<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Laufsport</id>
	<title>Laufsport - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Laufsport"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laufsport&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T19:26:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laufsport&amp;diff=96946&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hadi: Erklärvideo des Schweizer Fernsehens eingefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laufsport&amp;diff=96946&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-01T14:39:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erklärvideo des Schweizer Fernsehens eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Salzburg Marathon 2004.jpg|mini|Läufer beim Stadtmarathon in [[Salzburg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Running form.ogv|mini|Laufstudie]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laufsport&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; fasst alle [[Sportart]]en zusammen, bei denen die natürliche [[mensch]]liche Laufbewegung, meist auf eine bestimmte Distanz technisch optimiert, im Vordergrund steht. Obwohl es zahlreiche andere Sportarten wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schwimmsport|Schwimmen]] gibt, deren Ausübung weniger [[Degeneration|Verschleißgefahr]] für den [[Stütz- und Bewegungsapparat|Bewegungsapparat]] bedeutet, ist Laufen aufgrund der [[Phylogenese|Entwicklungsgeschichte]] eine „natürliche“ Sportart des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im modernen Sport ist Laufen Teil der [[Leichtathletik]] und mit zahlreichen [[Sportdisziplin|Disziplinen]] bei den [[Olympische Spiele|Olympischen Spielen]] vertreten. Auch im [[Breitensport]] gibt es zahlreiche Bahnlaufwettbewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Versenyfutás.png|mini|Antikes griechisches Vasenbild]]&lt;br /&gt;
Die ersten historisch belegten Laufsportveranstaltungen gab es im [[antike]]n [[Griechenland]]. Literarische Erwähnungen finden sich bereits in den [[homer]]ischen [[Epos|Epen]] [[Ilias]] und [[Odyssee]]. [[Vase]]nbilder zeigen, dass zum Laufstil beim Sprint – wohl um den Schwung zu erhöhen – ein weites Ausholen mit den [[Arm]]en gehörte, während man über längere Strecken ähnlich lief wie heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laufwettbewerbe gab es schon bei den antiken [[Olympische Spiele|Olympischen Spielen]], allerdings nur in den kurzen Strecken. Auch wenn es in der Antike die Langstrecke als Botenläufe gab, so wurde im Stadion hin- und hergelaufen, um Überrundungen zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stadionlauf]]: Die älteste Disziplin, bei der die Teilnehmer einfach einmal längs durchs [[Stadion]] zu laufen hatten. Die Distanz war dabei je nach Austragungsort unterschiedlich und reichte von 167 Metern ([[Delos]]) bis 192,24 Meter ([[Olympia (Griechenland)|Olympia]]). Laut [[Hippias von Elis]] war von 776 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bis 728 v.&amp;amp;nbsp;Chr. der Stadionlauf der einzige Wettkampf bei den [[Olympische Spiele der Antike|Olympischen Spielen]]; die einzelnen [[Olympiade]]n wurden üblicherweise nach den Stadionsiegern benannt. Entsprechend groß waren die Teilnehmerzahlen, weshalb schon damals Vorläufe erforderlich waren.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diaulos&amp;#039;&amp;#039;: Lauf über die Distanz von zwei Stadien, bei dem die Teilnehmer um einen [[Pflock|Pfosten]] &amp;#039;&amp;#039;(Kampter)&amp;#039;&amp;#039; wendeten und zur Startlinie zurückkehrten. Unklar ist, ob es nur einen &amp;#039;&amp;#039;Kampter&amp;#039;&amp;#039; für alle Läufer gab (Kollisionsgefahr!) oder ob jeder seinen eigenen hatte.