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	<title>Laurophyllisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T00:55:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laurophyllisierung&amp;diff=945916&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: Formatierung</title>
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		<updated>2025-11-25T23:54:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laurophyllisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Laurophyllisation) bezeichnet den Prozess der [[Ausbreitung (Biologie)|Ausbreitung]] [[Immergrüne Pflanzen|immergrüner]] [[Laubbäume|Laubgehölze]] (englisch &amp;#039;&amp;#039;evergreen broad-leaved vegetation&amp;#039;&amp;#039;) in [[Sommergrüner Laubwald|laubwerfenden]] Wäldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Laurophyllisierung leitet sich vom [[Vegetation]]styp des [[Lorbeerwald]]es, genauer von der namensgebenden Familie desselben, den [[Lorbeergewächse|Lorbeergewächsen (Lauraceae)]], ab. Im engeren Sinne stehen deshalb auch [[Laurophyllie|Laurophylle]] als charakteristische Arten im Fokus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Laurophyllisierung stellt einen [[Biom]]wandel dar, da sich das Artenspektrum und damit die Vegetationsstruktur ausgehend von einem [[Sommergrüner Laubwald|sommergrünen Laubwald]] hin zu einem immergrünen [[Lorbeerwald]] verschiebt. Der Prozess wird als sogenannter „Fingerprint“ der [[Globale Erwärmung|Globalen Erwärmung]] gedeutet, also als [[Ökologie|ökologische]] Auswirkung der Erderwärmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Das Phänomen der Laurophyllisierung wurde zuerst am Ende der [[1980er]] Jahre für die Region [[Insubrien]] ([[Kanton Tessin|Tessin]]) beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gianoni, Carraro 1988&amp;quot;&amp;gt;Gianoni, Carraro, Klötzli (1988): Thermophile, an laurophyllen Pflanzenarten reiche Waldgesellschaften im hyperinsubrischen Seenbereich des Tessins. Berichte des Geobotanischen Instituts der ETH, Stiftung Rübel, Zürich 54, S. 164–180.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es zeigte sich der oben beschriebene Wandel der Vegetation durch Hinzutreten immergrüner Laubgehölze. Auch weiterhin konzentriert sich die Forschung auf diese Region (siehe zum Beispiel&amp;lt;ref&amp;gt;Klötzli, Walther, Carraro, Grundmann (1996): Anlaufender Biomwandel in Insubrien. Verhandlungen der Gesellschaft für Ökologie, Bd. 26, S. 537–550.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carraro, Gianoni, Mossi, Klötzli, Walther (2001): Observed changes in vegetation in relation to climate warming. In: Burga, Kratochwil (Hrsg.): Biomonitoring, S. 195–205.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Walther (2002): Weakening of climatic constraints with clobal warming and its consequences for evergreen broad-leaved species. Folia Geobotanica 37, S. 129–139.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Berger, Walther (2006): Distribution of evergreen broad-leaved woody species in Insubria in relation to bedrock and precipitation. Botanica Helvetica 116, S. 65–77.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Wenige andere Studien befassen sich außerhalb Insubriens mit der Laurophyllisierung, was wohl an den eng abgegrenzten [[Standort (Ökologie)|Standortbedingungen]] bzw. [[Klima]]bedingungen liegt, auf die Laurophylle angewiesen und die weltweit nur auf relativ kleine Gebiete beschränkt sind. Ein Beispiel für eine deutsche Studie findet sich in Dierschke (2005)&amp;lt;ref&amp;gt;Dierschke (2005): Laurophyllisation – auch eine Erscheinung im nördlichen Mitteleuropa? Zur aktuellen Ausbreitung von Hedera helix in sommergrünen Laubwäldern. Berichte der [[Reinhold-Tüxen-Gesellschaft]] 17, S. 151–168.