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	<title>Lauda Sion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T16:51:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lauda_Sion&amp;diff=337953&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
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		<updated>2026-01-28T06:42:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lauda Sion Salvatorem (Graduale Novum).jpg|mini|Beginn der Sequenz &amp;#039;&amp;#039;Lauda Sion Salvatorem&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[Graduale Novum]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lauda Sion Salvatorem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lateinische Sprache|lateinisch]] für „Lobe, [[Zion]], den Erlöser“) ist das [[Incipit]] der [[Sequenz (Liturgie)|Sequenz]] des [[Fronleichnam]]festes. Sie wurde ungefähr 1264 von [[Thomas von Aquin]] verfasst, als dieses Fest eingeführt wurde. Der Text stellt die auf dem [[Viertes Laterankonzil|Vierten Laterankonzil]] festgeschriebene Lehre der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] zur [[Realpräsenz]] und zur [[Eucharistie]] in fasslicher und merkbarer Form dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lauda Sion&amp;#039;&amp;#039; lässt sich formal auf die Kreuzessequenz &amp;#039;&amp;#039;Laudes crucis&amp;#039;&amp;#039; von [[Hugo Primas|Hugo von Orléans]] (1095–1160) zurückführen und ist eine der fünf Sequenzen, die seit dem [[Konzil von Trient]] (1545–1563) noch in der [[Liturgie]] der katholischen Kirche gebraucht werden. Sie wird seit ihrer 1570 durch [[Pius V.]] erfolgten Aufnahme in das [[Missale Romanum]] in der [[Heilige Messe|heiligen Messe]] des [[Hochfest]]s des heiligsten Leibes und Blutes Christi vor dem [[Evangelium (Liturgie)|Evangelium]] gesungen und wurde unter anderem von [[Orlando di Lasso]], [[Giovanni Pierluigi da Palestrina]] und [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] vertont. Das gregorianische Choralthema &amp;#039;&amp;#039;Lauda Sion Salvatorem&amp;#039;&amp;#039; findet eine Replik im dritten Satz der [[Symphonie Mathis der Maler|Symphonie &amp;#039;&amp;#039;Mathis der Maler&amp;#039;&amp;#039;]] von [[Paul Hindemith]] (1934).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sequenz steht im [[Mixolydisch|siebenten Kirchenton]], neigt in etlichen Versen allerdings zum tiefer liegenden [[Hypomixolydisch|achten Kirchenton]]. Im Spätmittelalter wurde das lateinische &amp;#039;&amp;#039;Lauda Sion&amp;#039;&amp;#039; alternierend mit der deutschen [[Leise]] &amp;#039;&amp;#039;[[Gott sei gelobet und gebenedeiet]]&amp;#039;&amp;#039; gesungen. Vor der Zeit von [[Pietismus]] und [[Aufklärung]] war die Sequenz, ähnlich wie andere mittelalterliche Texte, zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Anima Christi]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Membra Jesu Nostri]]&amp;#039;&amp;#039;, auch im [[Luthertum]] verbreitet und wurde als &amp;#039;&amp;#039;Musica [[sub communione]]&amp;#039;&amp;#039; während der Austeilung des Abendmahls oder am [[Gründonnerstag]] vom Chor gesungen. Vertonungen gibt es hier unter anderem von [[Dietrich Buxtehude]] ([[Buxtehude-Werke-Verzeichnis|BuxWV]] 68).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste deutschsprachige Übertragung findet sich beim [[Mönch von Salzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Diözesanteilen des [[Gotteslob]] findet sich die deutsche Nachdichtung des Lauda Sion „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ von [[Franz Xaver Riedel]] (1773) mit einer Melodie von [[Michael Haydn]] (1781). Der Stammteil des [[Gotteslob (1975)|alten Gotteslobs]] enthält unter Nummer 545 eine Übertragung von [[Maria Luise Thurmair]] aus dem Jahr 1972 beginnend mit den Worten „Lobe, Zion, deinen Hirten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
! Lateinisch&lt;br /&gt;
! Übersetzung&lt;br /&gt;
! Deutsche Nachdichtung&amp;lt;br /&amp;gt;(Franz Xaver Riedel, 1773)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;lt;poem lang=&amp;quot;la&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lauda Sion Salvatorem,&lt;br /&gt;
Lauda ducem et pastorem&lt;br /&gt;
In hymnis et canticis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quantum potes, tantum aude,&lt;br /&gt;
Quia maior omni laude,&lt;br /&gt;
Nec laudare sufficis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laudis thema specialis&lt;br /&gt;
Panis vivus et vitalis&lt;br /&gt;
Hodie proponitur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quem in sacræ mensa cœnæ&lt;br /&gt;
Turbæ fratrum duodenæ&lt;br /&gt;
Datum non ambigitur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sit laus plena, sit sonora;&lt;br /&gt;
