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	<title>Lars Valerian Ahlfors - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T21:32:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lars_Valerian_Ahlfors&amp;diff=259798&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Igallards7: /* Anmerkungen */</title>
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		<updated>2024-11-22T01:02:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anmerkungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lars Ahlfors - MFO.jpg|mini|Lars Ahlfors]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lars Valerian Ahlfors&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. April]] [[1907]] in [[Helsinki]]; † [[11. Oktober]] [[1996]] in [[Pittsfield (Massachusetts)|Pittsfield]], [[Massachusetts]]) war ein finnisch-US-amerikanischer [[Mathematiker]]. 1936 wurde er mit der [[Fields-Medaille]] für besondere Verdienste um die Mathematik ausgezeichnet. Ahlfors schrieb mehrere hervorragende Fachbücher auf den Gebieten der [[Analysis]] und [[Funktionentheorie]]. Vor allem sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Complex Analysis&amp;#039;&amp;#039; gilt bis heute als eines der besten zur Funktionentheorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Ahlfors Vater war Professor für Maschinenbau am Polytechnischen Institut in Helsinki, seine Mutter starb bei seiner Geburt. Die Familie war [[Finnlandschweden|schwedisch-sprachig]]. 1924 begann er sein Studium der Mathematik an der [[Universität Helsinki]], bei [[Ernst Leonard Lindelöf]] und [[Rolf Nevanlinna]], das er 1928 abschloss (im selben Jahr begleitete er Nevanlinna an die [[ETH Zürich]]) und wo er 1930 promovierte. Im selben Jahr begann er an der schwedischsprachigen Universität ([[Åbo Akademi]]) in Turku zu lehren. In dieser Zeit unternahm er auch mehrere Reisen nach Zentraleuropa, u.&amp;amp;nbsp;a. nach Paris. 1933 bis 1936 war er Assistenzprofessor in Helsinki. 1935 nahm er eine Stelle an der [[Harvard University]] an, mit einer dreijährigen Probezeit. Bereits 1936 wurde er auf dem [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongress]] (ICM) in [[Oslo]] zusammen mit [[Jesse Douglas]] mit einer der ersten [[Fields-Medaille]]n geehrt. 1938 wurde ihm ein Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Helsinki angeboten, den er trotz des drohenden [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] annahm. Die finnischen Universitäten wurden bald darauf aufgrund des Krieges gegen die Sowjetunion geschlossen. Ahlfors selbst war als untauglich vom Militärdienst ausgemustert worden. 1944 erhielt er ein Angebot der [[Universität Zürich]], das er aber durch die Kriegswirren erst 1945 annehmen konnte. Da er und seine Frau sich in der Schweiz so kurz nach dem Krieg als Ausländer nicht wohl fühlten, akzeptierte er 1946 sofort das Angebot der Harvard University, wo er bis zu seiner Emeritierung 1977 blieb (ab 1964 als „William Caspar Graustein Professor“ für Mathematik). 1948 bis 1950 war er Leiter der mathematischen Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Emeritierung war er u.&amp;amp;nbsp;a. 1978 Gastprofessor an der [[Columbia University]], 1979 an der [[University of Michigan]], 1980 an der [[University of Minnesota]] und 1983 an der [[University of California, San Diego]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahlfors hielt dreimal Plenarvorträge auf [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongressen]] (ICM): 1936 (Geometrie der Riemannschen Flächen), 1962 (Teichmüller Spaces) und 1978 (Quasiconformal mappings, Teichmüller spaces and Kleinian Groups). Ahlfors wurde 1953 in die [[National Academy of Sciences]] gewählt. Er war 1986 Ehrenpräsident des ICM. 1981 erhielt er den [[Wolf-Preis]] für Mathematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war seit 1933 mit Erna Lehnert verheiratet, die ursprünglich aus Wien kam und mit der er drei Töchter hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahlfors arbeitete u.