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	<title>Laterit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T02:22:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laterit&amp;diff=58189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eleutheropodic: Ferralsol und Laterit sind etwas völlig Verschiedenes</title>
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		<updated>2025-05-05T04:08:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ferralsol und Laterit sind etwas völlig Verschiedenes&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Laterite quarry, Angadipuram, India. C 004.jpg|mini|Abbau von Lateritsteinen, Angadipuram, Indien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laterit 01.jpg|mini|700 Jahre alte Laterit-Steine im [[Geschichtspark Sukhothai]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laterit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|later}} „Ziegelstein“) ist ein in tropischen Gebieten häufig auftretendes Oberflächenprodukt, das durch intensive und lang anhaltende [[Verwitterung]] der zugrunde liegenden Gesteine entsteht. An der Luft getrockneter Laterit dient in manchen Gegenden der Erde als [[Baustoff]]. Ein sehr ähnliches Gestein mit niedrigerem Eisen/[[Hämatit]]-Gehalt wird als [[Bauxit]] bezeichnet, es gibt zwischen den beiden Gesteinen einen kontinuierlichen Übergang an möglichen chemischen Zusammensetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
In den [[Geowissenschaft]]en werden nur die mineralogisch-chemisch am stärksten veränderten Verwitterungsprodukte als Laterit bezeichnet; die schwächer verwitterten, aber häufig ganz ähnlich aussehenden und in den [[Tropen]] und [[Subtropen]] am meisten verbreiteten Oberflächenbildungen hingegen als [[Saprolith]]. Beide Verwitterungsbildungen können als Rückstands- oder [[Residualgestein]]e klassifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Bodenkunde]] gibt es für Laterite eigene Bezeichnungen. Die internationale Bodenklassifikation [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) nennt Böden mit Laterit [[Plinthosol]]e. In der [[USDA Soil Taxonomy]] gehören sie überwiegend zu den [[Oxisol]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Laterite formation on basaltic tuff, Madagascar. C 005.jpg|mini|Verwitterung eines [[Basalt]]-[[Tuff]]s in [[Saprolith]] (gelb-weiß) und Laterit (dunkelbraun). [[Vangaindrano]], [[Madagaskar]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laterit 02.jpg|mini|Widerstandsfähige Laterit-Säulen im Geschichtspark Sukhothai]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Zusammensetzung des Ausgangsgesteins und Verwitterungsgrad sind Laterite entweder weich bis bröcklig oder hart und physikalisch widerstandsfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesteine an der Erdoberfläche werden unter dem Einfluss der hohen Temperaturen und Niederschläge der Tropen tiefgründig zersetzt, wobei die in den Ausgangsgesteinen auftretenden [[Mineral]]e weitgehend gelöst und Sande heraus gespült werden. Bei dieser chemischen Verwitterung wird ein hoher Anteil der leichter löslichen Elemente [[Natrium]], [[Kalium]], [[Calcium]], [[Magnesium]] und [[Silicium]] (Kieselsäure) im durchsickernden [[Niederschlagswasser]] fortgeführt, wodurch es zu einer starken Rückstandsanreicherung der schwerer löslichen Elemente [[Eisen]] und [[Aluminium]] kommt ([[Ferralitisierung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laterite bestehen neben dem aus dem Ausgangsgestein stammenden, nur schwer löslichen [[Quarz]] vor allem aus den bei der Verwitterung neu gebildeten Mineralen [[Kaolinit]], [[Goethit]], [[Hämatit]] und [[Gibbsit]] (Hydrargillit). Die Eisenoxide Goethit und Hämatit bedingen die meist rotbraune Farbe der Laterite, welche zumeist nur wenige Meter mächtig sind, jedoch auch wesentlich höhere Mächtigkeiten erreichen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Laterite sind, über nahezu allen Gesteinsarten, in Gebieten entstanden, die kein starkes [[Relief (Geologie)|Relief]] aufweisen, sodass die Verwitterungsdecken erhalten blieben und nicht der [[Erosion (Geologie)|Erosion]] zum Opfer fielen. Laterite sind in heutzutage nicht-tropischen Klimagebieten ein Produkt früherer geologischer Epochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerstätten in Lateriten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nickel limonite below laterite cuirass. C 011.jpg|mini|Nickelhaltiger Limonit unter lateritischer Kruste]]&lt;br /&gt;
Die Lateritisierung ist besonders bedeutsam für die Bildung lateritischer Lagerstätten. [[Bauxit]]e sind aluminiumreiche Lateritvarietäten, die sich aus vielen Gesteinen bilden können, wenn die [[Entwässerung|Drainage]] besonders intensiv ist. Das bewirkt eine sehr starke Entfernung von Silicium und eine entsprechend hohe Anreicherung von Aluminium insbesondere als Hydrargillit.&lt;br /&gt;