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dromos hippios&amp;#039;&amp;#039; („Pferdelauf“): Ein Lauf über vier Stadien, der zwar nie zum olympischen Programm gehörte, wohl aber zu den ebenfalls bedeutenden Sportfesten in [[Korinth (antike Stadt)|Korinth]] und [[Nemeische Spiele|Nemea]]. Die Distanz entsprach etwa der Länge der Pferderennbahn, daher der Name.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dolichos&amp;#039;&amp;#039;: Langstreckenlauf über 7 bis 24 Stadien, je nach Austragungsort. In Olympia waren es 20 Stadien, also 3,84 Kilometer.&lt;br /&gt;
* Waffenlauf: Ein Lauf, bei dem die Teilnehmer gewöhnlich in voller Kriegsrüstung, mindestens aber mit [[Helm]] und [[Schild (Waffe)|Schild]] antreten mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Auch im Mittelalter wurden Dauerläufe als Botenläufe organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er seinen Namen von der griechischen Stadt [[Marathon (Griechenland)|Marathon]] hat, gab es in der Antike noch keinen [[Marathonlauf]]. Er geht vielmehr auf eine Idee von [[Michel Bréal]] und [[Pierre de Coubertin|Baron de Coubertin]] zurück, der diese Disziplin bei den ersten [[Olympische Spiele der Neuzeit|Olympischen Spielen der Neuzeit]] [[1896]] einführte und damit an die von [[Plutarch]] herrührende [[Sage]] anknüpfte, wonach ein [[Bote]] namens [[Pheidippides]] nach der [[Schlacht bei Marathon]] 490 v.&amp;amp;nbsp;Chr. die Nachricht vom Sieg über die [[Perser (Volk)|Perser]] im Laufschritt nach [[Athen]] gebracht habe und nach seiner Ankunft tot zusammengebrochen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert setzte sich zunächst in England und den USA der [[Pedestriantismus]] als Ultralangstrecke durch. Das Sechstagerennen zu Fuß ging dem Sechstagerennen mit dem Fahrrad voraus. Wer eine Pause machte, war selbst schuld. So wurde durchschnittlich 120 Stunden gelaufen und Strecken über 1000&amp;amp;nbsp;km waren keine Seltenheit, auch Frauen erreichten Strecken über 600&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref&amp;gt;John A. Lucas (1968): &amp;#039;&amp;#039;Pedestrianism and the Struggle for the Sir John Astley Belt, 1878–1879&amp;#039;&amp;#039;, in: Research Quarterly for Health, Physical Education and Recreation 39: 3, 587–594.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst über hundert Jahre später überbot der Grieche [[Yiannis Kouros]] die damaligen (durch Hallenbahnen exakt vermessenen) Rekorde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Renaissance findet im Laufsport in großer Breite jedoch ausgehend von den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] seit Mitte der 1980er Jahre in Gestalt von in Zahl und Größe stetig wachsender [[Straßenlauf]]wettbewerbe statt. An den Marathonwettbewerben in [[New-York-City-Marathon|New York]], [[Berlin-Marathon|Berlin]], [[London-Marathon|London]], [[Chicago-Marathon|Chicago]] und [[Boston-Marathon|Boston]] nehmen Jahr für Jahr jeweils mehrere zehntausend Läufer, vom Weltrekordläufer bis hin zum Gelegenheitsjogger, teil. In den letzten drei Jahrhunderten haben sich ganz unterschiedliche Trainingssysteme für Dauerlauf entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997)&amp;#039;&amp;#039;, in: N. Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg 1998: Czwalina, S. 41–56.&amp;lt;/ref&amp;gt; So entstanden hier durch neue Bewegungen durch etwa [[Run Club|Run Clubs]] flexiblere Angebote, gemeinsam Laufen zu gehen. Der [[Deutscher Leichtathletik-Verband|Deutsche Leichtathletik-Verband]] (DLV) zählte bereits Mitte der 2010er Jahre rund 3.500 Lauf- und Walkingtreffs mit über 2 Millionen Teilnehmern im Bundesgebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article154369106/Deutschland-laeuft-und-gibt-dafuer-Milliarden-aus.html |titel=Marathon: Die Deutschen geben Milliarden fürs Laufen aus - WELT |sprache=de |abruf=2025-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Disziplinen ==&lt;br /&gt;
