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	<title>Lautwandel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:07:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lautwandel&amp;diff=271930&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-01-16T06:29:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lautwandel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Veränderung von Lauten nach bestimmten Regeln. Historischer Lautwandel stellt eine Art des [[Sprachwandel]]s dar, die darin besteht, dass die [[Aussprache]] von [[Laut]]en mit der Zeit geändert wird. Synchroner Lautwandel ist die Veränderung von Lauten z.&amp;amp;nbsp;B. aufgrund des Zusammentretens unterschiedlicher sprachlicher Segmente. Dabei kann die Sprache auf der Ebene der Lautäußerung ([[Phonetik]]) oder des Sprachsystems (in diesem Fall der Ebene der [[Phonologie]]) betroffen sein. Wenn Lautwandel ganze Gruppen von artikulatorisch verwandten Lauten betrifft, ist oft von [[Lautverschiebung]] die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Beispiel aus dem Deutschen ==&lt;br /&gt;
Als Beispiel für einen Lautwandel kann man sich die Aussprache des Wortes „Maus“ ansehen: Noch im [[Mittelhochdeutsche Sprache|Mittelhochdeutschen]] sprach man es {{IPA|[mu:s]}} aus, also mit einem einfachen, langen [[Vokal]] wie unser heutiges Wort „(das) Mus“. Wie in vielen anderen Wörtern ist aus diesem einfachen Vokal ([[Monophthong]]) in unserem gegenwärtigen Deutschen ein Doppelvokal ([[Diphthong]]) {{IPA-Text|[aʊ̯]}} geworden; das Wort lautet {{IPA-Text|[maʊ̯s]}}. Da hier aus einem einfachen Vokal ein Doppelvokal wurde, heißt dieser Vorgang auch [[Diphthongierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten des Lautwandels ==&lt;br /&gt;
=== Synchroner und diachroner Lautwandel, Sprachkontakt ===&lt;br /&gt;
[[Synchronie|Synchroner]] Lautwandel erfolgt ausgelöst durch die Kombination und Wechselwirkung verschiedener sprachlicher Segmente untereinander (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Umlaut]], [[Ablaut]], [[Vokalharmonie]], [[Assimilation (Phonologie)|Assimilation]], [[Synkope (Sprachwissenschaft)|Synkope]], [[Metathese (Phonetik)|Metathese]] etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Diachron]]er (Historischer) Lautwandel ist die Veränderung lautlicher Eigenschaften sprachlicher Segmente im Laufe der Zeit und dessen Ausbreitung im Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historischer Lautwandel erfolgt innerhalb eines Sprachgebiets in der Regel nach denselben Gesetzen wie der synchrone Lautwandel oder stellt dessen Verfestigung oder Weiterführung dar. Dabei ist das Aufeinandertreffen von Sprechern unterschiedlicher sprachlicher Varietäten ([[Ideolekt]]e, [[Soziolekt]]e, [[Dialekt]]e oder sogar nichtverwandter Sprachen) ein begünstigender Faktor für Lautwandel (s. [[Sprachkontakt]]), wohingegen geographische Isolation ([[Island]], [[Kaukasus]], [[Neuguinea]]) den Sprachwandel verlangsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phonetischer und phonologischer Lautwandel ===&lt;br /&gt;
Lautwandel kann die lautlichen Eigenschaften der [[Sprachlaut]]e betreffen, ohne dass deshalb die Unterscheidbarkeit eines Wortes von einem anderen beeinträchtigt ist; dies wäre ein rein phonetischer (= lautlicher) Wandel. Er kann aber auch die Unterscheidbarkeit von Wörtern aufheben; in diesem Fall ist das phonologische System der Sprache betroffen. Man muss also unterscheiden, ob ein Lautwandel sich als ein phonetischer oder als ein phonologischer Wandel darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spontaner und kombinatorischer Lautwandel ===&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zudem zwischen dem spontanen und dem kombinatorischen Lautwandel. Als spontan werden jene bezeichnet, die unabhängig von der lautlichen Umgebung stattfinden. Kombinatorisch ist genau das Gegenteil und steht für einen umgebungsabhängigen Lautwandel (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Umlaut]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Arten können selbstverständlich auch synchron auftreten, wobei mancher empirisch beobachtbarer kombinatorischer oder spontaner Wandel wenig Beachtung findet, weil er normativ betrachtet als Versehen, Fehler oder [[Parole (Linguistik)|parole]]-Nuance erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für solchen synchronen kombinatorischen Lautwandel sind die Aussprache des Wortes &amp;#039;&amp;#039;fünf&amp;#039;&amp;#039; (hochsprachlich: {{IPA|[fyɱf]}}, gewandelt: {{IPA|[fymf, fympf]}}, [[Hyperkorrektur|hyperkorrekt]]: {{IPA|[fynf, fynɛf]}}) oder die lautliche Angleichung lateinischer Fremdwörter an deutsche phonetische Regeln (z.