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	<title>Larsen-Schelfeis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-14T10:26:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |article=/ |NS=67/30/0/S |EW=62/30/0/W |region=AQ |dim = 500000 |type=waterbody}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Antarctic-Peninsula-Ice-Shelves.png|rechts|gerahmt|Das Larsen-Schelfeis an der Ostküste der [[Antarktische Halbinsel|Antarktischen Halbinsel]] wird von Nord nach Süd den vier Gebieten &amp;#039;&amp;#039;Larsen A&amp;#039;&amp;#039; bis &amp;#039;&amp;#039;Larsen D&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet (Schelfeislage 2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Larsen-Schelfeis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein langgezogenes [[Schelfeis|Eisschelf]] im westlichen Teil des [[Weddell-Meer]]es entlang der Ostküste der [[Antarktische Halbinsel|Antarktischen Halbinsel]], das bis zur [[Smith-Halbinsel]] reicht. Es ist nach dem norwegischen Kapitän [[Carl Anton Larsen]] benannt, der im Dezember 1893 mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Stella Polare|Jason]]&amp;#039;&amp;#039; an dem Schelfeis entlang segelte, und wurde in vier Abschnitte unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Nord nach Süd aufeinanderfolgenden Gebiete werden &amp;#039;&amp;#039;Larsen A, Larsen B, Larsen C&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Larsen D&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebietsgrenzen orientieren sich an großen Meeres[[bucht]]en im Küstenverlauf. Hierbei wird &amp;#039;&amp;#039;Larsen A&amp;#039;&amp;#039; der nördlichsten und kleinsten, &amp;#039;&amp;#039;Larsen B&amp;#039;&amp;#039; der folgenden mittleren bis zur [[Jason-Halbinsel]] und &amp;#039;&amp;#039;Larsen C&amp;#039;&amp;#039; der angrenzenden größten dieser Buchten zugeordnet, während &amp;#039;&amp;#039;Larsen D&amp;#039;&amp;#039; das anschließende und dem [[Südpol]] nächstliegende Gebiet mit zahlreichen kleineren Einbuchtungen der Antarktischen Halbinsel als längsten Abschnitt umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eisschelf Larsen A zerfiel 1995, Larsen B zerbrach 2002, von Larsen C brach 2017 ein erheblicher Teil ab (siehe [[Eisberg]] [[A-68]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage, Ausdehnung und Anteile ==&lt;br /&gt;
Den antarktischen Kontinent bedeckt derzeit fast vollständig eine mächtige Eisschicht, die als [[antarktischer Eisschild]] die größte Eismasse der Erde darstellt und über zwei Drittel ihres [[Süßwasser]]s bindet. Über [[Eisstrom|Eisströme]] und [[Gletscher]] fließt das [[Inlandeis]] allmählich zur Küste hin ab und schiebt sich bis ins Meer. Die dabei weiterhin verbundene Eisplatte über dem [[Kontinentalschelf]] wird als [[Schelfeis]] bezeichnet, das auf dem Meer schwimmt, jedoch kein [[Meereis]] ist. An der Ostküste der [[Antarktische Halbinsel|Antarktischen Halbinsel]], deren Nordende dem [[Südpol]] am fernsten ist, liegt das Larsen-Schelfeis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die zweite Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erstreckte sich das Larsen-Schelfeis vom [[Prinz-Gustav-Kanal]] zum [[Kap Fiske]], reichte also über zehn [[Geographische Breite|Breitengrade]]. In den späten 1980er Jahren hatte die Schelfeisfläche zwischen der Küstenlinie und der Schelfeiskante von mehr als 1100&amp;amp;nbsp;km Länge eine Ausdehnung von etwa 87.000&amp;amp;nbsp;km². Damals entfielen rund 3.000&amp;amp;nbsp;km² auf Larsen A, 12.000&amp;amp;nbsp;km² auf Larsen B, 50.000&amp;amp;nbsp;km² auf Larsen C und 22.000&amp;amp;nbsp;km² auf Larsen D.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAS&amp;quot;&amp;gt;A. J. Cook und D. G. Vaughan: &amp;#039;&amp;#039;Overview of areal changes of the ice shelves on the Antarctic Peninsula over the past 50 years.&amp;#039;&amp;#039; ([[British Antarctic Survey]], Cambridge, UK.) In: &amp;#039;&amp;#039;The Cryosphere Discussions.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 2009, S.