=== Kurzstrecke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Was passiert bei einem Sprint.webm|mini|Erklärvideo: Was passiert bei einem [[Sprint]]? (1:50)]]&lt;br /&gt;
Läufe bis 400 Meter werden als &amp;#039;&amp;#039;[[Sprint]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Dabei werden die [[Fuß|Füße]] nicht komplett [[Abrollen (Fuß)|abgerollt]], der Läufer stößt sich mit den Fußballen mit maximaler [[Geschwindigkeit]] ab ([[Vorfußlauf]]en). Entscheidend ist die hohe [[Beschleunigung]] nach dem [[Start (Sport)|Start]]. Dabei werden besonders die [[Achillessehne]]n und die [[Musculus gastrocnemius|Wadenmuskeln]] belastet. Üblicherweise kann ein gut trainierter Mensch seine Maximalgeschwindigkeit über ca. 80 Meter halten. Läufe über 100 und 200 Meter werden daher nahezu ausschließlich durch die [[Schnellkraft]] entschieden. Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit wird wegen der Startphase beim 200-Meter-Lauf erreicht. Die 400 Meter gelten hingegen als besonders schwierig, da im zweiten Teil der Strecke die Sauerstoffvorräte in den Muskeln aufgebraucht sind, die Geschwindigkeit jedoch gehalten werden muss. Der Läufer wird „blau“ (siehe [[Azidose]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelstrecke ===&lt;br /&gt;
Zwischen 800 und 1609 Metern (eine englische Meile&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.iaaf.org/community/athletics/trackfield/newsid=9404.html |titel=Mile – Introduction |titelerg=Einführung der IAAF: 1500 Meter und die Meile als klassische Mittelstreckendistanz |hrsg=[[International Association of Athletics Federations|IAAF]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120728020003/http://www.iaaf.org/community/athletics/trackfield/newsid=9404.html |archiv-datum=2012-07-28 |zugriff=2012-03-10 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) spricht man von &amp;#039;&amp;#039;[[Mittelstreckenlauf|Mittelstrecke]]&amp;#039;&amp;#039;. Auch diese Distanzen werden mit Sauerstoffunterschuss im anaeroben Bereich und durchgehend mit [[Maximale Sauerstoffaufnahme|maximal möglichem Sauerstoffumsatz (VO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;max)]] gelaufen. In diesem Bereich nimmt die [[Durchschnittsgeschwindigkeit]] rapide ab. Besonders problematisch ist dabei die Distanz von 800 Metern. Die letzten 400 Meter werden normalerweise ausschließlich im anaeroben Bereich gelaufen. Daraus resultierend kann im Ziel der Kreislauf sehr großen Belastungen ausgesetzt sein. Die Strecke von 1500 Metern läuft sich von der Belastung her ganz anders, im Ziel tritt nicht das mögliche Übelkeitsgefühl von der 800-Meter-Strecke auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langstrecke ===&lt;br /&gt;
Läufe über 2000 Meter bis 42,195 Kilometer ([[Marathonlauf|Marathon]]) werden als &amp;#039;&amp;#039;[[Langstreckenlauf|Langstrecke]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Bei Läufen dieser Distanz und Dauer wäre es nicht mehr möglich, die Muskelfunktion bei einer Akkumulation von [[Milchsäure]] durch Laufen im anaeroben Bereich aufrechtzuerhalten. Der Lauf erfolgt also im „aeroben Bereich“, d.