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	<title>Lauenburger Ton - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T23:36:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lauenburger_Ton&amp;diff=1573246&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-03-25T23:08:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lauenburger Ton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein feinkörniges [[Becken (Geologie)|Beckensediment]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft der Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Der Lauenburger [[Ton (Bodenart)|Ton]] hat seine Bezeichnung nach der Stadt [[Lauenburg/Elbe]] erhalten, die am rechten Ufer der [[Elbe]] bei Fluss-km 570 liegt. Ab Lauenburg gehört das rechte Elbufer zu [[Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
Im Stadtgebiet und in seiner Umgebung gibt es mehrere Vorkommen des Lauenburger Tons. Eines davon wurde im Zuge des Neubaus des [[Elbe-Lübeck-Kanal]]s (Eröffnung im Jahre 1900 als Ersatz für den seit 1348 bestehenden [[Stecknitz-Kanal]]) angeschnitten. Seitdem wird dieser Ton als Lauenburger Ton bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hansjörg Küster]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Elbe&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2007, S. 220.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung des Lauenburger Tons ==&lt;br /&gt;
Der Lauenburger Ton hat sich am Ende der [[Elster-Eiszeit]] in vorher vom Eis aufgeschürften Hohlformen mit dem [[Schmelzwasser]] als Beckensediment abgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyer&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus-Dieter Meyer (Geologe)|Klaus-Dieter Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Naturdenkmale im Landkreis Lüneburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Naturwissenschaftlichen Vereins für das Fürstentum Lüneburg e. V.&amp;#039;&amp;#039; Band 36, 179–196, Lüneburg 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da sich die feinen Tonpartikelchen im Schmelzwasser länger in der Schwebe hielten als die sandigen Anteile (sie haben eine geringere [[Sedimentationsgeschwindigkeit|Sinkgeschwindigkeit]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;scheffer&amp;quot;&amp;gt;[[Fritz Scheffer]], [[Paul Schachtschabel]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 10., durchges. Auflage, von P. Schachtschabel, Enke, Stuttgart 1979.&amp;lt;/ref&amp;gt;), setzte sich zunächst der Beckensand am Grunde und besonders in Gletschernähe ab und erst danach der Beckenton. In größerer Entfernung vom Gletscherrand sedimentierte ausschließlich Beckenton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Entstehungsvoraussetzungen für Lauenburger Ton (aufgeschürfte Hohlformen, Tonpartikel im Schmelzwasser) jeweils unter eiszeitlichen Bedingungen eine Sondersituation darstellten, kommt Lauenburger Ton nur örtlich begrenzt, nicht aber flächig wie etwa eine [[Grundmoräne]] vor. Das o.&amp;amp;nbsp;g. Ende der Elster-Eiszeit ist etwa auf 380.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung zu datieren. Die elsterzeitlichen Ablagerungen wurden danach während der [[Saale-Eiszeit]] erneut überdeckt und u.&amp;amp;nbsp;U. ein weiteres Mal während der [[Weichsel-Eiszeit]] in den Gebieten nördlich der Elbe, die von der letzten Vereisung noch direkt erfasst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese zeitliche Aufeinanderfolge der Vereisungen bedeutet aber nicht, dass die jeweiligen Ablagerungen sauber übereinandergeschichtet wiederzufinden sind. Die Oberflächennähe der Lauenburger Ton-Schichten gerade bei Lauenburg ist damit zu erklären, dass das Gletschereis während der späteren Kaltzeiten Tonschollen aus dem Verband gelöst, verschleppt und aufgestaucht hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;picard&amp;quot;&amp;gt;K. Picard, D. Hölbe: &amp;#039;&amp;#039;Gutachten des Geologischen Landesamtes Schleswig-Holstein über Tonvorkommen bei Lauenburg/Elbe&amp;#039;&amp;#039; v. 10. Oktober 1969, Gutachten-Nr. 69/49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem können ja die Ablagerungen der späteren Eiszeit(en) höchst unterschiedlich mächtig sein oder sogar gänzlich fehlen, so dass man dann wie durch eine Öffnung auf die jeweils ältere Schicht blicken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungsmethoden zur Feststellung der Tonvorkommen ==&lt;br /&gt;
