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	<title>Lauchertgraben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T08:41:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lauchertgraben&amp;diff=2904457&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sitacuisses: /* Geologie und Datierung */ LF</title>
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		<updated>2025-06-08T18:20:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geologie und Datierung: &lt;/span&gt; LF&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Geokarte+Graben Mittlere Schwäbische Alb.jpg|mini|Mittlere [[Schwäbische Alb]] mit markierten Randstörungen von [[Hohenzollerngraben]] und Lauchertgraben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sichtbare &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lauchertgraben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein rund elf Kilometer langer miozän-pliozäner, rheinisch (d.&amp;amp;nbsp;h. Süd/Nord) streichender, tektonischer Graben auf der Mittleren [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]]. Der Graben ist zwischen [[Veringenstadt]] und der [[Ruine Hertenstein]] (südlich von [[Jungnau]], wo die Straße nach [[Sigmaringen]] ansteigt, und die Lauchert nach Osten abbiegt) morphologisch als Eintiefung deutlich ausgeprägt. Fortsetzungen nach Süden und nach Norden von Veringenstadt bis nahezu nach [[Engstingen]] sind morphologisch nicht mehr wahrnehmbar; sie sind aber seismisch nachgewiesen und in geologische Kartenwerken eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Randverwerfung Lauchertgraben Veringendorf Schwäbische Alb.jpg|mini|Gewann „Brachfeld“, Straße Veringendorf-Hochdorf. Erste östliche [[Verwerfung (Geologie)|Randstörung]] des Lauchertgrabens, max. der Sprunghöhe von 100&amp;amp;nbsp;m]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der GeoKarte 7821, Veringenstadt, 1978, sind eine westliche und zwei östliche [[Verwerfung (Geologie)|Randstörungen]] kartiert. Die westliche Randstörung des [[Graben (Geologie)|Grabens]] ist wesentlich älter als die östlichen [[Störung (Geologie)|Störungen]] und heute nur noch flexurartig ausgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eozän|präeozän]], [[Tektonik|bruchtektonisch]] aktiv noch bis ins [[Miozän]], Abel (2003a), S. 52f&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste der beiden östlichen, [[staffelbruch]]artig erscheinenden Randstörungen ist dagegen – zum Teil auch von Anhöhen im Laucherttal – immer noch deutlich sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auch als „Trochtelfinger [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfung]]“ bezeichnete Abschnitt ab Gammertingen nach Norden bis Engstingen ist nicht mehr [[Geomorphologie|morphologisch]] sichtbar, sondern nur noch [[Seismik|seismisch]] nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt; Erl. GeoK 7621, Trochtelfingen, 1999, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie und Datierung ==&lt;br /&gt;
Ab Gammertingen verläuft die [[Flussgeschichte der Lauchert|Lauchert]] in diesem Graben. In Veringenstadt vergittern sich [[Störung (Geologie)|Störungen]] des Lauchertgrabens und solche des von Westen auslaufenden [[Hohenzollerngraben]]s. Die Lauchert hat hier in drei Schlingen einen engen Durchbruch durch mächtige Felsriegel geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Grabensysteme hängen [[Verwerfung (Geologie)|tektonisch]] zusammen, darauf weisen [[Streichen (Geologie)#Generalstreichen|herzynisch streichende]] Bruchstörungen des Hohenzollerngrabens im rheinisch streichenden Lauchertgraben um Veringenstadt hin.&amp;lt;ref&amp;gt;auch nachgewiesen mit Störungsflächenpopulationsanalysen von Burchardt (2003), S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die beiden Gräben und ihre Vergitterungen gibt es aber bisher nur wenig gesichertes Wissen. Das absolute Alter des Lauchertgrabens und die Altersbeziehung der beiden Gräben zueinander ist nach wie vor nicht sicher (Stand: 2011). Neuere Veröffentlichungen gehen davon aus, dass der Lauchertgraben etwas älter als der Zollerngraben ist.