&amp;amp;nbsp;h. die Energieumwandlung (chemisch → kinetisch) in den Muskeln erfolgt vollständig durch [[Oxidation]] von zunächst ausschließlich [[Glucose]]. Der Blutkreislauf ist in der Lage, alle Verbrennungsprodukte – insbesondere die Milchsäure – abzutransportieren. Bereits nach ca. zwei Minuten wird auch aus [[Fette|Fettmolekülen]] Energie gewonnen. Der Anteil ist zunächst gering, wächst jedoch stetig und wird im Schnitt nach ca. 90 Minuten Ausdauerbelastung dominierend. Die [[Glykogenspeicher]] sind dann aufgebraucht. Zwar hat jeder (normalgewichtige) Mensch ausreichend Fettvorräte, um damit im Prinzip mehrere Marathonläufe hintereinander bestreiten zu können, jedoch kann bei der [[Fettverbrennung]] ([[Lipolyse]]) im Vergleich zur [[Glykolyse]] bei gleichem Sauerstoffumsatz weniger Energie umgewandelt werden. Aus diesem Grund ist es für den Erfolg auf Langstrecken wichtig, die Glykogenspeicher zu vergrößern und sich während des Laufens richtig zu [[Sporternährung|ernähren]]. Nur dadurch kann eine gleichmäßige Energiezufuhr garantiert werden. Im Weltspitzenbereich wird der Marathon gerade noch mit einem dominierenden Glykolyse-Anteil zu Ende gelaufen. Trotz des allmählichen Anstiegs des Anteils der Lipolyse im Vergleich zur Glykolyse gibt es häufig subjektiv den Eindruck einer plötzlichen Umstellung, der von den Läufern häufig als „gegen die Wand laufen“ oder „dem [[Mann mit dem Hammer]] begegnen“ beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ultralangstrecke / Berglauf / Treppenlauf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jungfrau Marathon 2004.JPG|mini|Jungfrau-Marathon 2004 (Eiger Gletscher)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Läufe über größere Distanzen als der Marathonlauf werden als &amp;#039;&amp;#039;[[Ultramarathon]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der längste Lauf, bei dem die Stoppuhr während der Nachtruhe nicht angehalten wird, geht über 3100 [[Meile]]n (ca. 5000 Kilometer) und dauert 51 Tage ([[Self-Transcendence 3100 Mile Race]]). Beliebt ist auch die Ultravariante [[Bergmarathon]] (s. vor allem [[Swiss Alpine Marathon]] in [[Davos]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Berglauf]] ist ein Laufwettbewerb mit großen Höhenunterschieden. Typischerweise ist ein Berg oder eine markante Höhe das Ziel des Laufs oder wird vor dem Ziel als Zwischenstation erreicht. Die Strecke verläuft oft auf Wegen und Bergpfaden, mitunter auch auf der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Treppenlauf (Laufwettbewerb)|Treppenlauf]] werden ebenfalls Höhenunterschiede zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hürdenlauf / Hindernislauf / Crosslauf ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hürdenlauf|Hindernislauf|Crosslauf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Distanzunabhängige Lauftechniken des Breitensports ===&lt;br /&gt;
Neben der Laufstilspezialisierung auf diese Strecken gibt es weniger leistungsorientierte Lauftechniken wie [[Jogging]], bei dem man einen [[Trab]] mit kurzen [[Gehen|Schritten]] läuft, was – vor allem bei falscher Lauftechnik wie dem [[Rückfußlauf]] – die [[Kniegelenk|Knie]] belasten kann, aber [[Blutkreislauf|kreislauftechnisch]] auch über lange Distanzen gehalten werden kann. [[Walking]] und [[Nordic Walking]] ergänzen als [[Trendsportart]]en den Laufsport. Freizeitläufer schließen sich oft in [[Lauftreff]]s zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufsport als Teil von Kombinationssportarten ===&lt;br /&gt;
