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	<title>Lasaia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lasaia&amp;diff=657798&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;At40mha: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-26T11:41:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lasaia 22.jpg|mini|hochkant=1.3|{{center|Überreste von Lasaia an der Küste}}]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lasaia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Λασαία}}, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lasea&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Antikes Griechenland|antike]] Hafenstadt an der Südküste der [[Griechenland|griechischen]] Insel [[Kreta]]. Sie befand sich bei [[Chrysostomos (Kreta)|Chrysostomos]] zwischen den heutigen Orten [[Kali Limenes]] und [[Platia Peramata]], südlich des 467&amp;amp;nbsp;Meter hohen Berges &amp;#039;&amp;#039;Liondaria&amp;#039;&amp;#039; und 6,6 Kilometer westlich von [[Lendas]]. Der Name der Stadt erscheint in einigen Bibeltextüberlierungen auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alassa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in der [[Vulgata]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Thalassa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.biblicalcyclopedia.com/L/lasaea.html Lasaea in der The Cyclopedia of Biblical, Theological, and Ecclesiastical Literature. James Strong and John McClintock; Haper and Brothers; NY; 1880].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Trafos 15.jpg|mini|{{center|Ehemalige Hafenmole zur Insel Trafos vor der Südküste Kretas}}]]&lt;br /&gt;
Lasaia war einst einer der Häfen von [[Gortyn]]. Es handelte sich um eine kleine, aber anscheinend recht wohlhabende Stadt. Der antike Status des Ortes ist unsicher. In der Bibel wird er als &amp;#039;&amp;#039;Polis&amp;#039;&amp;#039;, als unabhängige Stadt, bezeichnet. Die Quelle kann allerdings für die Frage des rechtlichen Status der Stadt nicht als zuverlässig gelten. Aus [[Delphi]] stammt eine Städteliste, die um 230/10 v. Chr. datiert und auch Lasaia nennt. Die dort genannten Städte hatten den Status einer Polis. Lasaia war zu dieser Zeit also unabhängig, obwohl es auch Belege für eine Polis gibt, die von einem andern Ort abhängig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit entfernt von der Stadt konnten die Reste eines [[Asklepieion]]s identifiziert werden. Dort fanden sich Inschriften, die einen Zenas, Sohn des Apellonios, nennen, der wiederum auch von einer Inschrift aus Gortyn bekannt ist. Dies belegt, dass ein Bürger von Gortyn bei Lasea aktiv war, was wiederum andeutet, dass Lasea zu Gortyn gehörte und keine selbstständige Stadt war. Die Inschrift datiert ans Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. und mag andeuten, dass die Stadt in der Zwischenzeit ihre Unabhängigkeit verlor.&amp;lt;ref&amp;gt;Angelos Chaniotis: &amp;#039;&amp;#039;Hellenistic Lasaia (Crete): a dependent polis of Gortyn. New epigraphic evidence from the Asklepieion near Lasaia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eulimene.&amp;#039;&amp;#039; 7, 2000, 55–60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minoische Reste gibt es in der eigentlichen Stadt nicht, obwohl es in der näheren Umgebung einige minoische Grabanlagen gibt, auch stammen die Überreste einiger [[Wellenbrecher (Wasserbau)|Wellenbrecher]] im Hafen aus minoischer Zeit. Frühste archäologische Überreste aus der eigentlichen Stadt datieren ins 4. bis 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. Der Ort scheint bis ins 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. bewohnt gewesen zu sein, war aber sicherlich nie von größerer Bedeutung und prägte auch nie eigene Münzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Diverse Quellen deuten an, dass zumindest in römischen Zeit Münzen geprägt wurden, keine dieser Quellen gibt ausreichende Belege um dies zu verifizieren.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals lebten hier auf einer Fläche von etwa 2,5 Hektar vielleicht nicht mehr als 400 bis 500 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;Blackman, Branigan, in: &amp;#039;&amp;#039;Annual of the British School at Athen.&amp;#039;&amp;#039; Volume 70, November 1975, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stela Lasaia.jpg|mini|links|hochkant|{{center|Hellenistischer Grabstein aus Lasaia}}]]&lt;br /&gt;