&amp;lt;ref&amp;gt; Reinecker &amp;amp; Schneider (2001), „Wenn der Hohenzollerngraben im Oligozän längst bestanden [hätte …], müssten die Flüsse [Schmiecha-Schmeie und Fehla-Lauchert] diese Struktur vornehmlich benützt haben.“, S. 397; „…ergibt sich für die Bildung des Hohenzollerngrabens […] ein maximal [[pliozän]]es Alter“, S. 391&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Graben sind ein Schleier stark verwitterter Streu-[[Schotter]] einer [[Urdonau]], sowie noch ältere Schichten verbackener Schotter (Jura-[[Konglomerat (Gestein)|Nagelfluh]]) einer [[Urlauchert]]&amp;lt;ref&amp;gt;„schon zur Zeit des Schwäbischen Vulkans sedimentiert“ Ufrecht (2006) S. 53&amp;lt;/ref&amp;gt; kartiert worden (Siehe „DSpl“ und „J2“ in der Graphik der geologischen Karte oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sichtbare-Lauchertgraben-Schulter Schwäbische Alb.jpg|mini|Vereinfachte Graphik geologischer Merkmale von Lauchertgraben, Donauschotter und min. 15Ma alter Jura-[[Konglomerat (Gestein)|Nagelfluh]] (J)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golwer (1978) formuliert die [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] und die [[Geochronologie|geochronologische]] Einordnung der östlichen Randstörungen wie folgt: „Im Lauchertgraben 1,5&amp;amp;nbsp;km südwestlich [[Jungnau]] liegen die [[Geröll|Donaugerölle]] um rund 50&amp;amp;nbsp;m tiefer als östlich der Randstörung am Südwesthang vom Frauenstock“. Daher „[…] hat bereits Hennig (1926, S. 73) aus der unterschiedlichen Höhenlage der „[[pliozän]]en“ Donaugerölle ein [[Pliozän|postunterpliozänes]] Alter festgestellt.“&amp;lt;ref&amp;gt; Erl. GeoK 7821, Veringenstadt, 1978, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Golwer ohne Korrektur diese Angabe von &amp;#039;Hennig 1926, S. 73&amp;#039; übernimmt, ist nach dem gegenüber früher korrigierten, heute allgemein gültigen geologischen Zeitskala-Standard „Std 2002“ von einem ober-[[miozän]]en Alter auszugehen.&amp;lt;ref&amp;gt; es wird in diesem Text immer die Geologische Zeitskala der Deutschen Stratigraphischen Kommission (STD 2002) zugrunde gelegt. Dieser Standard korrigiert Pliozän-Angaben in älteren deutschsprachigen Schriften für die Geologie Südwestdeutschlands um 5 Millionen Jahre (!) (Ma) zugunsten des Miozäns ([[Stratigraphie (Geologie)|Stratigraphie]]). Die Anpassung erfolgte auf Anregung von Fahlbusch (1981). Dann sind die &amp;#039;pliozänen&amp;#039; Donauschotter als &amp;#039;miozän-pliozäne&amp;#039; Schotter anzusehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Visuelle Lokalisierung ===&lt;br /&gt;
Deutlich sichtbar sind die Randstörungen:&lt;br /&gt;
* Im E Jungnau beginnenden, nach N verlaufenden „Langes Tal“ und dessen Fortsetzung „Zimmertal“. Insbesondere zwischen den beiden Tälern im Gewann „Brachfeld“.&lt;br /&gt;
* Im Aufschluss des Schotterwerks Jungnau, 1&amp;amp;nbsp;km SE Jungnau;&lt;br /&gt;
* An der engen, nur ca. 100&amp;amp;nbsp;m breiten, Durchbruchstelle der südlichen Lauchert beim „Hertenstein“, (2,7&amp;amp;nbsp;km S Jungnau); erkennbar an den südlich und nördlich als Talflanken stehenden Massenkalkfelsengruppen „Altes Schloss“/„Hertenstein“ und „Himbeertäle“ (beides geschützte [[Geotop]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabenschulter Lauchertgraben Schwäbische Alb.jpg|mini|Markante östliche Abbruchkante des Lauchertgraben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgt man von Jungnau dem „Langes Tal“ nach Norden oder folgt in [[Veringendorf]], für 1,6&amp;amp;nbsp;km der Verbindungsstraße nach Osten, die aufwärts nach [[Hochberg (Bingen)|Hochberg]] führt, gelangt man auf eine baumlose Ebene, Gewann „Karge Halde“. Von dieser auch „Brachfeld“ genannten Ackerfläche aus erschließt sich auch dem ungeschulten Auge, dass der gegenüber liegende, steile, bewaldete Hang die Hauptstörung des Grabens mit einer [[Verwerfung (Geologie)|Sprunghöhe]] von hier 100&amp;amp;nbsp;m ist.