Laufsport ist Teil von [[Mehrkampf|Kombinationssportarten]]. Läufe auf Kurz- und Mittelstrecke sind Teil des [[Siebenkampf]]es und des [[Zehnkampf]]es. Ausdauerlaufen auf Langstrecken zwischen 5 Kilometer und Marathon ist Bestandteil des [[Duathlon]]s, [[Triathlon]]s und [[Moderner Fünfkampf|Fünfkampfes]]. Beim [[Sommerbiathlon]] werden im Sprint und Einzelrennen 4 Kilometer (Damen 3 Kilometer), unterbrochen durch zwei Schießeinlagen und im Massenstart und Verfolgung 6 Kilometer (Damen 5 Kilometer), unterbrochen durch vier Schießeinlagen gelaufen. Ebenfalls zentral ist das Laufen für den [[Orientierungslauf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Olympische Disziplinen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnweltrekorde 10 2005 v S.png|mini|Geschwindigkeiten bei Streckenweltrekorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[100-Meter-Lauf|100 Meter]] (auch Teil des [[Zehnkampf]]es der Männer)&lt;br /&gt;
* [[200-Meter-Lauf|200 Meter]] (auch Teil des [[Siebenkampf]]es der Frauen)&lt;br /&gt;
* [[400-Meter-Lauf|400 Meter]] (auch Teil des Zehnkampfes der Männer)&lt;br /&gt;
* [[800-Meter-Lauf|800 Meter]] (auch Teil des Siebenkampfes der Frauen)&lt;br /&gt;
* [[1500-Meter-Lauf|1500 Meter]] (auch Teil des Zehnkampfes der Männer)&lt;br /&gt;
* [[5000-Meter-Lauf|5000 Meter]]&lt;br /&gt;
* [[10.000-Meter-Lauf|10.000 Meter]]&lt;br /&gt;
* [[Marathonlauf|Marathon]] (wird im Gegensatz zu obigen auf der Straße gelaufen)&lt;br /&gt;
* [[100-Meter-Hürdenlauf|100 Meter Hürden]], nur Frauen (auch Teil des Siebenkampfes der Frauen)&lt;br /&gt;
* [[110-Meter-Hürdenlauf|110 Meter Hürden]], nur Männer (auch Teil des Zehnkampfes der Männer)&lt;br /&gt;
* [[400-Meter-Hürdenlauf|400 Meter Hürden]]&lt;br /&gt;
* [[Hindernislauf|3000 Meter Hindernislauf]] (Frauen erst seit 2008)&lt;br /&gt;
* [[4-mal-100-Meter-Staffel|4 × 100-m-Staffel]]&lt;br /&gt;
* [[4-mal-400-Meter-Staffel|4 × 400-m-Staffel]]&lt;br /&gt;
* 10 Kilometer Straßenlauf als Teil des [[Triathlon]]s&lt;br /&gt;
* 3 Kilometer Geländelauf als Teil des [[Moderner Fünfkampf|modernen Fünfkampfes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Weltrekorde der einzelnen Disziplinen siehe [[Leichtathletik-Weltrekorde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
Der [[Arbeitsumsatz|Energieumsatz]] des Körpers beim Laufen liegt in der Größenordnung von 4,2&amp;amp;nbsp;kJ (= 1&amp;amp;nbsp;kcal) pro Kilogramm Körpergewicht und pro Kilometer Wegstrecke. Ein 80&amp;amp;nbsp;kg schwerer Läufer setzt bei 4&amp;amp;nbsp;min/km (15&amp;amp;nbsp;km/h) zusätzlich Energie in Höhe von ca. 5.000&amp;amp;nbsp;kJ/h (= 1.200&amp;amp;nbsp;kcal/h) um. 70 bis 80 Prozent davon werden in Wärme umgesetzt. Schweiß bzw. Wasser liefert eine Verdunstungskälte von ca. 2.500&amp;amp;nbsp;kJ/l (= 600&amp;amp;nbsp;kcal/l), sodass der Läufer ein bis zwei Liter Wasser pro Stunde ausschwitzt. Da der menschliche Körper nur geringe Wassermengen speichern kann, ist beim Laufen auf eine ausreichend hohe Flüssigkeitsaufnahme zu achten. &amp;lt;!-- Die Nahrungsaufnahme beim Laufen wird oben kurz angesprochen. Leider weiß ich darüber zu wenig. --&amp;gt;Die Empfehlungen hierzu widersprechen sich deutlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralph Schomaker |url=http://www.brooksrunning.de/396504/661/de/Trinkempfehlungen.html |titel=Brooks Running Academy – Trinkempfehlungen |hrsg=[[Brooks Sports]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150326165657/http://brooksrunning.de/396504/661/de/Trinkempfehlungen.html |archiv-datum=2015-03-26 |zugriff=2010-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lauftechnik ==&lt;br /&gt;
Während die Grundtechnik jeder gesunde Mensch beherrscht, fehlen die Grundkenntnisse zur Optimierung der Lauftechnik. Man unterscheidet drei Lauftechniken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rückfußlauf]]&lt;br /&gt;
* [[Mittelfußlauf]]&lt;br /&gt;
