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	<title>Latemar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gebirgsgruppe&lt;br /&gt;
|KARTE=Lagekarte Latemar.png&lt;br /&gt;
|KARTENBESCHREIBUNG=Latemar in Rot dargestellt auf der Dolomitenkarte&lt;br /&gt;
|BILD=Karersee HDR.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Latemar vom [[Karersee]]&lt;br /&gt;
|LAGE-POLITISCH=[[Südtirol]], [[Trentino]] ([[Italien]])&lt;br /&gt;
|EINTEILUNG NACH=&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE=[[Dolomiten]]&lt;br /&gt;
|LAGE-GEBIRGE-BEZ=&lt;br /&gt;
|HÖCHSTER GIPFEL=[[Diamantiditurm]]&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE=2842&lt;br /&gt;
|MAX-HÖHE-BEZUG=IT&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=46.380833&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=11.574444&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=IT-BZ/IT-TN&lt;br /&gt;
|MAX-LÄNGE=&lt;br /&gt;
|POSKARTE=Italien&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVKARTE=&lt;br /&gt;
|TYP=&lt;br /&gt;
|GESTEIN=[[Schlerndolomit]]&lt;br /&gt;
|ALTER=&lt;br /&gt;
|FLÄCHE=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Latemar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gebirgsstock der [[italien]]ischen [[Dolomiten]] zwischen [[Südtirol]] und dem [[Trentino]]. Es handelt sich um eines der kleinsten und touristisch am wenigsten erschlossenen Massive dieser Gebirgsgruppe. Die höchste Erhebung des Latemar ist der {{Höhe|2842|IT|link=true}} hohe [[Diamantiditurm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Umgebung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Latemar.jpg|mini|links|Karte]]&lt;br /&gt;
Der Latemarstock erhebt sich in den westlichen Dolomiten, wo die Gruppe die Grenze zwischen [[Südtirol]] im Nordwesten und dem Trentino im [[Südosten]] bildet. Im Westen des Latemar liegt [[Obereggen]], eine Fraktion der Gemeinde [[Deutschnofen]] (Nova Ponente), von der aus die westlichen Hänge des Gebirges durch das [[Ski Center Latemar]] für den Skisport erschlossen werden. Nördlich des Gebirges ist der Ort [[Karersee (Welschnofen)|Karersee]] (Carezza), der zur Gemeinde [[Welschnofen]] gehört, die nächstgelegene Siedlung. Sie liegt am [[Karersee]] (Lago di Carezza), einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des [[Eggental]]s. Im Nordosten trennt der [[Karerpass]] den Latemar vom [[Rosengartengruppe|Rosengarten]]. Vom Karerpass aus erstrecken sich Teile des [[Skigebiet Carezza – Karersee|Skigebiets Karersee]] auf die nordöstlichen Ausläufer des Latemar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.carezza.it/karte_skigebiet_carezza.pdf |text=Karte Skigebiet Carezza}}, Carezza.it, abgerufen am 15. August 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Trentiner Seite des Latemar liegen das [[Fassatal]] (Val di Fassa) und seine Fortsetzung, das [[Fleimstal]] (Val di Fiemme). Im Südwesten liegt der Gebirgspass [[Reiterjoch]] (Passo di Pampeago, {{Höhe|1983}}), der das Eggen- mit dem Fleimstal verbindet und den Latemar vom {{Höhe|2492}} hohen [[Zanggen]] (Pala di Santa) trennt, der den [[Fleimstaler Alpen]] zugerechnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Latemarstock umgrenzt hufeisenförmig das &amp;#039;&amp;#039;Valsorda&amp;#039;&amp;#039;, ein Seitental des Fleimstals, das den Gebirgsstock nach Südosten hin entwässert. Die höchsten Berge liegen im nördlichen Kamm, der nach Norden hin mit steilen Felswänden zum [[Latemarwald]] und zum Karersee abfällt. Nach Süden zum Valsorda hin sind diese Berge deutlich flacher und hauptsächlich von schuttbedeckten Flanken geprägt. Übergänge über diesen Kamm sind die &amp;#039;&amp;#039;Große Latemarscharte&amp;#039;&amp;#039; (Forcella Latemar Grande, {{Höhe|2650}}) und die &amp;#039;&amp;#039;Rotlahnscharte&amp;#039;&amp;#039; (Forcella dei Campanili, {{Höhe|2685}}). Südlich der Kirchtagweidspitze ({{Höhe|2616}}) zieht der Kamm nach Süden, mit den &amp;#039;&amp;#039;Laste di Valsorda di sopra&amp;#039;&amp;#039; liegt hier eine ausgedehnte Hochfläche. Sie ist von Westen über die Übergänge Erzlahnscharte (Forcella Forcellone) und Gamsstallscharte (Forcella dei Camosci) erreichbar. Südlicher Abschluss des Latemar ist das touristisch unbedeutendere Massiv um die Cima Feudo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gipfel ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Deutscher Name !! Italienischer Name !! Höhe in m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Diamantiditurm]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Großer Latemarturm, Westliche Latemarspitze)&lt;br /&gt;