&amp;amp;nbsp;579–630, Tab. 3; published by [[Copernicus Publications]] on behalf of the [[European Geosciences Union]] ([https://tc.copernicus.org/preprints/3/579/2009/tcd-3-579-2009.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende der 2010er Jahre betrug die flächenmäßige Ausdehnung des Larsen-Schelfeises noch 68.000&amp;amp;nbsp;km², nach dem Zerfall der Eisschelfe Larsen A und B sowie dem Rückzug der Schelfeisfront Larsen C.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.britannica.com/science/ice-shelf &amp;quot;Larsen Ice Shelf&amp;quot;] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopædia Britannica]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zerfall infolge der globalen Erwärmung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2005 08 05 lednik.jpg|mini|hochkant=1.3|Im Februar 2002 zerfiel das Eisschelf Larsen B größtenteils, zum ersten Mal seit der [[Letzte Kaltzeit|letzten Kaltzeit]].]]&lt;br /&gt;
Das Eisschelf Larsen A zerfiel Anfang 1995 innerhalb weniger Wochen, das von Larsen B zerfiel im Februar 2002 in wenigen Tagen. Im Januar 2005 betrug die Larsen-Schelfeisfläche etwa 78.500&amp;amp;nbsp;km²;&amp;lt;ref name=&amp;quot;de Angelis&amp;quot;&amp;gt;Hernán de Angelis: &amp;#039;&amp;#039;Larsen Ice Shelf&amp;#039;&amp;#039;. In: Beau Riffenburgh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of the Antarctic&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, New York und London 2007, S. 585–587, ISBN 0-415-97024-5 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; 2009 waren es rund 76.000&amp;amp;nbsp;km², Larsen A hatte noch etwa 400&amp;amp;nbsp;km², Larsen B etwa 2.400&amp;amp;nbsp;km² Schelfeis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAS&amp;quot;/&amp;gt; Die beiden Zerfallsereignisse mit rascher Fragmentation sind insofern ungewöhnlich, als Eisschelfe im Normalfall dadurch zurückgehen, dass sie abschmelzen oder Eisberge „kalben“. Grund des Rückgangs ist ein regionales Ansteigen der jährlichen atmosphärischen Durchschnittstemperatur im Bereich des nördlichen Larsen-Schelfeises, das seit den 1940er Jahren beobachtet wird. Dieser Anstieg von etwa 0,5&amp;amp;nbsp;°C pro Jahrzehnt wird auf die verstärkte [[Antarktische Oszillation]] (AAO; englisch auch &amp;#039;&amp;#039;Southern Hemisphere Annular Mode&amp;#039;&amp;#039;) – eine Folge der durch Treibhausgase bedingten [[Folgen der globalen Erwärmung in der Antarktis|globalen Erwärmung]] – zurückgeführt, die im Sommer an der Antarktischen Halbinsel [[ablandig]] blasende warme [[Föhnwind]]e verursacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Jenny V. Turton, Amélie Kirchgaessner, Andrew N. Ross, John C. King, and Peter Kuipers Munneke: &amp;#039;&amp;#039;The influence of föhn winds on annual and seasonal surface melt on the Larsen C Ice Shelf, Antarctica.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Cryosphere.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Nr. 11, November 2020, S.&amp;amp;nbsp;4165–4180; [[doi:10.5194/tc-14-4165-2020]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Falls die Erwärmung anhält, kann das Schelfeis von Larsen C bald nach ähnlichem Muster zurückgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAS&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wissen/grosse-eisplatte-in-der-antarktis-zerbricht-14557957.html &amp;#039;&amp;#039;In der Antarktis droht riesige Eisplatte zu zerbrechen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2017 brach eine riesige Eisplatte ab, etwa ein Achtel des Eisschelfs Larsen C, womit einer der größten bislang beobachteten Eisberge entstand, [[A-68]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Larsen A ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet Larsen A liegt zwischen dem [[Kap Longing]] ({{Coordinate|text=DM|NS=-64.558089|EW=-58.824691|type=landmark|region=AQ|name=Kap Longing}}) am [[Prinz-Gustav-Kanal]] und der [[Robertson-Insel]] im Süden. 