&amp;amp;nbsp;B. {{IPA|[ʃtˈa:tus]}} anstelle von {{IPA|[stˈatus, stˈa:tus]}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für solchen synchronen spontanen Lautwandel: Ausfall von Endkonsonanten in identischer phonologischer Umgebung (teilweise sogar bei ein und demselben Sprecher im selben Sprechsegment), wie &amp;#039;&amp;#039;nich&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;jetz&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;jetzt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;au&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;auch&amp;#039;&amp;#039;; Übergang von [[rhotisch]]em Auslautvokal in [[Tiefschwa]] und schließlich zu Vollvokal: &amp;#039;&amp;#039;aber&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[a:bɝ, a:bɚ, a:bɐ̯, a:ba, a:ba:]}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modelle zur Ausbreitung von Lautwandel ==&lt;br /&gt;
Die [[Junggrammatiker]] nahmen zunächst eine [[Ausnahmslosigkeit der Lautgesetze]] an, die jedoch weder einige Unregelmäßigkeiten noch die Frage des tatsächlichen Vonstattengehens der Ausbreitung von Lautwandel erklären konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Auseinandersetzung mit dieser Frage entstanden ausgehend von der [[Dialektologie]] zwei wesentliche aufeinander aufbauende Modelle für die Verbreitung von phonologischen Veränderungen im Sprachsystem. Dem ersten Modell ([[Wellentheorie (Linguistik)|Wellentheorie]]) zufolge breitet sich der Wandel phonologisch graduell aus: Alle Wörter einer bestimmten Wortklasse erleben gleichzeitig eine Veränderung des entsprechenden Lautes; diese springt aber nicht plötzlich von einem [[Phonem]] auf ein anderes um, sondern durchläuft eine schrittweise Annäherung an den Ziellaut. Diese lautliche Innovation breitet sich im Raum von einem Zentrum aus konzentrisch aus, wie eine Welle, die von einem ins Wasser geworfenen Stein erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Modell ([[Isoglosse]]ntheorie) besagt, dass sich die Veränderung nicht nur lautlich, sondern auch &amp;#039;&amp;#039;lexikalisch&amp;#039;&amp;#039; graduell ausbreitet, also von Wort zu Wort: Neben dem ursprünglichen Laut wird in einem bestimmten Wort allmählich ein neuer Laut benutzt und ersetzt mit der Zeit das alte Phonem vollständig. Dieser „Sprung“ geschieht erst in einem oder in einigen wenigen Wörtern und breitet sich mit der Zeit dann auf dem Wege der [[Analogie (Sprachwissenschaft)|Analogie]] auf alle Wörter mit vergleichbarer Lautung aus. Jedes betroffene Wort löst dabei zunächst eine ganz eigene „Welle“ aus, die sich unterschiedlich im Raum ausbreitet und erst später vereinheitlicht wird, bzw. sich zu einem [[Lautgesetz]] verfestigt. Dialektologische Isoglossenlandkarten zeigen eine Momentaufnahme dieses Prozesses und bestätigen diese Sichtweise auf den historischen Lautwandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mathematische Modelle zum Lautwandel ==&lt;br /&gt;
