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	<title>Lazarevo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lazarevo&amp;diff=1237103&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2026-02-27T19:32:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Serbien&lt;br /&gt;
  |NameLateinisch       = Lazarevo&lt;br /&gt;
  |NameKyrillisch       = Лазарево&lt;br /&gt;
  |Wappen               = COA of Lazarevo, Zrenjanin.jpg&lt;br /&gt;
  |lat_deg  =  45| lat_min = 23 | lat_sec = 18&lt;br /&gt;
  |lon_deg  = 20 | lon_min = 32 | lon_sec = 20&lt;br /&gt;
  |Beschriftung         = &lt;br /&gt;
  |Provinz              = Vojvodina&lt;br /&gt;
  |Bezirk               = [[Okrug Srednji Banat]]&lt;br /&gt;
  |Gemeinde             = Opština Zrenjanin&lt;br /&gt;
  |Gemeindeart          = &lt;br /&gt;
  |Höhe                 = 76&lt;br /&gt;
  |Fläche               = &lt;br /&gt;
  |Gliederung           = &lt;br /&gt;
  |Einwohner            = 2877&lt;br /&gt;
  |EinwohnerStand       =&lt;br /&gt;
  |Postleitzahl         = 23241&lt;br /&gt;
  |Telefonvorwahl       = 023&lt;br /&gt;
  |Kfz-Kennzeichen      = ZR&lt;br /&gt;
  |Bürgermeister        = &lt;br /&gt;
  |BürgermeisterStand   = &lt;br /&gt;
  |Partei               = &lt;br /&gt;
  |AnschriftStraße      = &lt;br /&gt;
  |AnschriftOrt         = &lt;br /&gt;
  |Webpräsenz           = &lt;br /&gt;
  |Schutzpatron         = &lt;br /&gt;
  |Stadtfest            = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lazarevo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{srS|Лазарево}}, {{deS|&amp;#039;&amp;#039;Lazarfeld&amp;#039;&amp;#039;}}, {{HuS|&amp;#039;&amp;#039;Lázárföld&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein Ort im [[Banat]] in der autonomen [[Serbien|serbischen]] Provinz [[Vojvodina]]. Er gehört mit ca. 3000 Einwohnern zu der [[Opština]] von [[Zrenjanin]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[B92]]: {{Webarchiv|url=http://www.zrenjanin.rs/1-45-0-1941/Zvanicno---u-Zrenjaninu-75-743-stanovnika--na-teritoriji-Grada-122-714 |wayback=20151208110611 |text=Zvanično - u Zrenjaninu 75.743 stanovnika, na teritoriji Grada 122.714 (serbisch) |archiv-bot=2026-02-27 19:32:50 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Ortsname leitet sich vom Namen [[Lazar|Lázár]] ab, dem Familiennamen seines Gründers, dem Großgrundbesitzer János Lázár von Etschka, Sohn des wohlhabenden [[Armenier]]s Lukács Lázár aus [[Gherla|Szamosújvár]] in [[Siebenbürgen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;b92&amp;quot;&amp;gt;[[B92]]: [http://www.b92.net/putovanja/destinacije/evropa.php?&amp;amp;nav_id=514657 Lazarevo - poslednje Mladićevo sklonište (serbisch)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800–1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Der Ort wurde als Lazarfeld gegründet und wie &amp;#039;&amp;#039;Las&amp;#039;rfeld&amp;#039;&amp;#039; gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800–1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ungarischer Name wird zunächst Lazarfalva, also &amp;#039;&amp;#039;Lazardorf&amp;#039;&amp;#039;, verwendet. Nachdem 1830 das Ungarische auch im [[Banat]] als Verwaltungssprache eingeführt wurde, wurde der Ort als &amp;#039;&amp;#039;Lázárföldje&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.  Ab 1860 wurde schließlich nur mehr &amp;#039;&amp;#039;Lázárföld&amp;#039;&amp;#039; geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800–1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch das Gesetz über die Magyarisierung von Ortsnamen von 1898 musste dieser Name als alleinige Bezeichnung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Ort an jener Stelle angelegt wurde, wo ehemals auf der [[Einöde]] namens &amp;#039;&amp;#039;Martinica puszta&amp;#039;&amp;#039; fünf Häuser standen, bezeichnete man im [[Serbische Sprache|Serbischen]] den Ort zunächst auch als &amp;#039;&amp;#039;Martinica&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pet kuća&amp;#039;&amp;#039;, letzteres steht für „Die fünf Häuser“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;b92&amp;quot; /&amp;gt; Nach 1918 wurde der Ort in Lazarevo umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800–1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Lazarevo liegt in der flachen [[Pannonische Tiefebene|Pannonischen Tiefebene]] im [[Okrug Srednji Banat]], dem mittleren [[Banat]], im [[Einzugsgebiet]] der etwa 12 Kilometer westlich liegenden Stadt [[Zrenjanin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte und Antike ===&lt;br /&gt;