&amp;lt;ref&amp;gt;„Hier befindet man sich unmittelbar an der Randverwerfung des Lauchertgrabens. An diesem Standort gab es [[Abschiebung (Geologie)|Abschiebungen]] und [[Aufschiebung]]en, die vor allem in nordwestliche bis westliche Richtungen weisen“, Burchardt (2003), S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo die Straße die Grabenschulter durchsticht und in einem Trockental hinansteigt, ist die Bruchkante rechterhand durch den bewaldeten Steilhang und das nur leicht schräge offene Feld optisch außerordentlich deutlich. Die Bruchkante setzt sich von hier auch im fernen Tannenwald fort. Nur 2,1&amp;amp;nbsp;km vom Standort südlich, sind im Aufschluss des „Schotterwerk Jungnau, Fa. Martin Baur GmbH“ mittels geologischer Störungsflächenanalysen (P/T-Methode) besonders zahlreiche rheinisch streichende „vorpliozäne“ Auf- und Abschiebungen gemessen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Burchardt (2003) S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lauchertgraben-Süddurchbruch Hertenstein Schwäbische Alb.jpg|mini|Durchbruch der Lauchert durch die östliche [[Verwerfung (Geologie)|Randstörung]] am „Hertenstein“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich Jungnau, am „Hertenstein“, dem südlichen Ende des abgesenkten Grabens, verlässt die Lauchert den Graben und biegt nach E. Sie hat die hier noch ca. 60&amp;amp;nbsp;m hohe östliche Störung in einem engen Durchbruchtal (zwischen „Himbeertäle“ und „Altes Schloss“) überwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* GeoK BW = „Geologische Karte von BW, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Freiburg, (LGRB) zu Blatt“ Nr, Blattname, Jahr&lt;br /&gt;
* Erl. GeoK = „Erläuterungen zu: Geologische Karte von BW, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Freiburg, (LGRB) zu Blatt“ Nr, Blattname, Jahr&lt;br /&gt;
* Hennig (1926): Hennig, E., Eine junge rheinische Störung in der Schwäbischen Alb, in: Jh. Ver. vaterl. Naturkde. Württ., 82, Stuttgart 1926, S. 64–76&lt;br /&gt;
* Gollwer (1978): siehe Erl. GeoKarte 7821, Veringenstadt, 1978&lt;br /&gt;
* Fahlbusch (1981): Fahlbusch, Volker, Miozän und Pliozän – Was ist was? Zur Gliederung des Jungtertiärs in Süddeutschland. Mitt. Bayer. Staatsslg. Paläont. hist. Geol. 21, München 1981, S. 121–127&lt;br /&gt;
* Reinecker &amp;amp; Schneider (2001): Reinecker, J., Schneider, G., Zur Neotektonik der Zollernalb: Der Hohezollerngraben und die Albstadt-Erdbeben, in: Jber. u. Mitt. oberrh. geol. Ver., Stuttgart 2001, S. 391–417&lt;br /&gt;
* Deutsche Stratigraphische Kommission, (STD 2002): siehe Weblinks&lt;br /&gt;
* Abel (2003a): Abel, Th., Untersuchungen zur Genese des Malmkarsts der Mittleren Schwäbischen Alb im Quartär und jüngeren Tertiär (Diss. 2003), TGA, C67, Tübingen, 2003&lt;br /&gt;
* Burchardt (2003): Burghardt, M., Die Neotektonik des Hohenzollern- und Lauchertgrabens, Geologie, Universität Tübingen, Geologisches Institut, 2003 (Dpl. Arbeit)&lt;br /&gt;
* Ufrecht (2006): Ufrecht, W., Ein plombiertes Höhlenruinenstadium auf der Kuppenalb zwischen Fehla und Lauchert (Zollernalbkreis, Schwäbische Alb), Laichinger Höhlenfreund, Laichingen 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Abbruchkante]]&lt;br /&gt;
* [[Hebung (Geologie)|Hebung]]&lt;br /&gt;
* [[Geodynamik]]&lt;br /&gt;
* [[Horst (Geologie)|Horst]]&lt;br /&gt;
* [[Seismologie]]&lt;br /&gt;
* [[Reliefumkehr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stratigraphie.de/std/index.html 6. Stratigraphische Tabelle von Deutschland] (STD 2002)&lt;br /&gt;
* [http://www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/7551/?COMMAND=DisplayFZG&amp;amp;FIS=199&amp;amp;OBJECT=7551&amp;amp;MODE= Geotope in den Regierungsbezirken von Baden-Württemberg], (Schutzgebietsverzeichnis, Volltexte), LfU, Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/Service/geotourismus_uebersicht | wayback=20040304004026 | text=Geotop-Kataster}} Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/08/12/N |EW=9/12/46/E |type=landmark |region=DE-BW|dim=100}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schwäbische Alb)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Sigmaringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Veringenstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plattentektonik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauchert|~Lauchertgraben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sitacuisses</name></author>
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