Zur Feststellung, ob ein Ton, [[Schluff]] oder [[Sand]] vorliegt, dient zunächst eine [[Korngrößenanalyse]]. Ton hat eine Korngröße von &amp;lt;0,002&amp;amp;nbsp;mm, wobei man allerdings nur von Korngröße spricht – in Wirklichkeit haben die Tonminerale eine blättchenartige und keine körnige Gestalt.&lt;br /&gt;
Man bezeichnet eine Körnungsklasse schon immer dann als Ton, wenn der Tonanteil über 45 % beträgt, der Rest entfällt dann in unterschiedlichen Anteilen auf Schluff und Sand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scheffer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum Lauenburg wurde eine [[geologische Kartierung]] schon vor 1914 mittels Handbohrungen bis 2&amp;amp;nbsp;m Tiefe durchgeführt. Schon dabei wurden Vorkommen von Lauenburger Ton, Holstein-Ton und tertiärem Ton erkannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;picard&amp;quot; /&amp;gt; (s. Abschn. 4). Seit 1969 wurden dort zur besseren Kenntnis der Lagerstätten [[Geoelektrik|geoelektrische Messungen]] durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ein weitgehend horizontal geschichteter Untergrund kann unter Verwendung von elektrischem Gleichstrom untersucht werden, sofern die einzelnen Schichten genügend große Leitfähigkeitsunterschiede und Mächtigkeiten aufweisen. Führt man einem solchen Untergrund über zwei [[Elektrode]]n [[Gleichstrom]] zu, so entsteht eine charakteristische Spannungsverteilung, die mit geeigneten Sonden gemessen wird. [...] Aus der Stärke des zwischen den Elektroden fließenden Gleichstromes und der an den Sonden gemessenen Spannung ergibt sich ein durchschnittlicher Gesteinswiderstand. [...] Durch Vergleich der gemessenen Kurve mit theoretisch berechneten, werden die spezifischen Widerstände, Mächtigkeiten und Tiefenlagen der erfaßten Schichten ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Widerstandsbereiche wurden festgestellt und zugeordnet:&lt;br /&gt;
* 25 – 80 [[Ohmmeter]]: [[Geschiebemergel]] (wassergesättigt)&lt;br /&gt;
* 15 – 25 Ohmmeter: Ton, schluffig; stellenweise Schluff&lt;br /&gt;
* 5 – 15 Ohmmeter: Ton&amp;lt;ref name=&amp;quot;picard&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung des Lauenburger Tons zu anderen Tonvorkommen ==&lt;br /&gt;
Lauenburger Ton ist schwach schluffiger Ton mit fein verteiltem schwachem Kalkgehalt, aber ohne [[Fossilien]] wie Muschel- und Schneckenschalen, weil es sich um eine Beckenablagerung in seinerzeitigem Binnenland handelt. Der Ton ist schwarz bis grau, z.&amp;amp;nbsp;T. rot. Bei grauen Farbtönen hat er oft einen geringen Feinsandanteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;picard&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holstein-Ton weist Muschel- und Schneckenschalen auf, denn er ist die Meeresablagerung einer Warmzeit. Auch dieser Ton ist schwach schluffig mit fein verteiltem schwachem Kalkgehalt, aber er ist nicht schwarz, sondern grau, z.&amp;amp;nbsp;T. rot. Bei hellgrauen Farbtönen ist der Schluffgehalt oft größer, der Feinsandanteil gering.&amp;lt;ref name=&amp;quot;picard&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lauenburger Ton und Holstein-Ton können eng miteinander verzahnt (vergesellschaftet) vorkommen. Das erklärt sich daraus, dass sich der Lauenburger Ton gegen Ende der Elster-Eiszeit bildete (s.&amp;amp;nbsp;o.). Mit dem Abschmelzen der Eismassen hob sich bekanntlich der Meeresspiegel, so dass Becken mit Lauenburger Ton in der Warmzeit zwischen Elster- und Saale-Vereisung, dem [[Holstein-Interglazial]], überflutet wurden und es dann zu Meeresablagerungen über dem Lauenburger Ton kam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyer&amp;quot; /&amp;gt; Diese Vorstellung fällt umso leichter, wenn man bedenkt, dass z.