Sit iucunda, sit decora&lt;br /&gt;
Mentis iubilatio,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies enim solemnis agitur&lt;br /&gt;
In qua mensæ prima recolitur&lt;br /&gt;
Huius institutio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In hac mensa novi Regis&lt;br /&gt;
Novum Pascha novæ legis&lt;br /&gt;
Phase vetus terminat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vetustatem novitas,&lt;br /&gt;
Umbram fugat veritas,&lt;br /&gt;
Noctem lux eliminat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quod in cœna Christus gessit,&lt;br /&gt;
Faciendum hoc expressit&lt;br /&gt;
In sui memoriam:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Docti sacris institutis&lt;br /&gt;
Panem, vinum in salutis&lt;br /&gt;
Consecramus hostiam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dogma datur Christianis,&lt;br /&gt;
Quod in carnem transit panis&lt;br /&gt;
Et vinum in sanguinem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quod non capis, quod non vides,&lt;br /&gt;
Animosa firmat fides&lt;br /&gt;
Præter rerum ordinem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sub diversis speciebus,&lt;br /&gt;
Signis tantum et non rebus,&lt;br /&gt;
Latent res eximiæ:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Caro cibus, sanguis potus,&lt;br /&gt;
Manet tamen Christus totus&lt;br /&gt;
Sub utraque specie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A sumente non concisus,&lt;br /&gt;
Non confractus, non divisus&lt;br /&gt;
Integer accipitur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sumit unus, sumunt mille,&lt;br /&gt;
Quantum isti, tantum ille,&lt;br /&gt;
Nec sumptus consumitur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sumunt boni, sumunt mali,&lt;br /&gt;
Sorte tamen inæquali,&lt;br /&gt;
Vitae vel interitus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mors est malis, vita bonis,&lt;br /&gt;
Vide paris sumptionis&lt;br /&gt;
Quam sit dispar exitus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fracto demum sacramento,&lt;br /&gt;
Ne vacilles, sed memento&lt;br /&gt;
Tantum esse sub fragmento,&lt;br /&gt;
Quantum toto tegitur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nulla rei fit scissura,&lt;br /&gt;
Signi tantum fit fractura,&lt;br /&gt;
Qua nec status nec statura&lt;br /&gt;
Signati minuitur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Ecce panis angelorum}}Ecce panis Angelorum,&lt;br /&gt;
Factus cibus viatorum,&lt;br /&gt;
Vere panis filiorum,&lt;br /&gt;
Non mittendus canibus!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In figuris praesignatur,&lt;br /&gt;
Cum Isaac immolatur,&lt;br /&gt;
Agnus Paschæ deputatur,&lt;br /&gt;
Datur manna patribus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bone pastor, panis vere,&lt;br /&gt;
Jesu, nostri miserere,&lt;br /&gt;
Tu nos pasce, nos tuere,&lt;br /&gt;
Tu nos bona fac videre&lt;br /&gt;
In terra viventium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tu qui cuncta scis et vales,&lt;br /&gt;
Qui nos pascis hic mortales,&lt;br /&gt;
Tuos ibi commensales,&lt;br /&gt;
Cohæredes et sodales&lt;br /&gt;
Fac sanctorum civium.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lobe, Zion, den Erlöser,&lt;br /&gt;
lobe den Führer und Hirten&lt;br /&gt;
mit Hymnen und Liedern!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieviel du vermagst, so viel wage,&lt;br /&gt;
denn er ist größer als alles Lob&lt;br /&gt;
und nicht genügend kannst du ihn loben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonderer Gegenstand des Lobes&lt;br /&gt;
wird das lebendige und lebenspendende Brot&lt;br /&gt;
heute vor Augen gestellt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das am Tisch des heiligen Mahles&lt;br /&gt;
der Zwölfschar der Brüder&lt;br /&gt;
unzweifelhaft gegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lob sei laut und klangvoll;&lt;br /&gt;
wohltönend und kunstreich&lt;br /&gt;
sei der Jubel des Herzens,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denn der festliche Tag wird begangen,&lt;br /&gt;
an dem die erste Einsetzung dieses Tisches&lt;br /&gt;
wiederkehrend verehrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Tisch des neuen Königs&lt;br /&gt;
beendet das neue Ostern&amp;lt;ref name=pes&amp;gt;Das jüdische [[Pessach]] nennt die [[Vulgata]] im Alten Testament &amp;#039;&amp;#039;phase&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. [https://www.ub.uni-freiburg.de/fileadmin/ub/referate/04/vt-vg-01.htm#02 Exodus 12]), im Neuen Testament &amp;#039;&amp;#039;pascha&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. [https://www.ub.uni-freiburg.de/fileadmin/ub/referate/04/nt-vg.htm#01 Matthäus 26]).&amp;lt;/ref&amp;gt; des neuen Gesetzes&lt;br /&gt;
