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	<title>Latrun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Latrun&amp;diff=431701&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-01-02T12:23:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort im Westjordanland&lt;br /&gt;
|Name                            = Latrun&lt;br /&gt;
|Flagge                          = &lt;br /&gt;
|Wappen                          = &lt;br /&gt;
|Bild                            = &lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung                = &lt;br /&gt;
|NameHebräisch                   = {{he|לטרון&amp;amp;lrm;}}&lt;br /&gt;
|NameArabisch                    = {{ar|اللطرون&amp;amp;lrm;}}&lt;br /&gt;
|Militär. Administrationseinheit = &lt;br /&gt;
|Gouvernement                    = &lt;br /&gt;
|Gemeindeart                     = &lt;br /&gt;
|Regionalverwaltung              = &lt;br /&gt;
|Gemeindeverwaltung              = &lt;br /&gt;
|Gegründet                       = &lt;br /&gt;
|lat_deg = 31&lt;br /&gt;
|lat_min = 50&lt;br /&gt;
|lat_sec = 08&lt;br /&gt;
|lon_deg = 34&lt;br /&gt;
|lon_min = 58&lt;br /&gt;
|lon_sec = 49&lt;br /&gt;
|REGION-ISO                      = PS&lt;br /&gt;
|Höhe                            = &lt;br /&gt;
|Fläche                          = &lt;br /&gt;
|Bevölkerungsdichte              = &lt;br /&gt;
|Einwohner                       = &lt;br /&gt;
|EinwohnerStand                  = &lt;br /&gt;
|Zeitzone                        = &lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl                  = &lt;br /&gt;
|Postleitzahl                    = &lt;br /&gt;
|Kfz-Kennzeichen                 = &lt;br /&gt;
|Bürgermeister                   = &lt;br /&gt;
|AnschriftStraße                 = &lt;br /&gt;
|Website                         = &lt;br /&gt;
|Stadtfest                       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Ort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Latrun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|اللطرون&amp;amp;lrm;|al-Latrūn|DMG=al-Laṭrūn}}, {{heS|לטרון&amp;amp;lrm;}}) liegt etwa 15&amp;amp;nbsp;Kilometer westlich von [[Jerusalem]] in der [[Schefela]] im [[Ajalon]]-Tal, das im Laufe der Geschichte oft von strategischer Bedeutung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Latrun teilt sich die Straße, die von [[Tel Aviv-Jaffa|Tel Aviv]] kommt, in zwei Richtungen, die beide nach Jerusalem führen: Die eine führt über [[Sha&amp;#039;ar HaGai|Schaʿar haGai]] ({{heS|שער הגיא&amp;amp;lrm;}}), das „Tor des Tales“. Sie ist heute die Hauptstrecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Die andere Strecke verläuft nördlich davon über Beit Horon. Latrun befindet sich außerhalb der [[Grüne Linie|Grünen Linie]], gehört also zum [[Westjordanland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Namens ist nicht gesichert. Wahrscheinlich ist es eine Verfälschung von „Le toron des chevaliers“, einer [[Kreuzfahrerburg]], deren Reste noch in der Nähe erkennbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Biblische Überlieferung ===&lt;br /&gt;
Im Gebiet von Latrun (bei Beth Horon) soll im 13. Jahrhundert v. Chr. der Kampf [[Josua, der Sohn Nuns|Joshua Ben Nuns]] gegen fünf [[Amurriter|Amoriterkönige]] stattgefunden haben. Nach biblischer Überlieferung rief Joschua die Sonne an stillzustehen, um den Kampf noch am Freitag vor dem [[Sabbat]] siegreich zu Ende führen zu können. „Sonne, steh still zu [[Gibeon]], und Mond, im Tal Ajalon. Da stand die Sonne still und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte.“ {{B|Jos|10|12-13|LUT}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Britische Mandatszeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Latrun fortress1.jpg|mini|Die ehemalige Polizeifestung Latrun]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Latrun detention camp.jpg|mini|Inhaftierte der Operation Agatha im Internierungslager Latrun 1946. Von links: [[David Remez|Remez]], [[Mosche Scharet|Scharett]], [[Jitzchak Gruenbaum|Gruenbaum]], [[Dov Yosef|Yosef]], Shenkarsky, [[David Hacohen|Hacohen]], [[Isser Harel|Halperin]].]]&lt;br /&gt;