&amp;amp;nbsp;B. das Vorkommen Lauenburger Tons westlich [[Dalldorf]] (rd. 10&amp;amp;nbsp;km nördl. Lauenburg) bis 1&amp;amp;nbsp;m unter NN in die Tiefe reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ton des [[Tertiär]]s ist schwach schluffig, schwarz, z.&amp;amp;nbsp;T. rot, meist kalkfrei, aber mit Muschel- und Schneckenschalenresten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;picard&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen Lauenburger Tons ==&lt;br /&gt;
Vorkommen Lauenburger Tons sind nicht nur, wie schon ausgeführt wurde, flächenmäßig, sondern auch in der Anzahl eng begrenzt. Auf den Geologischen Übersichtskarten 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;200.000, Blätter CC 3118 Hamburg-West&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamburg-West&amp;quot;&amp;gt;Geologische Übersichtskarte 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;200.000, Blatt CC 3118 Hamburg-West, [[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe]], Hannover 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt; und CC 3126 Hamburg-Ost,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamburg-Ost&amp;quot;&amp;gt;Geologische Übersichtskarte 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;200.000, Blatt CC 3126 Hamburg-Ost, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; das ist das Norddeutsche Tiefland von [[Delmenhorst]]/Niedersachsen im Westen bis [[Dömitz]]/Elbe im Osten, von [[Hamburg]] im Norden bis [[Walsrode]]/Niedersachsen im Süden, insgesamt ca. 15300&amp;amp;nbsp;km², sind gerade 20 Vorkommen verzeichnet und zwar sechs zwischen Lauenburg und Dalldorf, im [[Landkreis Lüneburg]] bei Rettmer,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamburg-Ost&amp;quot; /&amp;gt; im [[Landkreis Rotenburg/Wümme]] bei Basdahl, südöstl. Hesedorf, bei Deinstedt, Ober Ochtenhausen, südl. Ostereistedt, nordöstl. Zeven, bei Hainhorst westl. Visselhövede sowie zwischen Visselhövede und Wittorf, im [[Landkreis Osterholz]] bei Vollersode, Hülseberg, Garlstedt, Osterholz-Scharmbeck und Worpswede.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hamburg-West&amp;quot; /&amp;gt; Ein Vorkommen bei Breetze im Landkreis Lüneburg reicht durch Bodenabbau nicht mehr bis an die Oberfläche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;meyer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung der Lagerstätten Lauenburger Tons ==&lt;br /&gt;
Lauenburger Ton wird seit langem von [[Ziegelei]]en in z.&amp;amp;nbsp;T. tiefen Gruben abgebaut, weil er hervorragend zur Herstellung von Ziegeln geeignet ist. Wenn der gewonnene Ton besonders rein ist, muss er mit Sand bzw. Geschiebelehm gemagert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;picard&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Tongruben ist die Entwässerung oft ein besonderes Problem, da sich der Ton wie beschrieben in Becken gebildet hat. Während des [[Abbau (Bergbau)|Abbaus]] verhindert der Ton im Liegenden den Abfluss des [[Oberflächenwasser]]s, so dass oft mit Pumpen die Abführung des Wassers sichergestellt werden muss. Erst wenn der Ton vollständig ausgebeutet ist und darunterliegende, wasserdurchlässigere Schichten erreicht sind, kann wieder mit einer Wasserversickerung gerechnet werden. Bleibt aber bei Abbauende noch Ton im Untergrund erhalten oder wurde bereits der [[Grundwasser]]stand erreicht oder unterschritten, so können sich bleibende Wasserflächen bilden. Zur Berücksichtigung aller damit verbundenen Aspekte ist eine sorgfältige [[Abbau (Bergbau)#Abbauplanung|Abbauplanung]] erforderlich und in den Naturschutz- bzw. Landschaftspflegegesetzen der Bundesländer vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Residualgestein|Ton]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauenburg/Elbe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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