1961 hatte das Eisschelf Larsen A eine Ausdehnung von rund 4.000&amp;amp;nbsp;km²; es blieb bis zu den 1980er Jahren relativ stabil und ging dann schrittweise zurück. Anfang des Jahres 1995 zerfielen binnen weniger Wochen etwa 2.000&amp;amp;nbsp;km² von Larsen A in tausende kleinere Eisberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr verschwand auch das kleinere benachbarte Prinz-Gustav-Eisschelf zwischen der [[Longing-Halbinsel]] und der [[James-Ross-Insel]] und gab den [[Prinz-Gustav-Kanal]] frei. Es war das nördlichste Eisschelf der [[Antarktische Halbinsel|Antarktischen Halbinsel]] beziehungsweise [[Antarktika]]s und das erste mit Zeichen des Rückgangs, schon seit den Aufzeichnungen 1957 von rund 1600&amp;amp;nbsp;km². Vieles spricht dafür, dass es mit dem Larsen-Schelfeis verbunden war und erst in den späten 1940er Jahren separiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleiner, vom [[Rogosch-Gletscher]] gespeister Rest, der auch &amp;#039;&amp;#039;Seal Nunataks&amp;#039;&amp;#039;-Eisschelf genannt wird, verblieb zwischen Festland und [[Robertson-Insel]] (→&amp;amp;nbsp;[[Seal Nunataks]]). Das &amp;#039;&amp;#039;Seal Nunataks&amp;#039;&amp;#039;-Eisschelf verliert weiter Eis, 2013 betrug seine Fläche 743&amp;amp;nbsp;km².&amp;lt;ref name=&amp;quot;shuman2016&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Larsen B ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Larsen B collapse.jpg|mini|hochkant=1.3|Lage nach dem Zerfall des Eisschelfs in Larsen B, Linien der Schelfeiskanten von 1998 bis 2002 eingezeichnet]]&lt;br /&gt;
Das Gebiet Larsen B erstreckt sich von der [[Robertson-Insel]] im Norden bis zur [[Jason-Halbinsel]] im Süden. 1963 hatte das Eisschelf Larsen B eine Ausdehnung von etwa 12.000&amp;amp;nbsp;km². Es blieb länger stabil als das nördlich benachbarte Eisschelf, auch wenn neben mehreren kleineren ein sehr großer (ca. 1700&amp;amp;nbsp;km²) [[Tafeleisberg]] 1995 abbrach. Danach folgte in ähnlichem Muster wie bei Larsen A ein Rückgang, der schließlich in einem überaus raschen Zerfall gipfelte, bei dem etwa 3.250&amp;amp;nbsp;km² von Larsen B innerhalb weniger Tage im Februar 2002 aufbrachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Rahmstorf, Hans Joachim Schellnhuber: &amp;#039;&amp;#039;Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-50866-0, S.&amp;amp;nbsp;62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin war das Eisschelf Larsen B während des gesamten [[Holozän]]s, über 10.000 Jahre, dauerhaft stabil gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Domack et al.: &amp;#039;&amp;#039;Stability of the Larsen B ice shelf on the Antarctic Peninsula during the Holocene epoch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 436, 2005, S.&amp;amp;nbsp;681–685; [[doi:10.1038/nature03908]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem weitgehenden Zusammenbruch des Schelfeises verblieben etwa 2.400&amp;amp;nbsp;km² im südlichen Teil an der Jason-Halbinsel. Dieser Rest, auch [[Scar Inlet |&amp;#039;&amp;#039;Scar Inlet&amp;#039;&amp;#039;]]-Eisschelf genannt, verliert weiter Eis, im Jahr 2012 betrug seine Fläche noch 1870&amp;amp;nbsp;km².&amp;lt;ref name=&amp;quot;shuman2016&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher Shuman, Ted Scambos, Etienne Berthier |Titel=Ice loss processes in the Seal Nunataks ice shelf region from satellite altimetry and imagery |Sammelwerk=Annals of Glaciology |Band=57 |Nummer=7 |Datum=2016-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im übrigen Küstenabschnitt von Larsen B führte das Fehlen des Eisschelfs zu einem beschleunigten Abfluss der dahinter befindlichen [[Eisstrom|Eisströme]] ins Meer; bis zu achtfach höhere Fließgeschwindigkeiten wurden am [[Hektoria-Gletscher]] gemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Rignot, G. Casassa, P. Gogineni, W. Krabill, A. Rivera, R. Thomas |Titel=Accelerated ice discharge from the Antarctic Peninsula following the collapse of Larsen B ice shelf |Sammelwerk=Geophysical Research Letters |Band=31 |Datum=2004 |Nummer=L18401, |DOI=10.1029/2004GL020697 |Kommentar=open