Jüngste [[Archäologie|archäologische]] Funde im 12 Kilometer entfernten [[Zrenjanin]] und dessen [[Einzugsgebiet]] zeigen, dass in der Region bereits seit der [[Urgeschichte]] Menschen siedelten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZH&amp;quot;&amp;gt;zrenjaninheritage.com: [http://www.zrenjaninheritage.com/delatnost-zavoda/arheologija Zavod za zaštitu spomenika kulture Zrenjanin (serbisch)]&amp;lt;/ref&amp;gt; In Lazarevo selbst wurden keine archäologische Funde registriert, jedoch fand man solche in den Nachbarorten [[Banatski Despotovac]], [[Klek (Zrenjanin)|Klek]], [[Stajićevo]], [[Botoš]] und [[Ečka]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ZH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1800–1918) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lazarevo village, Vojvodina, Serbia.jpg|mini|Park im Zentrum von Lazarevo (2006)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lazarevo, health centre.jpg|mini|Das Dorfkrankenhaus (2006)]]&lt;br /&gt;
Die Ursprünge von Lazarevo liegen in der Ansiedlung des [[Armenier]]s Lukács Lázár im benachbarten [[Ečka|Etschka]]. Dieser war [[Vieh]]händler und Sohn eines wohlhabenden [[Kaufmann]]s aus [[Siebenbürgen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;b92&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;OSL&amp;quot;&amp;gt;oslazarevo.edu.rs: [http://www.oslazarevo.edu.rs/cms/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=6&amp;amp;Itemid=109 Lazarevo (serbisch)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Lukács Lázár ersteigerte bei einer [[Auktion]] 1781 in [[Wien]] einen [[Großgrundbesitz]] in der Region, woraufhin er gemeinsam mit seiner Frau und vier Söhnen nach Etschka zog. Unter Lukács Lázár erlebte die Siedlung Etschka, die zum [[Königreich Ungarn]] gehörte, eine Blütezeit. Nach dessen Tod im Jahr 1783 übernahm dessen Sohn János Lázár die zuvor begonnenen Verhandlungen über die geplante Ansiedlung von [[Donauschwaben]] in der Region, die dort das Land urbar machen sollten. Die Siedlung wurde schließlich im Jahr 1800 von János Lázár gegründet und nach seinem Gründer benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten drei Jahren gehörte Lazarfeld noch zur Pfarre Etschka. 1803 wurde durch die Patronatsherrschaft ein selbständiges Pfarramt eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lfde&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.lazarfeld.de/ | titel=Informationsseite über Lazarevo |werk=lazarfeld.de |sprache=de|zugriff=2011-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten gab es bei der Erneuerung der Pachtverträge häufig Unstimmigkeiten und Reibereien, welche zur Abwanderung mehrerer Familien führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1807 bis 1809 wurde die katholische Kirche erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S.&amp;amp;nbsp;26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ursprünglich schlanke und spitze Kirchturm musste 1842 wegen Schäden im Dach abgetragen werden und erhielt daraufhin eine abgerundete Form.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1831 starben bei einer [[Cholera]]epidemie im Ort über 250 Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1849 bis 1860 gehörte die Siedlung zur [[Woiwodschaft Serbien und Temescher Banat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 wurde Lazarfeld an die Eisenbahnstrecke [[Zrenjanin|Großbetschkerek]]–[[Vršac|Werschetz]] angeschlossen. Auf Beschluss der ungarischen Regierung mussten 1890 alle Gassen umbenannt, das heißt, mit ungarischen Namen versehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volkszählung 1910 gaben 1842 [[Deutsche Sprache|Deutsch]], 32 [[Ungarische Sprache|Ungarisch]], 14 [[Rumänische Sprache|Rumänisch]], 1 [[Kroatische Sprache|Kroatisch]] und 14 eine andere Sprache als Muttersprache an. 508 gaben an, die Staatssprache Ungarisch zu beherrschen. Von der Bevölkerung waren außerdem 1875 [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]], 13 [[Rumänische griechisch-katholische Kirche|griechisch-katholisch]], 7 [[evangelisch]], 3 [[Orthodoxe Kirchen|orthodox]], 2 [[Judentum|jüdisch]] und 1 [[Reformierte Kirche in Ungarn|reformiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Magyar statisztikai közlemények, A Magyar Szent Korona országainak 1910. Évi népszámlálása. Élső Rész. A népesség főbb adatai községek és népesebb puszták, telepek szerint (Budapest, 1912) S. 366–367.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischenkriegszeit (1918–1941) ===&lt;br /&gt;