* [[Vorfußlauf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rückfuß- oder Fersenlauf ist am häufigsten zu beobachten (75 %). Rund 15 % der Läufer haben den ersten Bodenkontakt mit dem Mittelfuß, 10 % mit dem [[Ballen|Vorfuß]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelt-technik/laufschuhe-sie-daempfen-und-fuehren-stuetzen-und-halten-12133141.html Laufschuhe: Sie dämpfen und führen, stützen und halten], [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 4. April 2013, abgerufen am 17. Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Schritte verringern die Belastungen auf den Bewegungsapparat. Das Drehmoment, das bei jedem Schritt entsteht, wird mit den Armen ausgeglichen. Hält man die Arme starr, muss der Rumpf und damit die Wirbelsäule die Drehbewegung ausgleichen. Durch dicht nebeneinander geführte Füße kann das Drehmoment verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die richtige Aufsetzposition direkt unter dem Körperschwerpunkt ist das wichtigste beim ökonomischen Laufen. Wenn der Fuß an der richtigen Stelle relativ zum Körper aufgesetzt wird, minimiert sich die vertikale Bewegung und die Rückstoßelastizität von Muskeln und Bindegewebe kann effektiv zum Vortrieb genutzt werden. Die Rückstoßelastizität stellt eine wichtige Kraftquelle dar, die ohne zusätzlichen Energieaufwand Vortrieb verleiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sportwelt-verlag.de/Trinews/Blog/Ruckstosselastizitat/ruckstosselastizitat.html |titel=Den inneren Turbo zünden |hrsg=[[Sportwelt Verlag]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101010155853/http://www.sportwelt-verlag.de/Trinews/Blog/Ruckstosselastizitat/ruckstosselastizitat.html |archiv-datum=2010-10-10 |zugriff=2010-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die nach innen drehende Bewegung des Fußes bei jedem Schritt ([[Pronation]]), was eine natürliche Dämpfungsbewegung darstellt, je nach Fußstellung unterschiedlich stark ausgeprägt ist und bei der Wahl des passenden Laufschuhes berücksichtigt werden sollte, um Verletzungen vorzubeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sind die richtigen Schuhe ([[Laufschuh]]e) wichtig für ein effizientes und beschwerdefreies Laufen, wenngleich zwischen 1960 und 1985 einige [[Barfüßigkeit#Im Sport|Laufweltrekorde]] von [[Barfüßigkeit|barfüßigen]] Läufern gewonnen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risiken und Nutzen ==&lt;br /&gt;
=== Risiken und Fehler ===&lt;br /&gt;
* Der häufigste Fehler beim Laufen ist, den Fuß vor dem Aufsetzen vorzustrecken, um möglichst lange Schritte zu machen. Durch dieses Vorschwingen des Unterschenkels wird viel Energie vergeudet und in vielerlei Hinsicht das Verletzungsrisiko erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sportwelt-verlag.de/Trinews/Blog/Laufen%20lernen/laufen%20lernen.html |titel=Ein gesunder Laufstil will gelernt sein |hrsg=[[Sportwelt Verlag]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101010155827/http://www.sportwelt-verlag.de/Trinews/Blog/Laufen%20lernen/laufen%20lernen.html |archiv-datum=2010-10-10 |zugriff=2010-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Schienbeinkantensyndrom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positive gesundheitliche Effekte des Lauftrainings ===&lt;br /&gt;
* Gewichtskontrolle&lt;br /&gt;
* Stärkung des [[Herz-Kreislaufsystem]]s&lt;br /&gt;
* Kräftigung des Bewegungsapparates&lt;br /&gt;
* Psychische Ausgeglichenheit&lt;br /&gt;
* Dynamische Belastung der [[Rückenmuskulatur]]&lt;br /&gt;
* [[Dehnung]] des [[Brustkorb]]s&lt;br /&gt;
