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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Laser_surface_velocimeter</id>
	<title>Laser surface velocimeter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T09:39:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laser_surface_velocimeter&amp;diff=2404926&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brodkey65: /* Einsatzbereiche */</title>
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		<updated>2025-07-06T14:32:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einsatzbereiche&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;laser surface velocimeter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} (LSV, {{enS}}) ist ein berührungsloses [[Optik|optisches]] [[Messgerät]] zur Bestimmung von [[Geschwindigkeit]] (ein [[Velozimeter]]&amp;lt;!--deutschsprachige Schreibweise--&amp;gt;) und, daraus abgeleitet, der Länge auf sich bewegenden [[Grenzfläche|Oberflächen]] (engl. {{lang|en|surface}}). LSVs arbeiten nach dem [[Laser]]-[[Dopplereffekt|Doppler]]-Prinzip und werten dabei das von einem bewegten Objekt zurück gestreute Laserlicht aus. Sie werden weit verbreitet zur [[Fertigungskontrolle]] in industriellen Prozessen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsprinzip ==&lt;br /&gt;
=== Das Differenz-Doppler-Verfahren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Differenz-Dopplerverfahren.jpg|mini|Differenz-Dopplerverfahren]]&lt;br /&gt;
Der [[Dopplereffekt]] beschreibt, wie der Bewegungszustand eines Beobachters oder Empfängers das Ergebnis einer Frequenzmessung an einer Lichtwelle beeinflusst, die sich im ruhenden Bezugssystem mit der Geschwindigkeit &amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039; einer Wellenlänge λ und einer Frequenz &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; ausbreitet, wenn sich der Beobachter oder Empfänger mit der Geschwindigkeit &amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039; gegenüber dem ruhenden Bezugssystem bewegt.&lt;br /&gt;
Die für kleine Geschwindigkeiten zulässige nicht-relativistische Betrachtung ergibt, dass der Beobachter eine Frequenz &amp;#039;&amp;#039;f‘&amp;#039;&amp;#039; misst, die in folgendem Zusammenhang mit seiner Geschwindigkeit v steht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039; = f \left( 1-\frac{v}{c} \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorangehende Analyse ist eine Näherung für im Vergleich zur Lichtgeschwindigkeit kleine Geschwindigkeiten, die praktisch für alle technisch relevanten Geschwindigkeiten sehr gut erfüllt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Messaufgabe an den bewegten Objekten, die prinzipiell beliebig lang sein können, erfordert einen Messaufbau mit einer Beobachtungsachse des Sensors senkrecht zur Bewegungsrichtung des Messobjektes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LSVs arbeiten nach dem so genannten Differenz-Dopplerverfahren. Hierbei werden zwei [[Laser]]strahlen, die jeweils unter einem Winkel φ zur optischen Achse einfallen, auf der Oberfläche des Messobjektes überlagert. Für einen Punkt P, der sich mit der Geschwindigkeit &amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039; durch den Schnittpunkt der beiden Laserstrahlen bewegt, sind die Frequenzen der beiden Laserstrahlen&lt;br /&gt;
gemäß der obigen Formel Doppler-verschoben. Am Punkt P des Messobjektes, das sich mit der Geschwindigkeit &amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039; bewegt, treten somit folgende Frequenzen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f_\text{P1,2} = f_\text{1,2} \left( 1- \vec v \cdot \frac{\vec e_\text{1,2}}{c}\right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec e_\text{1,2,e}&amp;lt;/math&amp;gt; = Einheitsvektoren der Laserstrahlen 1 und 2 und in Richtung Detektor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;1,2&amp;lt;/sub&amp;gt; = Frequenzen der Laserstrahlen 1 und 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;P1,P2&amp;lt;/sub&amp;gt; = Doppler-verschobene Frequenzen der Laserstrahlen 1 und 2 im Punkt P&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Punkt P emittiert nun Streuwellen in Richtung des Detektors. Da sich P mit dem Messobjekt bewegt, ist die in Richtung &amp;lt;math&amp;gt;\vec e_\text{e}&amp;lt;/math&amp;gt; des Detektors emittierte Streustrahlung ebenfalls dopplerverschoben. Für die Frequenz der Streuwellen in Richtung des Detektors gilt somit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\begin{align}&lt;br /&gt;