Ausgelöst durch den [[Arabischer Aufstand|Arabischen Aufstand]] ab 1936, errichteten die Briten an mehreren strategisch wichtigen Stellen im Land [[Polizeistation (Palästina)|befestigte Polizeistationen]]. Die festungsartigen Stationen, nach dem Entwickler der Bauart &amp;#039;&amp;#039;Tegart Forts&amp;#039;&amp;#039; genannt, waren stark gesicherte Komplexe mit Turm und zahlreichen Schießscharten. Der Standort in Latrun westlich des Klosters wurde wegen der erhöhten Lage an der strategisch wichtigen Straße von der Küste nach Jerusalem gewählt, die Polizeistation wurde 1943 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer der Polizeistation errichteten die Briten in Latrun und der näheren Umgebung Internierungslager, in denen vorwiegend jüdische Widerstandskämpfer gegen die Mandatsmacht eingesperrt wurden. Zu den zahlreichen inhaftierten Zionisten gehörten unter anderem [[Mosche Scharet]]t und [[Dov Yosef]]. Die Lager waren besonders nach der [[Operation Agatha]] vom 29. Juni 1946 stark überbelegt, was mit die Errichtung von Lagern in [[Britisch-Zypern]] für [[Alija Bet|jüdische illegale Einwanderer]] auslöste. Aufgrund dieser Geschehnisse erhielt das Schiff &amp;#039;&amp;#039;[[San Dimitrio]]&amp;#039;&amp;#039;, das am 19. Oktober 1946 mit 1275 illegalen Einwanderern an Bord von Frankreich abfuhr, den Hagana-Codenamen &amp;#039;&amp;#039;Latrun&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unabhängigkeitskrieg ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schlachten von Latrun}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Latrun Panzer.JPG|mini|Panzermuseum Latrun: [[Panzer IV]] und [[Sturmgeschütz III]] (deutsche Fabrikate): Zuerst von Frankreich erbeutet, dann Syrien überlassen und 1967 von Israel erbeutet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panorama latrun1.jpg|mini|Panorama in der Gedenkstätte der Panzertruppe der israelischen Armee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Palästinakrieg|Unabhängigkeitskrieg]] von 1948 fand hier einer der erbittertsten Kämpfe zwischen Israelis und Arabern um die Kontrolle der Straße zum [[Schlacht um Jerusalem (1948)|belagerten Jerusalem]] statt. Beim Rückzug der [[British Army|britischen Armee]] am 14. Mai 1948 wurde diese Station der [[Arabische Legion|Arabischen Legion]] übergeben. Am Folgetag versuchten zwei [[israel]]ische [[Bataillon]]e vergeblich, die Station zu stürmen. Die Israelis verloren bei dieser „Ben Nun“ genannten Operation 74 Mann. Am 30. Mai 1948 unternahmen die Israelis mit der Operation „Ben Nun B“ einen weiteren Versuch die Station zu nehmen, trotz [[Artillerie]]unterstützung scheiterten sie aber an den [[Minenfeld]]ern rund um die Station, wobei auf israelischer Seite 31 Mann fielen. Nach diesem zweiten Fehlschlag wurde eine alternative Route (südlich der Straße durch das [[Bab el Wad]], dem „Tor zum Tal“, hebr.: Schaʿar haGai) nach Jerusalem ausgebaut, die als „[[Burma Road (Israel)|Burma Road]]“ in die Geschichte Israels einging. In der Nacht zum 9. Juni 1948 erfolgte unter dem Kommando von [[David Marcus]] ein Angriff auf die Ostseite der Station („Operation Joram“), der wegen eines Orientierungsfehlers eines Kompaniechefs abermals scheiterte. 19 weitere israelische Soldaten fielen, als am 16. Juli 1948 zwei [[Palmach]]-Bataillone die Polizeistation ergebnislos angriffen. Am 18. Juli 1948 machten die Israelis einen letzten Versuch zur Eroberung der Station. Mit Unterstützung durch Artillerie und Panzerfahrzeuge rückten sie vor, doch Kommunikationsprobleme zwangen zum Abbruch des Angriffs. Es gab zwar keine Verluste an Menschenleben, aber bei Kriegsende war die Station immer noch in [[Transjordanien|transjordanischer]] Hand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sechstagekrieg ===&lt;br /&gt;