In der [[Quantitative Linguistik|Quantitativen Linguistik]] gibt es Versuche dazu, mathematische Modelle für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Lautwandel eintritt, zu entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://lql.uni-trier.de/index.php/Sound_change |text=Sound change |wayback=20151008182829}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie stützen sich auf [[George Kingsley Zipf]] und nehmen an, dass als Einflussfaktoren Produktions- und Perzeptionsaufwand eine entscheidende Rolle spielen. (Mit „Produktions- und Perzeptionsaufwand“ ist der Aufwand gemeint, den der Sprecher beziehungsweise der Hörer betreiben muss, um eine erfolgreiche Kommunikation zu sichern.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt ist die Frage, wie ein Lautwandel in der Zeit verläuft. In der Quantitativen Linguistik wird die Hypothese vertreten, dass Sprachwandel generell gesetzmäßig verlaufen, und zwar gemäß dem [[Piotrowski-Gesetz]]; dies sollte auch für Lautwandel zutreffen. Der Nachweis ist für frühere Zeiten nicht leicht zu führen, da man ausschließlich auf schriftliche Texte angewiesen ist. Nimmt man ersatzweise die schriftliche Wiedergabe von Lauten oder einzelnen Lauteigenschaften (etwa die Länge der Vokale), so lässt sich in Einzelfällen zeigen, dass deren Änderungen dem angegebenen Sprachgesetz folgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Spracherwerb, Sprachwandel und Wortschatzwachstum in Texten. Zur Reichweite des Piotrowski-Gesetzes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glottometrics&amp;#039;&amp;#039; 6, 2003, S. 9–34 (PDF [https://www.ram-verlag.eu/wp-content/uploads/2018/08/g6zeit.pdf#page=12 Volltext]), S. 24 wird der Schreibwandel des Vokals [a]/[e] in Wörtern des Typs „Gäste/Geste“ sowie S. 25 die schriftliche Kennzeichnung der Vokallänge in Texten des 15. - 18. Jahrhunderts modelliert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiedliche Lautwandelprozesse ==&lt;br /&gt;
Faktoren, die Lautwandel verursachen, begünstigen bzw. beeinflussen, sind:&lt;br /&gt;
* [[Metathese (Phonetik)|Metathese]] (Vertauschen zweier Segmente)&lt;br /&gt;
** Kontaktmetathese (Segmente nebeneinander; Beispiel: [[Deutsche Sprache|dt.]] &amp;#039;&amp;#039;Frosch&amp;#039;&amp;#039;, [[Niederdeutsche Sprache|nds.]] &amp;#039;&amp;#039;Forsch&amp;#039;&amp;#039; (&amp;lt;r&amp;gt; und &amp;lt;o&amp;gt; vertauscht))&lt;br /&gt;
** Fernmetathese (Segmente nicht nebeneinander; Beispiel: {{ospS|parabla}} → {{esS|palabra}} (&amp;lt;r&amp;gt; und &amp;lt;l&amp;gt; vertauscht))&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sequentielle Veränderungen:&lt;br /&gt;
* [[Assimilation (Phonologie)|Assimilation]]&lt;br /&gt;
* [[Dissimilation (Phonologie)|Dissimilation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silbenstrukturveränderung:&lt;br /&gt;
* [[Resyllabierung]] (Verschiebung der Silbengrenze)&lt;br /&gt;
* Prothese (Hinzufügung von Segmenten)&lt;br /&gt;
** [[Prothese (Linguistik)|Prothese]] (Anfügung vorne)&lt;br /&gt;
*** Konsonantenprothese (Beispiel: lat. &amp;#039;&amp;#039;proesse&amp;#039;&amp;#039; → lat. &amp;#039;&amp;#039;prodesse&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
*** Vokalprothese (Beispiel: [[Klassisches Latein|lat]]. &amp;#039;&amp;#039;scola&amp;#039;&amp;#039; → span. &amp;#039;&amp;#039;escuela&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** [[Fugenlaut|Epenthese]] (mittige Einfügung)&lt;br /&gt;
*** [[Anaptyxe]] (&amp;#039;&amp;#039;Sprossvokal&amp;#039;&amp;#039;; Beispiel: [[Altlatein|altlat]]. &amp;#039;&amp;#039;saeclum&amp;#039;&amp;#039; → lat. &amp;#039;&amp;#039;saeculum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
*** Konsonantische Epenthese (Beispiel: &amp;lt;n&amp;gt; in &amp;#039;&amp;#039;afrikanisch&amp;#039;&amp;#039; (zur leichteren Aussprache statt des eigentlich regelgerechten &amp;#039;&amp;#039;afrikaisch&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt; Afrika + [[Adjektiv#Semantik|-isch]]))&lt;br /&gt;
** [[Epithese (Linguistik)|Epithese]] oder [[Paragoge]] (Anfügung hinten)&lt;br /&gt;
*** Konsonantenepithese (Beispiel: [[Mittelhochdeutsch|mhd]]. &amp;#039;&amp;#039;nieman&amp;#039;&amp;#039; → [[Neuhochdeutsch|nhd]]. &amp;#039;&amp;#039;niemand&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
*** Vokalepithese (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;ward&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;wurde&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Elision]] oder Deletion (Tilgung von Segmenten)&lt;br /&gt;
** [[Prokope]] (Tilgung vorne)&lt;br /&gt;
** [[Synkope (Sprachwissenschaft)|Synkope]] (mittige Tilgung)&lt;br /&gt;
** [[Apokope (Sprachwissenschaft)|Apokope]] (Tilgung hinten)&lt;br /&gt;
** [[Haplologie]] (Tilgung einer von zwei identischen Lautgruppen)&lt;br /&gt;
* Speziell bei konsonantischem Silbenanlaut:&lt;br /&gt;