| Cimon del Latemar&amp;lt;br /&amp;gt;(Torre Diamantidi)&lt;br /&gt;
| 2842&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Latemarspitze]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Östliche Latemarspitze)&lt;br /&gt;
| Schenòn del Latemar&lt;br /&gt;
| 2800&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eggentaler Horn]]&lt;br /&gt;
| Corno d&amp;#039;Ega&lt;br /&gt;
| 2799&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Col Cornon&lt;br /&gt;
| 2757&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schreppwand&lt;br /&gt;
| Cima di Valsorda&lt;br /&gt;
| 2752&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erzlahnspitze&lt;br /&gt;
| Cima del Forcellone&lt;br /&gt;
| 2749&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Reiterjochspitze&lt;br /&gt;
| Paion&lt;br /&gt;
| 2705&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Cima Feudo&lt;br /&gt;
|2672&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Cima Valbona (Latemar)|Cima di Valbona]]&lt;br /&gt;
|2663&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kirchtagweidspitze &lt;br /&gt;
(Kirchtagweide)&lt;br /&gt;
|Punta della Chiesa &lt;br /&gt;
o del Pascolo&lt;br /&gt;
|2616&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Zan de Montagna&lt;br /&gt;
| 2576&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Poppekanzel&lt;br /&gt;
| Le Pope&lt;br /&gt;
| 2473&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Monte Toàc&lt;br /&gt;
|2319&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Diamantiditurm NE.JPG|mini|links|Der Diamantiditurm mit der steilen Nordwand und der flacheren Südflanke von Osten (Latemarspitze). Deutlich erkennbar die Bankung des Gesteins]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Latemar Lava rocks.JPG|mini|Dunkler magmatischer Gang, umgeben von hellem Kalkfels, östlich des Diamantiditurms]]&lt;br /&gt;
Das den Latemar umgebende Plateau von Welschnofen besteht großteils aus [[Porphyr]] und zeichnet sich durch sanfte Formen aus, die mit Wäldern und Almen einen starken Kontrast zu den felsigen Gipfeln bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gipfel des Latemar bestehen aus [[Schlerndolomit]], einem Gestein des [[Ladinium]] (Mittlere [[Trias (Geologie)|Trias]]) vor etwa 230 Millionen Jahren. Der Fels weist eine deutliche [[Bank (Petrologie)|Bankung]] auf, die auf die Ablagerung der Sedimente in einer flachen, von einem [[Korallenriff|Riff]] umschlossenen [[Lagune]] hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volkmar Stingl, Michael Wachtler |Hrsg= |Titel=Dolomiten |TitelErg=Das Werden einer Landschaft |Verlag=Athesia |Ort=Bozen |Datum=1998 |ISBN=88-7014-979-X |Seiten=60}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfonso Bosellini |Titel=Geologie der Dolomiten |Verlag=Athesia |Ort=Bozen |Datum=1998 |ISBN=88-7014-921-8 |Seiten=93}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund dieses marinen Ursprungs der Sedimente sind hier an Fossilien hauptsächlich [[Ammoniten]] und Muscheln zu finden.&lt;br /&gt;
Das mit dem des [[Marmolada]]massivs verwandte Gestein des Latemar ist im Vergleich etwa zum benachbarten Rosengartenmassiv wenig dolomitisiert, also arm an Magnesium. Dies äußert sich in einer großen Brüchigkeit, sodass das Massiv zum [[Klettern]] wenig geeignet ist. Unter den Wänden des Latemar sind daher ausgedehnte Schutthalden zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Mahlknecht |Titel=Rosengarten – Welschnofen – Karersee |Verlag=Athesia |Ort=Bozen |Datum=1975 |Seiten=74}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt ist das Felssturzgebiet &amp;#039;&amp;#039;Geplänk&amp;#039;&amp;#039; oberhalb des Karersees, dessen große