Gemäß dem [[Waffenstillstandsabkommen von 1949]] musste die Straße von [[Tel Aviv-Jaffa|Tel Aviv]] nach [[Jerusalem]], die von der Station kontrolliert wurde, für den israelischen Verkehr geöffnet werden. Transjordanien und folgend [[Jordanien]] ignorierte das Abkommen insoweit jedoch und so musste bis zum [[Sechstagekrieg]] von 1967 ein Umweg über die Burma Road benutzt werden. Zwischen 1948 und 1967 war das Polizeifort von Latrun, direkt vor dessen Westseite buchstäblich die [[Grüne Linie]] verläuft, auch in einige Zwischenfälle verwickelt, die israelische Bauern daran hindern sollten, ihre Felder zu bestellen. Im Sechstagekrieg wurde die Station von der israelischen Harʾel-Brigade nach ausgiebiger Artillerievorbereitung erobert. Die Bewohner der arabischen Dörfer ʿImwās, Bait Nubā und Yālū wurden vertrieben, die Dörfer zerstört. Jahre später wurden auf deren Land die Siedlung [[Liste israelischer Siedlungen#M|Mewo Choron]] und der &amp;#039;&amp;#039;Kanadapark&amp;#039;&amp;#039; angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Zerstörung dieser arabischen Dörfer und die Vertreibung ihrer etwa 8.000 Bewohner auch unter Israelis umstritten war, belegte 55 Jahre später ein Artikel in der [[Haʾaretz]]. Im benachbarten Kibbuz [[Nachschon (Kibbuz)|Nachschon]] fand 1967 eine lebhafte Diskussion darüber statt, ob die Ländereien der Dörfer für eigene Zwecke genutzt und die Ernte der arabischen Bauern verwendet werden dürfte. Die aus der Jugendbewegung [[Hashomer Hatzair|HaSchomer haZaʿir]] stammenden Kibbuzbewohner wollten sich nicht an der Plünderung der verlassenen Grundstücke und Häuser beteiligen, aber sie hatten auch Angst, welche Reaktionen ihr Entschluss in der israelischen Öffentlichkeit auslösen könnte. Deshalb wurden im Kibbuz-Bulletin vor dessen Auslieferung die zwei Seiten des Protokolls über die Sitzung, auf der dieser Beschluss gefasst worden war, so miteinander verklebt, dass sie unlesbar blieben. Erst 2022 wurde diese Selbstzensur von der israelisch-palästinensischen [[Nichtregierungsorganisation|NGO]] &amp;#039;&amp;#039;Akevot – The Institute for Israeli-Palestinian Conflict-Research&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ngo-monitor.org/ngos/akevot-the-institute-for-israeli-palestinian-conflict-research/ About Akevot] &amp;amp; [https://www.akevot.org.il/ Akevot Homepage]&amp;lt;/ref&amp;gt; aufgedeckt und publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://haaretz.us18.list-manage.com/track/click?u=d3bceadb340d6af4daf1de00d&amp;amp;id=90b3d70b5b&amp;amp;e=231cf2a1b3 55 Years Later: A Censored Kibbutz Decision About Arab Land Is Revealed], Haʾaretz, 14. Juni 2022. Der Artikel enthält zahlreiche Fotos, die die damalige Vertreibung der arabischen Dorfbevölkerung dokumentieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Gedenkstätte und Museum ===&lt;br /&gt;
Seit 1982 befindet sich in der ehemaligen Polizeistation die [[Gedenkstätte]] der [[Panzertruppe]] der [[Israelische Streitkräfte|israelischen Armee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Yad La-Shiryon|Jad laSchiryon]]&amp;#039;&amp;#039;.[[Datei:Sculpture in Yad la-Shiryon Museum 24.JPG|mini|Skulpturen in der Jad laSchiryon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im angegliederten [[Kriegsmuseum|Militärmuseum]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://yadlashiryon.com/ yadlashiryon.com] Webauftritt von Gedenkstätte und Museum (hebräisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; werden mehr als 200 [[Panzer]] und andere Militärfahrzeuge ausgestellt, außerdem informiert ein multimediales museumspädagogisches Konzept über die geschichtlichen Zusammenhänge. Ein [[Freilichttheater]] steht für zivile und militärische Veranstaltungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trappistenabtei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Latrun Monastery-2.jpg|mini|Trappistenabtei Latrun]]&lt;br /&gt;