** [[Koaleszenz (Sprachwissenschaft)|Koaleszenz]]/Konsonantenfusion/Konsonantenkontraktion&lt;br /&gt;
** [[Halbvokal]]isierung (Überführung eines bestimmten Segments zu [j], [ɥ] oder [w])&lt;br /&gt;
* Speziell bei vokalischem Silbenanlaut:&lt;br /&gt;
** [[Kontraktion (Linguistik)|Kontraktion]]/Synärese/Synizese (Zusammenziehung zweier Laute zu einem Laut)&lt;br /&gt;
** Vokalkontraktion (Reduktion zweier Vokale auf einen einzigen (meist langen) Vokal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lautwandel und sein Bezug zum Sprachsystem ==&lt;br /&gt;
Zwischen Lautwandel und [[Bedeutungswandel]] kann eine Wechselwirkung bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem kann der Lautwandel im Laufe der Zeit das gesamte grammatische System einer Sprache beeinflussen, nämlich dann, wenn ursprünglich unterschiedliche Lautformen nach dem Lautwandel nicht mehr zu unterscheiden sind. Dies wird in aller Regel weitere Änderungen im Sprachsystem nach sich ziehen, damit die Kommunikation in der Sprachgemeinschaft aufrechterhalten bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lautwandel und Schriftsprache ==&lt;br /&gt;
Durch die [[geschriebene Sprache]] ergeben sich weitere Wechselwirkungen mit Erscheinungen des Lautwandels, zum Beispiel durch die einheitliche [[Orthographie]] und die regional unterschiedlichen Weisen, die damit verschrifteten Worte auszusprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriftsprache kann vereinheitlichend und sprachwandelhemmend wirken, indem sie einen Standard etabliert, nach dem die Sprecher einer Sprache sich zu richten versuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei kann es jedoch auch zu Fehlinterpretationen und sog. [[Hyperkorrektur|Hyperrkorrektheiten]] kommen: z.&amp;amp;nbsp;B. kommt es bei Sprechern des [[Bayrische Sprache|Bairischen]] gelegentlich zur Fehlinterpretation des unbetonten e-Lauts in Endsilben (wie in &amp;#039;&amp;#039;haben&amp;#039;&amp;#039;), der nach der Orthographie einen reduzierten [[Schwa|Schwa-Laut]] bezeichnen soll. Da im Bayrischen dieser Vokal vollkommen entfällt (&amp;#039;&amp;#039;habm&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ham&amp;#039;&amp;#039;), wird angenommen, dass hier in der Hochsprache ein volles e artikuliert werden soll und es entsteht in der bayrischen Variante des Hochdeutschen ein hyperkorrektes &amp;#039;&amp;#039;habén&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige Hyperkorrektheiten können ihrerseits wieder einen neuen Lautwandel in Gang setzen, sobald sie sich ausbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Schriftsprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lautverschiebung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Norbert Boretzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die historische Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1977, ISBN 3-499-21108-4, S. 79 ff.&lt;br /&gt;
* Hans Henrich Hock: &amp;#039;&amp;#039;Principles of Historical Linguistics.&amp;#039;&amp;#039; Mouton de Gruyter, Berlin und New York (2. Aufl.) 1991, ISBN 3-11-012962-0, S. 34–166.&lt;br /&gt;
* Henry M. Hoenigswald: &amp;#039;&amp;#039;Language Change and Linguistic Reconstruction.&amp;#039;&amp;#039; University of Chicago Press, Chicago/London 1960, {{OCLC|306963}}.&lt;br /&gt;
* Winfred P. Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die historische Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung von Rudolf Freudenberg. Winter, Heidelberg 1969, {{DNB|457383658}}, S. 129&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4034779-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4034779-5|LCCN=sh87003526}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwandel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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