das alte Pascha.&amp;lt;ref name=pes/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neues vertreibt das Veraltete,&lt;br /&gt;
die Wahrheit den Schatten,&lt;br /&gt;
das Licht lässt die Nacht verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Christus beim Mahl vollzog,&lt;br /&gt;
das gebot er zu tun&lt;br /&gt;
zu seinem Gedächtnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belehrt durch die heiligen Stiftungsworte&lt;br /&gt;
weihen wir Brot und Wein&lt;br /&gt;
zur Opfergabe des Heils.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dogma ist den Christen gegeben,&lt;br /&gt;
dass das Brot in Fleisch übergeht&lt;br /&gt;
und der Wein in Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was du nicht begreifst, was du nicht siehst,&lt;br /&gt;
bekräftigt der beherzte Glaube&lt;br /&gt;
jenseits der Ordnung der Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter verschiedenen Gestalten,&lt;br /&gt;
die nur Zeichen, nicht die Sachen sind,&lt;br /&gt;
verbergen sich unvergleichliche Dinge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Speise ist das Fleisch, der Trank ist das Blut,&lt;br /&gt;
doch Christus bleibt der Ganze&lt;br /&gt;
unter jeder der beiden Gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Nehmenden nicht zerstückelt,&lt;br /&gt;
nicht zerbrochen, nicht zerteilt,&lt;br /&gt;
wird er als Ganzer empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer nimmt, tausend nehmen,&lt;br /&gt;
wieviel sie empfangen, so viel ist er,&lt;br /&gt;
genommen, wird er doch nicht aufgebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute nehmen und Schlechte nehmen,&lt;br /&gt;
aber ungleich sind sie nach dem Los&lt;br /&gt;
des Lebens oder des Untergangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tod für die Schlechten, Leben für die Guten:&lt;br /&gt;
sieh, wie ungleichen Ausgang&lt;br /&gt;
der gleiche Sakramentsempfang hat!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun das Sakrament gebrochen ist,&lt;br /&gt;
lass dich nicht beirren, sondern bedenke,&lt;br /&gt;
dass ebenso viel unter dem Bruchstück&lt;br /&gt;
wie im Ganzen enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Spaltung der Sache geschieht,&lt;br /&gt;
nur ein Zerbrechen des Zeichens geschieht,&lt;br /&gt;
wodurch weder Zustand noch Rang&lt;br /&gt;
des Bezeichneten vermindert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seht das Brot der Engel,&lt;br /&gt;
den Wandernden zur Speise geworden,&lt;br /&gt;
wahrhaftig das Brot der Kinder,&lt;br /&gt;
das man nicht den Hunden hinwerfen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abbildern wird es vorbedeutet,&lt;br /&gt;
als Isaak geopfert wird,&lt;br /&gt;
als das Paschalamm angeordnet wird,&lt;br /&gt;
als den Vätern das Manna gegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Hirte, wahres Brot,&lt;br /&gt;
Jesus, erbarme dich unser,&lt;br /&gt;
weide uns, schütze uns,&lt;br /&gt;
lass uns Gutes schauen&lt;br /&gt;
im Land der Lebenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der du alles weißt und vermagst,&lt;br /&gt;
der du uns Sterbliche hier weidest,&lt;br /&gt;
mach uns dort zu deinen Tischgenossen,&lt;br /&gt;
zu Miterben und Gefährten&lt;br /&gt;
der heiligen Bürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deinem Heiland, deinem Lehrer,&lt;br /&gt;
deinem Hirten und Ernährer,&lt;br /&gt;
Sion, stimm ein Loblied an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preis nach Kräften seine Würde,&lt;br /&gt;
da kein Lobspruch, keine Zierde&lt;br /&gt;
seinem Ruhm genügen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Brot sollst du erheben,&lt;br /&gt;
welches lebt und gibt das Leben,&lt;br /&gt;
das man heut’ den Christen weist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Brot, mit dem im Saale&lt;br /&gt;
Christus bei dem Abendmahle&lt;br /&gt;
die zwölf Jünger hat gespeist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut soll unser Lob erschallen&lt;br /&gt;
und das Herz in Freude wallen,&lt;br /&gt;
denn der Tag hat sich genaht,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Herr zum Tisch der Gnaden&lt;br /&gt;
uns zum ersten Mal geladen&lt;br /&gt;
und dies Mahl gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuer König, neue Zeiten,&lt;br /&gt;
neue Ostern, neue Freuden,&lt;br /&gt;
neues Opfer allzumal!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Wahrheit muss das Zeichen,&lt;br /&gt;
vor dem Licht der Schatten weichen,&lt;br /&gt;
hell erglänzt des Tages Strahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was von Christus dort geschehen,&lt;br /&gt;