Südlich des Panzermuseums befindet sich das 1890 von [[Trappisten]] gegründete [[Kloster]] ({{frS|Abbaye Notre Dame des Douleurs de Latroun}}; {{laS|Abbatia [[Beata Maria Virgo Perdolens|Beatae Mariae Virginis Perdolentis]]}}). Der Orden erwarb von den Kaufleuten Gebrüder Batato in Jerusalem für die Klostergründung die Anlagen einer 1876/1877 von Alexander Howard errichteten Herberge, die später aufgegeben worden war, und dazu etwa 200&amp;amp;nbsp;ha Boden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historique&amp;quot;&amp;gt;[http://latroun.net/fr/historique.htm &amp;#039;&amp;#039;Historique&amp;#039;&amp;#039;.] latroun.net (französisch); abgerufen am 30. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] vertrieben [[Osmanisches Reich|osmanische]] Truppen die [[Mönche]] und nutzten das Kloster (1908–1937 [[Prior]]ei, seither [[Abtei]]) als Heerlager.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historique&amp;quot; /&amp;gt; [[Mustafa Kemal Atatürk|Kemal Paşa]] weilte in dieser Zeit zweimal in den Anlagen des Klosters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historique&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Palästinafront|Eroberung Palästinas]] durch die [[Egyptian Expeditionary Force]] kam 1917 [[Prior]] Stanislas Roux als Leutnant nach Latrun und fand den Bau weitgehend geplündert vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historique&amp;quot; /&amp;gt; Die Mönche kehrten 1919 zurück und bauten ab 1927 (Grundstein 1926) das Kloster nach Plänen [[Paul Couvreur]]s, ab 1925 Prior und 1937–1952 Abt des Klosters, neu auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Latroun - 40&amp;quot;&amp;gt;[http://www.ocso.org/index.php?option=com_mtree&amp;amp;task=viewlink&amp;amp;link_id=2406&amp;amp;Itemid=53&amp;amp;lang=fr „Latroun - 40“], O.S.C.O. Ordre Cistercien de la Stricte Observance (französisch); abgerufen am 30. April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 war die Krypta der Klosterkirche fertig gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Historique&amp;quot; /&amp;gt; Der Aufbau wurde 1954 mit Errichtung des [[Glockenturm]]es abgeschlossen. Das Kloster stellt qualitativ hochwertige [[Wein]]e und [[Olivenöl]]e her, die auch im Klosterladen zu erwerben sind. Der [[Klostergarten]] beherbergt eine kleine Sammlung archäologischer Funde aus der Gegend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jesus-Bruderschaft Gnadenthal ===&lt;br /&gt;
Oberhalb des Trappistenklosters, am Hügel der alten Kreuzfahrerburg lebt eine kleine Gemeinschaft der [[Jesus-Bruderschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jesus-Bruderschaft Gnadenthal |url=http://www.jesus-bruderschaft.de/kloster/welt/latrun/index.html |titel=Latrun/Israel |abruf=2011-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Le Toron 2.JPG|mini|links|Gewölbe der Templerburg Latrun mit späteren Ergänzungen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruine Latrun.JPG|mini|hochkant|Turmrest der Templerburg Latrun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Templerburgruine ===&lt;br /&gt;
Oberhalb des Trappistenklosters liegen die Reste der Burganlage Toron des Chevaliers ({{laS|Toronum Militum}}). Sie war Mitte des 12. Jahrhunderts von dem kastilischen Adligen [[Rodrigo González de Lara]] erbaut und anschließend an den [[Templerorden]] (siehe [[Liste der Templerburgen]]) übergeben worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Glenn Edward Lipskey (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Chronica Adefonsi imperatoris&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Chronicle of Alfonso the Emperor.&amp;#039;&amp;#039; (1972), Buch I, §48, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Befestigung diente der Sicherung der Pilger- und Heerstraße von [[Jaffa]] nach Jerusalem.