Die Lateritisierung [[Ultramafitit|ultramafischer]] Gesteine ([[Serpentinit]], [[Dunit]], [[Peridotit]] mit 0,2–0,3 % Ni) kann zu einer bedeutenden Nickelanreicherung führen. Zwei Arten lateritischer Nickelerze sind zu unterscheiden: Ein sehr eisenreiches &amp;#039;&amp;#039;Ni-[[Limonit]]-Erz&amp;#039;&amp;#039; an der Oberfläche enthält 1–2 % Nickel an Goethit gebunden, der infolge weitgehender Lösung von Silicium und Magnesium stark angereichert ist. Unterhalb dieser Zone steht in manchen Vorkommen &amp;#039;&amp;#039;Nickel-Silikat-Erz&amp;#039;&amp;#039; mit häufig mehr als 2 % Ni an, das in Silikaten, insbesondere [[Serpentingruppe|Serpentin]], gebunden ist. Darüber hinaus ist in Taschen und auf Klüften des Serpentinits grüner [[Garnierit]] in geringer Menge, aber mit sehr hohen Nickelgehalten zumeist 20–40 % ausgeschieden. Hierbei handelt es sich um ein Gemenge verschiedener Ni-reicher [[Schichtsilikate]]. Das gesamte in der Silikat-Zone vorliegende Nickel wurde aus der überlagernden Goethit-Zone gelöst und deszendent verlagert. Die Abwesenheit der Goethit-Zone ist auf Erosion zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In Indien und den südostasiatischen Ländern dient Laterit seit jeher als Baustoff. So wurden beispielsweise die bekannten Tempelanlagen im thailändischen [[Geschichtspark Sukhothai|Sukhothai]] und im kambodschanischen [[Angkor]] aus Lateritsteinen errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Francis Buchanan-Hamilton]] beschrieb als erster das Material in seinem Reisebericht aus [[Chennai|Madras]] und den umgebenden Ländern. Abgeleitet vom lateinische Wort &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|later}}&amp;#039;&amp;#039; „Ziegelstein“ schlug er für das Material den Namen &amp;#039;&amp;#039;Laterit&amp;#039;&amp;#039; vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Francis Buchanan |Titel=A Journey from Madras through the countries of Mysore, Canara and Malabar … |Band=2 |Verlag=T. Cadell and W. Davies (Booksellers to the Asiatic Society); Black, Parry, and Kingsbury (Booksellers to the East India Company) |Ort=London |Datum=1807 |Seiten=440, 441 |Online={{Google Buch |BuchID=Wmtkai-L6I0C |Seite=440 |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Benennung wurde schnell von der englischen Literatur übernommen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edgar Thurston |Hrsg=Thomas H. Holland |Titel=The Madras Presidency with Mysore, Coorg and the Associated States |Sammelwerk=Provincial Geographies of India |Verlag=Cambridge University Press |Ort=London |Datum=1913 |Seiten=65 |Online=https://archive.org/stream/provincialgeogra03holluoft#page/65/mode/1up}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und fand weltweite Verbreitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ghanaische Architektin [[Alero Olympio]] war eine Pionierin im Bau mit Laterit, welches in Ghana vorwiegend im Straßenbau Verwendung findet. Sie verwendete hydraulisch vor Ort gepresste Lateritsteine für ihre Bauten, mit dem Ziel der Vermeidung von Materialimporten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Condé Nast |url=https://www.vogue.com/article/kokrobitey-institute-sustainable-design |titel=At Ghana’s Kokrobitey Institute, Sustainable Design Has Always Been the Focus |datum=2021-12-03 |sprache=en-US |abruf=2023-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ofeibea Quist-Arcton |Titel=Ghana: Building from the Ground Up - With Local Earth |Sammelwerk=allAfrica.com |Datum=2002-09-17 |Online=https://allafrica.com/stories/200209170002.html |Abruf=2023-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der Abbau von Laterit erfolgt von Hand oder mit Hilfe von Maschinen in Steinbrüchen. Die so gewonnenen Lateritsteine eignen sich aufgrund ihrer Festigkeit zum Bau von Wänden und Decken. Härtere Laterite werden in [[Gebrochene Gesteinskörnung|gebrochener Form]] auch für den Bau von Straßen (sog. Lateritpisten) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wird Lateritkies gern in Aquarien eingesetzt, wo er das Wachstum tropischer Pflanzen günstig beeinflussen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Wall in Angkor Vat.jpg|Laterit-Mauer (links) in Angkor Wat&lt;br /&gt;
 അടുക്കത്ത് അമ്പലം - തറ.JPG|Boden im Adukkath Bhagavathi Temple, [[Kerala]], [[Indien]]&lt;br /&gt;
 Laterite monument. C 002.jpg|Laterit-Monument zu Ehren von Francis Buchanan-Hamilton, [[Thiruvananthapuram]], Kerala, Indien&lt;br /&gt;
 Blanqui Ok (176086219).jpeg|Straße in der [[Provinz Misiones]], [[Argentinien]]&lt;br /&gt;
 Red Stone Art.jpg|Laterit-Figur beim Dorf Pallikkara, Bekal, Kerala, Indien&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=G. J. J. Aleva&lt;br /&gt;
   |Titel=Laterites. Concepts, Geology, Morphology and Chemistry&lt;br /&gt;
   |Verlag=ISRIC&lt;br /&gt;
   |Ort=Wageningen&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |ISBN=90-6672-053-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=G. Bardossy und G. J. J. Aleva&lt;br /&gt;
   |Titel=Lateritic Bauxites&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Developments in Economic Geology&lt;br /&gt;
   |Band=27&lt;br /&gt;
   |Verlag=Elsevier&lt;br /&gt;
   |Ort=Amsterdam&lt;br /&gt;
   |Datum=1990&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-444-98811-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=J. P. Golightly&lt;br /&gt;
   |Titel=Nickeliferous Laterite Deposits&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Economic Geology&lt;br /&gt;
   |Band=75&lt;br /&gt;
   |Datum=1981&lt;br /&gt;
   |Seiten=710–735}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=W. Schellmann&lt;br /&gt;
   |Titel=Geochemical Principles of Lateritic Nickel Ore Formation&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Proceedings of the 2. International Seminar of Lateritisation Processes&lt;br /&gt;
   |Ort=Sao Paulo&lt;br /&gt;
   |Datum=1983&lt;br /&gt;
   |Seiten=119–135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Laterite|Laterit}}&lt;br /&gt;
* {{cite web | url=http://www.laterite.de/ |title=An Introduction in Laterite| author=Werner  Schellmann | accessdate=2009-04-23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Residualgestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eleutheropodic</name></author>
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