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Des Weiteren befasst(e) man sich an der [[Universität Köln]] (für die Region [[Rheinland]]) und [[Universität Bochum]] (für die Region [[Ruhrgebiet]]) im weiteren Sinne mit diesem Thema. Dem hinzuzufügen ist, dass auf der französischen Seite des Oberrheingrabens in [[Munchhausen]] erste Signale eines laurophyllen Vegetationswandels beschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Christophe Neff: &amp;#039;&amp;#039;Naturkundliche Beobachtungen in Munchhausen (Frankreich) Sauerdelta und Laurophyllisation in Munchhausen.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Vogt et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Karlsruhe, Stadt und Region. Ein Landeskundlicher Führer zu bekannten und unbekannten Exkursionszielen&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe, Regionalwissenschaftlicher Fachverlag, 2007, Seiten, 201 – 215, ISBN 978-3-9811189-2-6.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung (in Insubrien) ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden soll kurz der Ablauf des Laurophyllisierungsprozesses am Beispiel Insubriens dargestellt werden&amp;lt;ref&amp;gt;Walther (2001): Laurophyllisation - a sign of a changing climate?. In: Burga, Kratochwil (Hrsg.): Biomonitoring, S. 207–223.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Schon vor 1900 wurden entsprechende Arten in die Region eingeführt und in Gärten kultiviert. Dabei kam es allerdings zunächst zu keiner natürlichen [[Verjüngung (Biologie)|Verjüngung]].&lt;br /&gt;
# In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gab es wenige isolierte freiwachsende Individuen. Diese Vorkommen waren auf azonale (geschützte) Orte in der [[Südschweiz]] beschränkt.&lt;br /&gt;
# Mitte des letzten Jahrhunderts wurden die ersten Naturverjüngungen in Gärten beobachtet.&lt;br /&gt;
# In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnten zunehmend freiwachsende Individuen nachgewiesen werden. Verjüngung fand nun auch in der freien Natur statt und die Vorkommen waren nicht mehr isoliert. Zunächst nur in der [[Strauchschicht]] vertreten, wuchsen Laurophylle im letzten Jahrzehnt zunehmend auch in die [[Baumschicht]] ein.&lt;br /&gt;
# Heute ist eine [[Nachhaltigkeit|nachhaltige]] Ausbreitung und die Bildung laurophyll-[[Dominanz (Ökologie)|dominierter]] Bestände (zumindest in der Strauchschicht) zu verzeichnen. Inzwischen hat die Laurophyllisierung auch in der Nordschweiz Einzug gehalten, wenn auch mit (noch) wenigen Individuen und Arten.&lt;br /&gt;
# Für die Zukunft wird nicht mit einer [[Stagnation]] oder gar mit einem Rückgang gerechnet, sondern mit der Ausbildung weiterer dominierter Bestände. Außerdem wird eine räumliche Ausdehnung des Laurophyllisierungsprozesses erwartet. Vorhersagen&amp;lt;ref&amp;gt;Carraro, Gianoni, Mossi (1999): Climatic influence on vegetation changes: a verification on regional scale of the laurophyllisation. In: Klötzli, Walther (Hrsg.): Recent shifts in vegetation boundaries of deciduous forests, especially due to general global warming, S. 31–51.&amp;lt;/ref&amp;gt; benennen Teile [[Istrien]]s, einige Hanglagen der [[Apenninen]], den Streifen entlang der Küste des [[Golf von Biskaya]] und den Südwesthang des [[Kaukasus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beteiligte Arten ==&lt;br /&gt;
Einheimische laurophylle Arten sind zum Beispiel: [[Gewöhnlicher Liguster]] (&amp;#039;&amp;#039;Ligustrum vulgare&amp;#039;&amp;#039; L.), [[Rostblättrige Alpenrose]] (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron ferrugineum&amp;#039;&amp;#039; L.), [[Gewöhnlicher Buchsbaum]] (&amp;#039;&amp;#039;Buxus sempervirens&amp;#039;&amp;#039; L.) und [[Europäische Stechpalme]] (&amp;#039;&amp;#039;Ilex aquifolium&amp;#039;&amp;#039; L.). Teilweise werden auch [[Nadelbaum|Nadelbäume]], wie [[Wacholder]] (&amp;#039;&amp;#039;Juniperus&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Eiben]] (&amp;#039;&amp;#039;Taxus&amp;#039;&amp;#039;) einbezogen (immergrün). Wichtige gebietsfremde Arten sind u.