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FdO&amp;quot;&amp;gt;Maxime Goepp: [http://www.orient-latin.com/fortresses/82 Toron des Chevaliers, le], in: &amp;#039;&amp;#039;Forteresses d&amp;#039;Orient&amp;#039;&amp;#039;, 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Saladin]] ließ die Burganlage 1191 schleifen, so dass der [[Dritter Kreuzzug|Dritte Kreuzzug]] unter [[Richard Löwenherz]] diese Stellung 1191/1192 nicht dauerhaft besetzen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FdO&amp;quot; /&amp;gt; 1229 erhielten die Templer die Burg im Rahmen des [[Friede von Jaffa|Frieden von Jaffa]] zurück und befestigten die Burg erneut, bevor sie 1244 endgültig in die Hände der ägyptischen [[Mamluken]] fiel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FdO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Ortsname Latrun wird sowohl von der arabischen Form des Burgnamens al-Toron als auch von Castellum Boni Latronis (Burg des guten Diebes) hergeleitet. Die Letztere Variante bezieht sich auf den reuigen Dieb, der neben Jesus am Kreuz starb (Lukas 23, 40–43).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sind von der Burganlage neben einem Turmstumpf noch einige Mauer- und Gewölbereste sehr gut erkennbar. Das gesamte Areal ist aber von Schützengräben und Stellungen aus den Kriegen 1948/1967 durchzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International Center for the Study of Bird Migration ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Latrun Radar 1.jpg|mini|links|hochkant|Vogel&amp;amp;shy;beobach&amp;amp;shy;tungs&amp;amp;shy;radar in Latrun]]&lt;br /&gt;
In Latrun befindet sich das &amp;#039;&amp;#039;International Center for the Study of Bird Migration&amp;#039;&amp;#039; (Internationales Zentrum für Studien des [[Vogelzug]]s) mit einer Radar-Beobachtungsstation. Da sich Israel an der Nahtstelle dreier Kontinente befindet, ist es ein Knotenpunkt auf dem Weg der Zugvögel zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren. Jährlich durchqueren bis zu einer Milliarde Vögel die Region, was eine erhebliche Gefahr für die Luftfahrt darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.newscientist.com/article/mg18424705.700 newscientist.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Hälfte aller Flugunfälle wurden durch die Kollision mit Zugvögeln verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anregung des israelischen [[Ornithologe]]n [[Yossi Leshem]] und mit Unterstützung der [[Israelische Luftstreitkräfte|israelischen Luftwaffe]] wurde die Zugbewegung und -Verteilung der Vögel beobachtet und für eine Vorhersage ausgewertet. Ab 1983 wurde hierfür das Radar des [[Flughafen Ben Gurion|Ben-Gurion-Flughafens]] verwendet. Da dieses Radar die Flughöhe der Vögel nicht erfassen konnte, wurde später in Latrun ein spezielles Radar zur Vogelbeobachtung installiert, das auch die Flughöhe auswertet. Ein weiteres Vogelbeobachtungsradar befindet sich im [[Negev]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile ist die Erfassung der Zugvögel weit ausgereift. Da auch die Nachbarländer von Israel durch den Vogelzug betroffen sind, gibt es eine zunehmende Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch, zunächst mit der [[Türkei]] und [[Jordanien]]. Internationale Zusammenarbeit besteht auch mit Deutschland, in diesem Rahmen wurde der Zug des Weißstorchs [[Prinzesschen]] auch von Latrun aus beobachtet. Auch mit palästinensischen Organisationen wie der &amp;#039;&amp;#039;Palestine Wildlife Society&amp;#039;&amp;#039; gibt es eine Zusammenarbeit. Ein Projekt israelischer, palästinensischer und jordanischer Schulen wurde durch die US-Regierung finanziert, kam jedoch nach Ausbruch der [[Zweite Intifada|zweiten Intifada]] im Jahr 2000 zum Erliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.yfoto.de/en/search/0/israel%20latrun%20order%3dref_desc Fotos von Latrun]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4228233-0|LCCN=n83138579|VIAF=159484867}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Latrun| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Westjordanland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbauort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Israels]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzfahrerburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nakba]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Westjordanland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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