Der Erste Weltkrieg, in welchem 95 Lazarfelder fielen, besiegelte die Teilung des [[Banat]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S.&amp;amp;nbsp;49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lazarfeld wurde Teil des neugegründeten [[Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen]] und in Lazarevo umbenannt. Zum ersten Mal seit 1883 konnte unter der neuen Regierung nun wieder auch Deutsch an der Schule unterrichtet werden. Die Errichtung einer deutschen Lehrerbildungsanstalt in [[Zrenjanin|Veliki Bečkerek]] (1933 verlegt nach [[Vrbas (Stadt)|Vrbas]]) wurde allerdings erst 1931 bewilligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 74–75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Agrarreform 1921 wurden die deutschen und ungarischen Großgrundbesitzer enteignet und deren Land an Dobrowolzen (Kriegsfreiwillige) aus [[Altserbien]] und [[Montenegro]] verteilt. Mit diesen kam es am 2. Mai 1924 zu einem Zwischenfall, als 200 Dobrowolzen 50–60 Lazarfelder Bauern während der Arbeit auf ihren Feldern überfielen. 16 Bauern wurden dabei schwer verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Böhm, Die Deutsche Volksgruppe in Jugoslawien 1918-1941 (Frankfurt 2009), S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 erhielt Lazarevo eine elektrische [[Straßenbeleuchtung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und seine Folgen ===&lt;br /&gt;
Bis 1941 lebten die [[Banater Schwaben]] weitgehend friedlich neben den [[Serben|serbischen]] und [[Ungarn|ungarischen]] Nachbarn als [[Landwirt|Bauer]]n und [[Handwerker]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SD&amp;quot;&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/politik/das-dorf-lazarevo-mladics-letzte-zuflucht-1.1102540 &amp;#039;&amp;#039;Mladics letzte Zuflucht.&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 1. Dezember 2015 (deutsch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Jugoslawischer Staatsstreich 1941|jugoslawischen Staatsstreich]] vom 27. März 1941 gegen die mit den [[Achsenmächte]]n sympathisierende Regierung folgte am 6. April ohne Kriegserklärung die [[Balkanfeldzug (1941)#Zerschlagung Jugoslawiens|Zerschlagung, Besetzung und Aufteilung Jugoslawiens]] durch deutsche, ungarische und italienische Truppen. Dadurch hatte die friedliche [[Koexistenz]] ein Ende.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SD&amp;quot; /&amp;gt;  Am 14. April erreichten deutsche Truppen von [[Rumänien]] kommend Lazarevo, wo sie von der Bevölkerung wohlwollend empfangen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im jugoslawischen Teil des [[Banat]]s, zu dem Lazarevo gehörte, wurde eine deutsche Zivil-Verwaltung aus Banater Schwaben errichtet, die der Wehrmacht unterstand.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zaoerv.de/11_1942_43/11_1942_1_b_623_626_1.pdf Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht: &amp;#039;&amp;#039;Serbien – Verordnung über die innere Verwaltung des Banats&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Einmarsch wurde zudem die [[7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“]] gegründet, mit dem Ziel Banatdeutsche zum Militärdienst zu bewegen. Noch im Spätsommer meldeten sich 8 Schwaben aus Lazarevo freiwillig.&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Division (Militär)|Division]]sstärke konnte allerdings nicht erreicht werden, weshalb im August die [[Wehrpflicht]] für die Deutschen des Banat eingeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Valdis O. Lumans, Himmler&amp;#039;s Auxiliaries. The Volksdeutsche Mittelstelle and the German National Minorities of Europe, 1933-1945 (Chapel Hill 1993), S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Am Samstag, den 30. September 1944, traf von [[Krajišnik (Sečanj)|Krajišnik]] kommend eine Vorhut der Sowjets, etwa 20–25 Mann stark, mit einem Offizier an der Spitze in Lazarevo ein. Diese verließen am Morgen des 1. Oktober den Ort wieder, um zu Mittag desselben Tages mit Verstärkung wiederzukommen. Nach einem deutschen Gegenangriff, bei dem es zu Straßenkämpfen kam, wurde der Kirchturm von deutscher Artillerie zerstört. Der Angriff wurde zurückgeschlagen und es kam in der Folge zu Plünderungen, Vergewaltigungen und willkürlichen Erschießungen durch die [[Rote Armee]].