Mengen an durcheinander und übereinanderliegenden Felsbrocken durch den &amp;#039;&amp;#039;Labyrinthsteig&amp;#039;&amp;#039;, einen der bekanntesten Wanderwege der Umgebung, erschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.suedtirol.info/Reiseziele--Aktivitaeten/Wandern--Bergsteigen/Wandern/detail/4566c32b-2bc8-48ae-adf3-affde4b60e6b/Ins-Latemar-Labyrinth.html |titel=Labyrinthsteig |hrsg=suedtirol.info |zugriff=2012-09-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130611042321/http://www.suedtirol.info/Reiseziele--Aktivitaeten/Wandern--Bergsteigen/Wandern/detail/4566c32b-2bc8-48ae-adf3-affde4b60e6b/Ins-Latemar-Labyrinth.html |archiv-datum=2013-06-11 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer Sage zufolge lag hier einst ein fruchtbares Almgebiet, das als Strafe für die dort lebenden sündhaften Hirten verwüstet wurde. In den Felstürmen oberhalb des Geplänks soll seither der „Geplänkmaurer“ leben, der hier an seiner Mauer baut, die aber ständig wieder einstürzt und so Steinschlag in Richtung Karersee schickt. Wer sich zu nahe an die Felswände wagt, um dem Maurer bei seiner Arbeit zuzusehen, wird von ihm mit Steinschlag vertrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bruno Mahlknecht |Titel=Rosengarten – Welschnofen – Karersee |Verlag=Athesia |Ort=Bozen |Datum=1975 |Seiten=52–53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit des Latemar sind die zahlreichen [[Magmatisches Gestein|magmatischen]] [[Gang (Geologie)|Gänge]], die den Kalk durchziehen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um [[Basalt]]e, die sich durch ihre dunkle Färbung deutlich vom umgebenden Sedimentgestein abheben. Sie stammen aus der mittleren Trias, als die gesamten Dolomiten erhöhter [[Vulkanismus|vulkanischer]] Aktivität unterworfen waren. Die Lava durchdrang das Gebirge und bedeckte es schließlich völlig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfonso Bosellini |Titel=Geologie der Dolomiten |Verlag=Athesia |Ort=Bozen |Datum=1998 |ISBN=88-7014-921-8 |Seiten=104–105}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das weiche Magmagestein erodierte rasch und leistete dadurch der starken Zerklüftung des Massivs Vorschub. Insbesondere am Grund von Schluchten, [[Couloir|Rinnen]] und [[Scharte (Geographie)|Scharten]] ist daher dieses Gestein zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Compton, 1899, Latemartürme von der Rotlahn.jpg|mini|hochkant|[[Edward Theodore Compton]]: Latemartürme von der Rotlahn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst Platz, Latemar, Dolomiten.jpg|mini|hochkant|Der Latemar in einer [[Grisaille]] von [[Ernst Platz]], 1907]]&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Latemar&amp;#039;&amp;#039; kann bereits um 1100 in einer Grenzbeschreibung der [[Bistum Brixen|Bistümer Brixen]] und [[Erzbistum Trient|Trient]] nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans von Voltelini]]: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte Tirols&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift des Ferdinandeums III/33 (1889), S. 1–188, Bezug S. 8 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/VeroeffFerd_3_33_0001-0188.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird von &amp;#039;&amp;#039;Lactemara&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, einer Kurzform des [[Ladinische Sprache|altladinischen]] &amp;#039;&amp;#039;cresta de Lac-te-mara&amp;#039;&amp;#039;, was mit „Bergkamm über dem See im Kar“ übersetzt werden kann und bereits auf die noch heute populäre Ansicht des Massivs vom Karersee aus hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.eggental.com/eggental-entdecken/berg-natur-dolomiten/latemar.html |titel=Latemar |werk=www.Eggental.com |zugriff=2010-08-11 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140312044319/http://www.eggental.com/eggental-entdecken/berg-natur-dolomiten/latemar.html |archiv-datum=2014-03-12 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinzelt wurde eine Ableitung vom deutschen Namen „Leitmayr“ erwogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christomannos: &amp;#039;&amp;#039;Die