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	<title>Lautscher Spitze - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lautscher_Spitze&amp;diff=2227687&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW am 8. Mai 2024 um 10:59 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lautscher Spitze Badlhoehle.JPG|mini|500px|Lautscher Spitze aus der Großen Badlhöhle]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lautscher Spitzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind aus Knochen gefertigte [[Speer]]spitzen, die für Teile des [[Aurignacien]]s in der jüngeren [[Altsteinzeit]] charakteristisch sind. Sie sind nach dem Fundorte in der Boček-Höhle (früher Fürst-Johannes-Tropfsteinhöhle) von Lautsch, heute [[Mladeč]], in [[Tschechien]] benannt und werden auch &amp;quot;Mladečer Spitzen&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Vorkommen ist vereinzelt im Mittel[[paläolithikum]] ([[Vogelherdhöhle]], [[Mauerner Höhlen]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hahn&amp;quot;/&amp;gt; Große Grotte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner&amp;quot;/&amp;gt; bei [[Blaubeuren]]) allgemeiner jedoch erst im Jungpaläolithikum, besonders im Aurignacien belegt. Typisch sind sie für das [[Olschewien]] (33.000–26.000 v.&amp;amp;nbsp;Chr.),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayer&amp;quot;/&amp;gt; der östlichsten [[Fazies]] des ältesten Aurignacien. Ihr Verbreitungsgebiet ist Ost-, Mittel- und Westeuropa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lautscher Spitzen können aus [[Elfenbein]], [[Geweih]] oder Knochen gefertigt sein. Sie haben eine solide, nicht gespaltene Basis und erreichen bis zu 45&amp;amp;nbsp;cm Länge. Sie wurden als [[Speer]]- oder Lanzenspitzen verwendet. Ihr Querschnitt ist meist flachoval, fast rechteckig. Die Schäftung erfolgte in das Stirnende des [[Schäftung (Archäologie)|Schaftes]] durch Einstecken in ein Loch (Tülle) und Fixierung durch [[Birkenpech]], Teer und/oder Lederstreifen. Die Spitzen wurden auch seitlich an den Schaft gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleineren, meist nur wenige Zentimeter langen Knochenspitzen dieser Zeit wurden vielleicht als [[Pfeilspitze]]n verwendet. Das würde bedeuten, dass Pfeil und Bogen bereits vor mehr als 30.000 Jahren erfunden wurden, dies gilt aber nicht als gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herstellungsprozess begann mit dem Zerkleinern des Rohmaterials auf die gewünschte Länge, wobei auch die Basispartie schräg zugehauen wurde. Durch Schnitzen, Schaben und Schleifen wurde das Halbfabrikat in die endgültige Form gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lautscher Spitzen waren nur relativ kurze Zeit in Gebrauch. Sie wichen spätestens im [[Mesolithikum]] den komplizierteren, mit Widerhaken bestückten Spitzen, die einteilig gezähnte Spitzen hatten oder als Fisch- und Vogelspeere speziellen Zwecken dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
In Österreich wurde 1837 in der [[Badlhöhle|Großen Badlhöhle]] bei [[Peggau]] eine solche Spitze gefunden, konnte aber erst viel später zeitlich richtig eingeordnet werden. Aus der [[Tischofer Höhle]] in Tirol und dem [[Lieglloch]] bei [[Tauplitz]] stammen weitere Funde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde 1870 in der Höhle Wildhaus, nahe der [[Wildscheuerhöhle]] in [[Hessen]], eine 40,5&amp;amp;nbsp;cm lange Lautscher Spitze aus Mammutknochen gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mwnh&amp;quot;/&amp;gt; Der Fund löste Diskussionen um das damals noch umstrittene Zusammentreffen von [[Mammuts]] und Menschen in Europa aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Uschowa-Höhle ([[Potočka zijavka]]) in [[Slowenien]] wurden in den 1920er Jahren 128 Knochenspitzen und Fragmente gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brodar&amp;amp;Bayer&amp;quot;/&amp;gt; Sie werden als Lautscher Spitzen vom „Typ der Potočka-Höhle“ oder „Olševatyp“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brodar&amp;quot;/&amp;gt; Nach diesen Funden ist das Olschewien als eine der frühesten Kulturen des Jungpaläolithikums in Mitteleuropa benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Fundort ist die [[Istállós-kő-Höhle]] im [[Bükk]]gebirge bei Provo Heves ([[Ungarn]]). Hier wurden ebenfalls verschiedene Steingeräte und Knochenspeerspitzen aus dem Aurignacien gefunden. Die untere Fundschicht enthielt etwa 50 Speerspitzen, bei denen die Basis gespalten war. Diese Fundgattung wird [[Aurignacspitze]] genannt. Die obere Schicht, ebenfalls aus dem Aurignacien, enthielt nur Spitzen mit massiver Basis, die Lautscher Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Emil Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Steinzeit&amp;#039;&amp;#039;. München 1999, S.&amp;amp;nbsp;232. ISBN 3-406-42125-3&lt;br /&gt;
* [[Joachim Hahn (Prähistoriker)|Joachim Hahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Erkennen und Bestimmen von Stein- und Knochenartefakten – Einführung in die Artefaktmorphologie&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;333–335, Verlag Archaeologica Venatoria, Tübingen 1991, ISBN 3-921618-31-2&lt;br /&gt;
* Gerd Albrecht, Joachim Hahn, Wolfgang G. Torke: &amp;#039;&amp;#039;Merkmalanalyse von Geschoßspitzen des mittleren Jungpleistozäns in Mittel- und Osteuropa&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Archaeologica Venatoria, Tübingen 1972, ISBN 3-17-229011-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner&amp;quot;&amp;gt;E. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelpaläolithikum der Großen Grotte bei Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis).&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;58–59, Konrad Theiss Verlag Stuttgart 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayer&amp;quot;&amp;gt;J. Bayer: &amp;#039;&amp;#039;Die Olschewakultur, eine neue Fazies des Schmalklingenkulturkreises in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Eiszeit und Urgeschichte, 6, S.&amp;amp;nbsp;83–100, Leipzig 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brodar&amp;amp;Bayer&amp;quot;&amp;gt;Srečko Brodar, J. Bayer: &amp;#039;&amp;#039;Die Potočka zijalka, eine Hochstation der Aurignacschwankung in den Ostalpen.&amp;#039;&amp;#039; Praehistorica, l, S.&amp;amp;nbsp;1–13, Wien 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brodar&amp;quot;&amp;gt;Srečko Brodar, [[Mitja Brodar]]: &amp;#039;&amp;#039;Potočka zijalka. Visokoalpska Postaja Aurignacienskih Lovcev.&amp;#039;&amp;#039; Slovenska akademija znanosti in umetnosti, Ljubljana 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;mwnh&amp;quot;&amp;gt;[https://www.mwnh.de/samm040.html Die Sammlung aus Steeden], Museum Wiesbaden, Naturhistorische Landessammlung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hahn&amp;quot;&amp;gt;J. Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Erkennen und Bestimmen von Stein- und Knochenartefakten&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;333–335, Verlag Archaeologica Venatoria, Tübingen 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Jungpaläolithikum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knochenprodukt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aurignacien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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