f_\text{e1,e2}&lt;br /&gt;
&amp;amp; = f_\text{P1,P2} \left( 1 - \frac{\vec v \cdot \vec e_\text{e}}{c} \right) \\&lt;br /&gt;
&amp;amp; = f_\text{1,2} \left( 1 - \frac{\vec v \cdot \vec e_\text{1,2}}{c} \right) \left( 1 - \frac{\vec v \cdot \vec e_\text{e}}{c} \right)&lt;br /&gt;
\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Streuwellen überlagern sich auf dem Detektor. Durch Interferenz der Streuwellen aus den beiden Laserstrahlen kommt es in der Überlagerung zu verschiedenen Frequenzkomponenten. Messtechnisch ausgewertet wird die niederfrequente [[Schwebungsfrequenz]] der überlagerten Streustrahlen, die der Dopplerfrequenz &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;D&amp;lt;/sub&amp;gt; entspricht. Diese ergibt sich bei gleicher Frequenz (gleicher Wellenlänge) der beiden einfallenden Laserstrahlen als Differenz von &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;e2&amp;lt;/sub&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;e1&amp;lt;/sub&amp;gt; zu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\begin{align}&lt;br /&gt;
f_\text{D}&lt;br /&gt;
&amp;amp; = f_\text{e2} - f_\text{e1} \\&lt;br /&gt;
&amp;amp; = f \left(\vec v \cdot \frac{\vec e_\text{1} - \vec e_\text{2}}{c} \right) \left( 1- \frac{\vec v \cdot \vec e_\text{e}}{c} \right)&lt;br /&gt;
\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei senkrechter Bewegung des Punktes P in Bezug auf die [[Optische Achse (Optik)|optische Achse]] und bei gleichem Einfallswinkel φ gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec v \cdot (\vec e_\text{1} - \vec e_\text{2}) = 2 v \sin \varphi&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec v \cdot \vec e_\text{e}=0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit erhält man schließlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f_\text{D} = \frac{v}{\Delta s} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dopplerverschiebung ist also direkt proportional zur [[Geschwindigkeit]]. Eine anschauliche Erklärung, die zum selben Ergebnis führt, ist die folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anschauliche Darstellung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:LSV-Principle.jpg|mini|Prinzip der Laser-Surface-Velocimetrie]]&lt;br /&gt;
Die beiden Laserstrahlen überlagern sich im Messvolumen und erzeugen in diesem Raumgebiet ein Interferenzmuster von hellen und dunklen Streifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifenabstand Δ&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gerätekonstante, die von der Laserwellenlänge λ und vom Winkel zwischen den Messstrahlen 2φ abhängt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta s = \frac{\lambda}{2 \sin \varphi} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewegt sich ein Teilchen durch das Streifenmuster, so wird das von ihm zurückgestreute Licht in seiner Intensität moduliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Photoempfänger im Messkopf erzeugt demzufolge ein Wechselstromsignal, dessen Frequenz &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;D&amp;lt;/sub&amp;gt; direkt proportional zur Geschwindigkeitskomponente der Oberfläche in Messrichtung &amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;p&amp;lt;/sub&amp;gt; ist, und es gilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f_\text{D} = \frac{v_\text{p}}{\Delta s} = \frac{2v}{\lambda} \sin \varphi&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;D&amp;lt;/sub&amp;gt; = Dopplerfrequenz&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;p&amp;lt;/sub&amp;gt; = Geschwindigkeitskomponente in Messrichtung&lt;br /&gt;
