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	<title>Lavina nera - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Surselva Trun.jpg|mini|[[Trun GR|Trun]], ehemals ein Zentrum der Lavina nera]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lavina nera&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lavina naira&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[rätoromanisch]] für &amp;#039;&amp;#039;schwarze Lawine&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Begriff aus der politischen Geschichte des Schweizer [[Kanton Graubünden|Kantons Graubünden]]. Vermutlich wurde er in [[Chur]] geprägt, das das Ziel der «Lawine» war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Er bezeichnet die für über ein Jahrhundert lang dauernde konservative Vormachtstellung der überwiegend [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] [[Surselva]] bei Wahlen in den [[Grosser Rat (Graubünden)|Grossen Rat]] und den [[Regierungsrat des Kantons Graubünden|Regierungsrat]]. Dabei unterstützten die katholischen Dörfer des Oberlandes regelmässig mit Mehrheiten von über 90 Prozent die Kandidaten der [[Christlichdemokratische Volkspartei|Christlichdemokratischen Volkspartei]]. Obwohl letztere in weiten Gebieten des Kantons nicht oder kaum präsent war, reichte die Unterstützung der Surselva zumeist für zwei Mitglieder in der siebenköpfigen Kantonsregierung. In den 1950er und 1960er Jahren stellte die Konservativ-Christlichsoziale Partei weit über 40 Prozent der zu Wählenden. Parteitreue und -disziplin sowie ein geschlossener Besuch der Sonntagsmesse führten zu einer hohen Wahlbeteiligung von über 90 Prozent. Da in der Regierung und im Parlament in Chur die konfessionelle Mehrheit der Surselva in der Minderheit war, war diese konservative Machtdemonstration die einzige Möglichkeit, sich durch ihre politischen Vertreter den regionalen Anliegen in Chur und Bern Gehör zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Plattform für die Partei diente die 1857 in Disentis gegründete &amp;#039;&amp;#039;[[Gasetta Romontscha]]&amp;#039;&amp;#039;, in der konservative Redaktoren und Vertreter des [[Klerus]] mit Ratschlägen und Empfehlungen zu Wort kamen; die Namen der zu Wählenden wurden prominent auf der Frontseite platziert. Jedes Abweichen von der Parteilinie galt als schädlich und verräterisch.&amp;lt;ref&amp;gt; Capaul, &amp;#039;&amp;#039;Wie die «schwarze Lawine» aus der Surselva funktionierte,&amp;#039;&amp;#039; S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Decurtins Caspar.jpg|mini|hochkant|Caspar Decurtins, &amp;lt;br/&amp;gt; der «Löwe von Trun»]]&lt;br /&gt;
Die konservative Ära begann 1877 an der Landsgemeinde von [[Disentis/Mustér|Disentis]]. Da weder der bisherige konservative Kandidat noch der neue liberale Anwärter ein Stimmenmehr auf sich vereinigen konnten, stellte sich der 22-jährige Hochschulstudent [[Caspar Decurtins]] (1855–1916) zur Wahl und wurde gewählt. Er gilt als Begründer der katholischen-konservativen Dominanz in der [[Cadi]], die gleichzeitig das Ende des katholischen Liberalismus bedeutete. Der Abschluss der Restauration des gefährdeten [[Kloster Disentis|Klosters Disentis]] und die darauf folgende Gründung einer Klosterschule festigten die konservative Machtstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt der Bewegung war der partielle Sieg im [[Bündner Lehrmittelstreit (1900)|Bündner Lehrmittelstreit]] Ende des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedergang ==&lt;br /&gt;
Der Niedergang der mit diesem Begriff verbundenen Bewegung begann nach dem [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzil]] (1962–65). Das konservative Vormachtsdenken wurde zunehmend vom Individualismus in Staat, Kirche und Gesellschaft abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Capaul, &amp;#039;&amp;#039;Wie die &amp;quot;schwarze Lawine&amp;quot; aus der Surselva funktionierte,&amp;#039;&amp;#039; S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Tendenz wurde durch die wirtschaftliche Erstarkung der Surselva verstärkt; die politische Konkurrenz wuchs. Abnehmende Bindung an die Kirche und Abwanderung führten dazu, dass der Anteil der CVP am kantonalen Elektorat im Verlauf der 1970er und 1980er Jahre schrittweise abnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|8084|Surselva|Autor=Adolf Collenberg&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1991 verlor die CVP Graubünden einen Sitz an die SP und 1998 die Surselva ihren traditionellen Sitz in der Kantonsregierung an die gleiche Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
*[http://www.cvp-gr.ch/upload/cms/user/Festschrift100JahreCVPGraubnden.pdf &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre CVP Graubünden&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 642&amp;amp;nbsp;kB), Festschrift, S. 32 ff.&lt;br /&gt;
*[http://www.fraubuenden.net/autorinnen/band_2.htm#vo%20Berther Buch mit Themabezug auf fraubünden.net]&lt;br /&gt;
*[https://www.e-lir.ch/e-LIR___Lexicon.801.450.0.html Eintrag zu politischen Farben] im [[Lexicon istoric retic]]&lt;br /&gt;
*Capaul, Giusep: &amp;#039;&amp;#039;Wie die «schwarze Lawine» aus der Surselva funktionierte. Erinnerungen an einst und jüngst vergangene Zeiten,&amp;#039;&amp;#039; in: Bündner Kalender 162, 2003, S.  89–93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Kanton Graubünden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Kanton Graubünden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Kanton Graubünden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Surselva]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rätoromanische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlichdemokratische Volkspartei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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