Am Hafen standen einst mindestens fünf große Gebäude, deren Mauern zum Teil noch 3&amp;amp;nbsp;bis 4&amp;amp;nbsp;Meter hoch anstehen. Es handelt sich wahrscheinlich um die Überreste von Warenhäusern. Im Wasser befinden sich auch Reste römischer Wellenbrecher, wobei das Wasserniveau seit römischer Zeit um etwa einen Meter anstieg. Im Stadtgebiet gibt es auch Reste einer Kirche mit einer Apsis und zwei Schiffen. Daneben befinden sich hier die Reste eines hellenistischen Tempels und eines Hauses mit einem Hof. Der Tempel hat eine etwa 10&amp;amp;nbsp;Meter breite Treppe, die an beiden Seiten von Mauern flankiert ist. Die eigentliche Cella ist etwa 5&amp;amp;nbsp;× 8&amp;amp;nbsp;Meter groß. Davor standen einst zwei Altäre. Die hier gefundene Keramik ist fast ausschließlich hellenistisch. Der Tempel war in römischer Zeit also nicht mehr in Betrieb. Hier fanden sich 1971 zwei Marmorfragmente von Statuen. Es gibt eine Zisterne und die Reste eines [[Aquädukt]]es, der sich 600&amp;amp;nbsp;Meter lang verfolgen lässt. Aus der Stadt oder der nächsten Umgebung stammen drei klassische und hellenistische Grabstelen sowie zwei Stelen aus dem späten 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Sie befinden sich heute im [[Archäologisches Museum Iraklio|archäologischen Museum]] in [[Iraklio]].&amp;lt;ref&amp;gt;Blackman, Branigan, in: &amp;#039;&amp;#039;Annual of the British School at Athen.&amp;#039;&amp;#039; Volume 70, November 1975, S. 26, Fußnote 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Basis aus der Stadt trägt eine Widmungsinschrift an die ägyptischen Göttin [[Isis]].&amp;lt;ref&amp;gt;M. W. Baldwin Bowsky: &amp;#039;&amp;#039;From Capital to Colony: Five New Inscriptions from Roman Crete.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Annual of the British School at Athens.&amp;#039;&amp;#039; Band 101, 2006, S. 405.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lasaia 14.jpg|mini|{{center|Kistengrab oberhalb der Küste}}]]&lt;br /&gt;
Westlich der Stadt lag ihre Nekropole, die aus zwei Teilen besteht. Südlich der modernen Küstenstraße befinden sich etwa ein Dutzend stark beraubter Gräber. Es handelt sich meist um mit Steinplatten verkleidete Gruben. Dieser Teil des Friedhofes datiert in hellenistische Zeit. Einige Kammergräber mit gewölbter Decke befinden sich südlich der Straße, aber in größerer Zahl nördlich von ihr. Sie sind alle stark beraubt und datieren wahrscheinlich in römische Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Blackman, Branigan, in: &amp;#039;&amp;#039;Annual of the British School at Athen.&amp;#039;&amp;#039; Volume 70, November 1975, S. 25–26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibelüberlieferung ===&lt;br /&gt;
Auch in der Bibel wird der Ort &amp;#039;&amp;#039;Lasaia&amp;#039;&amp;#039; genannt, er kommt dabei in der [[Apostelgeschichte des Lukas#V. Paulus als Gefangener (Apg 21,15–28,31)|Apostelgeschichte des Lukas]] vor ({{B|Apg|27|8|EU}}). Auf seiner Reise nach Rom kam [[Paulus von Tarsus]] als Gefangener mit einem alexandrinischen Schiff dort an, weil starker Gegenwind herrschte und die Schifffahrt weiter als unsicher galt. Letztlich wurde aber von den Seeleuten entschieden, weiter in Richtung &amp;#039;&amp;#039;[[Phoinix (Kreta)|Phoinix]]&amp;#039;&amp;#039; zu fahren (ein Hafen, dessen Standort noch nicht sicher erforscht ist). Dort kamen sie aber wegen des heftigen Nord-Ost-Sturmes nicht an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelgeschichte heißt es an der Stelle, an der &amp;#039;&amp;#039;Lasaia&amp;#039;&amp;#039; genannt ist, im griechischen Original und der [[Einheitsübersetzung|deutschen Übersetzung]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ἐν ἱκαναῖς δὲ ἡμέϱαις βϱαδυπλοοῦντες καὶ μόλις γενόμενοι κατὰ τὴν Κνίδον, μὴ πϱοσεῶντος ἡμᾶς τοῦ ἀνέμου ὑπεπλεύσαμεν τὴν Κϱήτην κατὰ Σαλμώνην, μόλις τε παϱαλεγόμενοι αὐτὴν ἤλϑομεν εἰς τόπον τινὰ καλούμενον Καλοὺς λιμένας ᾧ ἐγγὺς πόλις ἦν Λασαία.&lt;br /&gt;