access}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2011 wurden die Gletscher vorübergehend durch mehrjähriges [[Festeis]] stabilisiert, das 2022 jedoch innerhalb weniger Tage zerbrach. In der Folge nahm der Gletscherfluss wieder stark zu, der Hektoria-Gletscher zog sich mit 23&amp;amp;nbsp;km in 1,5 Jahren außerordentlich schnell zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Naomi E. Ochwat, Ted A. Scambos, Alison F. Banwell, Robert S. Anderson, Michelle L. Maclennan, Ghislain Picard, Julia A. Shates, Sebastian Marinsek, Liliana Margonari, Martin Truffer, Erin C. Pettit |Titel=Triggers of the 2022 Larsen B multi-year landfast sea ice breakout and initial glacier response |Sammelwerk=The Cryosphere |Band=18 |Nummer=4 |Datum=2024 |DOI=10.5194/tc-18-1709-2024 |Kommentar=open access}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bailey L. Fluegel, Catherine Walker |Titel=The Two-Decade Evolution of Antarctica&amp;#039;s Hektoria Glacier and Its 2022 Rapid Retreat From Satellite Observations |Sammelwerk=Geophysical Research Letters |Band=51 |Nummer=22 |Datum=2024-11 |DOI=10.1029/2024GL110592 |Kommentar=open access}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Auflösung des Eisschelfs wurde im Meer ein [[Chemotrophie|chemotrophes]] [[Ökosystem]] zugänglich, das sich vom [[Sedimentation|Sedimenten]] nährt und vor allem aus einer Matte von [[Bakterien]] und Muscheln besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugene Domack, Scott Ishman, Amy Leventer, Sean Sylva, Veronica Willmott, Bruce Huber: [http://www.hamilton.edu/news/exp/Antarctica/2006/Eos-cold_seep.pdf &amp;#039;&amp;#039;A chemotrophic ecosystem found beneath Antarctic Ice Shelf.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;EOS, Transactions American Geophysical Union.&amp;#039;&amp;#039; 86 (29), 2005, S. 269+271–272, {{DOI|10.1029/2005EO290001}} (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Larsen C ===&lt;br /&gt;
[[Datei:LarsenC photo 2016315 lrg.jpg|mini|Riss im Eisschelf Larsen C (November 2016)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Larsen C breaks.jpg|mini|Larsen C am 12. Juli 2017, Aufnahme des [[Sentinel-1]]-&amp;lt;br /&amp;gt;Erdbeobachtungssatelliten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Iceberg A-68 - 02.png|mini|Der Riss begann nördlich von [[Gipps Ice Rise]], wo sich südlich Larsen D anschließt.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gebiet Larsen C erstreckt sich von der [[Jason-Halbinsel]] im Norden bis zur [[Gipps Ice Rise]] im Süden, wo Larsen D anschließt. Das Eisschelf Larsen C ist das größte an der Ost- wie der Westküste der Antarktischen Halbinsel. Es hatte 1975 eine Ausdehnung von etwa 58.000&amp;amp;nbsp;km², verlor bis 1988 – vor allem 1986 durch Abbrechen zweier riesiger Eisplatten von ca. 6520&amp;amp;nbsp;km² und ca. 1260&amp;amp;nbsp;km² – knapp 8.000&amp;amp;nbsp;km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAS&amp;quot;/&amp;gt; und zeigte in den folgenden Jahrzehnten keinen wesentlichen Flächenverlust. Mitte 2016 fiel ein tiefer Riss auf, der sich bis November auf knapp 100&amp;amp;nbsp;m verbreiterte und im Weiteren auf über 100&amp;amp;nbsp;km verlängerte. Im Juli&amp;amp;nbsp;2017 brach schließlich das etwa 5.800&amp;amp;nbsp;km² große Teil des Eisschelfs Larsen C ab, verkleinerte dessen Fläche um etwa 12 % und wurde ein Tafeleisberg von zweifacher Größe Luxemburgs. Das Bruchstück mit einer Masse von rund einer Billion Tonnen –&amp;amp;nbsp;einer Wassermasse größer als die des [[Ladogasee]]s, des größten Sees in Europa&amp;amp;nbsp;– erhielt die Bezeichnung [[A-68]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.projectmidas.org/blog/calving/ |titel=Larsen C calves trillion ton iceberg |autor=Martin O&amp;#039;Leary, Adrian Luckman and Project MIDAS |datum=2017-07-12 |sprache=en |zugriff=2017-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; es zählt zu den größten bisher beobachteten Eisbergen. Nach der Ablösung wurde befürchtet, es könne zur Destabilisierung des Eisschelfs Larsen C kommen, womöglich zu dessen Zerfall.