Latemargruppe&amp;#039;&amp;#039;, S. 306&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Theorie sieht den Ursprung des Namens im ladinischen &amp;#039;&amp;#039;Lat-mar&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Moa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;mar&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;mar&amp;#039;&amp;#039; „[[Mure]]“, &amp;#039;&amp;#039;lat&amp;#039;&amp;#039; „Milch“), also „Milchmure“ oder „Milch[[lahn]]“, was sich auf die hellen [[Talus (Geologie)|Schuttkegel]] an der Nordseite des Gebirges beziehen soll. &amp;#039;&amp;#039;Lat&amp;#039;&amp;#039; könnte sich auch vom lateinischen &amp;#039;&amp;#039;latus&amp;#039;&amp;#039; „breit“ ableiten, in diesem Fall wäre Latemar mit „Breitlahn“ übersetzbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Christomannos: &amp;#039;&amp;#039;Die Latemargruppe.&amp;#039;&amp;#039; S. 306–307.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Geröllströme des Latemar waren schon früh von bergbaulicher Bedeutung. Um den Bergbau am Latemar ranken sich zahlreiche Legenden, er schlug sich auch in Ortsbezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Erzlahn&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Knappenstube&amp;#039;&amp;#039; nieder. Das Ausmaß des Bergbaus ist unklar, aber viele Höhlen etwa an der Kirchtagweidspitze werden häufig als alte Stollen bezeichnet. Neben Funden von Handwerkszeug gibt es Belege für die Verarbeitung mehrerer Metalle wie [[Silber]], [[Blei]] und [[Kupfer]] bis ins 15. Jahrhundert in der Umgebung, auch [[eisen]]haltige Erze wurden hier gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christomannos: &amp;#039;&amp;#039;Die Latemargruppe.&amp;#039;&amp;#039; S. 316–17.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Variante der Sage von [[König Laurins Rosengarten]] spielt der Latemar eine Rolle, er tritt hier als weiser alter Zwerg auf, der König Laurin vor der Eroberung seines Reiches warnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;König Laurein&amp;#039;&amp;#039;, in: {{Literatur |Autor=Löbl-Schreyer, [[Toni Hiebeler]] |Titel=Dolomiten in Farbe |Verlag=Bechtermünz |Ort=München |Datum=1990 |ISBN=3-927117-55-2 |Seiten=66–78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert waren [[Ferdinand von Richthofen]] und [[Johann August Edmund Mojsisovics von Mojsvár|Edmund Mojsisovics]] die ersten Wissenschaftler, die sich mit dem Latemar beschäftigten.&amp;lt;ref&amp;gt;Christomannos: &amp;#039;&amp;#039;Die Latemargruppe.&amp;#039;&amp;#039; S. 301–302.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Alpinismus|Alpinistisch]] blieb die Gruppe lange Zeit unerschlossen, da sie im Schatten des schon zu dieser Zeit beliebten Rosengartenmassivs stand. Mit der [[Erstbesteigung]] der Latemarspitze (1884) und des Diamantiditurms (1885) durch Gustav Euringer, einen Bergsteiger aus [[Augsburg]], und weiteren Unternehmungen etwa durch [[Demeter Diamantidi]] und [[Ernst Platz]] begann die touristische Erschließung, die schließlich mit dem Bau der Fahrstraße zum Karerpass und der darauffolgenden Errichtung des dortigen Hoteldorfs 1896 einen großen Aufschwung erfuhr.&amp;lt;ref&amp;gt;Christomannos: &amp;#039;&amp;#039;Die Latemargruppe.&amp;#039;&amp;#039; S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben dem Fremdenverkehrspionier [[Theodor Christomannos]] waren Josef Pichler und Hanssepp Pinggera aus [[Sulden]] weitere bedeutende Erschließer. Auch der Maler [[Edward Theodore Compton]] bereiste zu dieser Zeit das Gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;Christomannos: &amp;#039;&amp;#039;Die Latemargruppe.&amp;#039;&amp;#039; S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 wurde mit dem [[Rifugio Torre di Pisa]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Latemarhütte&amp;#039;&amp;#039;, {{Höhe|2671}}) die bis heute einzige bewirtschaftete Schutzhütte des Latemar eröffnet. 2009 wurde der Latemar von der [[UNESCO]] zum Teil des [[Welterbe Dolomiten]] erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.eggental.com/eggental-entdecken/berg-natur-dolomiten/dolomiten-welterbe.html |titel=UNESCO Welterbe |hrsg=rosengarten-latemar.com |zugriff=2010-08-11 |archiv-datum=2014-03-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140305054143/http://www.eggental.com/eggental-entdecken/berg-natur-dolomiten/dolomiten-welterbe.html |offline=ja |archiv-bot=2026-02-26 10:58:05 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stützpunkte und Wege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bivacco Rigatti.JPG|mini|Die Biwakschachtel &amp;#039;&amp;#039;Bivacco Rigatti&amp;#039;&amp;#039; ist die einzige Unterkunft im östlichen Latemar]]&lt;br /&gt;