sollen wir fortan begehen,&lt;br /&gt;
seiner eingedenk zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treu dem heiligen Befehle&lt;br /&gt;
wandeln wir zum Heil der Seele&lt;br /&gt;
in sein Opfer Brot und Wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wie uns der Glaube kündet,&lt;br /&gt;
der Gestalten Wesen schwindet,&lt;br /&gt;
Fleisch und Blut wird Brot und Wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was das Auge nicht kann sehen,&lt;br /&gt;
der Verstand nicht kann verstehen,&lt;br /&gt;
sieht der feste Glaube ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter beiderlei Gestalten&lt;br /&gt;
hohe Dinge sind enthalten,&lt;br /&gt;
in den Zeichen tief verhüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blut ist Trank, und Fleisch ist Speise,&lt;br /&gt;
doch der Herr bleibt gleicherweise&lt;br /&gt;
ungeteilt in beider Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer ihm nahet voll Verlangen,&lt;br /&gt;
darf ihn unversehrt empfangen,&lt;br /&gt;
ungemindert, wunderbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer kommt, und tausend kommen,&lt;br /&gt;
doch so viele ihn genommen,&lt;br /&gt;
er bleibt immer, der er war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute kommen, Böse kommen,&lt;br /&gt;
alle haben ihn genommen,&lt;br /&gt;
die zum Leben, die zum Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bösen wird er Tod und Hölle,&lt;br /&gt;
Guten ihres Lebens Quelle,&lt;br /&gt;
wie verschieden wirkt dies Brot!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Hostie auch gespalten,&lt;br /&gt;
zweifle nicht an Gottes Walten,&lt;br /&gt;
dass die Teile das enthalten,&lt;br /&gt;
was das ganze Brot enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemals kann das Wesen weichen,&lt;br /&gt;
teilen lässt sich nur das Zeichen,&lt;br /&gt;
Sach’ und Wesen sind die gleichen,&lt;br /&gt;
beide bleiben unentstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seht das Brot, die Engelspeise!&lt;br /&gt;
Auf des Lebens Pilgerreise&lt;br /&gt;
nehmt es nach der Kinder Weise,&lt;br /&gt;
nicht den Hunden werft es hin!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lang im Bild war’s vorbereitet:&lt;br /&gt;
Isaak, der zum Opfer schreitet;&lt;br /&gt;
Osterlamm, zum Mahl bereitet;&lt;br /&gt;
Manna nach der Väter Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guter Hirt, du wahre Speise,&lt;br /&gt;
Jesus, gnädig dich erweise!&lt;br /&gt;
Nähre uns auf deinen Auen,&lt;br /&gt;
lass uns deine Wonnen schauen&lt;br /&gt;
in des Lebens ewigem Reich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du, der alles weiß und leitet,&lt;br /&gt;
uns im Tal des Todes weidet,&lt;br /&gt;
lass an deinem Tisch uns weilen,&lt;br /&gt;
deine Herrlichkeit uns teilen.&lt;br /&gt;
Deinen Seligen mach uns gleich!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Adoro te devote]]&lt;br /&gt;
* [[Pange Lingua]]&lt;br /&gt;
* [[Tantum ergo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf Adam (Theologe)|Adolf Adam]]: &amp;#039;&amp;#039;Te Deum laudamus. Große Gebete der Kirche Lateinisch-Deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Herder, 2. Aufl. Freiburg 1987, ISBN 3-451-20900-4, S. 62–67 und 215.&lt;br /&gt;
* Dominicus Johner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Melodie der Fronleichnams-Sequenz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erbe und Auftrag|Benediktinische Monatschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 21 (1939), S. 270–277.&lt;br /&gt;
* [[Franz Viktor Spechtler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lauda Sion salvatorem.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verfasserlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band V, Sp. 613 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Zwei deutsche Übertragungen enthält das [http://erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz.php?file=..%2Fschott%2Fherrenfeste%2FFronleichnamA.htm SCHOTT-Messbuch]&lt;br /&gt;
* [http://glauben-singen.de/Fronleichnam_.htm Freie Nachdichtung] von [[Peter Gerloff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Fronleichnamshymnen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eucharistie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion 1264]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sequenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Thomas von Aquin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Mittellatein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fronleichnam]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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