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/meeresspiegel-koennte-ansteigen-riesiger-eisberg-hat-sich-von-der-antarktis-geloest-15102863.html |titel=Riesiger Eisberg hat sich von der Antarktis gelöst |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=2017-07-12 |zugriff=2017-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum Kalben kleinerer Eisberge kann ein Rückgang der Bruchkante mit Ablösung sehr großer Eistafeln ein Anzeichen zunehmender Destabilisierung des antarktischen Eises sein. Damit kann auch ein [[Meeresspiegelanstieg seit 1850|Meeresspiegelanstieg]] einhergehen. Schelfeis als solches, das schon auf dem Meer schwimmt, trägt nicht zum Meeresspiegelanstieg bei. Doch können Ablösungen und Abschmelzungen die Masse eines am Grund aufsetzenden Eisschelfs verringern sowie sich auflösende Schelfeise das Abfließen von Gletschern und Eisströmen des sie speisenden Inlandeises beschleunigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Larsen D ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet Larsen D erstreckt sich im Anschluss an Larsen C von der [[Gipps Ice Rise]] im Norden bis zur [[Smith-Halbinsel]] im Süden. Der Küstenverlauf dieses langgestreckten Bereichs ist nicht mehr konkav, der Schelfeisrand stößt wenig über den 60.&amp;amp;nbsp;[[Längengrad]] vor. Das Eisschelf Larsen D hatte 1966 eine Ausdehnung von knapp 22.000&amp;amp;nbsp;km²; 2000 nahm es nahezu die gleiche Fläche ein und zeigte zwischenzeitlich keinen Rückgang. Es hat die längste und dem Südpol nächste Front, der überall festes Meereis anliegt. 2009 dehnte sich das Schelfeis von Larsen D bis etwa 22.600&amp;amp;nbsp;km² aus und zeigte damit als einziges der Eisschelfe an der Antarktischen Halbinsel im Beobachtungszeitraum keinen Rückzug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BAS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit wirken die verschiedenen antarktischen Eisschelfe noch als eine Art Sperrmauer, die das Abfließen antarktischer Eismassen ins Meer stark bremst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Paul Voosen | Titel=Delaware-sized iceberg splits from Antarctica | Sammelwerk=[[Science]] | Datum=12. Juni 2017 | Sprache=en |Online=http://www.sciencemag.org/news/2017/07/delaware-sized-iceberg-splits-antarctica }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das komplette Abschmelzen der Antarktischen Halbinsel hätte theoretisch einen globalen Meeresspiegelanstieg von bis zu 20 Zentimetern zur Folge. Im gesamten [[Antarktischer Eisschild|antarktischen Eisschild]] ist Wasser für einen theoretischen globalen Meeresspiegelanstieg von rund 58 Metern gebunden.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Literatur | Autor=P. Fretwell et al. | Titel=Bedmap2: improved ice bed, surface and thickness datasets for Antarctica | Sammelwerk=[[The Cryosphere]] | Nummer=7 | Datum=2013 | Seiten=375-393 | Sprache=en | DOI=10.5194/tc-7-375-2013 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Das Abbrechen des Larsen-Schelfeises wird auch im Endzeit-Film [[The Day After Tomorrow]] erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Larsen Ice Shelf|Larsen-Schelfeis}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Larsen C — Zeichen des Klimawandels?}}&lt;br /&gt;
* [http://pubs.usgs.gov/imap/2600/B/ Coastal-Change and Glaciological Map of the Larsen Ice Shelf Area, Antarctica: 1940–2005]&lt;br /&gt;
* [https://sciencenordic.com/when-will-large-crack-antarctic-ice-shelf-break-away When will the large crack on this Antarctic ice shelf break away?], ScienceNordic&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1033734411|VIAF=315166265}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schelfeis in der Antarktis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grahamland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weddellmeer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Carl Anton Larsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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