Die Ansicht des Latemarmassivs vom Karersee aus zählt zu den bekanntesten Landschaftsbildern der Dolomiten. Dennoch ist das Gebirge selbst nur wenig für den Tourismus erschlossen und zählt zu den einsamsten Gebirgsgruppen der Dolomiten. Ein Grund dafür ist das im Gegensatz zur benachbarten [[Rosengartengruppe]] sehr brüchige Gestein, aufgrund dessen der Latemar für den Klettersport kaum von Bedeutung ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Eugen E. Hüsler]] |Titel=Dolomiten-Klettersteige-Führer |Auflage=3 |Verlag=Denzel |Ort=Innsbruck |Datum=1988 |ISBN=3-85047-740-1 |Seiten=49}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den höheren Latemargipfeln ist nur die Latemarspitze durch einen markierten Steig erschlossen und wird häufig bestiegen. Eine der bekanntesten Touren des Latemar ist die [[Überquerung|Überschreitung]] des Massivs vom Reiterjoch über die Latemarspitze bis zum Karersee, die entweder auf einem markierten Wanderweg oder seit 1981 auch auf einem Klettersteig durchgeführt werden kann. Auch der Diamantiditurm kann im Zuge dieser Tour bestiegen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzigen bewirtschafteten [[Schutzhütte]]n des Latemar sind das [[Rifugio Torre di Pisa]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Latemarhütte&amp;#039;&amp;#039;, {{Höhe|2671}}) an der Cima Valbona und das &amp;#039;&amp;#039;Rifugio Passo Feudo&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|2175}}) in den südlichen Ausläufern des Latemar. Darüber hinaus stehen mit dem &amp;#039;&amp;#039;Bivacco Rigatti&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|2620}}) auf der Großen Latemarscharte und dem &amp;#039;&amp;#039;Bivacco Latemar A. Sieff&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|2365}}) im Zentrum der Lastei di Valsorda zwei [[Biwakschachtel]]n zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Latemar vom Mendelpass.jpg|mini|Latemar von Westen von der [[Mendelpass|Mendel]]]]&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Theodor Christomannos]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Deutscher und Österreichischer Alpenverein]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Latemargruppe&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bruckmann&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=1900&lt;br /&gt;
   |Seiten=300-324&lt;br /&gt;
   |Online=[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=oav&amp;amp;datum=19000004&amp;amp;zoom=2&amp;amp;seite=00000300&amp;amp;x=20&amp;amp;y=12 Online]&lt;br /&gt;
   |Abruf=2010-08-11}}&lt;br /&gt;
* [[Siegfried J. Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Latemar-Projekt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;essay &amp;amp; poesie&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 7). Edition Sturzflüge, StudienVerlag, Bozen/Innsbruck/Wien 1998, ISBN 978-3-7065-1270-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Latemar gummer.jpg|mini|Latemar von Nordwesten ([[Karneid|Gummer]])]]&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.summitpost.org/latemar-group/152816 Latemar Group] auf Summitpost.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Dolomiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4034667-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Latemar| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in den Dolomiten]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Welschnofen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbe Dolomiten]]&lt;/div&gt;</summary>
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