* Stärkung des [[Immunsystem]]s und geringere gefühlte Belastung bei Krankheiten wie [[Influenza|Grippe]] und [[Erkältung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Distanz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnweltrekorde 10 2005 1v lnS.png|mini|Die Auftragung 1/v über ln(s/m) liegt näher an einer Geradenform. Dies gilt vor allem für die – größer eingetragenen – olympischen Disziplinen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Peter Riegel]] kann man die Zeit &amp;lt;math&amp;gt;t_2&amp;lt;/math&amp;gt;, die man bei entsprechendem Training für eine bestimmte Strecke benötigen wird, aus der Zeit &amp;lt;math&amp;gt;t_1&amp;lt;/math&amp;gt; für eine andere Strecke nach der folgenden einfachen Formel berechnen, wobei &amp;lt;math&amp;gt;s_1&amp;lt;/math&amp;gt; die Strecke ist, von der die Zeit bekannt ist und &amp;lt;math&amp;gt;s_2&amp;lt;/math&amp;gt; die neue Strecke. Der Exponent 1,07&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Beck: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch vom Marathon&amp;#039;&amp;#039;. Copress Verlag, München 2005, ISBN 978-3-7679-1045-4. S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; ergibt sich aus dem Verlauf der Weltrekorde. Für ein Individuum muss er evtl. angepasst werden. Für einen Sprinter wird er eher größer, für einen Ausdauersportler eher kleiner sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt; t_2=t_1 \cdot \left( \frac{s_2}{s_1} \right)^{1{,}07}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zu anderen Sportarten ==&lt;br /&gt;
Viele [[Team|Mannschaftssportarten]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fußball]], [[Handball]], [[Basketball]] und [[Hockey]]) erfordern eine Lauftechnik, die zwischen Sprint und Ausdauerlaufen angesiedelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Arthur Lydiard]], Garth Gilmour: &amp;#039;&amp;#039;Laufen mit Lydiard&amp;#039;&amp;#039;. Meyer &amp;amp; Meyer-Verlag, Aachen 1987 (Original Auckland 1983), ISBN 3-89124-051-1, 201 Seiten.&lt;br /&gt;
* [[Jeff Galloway]]: &amp;#039;&amp;#039;Richtig laufen mit Galloway&amp;#039;&amp;#039;. Meyer &amp;amp; Meyer-Verlag, Aachen 2000 (Original: Galloway’s book on running, 1986), ISBN 3-89124-040-6.&lt;br /&gt;
* [[Joschka Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mein langer Lauf zu mir selbst&amp;#039;&amp;#039;. Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Wessinghage]]: &amp;#039;&amp;#039;Laufen&amp;#039;&amp;#039;. blv, München 2002, ISBN 3-405-16450-8.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Steffny]]: &amp;#039;&amp;#039;Das große Laufbuch. Alles, was man übers Laufen wissen muss&amp;#039;&amp;#039;. Südwest Verlag, München 2011, (ISBN 3-517-08642-8)&lt;br /&gt;
* [[Matthias Marquardt]], Christian von Loeffelholz, Björn Gustafsson: &amp;#039;&amp;#039;Die Laufbibel. Das Basiswerk für gesundes Laufen&amp;#039;&amp;#039;. spomedis, Hamburg 2005, ISBN 3-936376-08-5.&lt;br /&gt;
* Jochen Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Gebrauchsanweisung fürs Laufen&amp;#039;&amp;#039;. Piper, München 2019, ISBN 978-3-492-27721-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* [[Achim Michael Hasenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;[[I Want to Run – Das härteste Rennen der Welt]]&amp;#039;&amp;#039;. Kinodokumentarfilm 2012, Zorrofilm München, 92 Minuten&lt;br /&gt;
{{siehe auch|:Kategorie:Laufsportfilm}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Running (athletics)|Laufsport}}&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Laufen}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4034719-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leichtathletikdisziplin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Training (Sport)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laufen| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hadi</name></author>
	</entry>
</feed>