:Δ&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; = Streifenabstand im Messvolumen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Heterodyn-Verfahren ===&lt;br /&gt;
LS-Velocimeter arbeiten im so genannten heterodynen Modus, das heißt, die Frequenz einer der Messstrahlen ist um einen Offset von z.&amp;amp;nbsp;B. 40&amp;amp;nbsp;MHz verschoben. Die Streifen im Messvolumen wandern dadurch mit einer Geschwindigkeit entsprechend der Offsetfrequenz &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;B&amp;lt;/sub&amp;gt;. Damit wird es möglich, die Bewegungsrichtung des Messobjektes zu erkennen, sowie bei der Geschwindigkeit Null zu messen. Die resultierende Modulationsfrequenz &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;mod&amp;lt;/sub&amp;gt; am Photoempfänger beträgt im heterodynen Modus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f_\text{mod} = f_\text{b} + \frac{v_\text{p}}{\Delta s} = f_\text{b} + \frac{2v}{\lambda} \sin \varphi&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Modulationsfrequenz wird im Controller durch [[Fouriertransformation]] ermittelt und in den Messwert für die Geschwindigkeit &amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;p&amp;lt;/sub&amp;gt; umgewandelt. Die Längenmessung erfolgt durch Integration des Geschwindigkeitssignals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzbereiche ==&lt;br /&gt;
LSVs finden ihren Einsatz bei der Zuschnittsteuerung im Heiß- und Kaltbereich, bei der Steuerung fliegender Sägen, bei der Stückgut-Längenmessung an Gipsplatten, [[Pappe]], [[Holz]] oder Formblechen, sowie bei der Messung der Rollenlänge von Kabel, Draht, Textil, Papier, Pappe oder Folie. Geschwindigkeitsmessungen mit LSVs dienen der Prozesssteuerung in Kalt- und Warm[[walzwerk]]en, beispielsweise zur Reckgradmessung mit Hilfe von Differenz-Geschwindigkeitsbestimmungen, zur Messung von [[Elongation]] und [[Dressiergrad]] oder zur Massenflussregelung. Weiterhin ist auch eine Synchronisierung von Geschwindigkeiten möglich z.&amp;amp;nbsp;B. zur [[Schlupf]]messung und -kompensation oder für [[Laminierung (Mathematik)|Laminierprozesse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Präzisionsarbeit unter extremen Bedingungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;QZ.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6, 2007, S. 37–39 ([http://www.qm-infocenter.de/qm/o_archiv.asp?o_id=2563174552-100&amp;amp;ausgabe_id=20070601121943-78&amp;amp;artikel_id=20070601123935&amp;amp;task=03&amp;amp;j=2007&amp;amp;h=06&amp;amp;nav_id=P1eHHRbQHOM4b0 online]).&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;S. Musielak: Geschwindigkeitsmessung in der Wellpappenindustrie – Berührungslose Geschwindigkeitsmessung im Vergleich zu konventionellen Messmethoden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sensor Magazin&amp;#039;&amp;#039; Nr. 2, 2011, S. 8–11.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;W. Stork, A. Wagner, J. Drescher, K. D. Mueller-Glaser: Miniaturisiertes Laser-Doppler Velocimeter für die Geschwindigkeits- und Längenmessung an bewegten Festkörperoberflächen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Laser Magazin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 1995 ([http://www.itiv.kit.edu/21_180.php?year=1995 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*Peter M. Nawfel: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.tappi.org/Bookstore/Technical-Papers/Journal-Articles/Archive/Solutions/Archives/2004/March/Laser-based-noncontact-speed-sensor-helps-reduce-breaks-on-high-speed-unwind-Solutions-Onlines-E.aspx Laser based, noncontact speed sensor helps reduce breaks on high speed unwind].&amp;#039;&amp;#039;   TAPPI, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Optisches Messgerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laseranwendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brodkey65</name></author>
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