurde seither zum Namen der Hochschule selbst, den sie auch nach der Rückkehr nach Frankreich weiterhin beibehielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Saulchoir entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem wichtigen Zentrum nicht nur der Ausbildung, sondern auch der historischen Forschung, mit besonderem Schwerpunkt in der mittelalterlichen Geschichte der [[Thomismus|thomistischen]] Theologie und Philosophie. Publizistische Marksteine mit großer Wirkung auf die weltweite Forschung waren die Gründung der [[Revue des sciences philosophiques et théologiques]] (seit 1907), des [[Bulletin thomiste]] (1924–1965) und die Veröffentlichung der ersten Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie thomiste&amp;#039;&amp;#039; (besorgt von [[Pierre Mandonnet]] und [[Jean Destrez]], 1921). Nachdem [[Pius XI.]] mit der Konstitution &amp;#039;&amp;#039;Deus scientiarum dominus&amp;#039;&amp;#039; (1931) eine weltweite Neuordnung des kirchlichen Hochschulwesens nach römischem Vorbild angeordnet hatte, betrieb [[Marie-Dominique Chenu]], seit 1928 Leiter von Le Saulchoir, die Neuorganisation der Schule und erlangte am 29. Juni 1937 von der Römischen Studienkongregation die Anerkennung der Philosophischen und der Theologischen Fakultät als Fakultäten kanonischen Rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Eine Schule der Theologie“ ==&lt;br /&gt;
Unter der Ägide zunächst der älteren Gründerväter [[Ambroise Gardeil]] (1859–1931), [[Antoine Lemonnyer]] (1872–1932) und Pierre Mandonnet (1858–1936) und dann der jüngeren Professoren Chenu, [[Yves Congar]] (1904–1995) und [[Henri-Marie Féret]] (1904–1992) entstand in Le Saulchoir ein Milieu reformorientierter Lehrer und Studenten, die sich von methodischem Pluralismus, historisch-kritischer Neugierde und einer im lebendigen Glauben verankerten Wissenschaft Antworten auf die theologischen und sozialen Fragen ihrer Zeit versprachen. Ihre Arbeitsweise und leitende Überzeugungen skizzierte Chenu am 7. März 1936 in einer Rede zum Fest des hl. [[Thomas von Aquin]], die im Jahr darauf unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Le Saulchoir, une école de théologie&amp;#039;&amp;#039; auch als Privatdruck zirkulierte und großes Interesse innerhalb des Ordens fand, aber auch Widerspruch konservativer Kreise an anderen Hochschulen und an der römischen Kurie hervorrief. Chenu wurde gezwungen, einen Katalog von zehn Thesen zu unterschreiben, konnte dadurch aber einen Prozess vor dem [[Dikasterium für die Glaubenslehre|Heiligen Offizium]] nicht abwenden, der 1942 dazu führte, dass er als Leiter abgesetzt, mit einem Lehrverbot belegt und seine Schrift auf den Index gesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Étiolles-sur-Seine ==&lt;br /&gt;
Bis 1937 war die Schule auf 22 Professoren und 122 Studenten angewachsen, für die in Kain trotz eines Neubaus keine ausreichenden Räumlichkeiten mehr gegeben waren. Da seit den 1920er-Jahren die rechtlichen und politischen Hindernisse für eine Rückkehr nach Frankreich entfallen waren, übersiedelte die Schule 1938/39 mitsamt ihrer mittlerweile auf rund 65.000 Bände angewachsenen Bibliothek nach [[Étiolles]] ([[Département Essonne]]) einige Kilometer südwestlich von Paris. Hier durchlebte sie die Krise des Prozesses gegen Chenu, in dessen Folge auch die Mitstreiter Congar und Féret Le Saulchoir verlassen mussten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Saint-Jacques ==&lt;br /&gt;
Bedingt hauptsächlich durch den Rückgang der Studentenzahlen seit den 1960er-Jahren wurde Le Saulchoir 1973/74 in die Abtei Saint-Jacques im [[13. Arrondissement (Paris)|13. Pariser Arrondissement]] verlegt, die Fakultäten wurden rechtlich zwar nicht aufgehoben, aber dauerhaft suspendiert und der Lehrbetrieb bis auf einen &amp;#039;&amp;#039;Cours du Saulchoir&amp;#039;&amp;#039; für Studenten anderer Schulen eingestellt. Die Bibliothek, mit heute rund 250.000 Bänden, und der damit verbundene Forschungsbetrieb wurden durch einen Beschluss des Provinzialkapitels von 1992 einem im Folgejahr rechtlich neugegründeten &amp;#039;&amp;#039;Centre d’études du Saulchoir&amp;#039;&amp;#039; integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Bauer (Theologe, 1973)|Christian Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ortswechsel der Theologie. M.-Dominique Chenu im Kontext seiner Programmschrift „Une école de théologie“&amp;#039;&amp;#039;. Lit-Verlag, Berlin 2010.&lt;br /&gt;
* [[Marie-Dominique Chenu]]: &amp;#039;&amp;#039;Une école de théologie: Le Saulchoir.&amp;#039;&amp;#039; Neuausgabe mit Beiträgen von [[Giuseppe Alberigo]], Étienne Fouilloux, Jean Ladrière und Jean-Pierre Jossua. Cerf, Paris 1985.&lt;br /&gt;
* Jérôme Rousse-Lacordaire: &amp;#039;&amp;#039;La bibliothèque du Saulchoir.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin des Bibliothèques de France&amp;#039;&amp;#039; 48,6 (2003), S. 48–51 (Digitale Version: [http://bbf.enssib.fr/consulter/08-rousse.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* André Duval: &amp;#039;&amp;#039;Aux origines de l’Institut historique d’études thomistes au Saulchoir (1920 et sq.)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Revue des sciences philosophiques et théologiques&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 75 (1991), S. 423–448.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dominicains.fr/menu/nav_institut/Que-faisons-nous/Recherche-et-Enseignement/Les-centres-de-recherche/Le-Centre-d-etudes-du-Saulchoir Homepage des Centre d’études du Saulchoir]&lt;br /&gt;
* [http://www.bibliothequedusaulchoir.org/ www.bibliothequedusaulchoir.org]: Offizielle Webseite der Bibliothek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5167610-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschule der Dominikaner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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