&amp;amp;nbsp;a. [[Kampferbaum]] (&amp;#039;&amp;#039;Cinnamomum camphora&amp;#039;&amp;#039; L.), [[Glanz-Liguster]] (&amp;#039;&amp;#039;Ligustrum lucidum&amp;#039;&amp;#039;), [[Echter Lorbeer]] (&amp;#039;&amp;#039;Laurus nobilis&amp;#039;&amp;#039; L.), [[Lorbeerkirsche]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus laurocerasus&amp;#039;&amp;#039; L.) sowie die [[Chinesische Hanfpalme]] (&amp;#039;&amp;#039;Trachycarpus fortunei&amp;#039;&amp;#039; (Hook.) H.Wendl.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Als ursächlich für das zunehmende Vorkommen immergrüner Laubgehölze (in Insubrien) werden zwei Möglichkeiten genannt:&lt;br /&gt;
# Vorhandensein einer unbesetzten Nische: Das Gebiet Insubrien ist traditionelles [[Verbreitungsgebiet]] des Lorbeerwaldes, das allerdings nach dem Ende des [[Pleistozän]]s nicht wiederbesetzt wurde – bis heute&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gianoni, Carraro 1988&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Klimawandel: Durch klimatische Veränderungen in Insubrien (gestiegene Mittel- und Extremtemperaturen) wird der Biomwandel gefördert&amp;lt;ref&amp;gt;Walther (2001): Climatic forcing on the dispersal of exotic species. Phytocoenologia 30, S. 409–430.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen sind beide genannten Ursachen wohl als gegenseitig ergänzend zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Als mögliche Folgen werden genannt:&lt;br /&gt;
# Artenanreicherung: Es siedeln sich hauptsächlich [[Neophyten|gebietsfremde Arten]] an, da nur wenige einheimische Arten zur Besetzung dieser [[Ökologische Nische|Nische]] zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
# Verdrängung einheimischer Arten: Zum Teil befinden sich einheimische sommergrüne Arten unter Druck, da immergrüne Arten den Vorteil einer längeren [[Assimilation (Biologie)|Assimilationsphase]] haben (können zum Beispiel auch an milden Wintertagen [[Photosynthese]] durchführen).&lt;br /&gt;
# Beeinflussung der [[Bodenchemie]]: Die stoffliche Zusammensetzung laurophyller Arten ist anders als jene sommergrüner Arten, weshalb auch die [[Streu (Ökologie)|Streu]] und damit der [[Boden (Bodenkunde)|Boden]]/[[Humus]] stofflichen Veränderungen unterliegt. Festgestellt wurden bereits veränderte [[C/N-Verhältnis]]se, niedrigere Anteile an [[Fulvosäure|Fulvo-]] und [[Huminsäure]]n sowie eine Beeinflussung des Eisenhaushaltes&amp;lt;ref&amp;gt;Zanelli, Egli, Giaccai, Mirabella (2005): The influence of laurophyllous species on organic matter and geochemistry in soils of Southern Switzerland and Northern Italy as a response to climate change. Geophysical Research Abstracts 7, 00451.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Veränderung des [[Wasserhaushalt (Lebewesen)|Wasserhaushalt]]s: Da immergrüne Arten auch im Winter [[Transpiration|transpirieren]], kann sich der Wasserhaushalt verändern.&lt;br /&gt;
# Veränderung von [[Stofffluss|Stoffflüssen]]: Wie im Fall des Wasserhaushaltes werden durch immergrüne Arten im Winter auch Stoffe umgesetzt.&lt;br /&gt;
# Beeinflussung der [[Fauna]] und [[Mikroorganismen]]: Es stellt sich zum Beispiel die Frage, ob neue Arten als Futter angenommen werden, oder ob entsprechend angepasste [[Destruenten]] vorhanden sind. Im Übrigen wurde festgestellt, dass die Ausbreitung der Arten vordergründig durch Vögel erfolgt&amp;lt;ref&amp;gt;Walther (1999): Distribution and limits of evergreen broad-leaved (laurophyllous) species in Switzerland. Botanica Helvetica 109, S. 153–167.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die demnach offensichtlich die [[Frucht|Früchte]] der neuen Arten annehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geobotanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzensoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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