&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Lang, 150 Jahre Lazarfeld: 1800-1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat (München 1972), S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[jugoslawische Volksbefreiungsarmee]] rückte im Oktober 1944 nach und erklärte die Banater Schwaben zu [[Faschist]]en, [[Verrat|Verrätern]] und [[Kriegsverbrecher]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SD&amp;quot; /&amp;gt; Das Vermögen, Haus und Hof wurden meist an treue jugoslawische Partisanen verteilt. Zahlreiche Männer wurden liquidiert, Frauen in [[Sibirien|sibirische]] [[Gulag|Arbeitslager]] verschleppt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SD&amp;quot; /&amp;gt; Andere wurden in streng bewachten Dörfern zusammengetrieben, bei unzureichender [[Ernährung]] und einer hohen [[Sterblichkeitsrate]]. 308 Lazarfelder starben im [[Knićanin#Lager Rudolfsgnad|Lager Rudolfsgnad]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SD&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem Jugoslawien im April 1948 die letzten Lager auflöste, flüchteten die verbliebenen Lazarfelder ins Ausland. Insgesamt gelangten so 1238 Lazarfelder nach [[Westdeutschland]], 204 nach [[Österreich]], 83 in die [[USA]] und 51 nach [[Kanada]]. Nur 18 blieben in Jugoslawien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swabiantrek.com/?page_id=513 &amp;#039;&amp;#039;Lazarfeld in the Banat (1800-1950).&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 1. Dezember 2015 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung siedelten die jugoslawischen Behörden Bauern aus [[Bosnien]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/In-Lazarevo-stehen-alle-hinter-Ratko-Mladic-/story/15333511 &amp;#039;&amp;#039;In Lazarevo stehen alle hinter Ratko Mladic.&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 4. Dezember 2015 (deutsch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lazarevo heute (2011–heute) ===&lt;br /&gt;
Am 26. Mai 2011 verhafteten serbische Sicherheitskräfte [[Ratko Mladić]] in Lazarevo, der sich hier unter dem Namen Milorad Komadić im Haus eines Verwandten versteckt hielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORFDNA&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.orf.at/stories/2060447/ | titel=Sender: DNA-Probe bestätigt Identität |werk=[[ORF]] |datum=2011-05-26|sprache=de|zugriff=2011-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für einen daraufhin von der [[Srpska Radikalna Stranka|Serbischen Radikalen Partei]] im Stadtparlament von [[Zrenjanin]] eingebrachter Antrag, den Ort in &amp;#039;&amp;#039;Mladićevo&amp;#039;&amp;#039; umzubenennen, stimmten am 2. Juni 2011 23 von 67 [[Abgeordnete]]n. Damit war der Antrag abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[B92]]: [http://www.b92.net/info/vesti/index.php?yyyy=2011&amp;amp;mm=06&amp;amp;dd=02&amp;amp;nav_category=12&amp;amp;nav_id=516208 Lazarevo ipak neće biti Mladićevo (serbisch)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Follath: &amp;#039;&amp;#039;Ein charismatischer Massenmörder&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Die Zeit]], Nr. 37, 31. August 2023, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohner ==&lt;br /&gt;
* 1869: 1.508&amp;lt;ref name=&amp;quot;Budapest_1912_848&amp;quot;&amp;gt;Magyar statisztikai közlemények, A Magyar Szent Korona országainak 1910. Évi népszámlálása. Élső Rész. A népesség főbb adatai községek és népesebb puszták, telepek szerint (Budapest, 1912) S. 848.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1880: 1.581&amp;lt;ref name=&amp;quot;Budapest_1912_848&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1890: 1.989&amp;lt;ref name=&amp;quot;Budapest_1912_848&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1900: 1.813&amp;lt;ref name=&amp;quot;Budapest_1912_848&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1910: 1.901&amp;lt;ref name=&amp;quot;Budapest_1912_848&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1961: 3.313&lt;br /&gt;
* 1971: 3.430&lt;br /&gt;
* 1981: 3.480&lt;br /&gt;
* 1991: 3.450&lt;br /&gt;
* 2002: 3.300&lt;br /&gt;
* 2011: 2.879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Nenad Bjeković (* 1947), jugoslawischer Fußballer&lt;br /&gt;
* [[Jovica Simanić]] (* 1965), jugoslawischer Fußballer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Eisler: &amp;#039;&amp;#039;Monographie der Gemeinde Lázárföldje 1800–1900.&amp;#039;&amp;#039; Groß-Becskerek, 1900.&lt;br /&gt;
* Josef Kühn: &amp;#039;&amp;#039;Familienbuch der katholischen Pfarrgemeinde Lazarfeld im Banat und ihrer Filialen Klek und Jankahid.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag des Autors, 2004.&lt;br /&gt;
* Lorenz Lang, &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Lazarfeld: 1800–1950. Die Geschichte einer deutschen Gemeinde im Banat&amp;#039;&amp;#039;, München, 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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