 |Sprache=el&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Viele Tage lang kamen wir nur langsam vorwärts und mit Mühe erreichten wir die Höhe von [[Knidos|Knídos]], da uns der Wind nicht herankommen ließ, umsegelten wir Kreta bei [[Sideros|Salmóne]], fuhren unter großer Mühe an Kreta entlang und erreichten einen Ort namens Kaloí Liménes, in dessen Nähe die Stadt Lasaía liegt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Bibeltext beschrieben, fuhren Paulus und die weitere Schiffsbesatzung von dort weiter, da der Hafen zum Überwintern ungeeignet war ({{B|Apg|27|12|EU}}). Außer der Erwähnung in der Bibel wird der Ort in der antiken Literatur nicht genannt. Er erscheint jedoch als &amp;#039;&amp;#039;Lisia&amp;#039;&amp;#039; in der [[Tabula Peutingeriana]] und wird bei [[Strabon]] (10,4,14) und [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 4,20) genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://topostext.org/place/349248ULas Lasaia (Crete) (Topos Text)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Die Ruinen der Stadt sind noch vor Ort zu sehen, sind bisher jedoch nicht ausgegraben worden. Sie wurden von Thomas Abel Brimage Spratt (1811–1888) als das antike Lasaia identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Abel Brimage Spratt: &amp;#039;&amp;#039;Travels and researches in Crete.&amp;#039;&amp;#039; Band II, London 1865, S. 8 [https://archive.org/details/travelsresearche02spra/page/8/mode/2up online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Geländebegehung fand im September 1971 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Blackman, Branigan, in: &amp;#039;&amp;#039;Annual of the British School at Athen.&amp;#039;&amp;#039; Volume 70, November 1975, S. 17–36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Teil der Stadt war die kleine Insel &amp;#039;&amp;#039;Traphos&amp;#039;&amp;#039; (heute &amp;#039;&amp;#039;Trafos&amp;#039;&amp;#039;), die im 19. Jahrhundert beim Aufstand der [[Griechen]] gegen die [[Türken]] als Zufluchtsort diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hellenestic tomb stone.jpg|Hellenistische Grabstele&lt;br /&gt;
Lasaia 19.jpg|Reste eines Gebäudes&lt;br /&gt;
Lasaia 01.jpg|Reste eines Gebäudes, Blick aufs Meer&lt;br /&gt;
Trafos 19.jpg|Römische Wellenbrecher&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{PECS|lasaia|Lasaia (Chrysostomos) Kainourgiou, Crete|K. Branigan}}&lt;br /&gt;
* D. J. Blackman and K. Branigan: &amp;#039;&amp;#039;An Archaeological Survey on the South Coast of Crete, between the Ayiofarango and Chrisostomos.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annual of the British School at Athen.&amp;#039;&amp;#039; Volume 70, November 1975, S. 28–32.&lt;br /&gt;
* Nikos Mourtzas and Eleni Kolaiti: &amp;#039;&amp;#039;« Palaeogeography of Ancient Lasaia (SE Crete, Greece) ».&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Méditerranée.&amp;#039;&amp;#039; 2021, [http://journals.openedition.org/mediterranee/12549 online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Archaeological site of Lasaia|Lasaia}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kairatos.com.gr/myweb/ancientcitiesknossos-oios.htm The ancient cities of Crete] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=34/56/23.5/N |EW=24/49/17.5/E |type=landmark |region=GR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Kreta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike griechische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Festos, Gemeinde)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;At40mha</name></author>
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