&amp;amp;nbsp;a. über [[Nevanlinna-Theorie|Wertverteilungstheorie]] im Sinne seines Lehrers Nevanlinna, [[Quasikonforme Abbildung|quasikonforme Abbildungen]] (denen er den Namen gab&amp;lt;ref&amp;gt;in Ahlfors &amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie der Überlagerungsflächen&amp;#039;&amp;#039; Acta Mathematica Band 65, 1935, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;), [[Teichmüller-Theorie]] (mit Lipman Bers war er wesentlich an der strengen Begründung des Theoriegebäudes von [[Oswald Teichmüller]] beteiligt), konforme Geometrie, [[meromorph]]e Kurven, [[Riemannsche Fläche]]n und [[Kleinsche Gruppe]]n (z.&amp;amp;nbsp;T. mit [[Lipman Bers]]). Schon 1929 erregte er Aufmerksamkeit, als er eine Vermutung von [[Arnaud Denjoy|Denjoy]] bewies (welche besagt, dass eine ganze Funktion der Ordnung k höchstens 2k endliche asymptotische Werte hat). Ahlfors beschäftigte sich auch viel mit dem Typenproblem nicht-kompakter Riemannscher Flächen, nämlich Kriterien anzugeben, ob sie vom parabolischen oder hyperbolischen Typ sind (konform äquivalent zur gesamten komplexen Ebene oder zur Einheitskreisscheibe). Er untersuchte auch andere konforme Invarianten, z.&amp;amp;nbsp;B. untersuchte er mit [[Arne Beurling]] die Extremallänge von Kurvenfamilien in einem Gebiet. Ahlfors betrachtete die Sätze von [[Satz von Picard|Picard]] und [[Satz von Bloch|Bloch]] als Spezialfälle des Typenproblems und gab auch 1935 der Nevanlinnaschen Wertverteilungs-Theorie eine geometrische Interpretation durch spezielle konforme Metriken und im selben Jahr eine weitere geometrische Interpretation in seiner Theorie der Überlagerungsflächen (laut [[Constantin Carathéodory]] erhielt er vor allem für diese Arbeit die Fields-Medaille&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Carathéodory |Titel=Bericht über die Verleihung der Fieldsmedaillen |Sammelwerk=Comptes Rendus du Congrès International des Mathématiciens |Band=I |Ort=Oslo |Datum=1936 |Seiten=308–314 |Online=https://www.mathunion.org/fileadmin/ICM/Proceedings/ICM1936.1/ICM1936.1.ocr.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). In den 1960er Jahren bewies er seinen [[Endlichkeitssatz von Ahlfors|Endlichkeitssatz]] für Kleinsche Gruppen ([[diskrete Untergruppe]]n von &amp;lt;math&amp;gt;PSL(2,\Complex)&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;math&amp;gt;PSL&amp;lt;/math&amp;gt; steht für [[spezielle projektive lineare Gruppe]], &amp;lt;math&amp;gt;\Complex&amp;lt;/math&amp;gt; für Koeffizienten aus den komplexen Zahlen. Bei den entsprechenden diskreten Untergruppen &amp;lt;math&amp;gt;PSL (2,\R)&amp;lt;/math&amp;gt; mit reellen Koeffizienten spricht man von Fuchs’schen Gruppen&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Gruppe der [[Möbiustransformation]]en): [[endlich erzeugt]]e Kleinsche Gruppen repräsentieren Riemannsche Flächen von endlichem [[Geschlecht (Fläche)|Geschlecht]] (kompaktifiziert durch Addition einer endlichen Zahl von Punkten). Eine Lücke in Ahlfors Beweis wurde durch Bers geschlossen. Kleinsche Gruppen spielten auch in [[William Thurston]]s Programm zu dreidimensionalen [[Hyperbolische Mannigfaltigkeit|hyperbolischen Mannigfaltigkeiten]] eine wichtige Rolle. Davor hatte Ahlfors schon 1964 einen neuen Beweis (mit [[Martin Eichler|Eichler]]-Kohomologie) des entsprechenden Endlichkeitssatzes für [[Fuchssche Gruppe]]n gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Doktoranden gehören [[Dale Husemoller]], [[Paul Garabedian]], [[Albert Marden]], [[Halsey Royden]], [[Robert Osserman]], [[George Springer (Mathematiker)|George Springer]] und [[Henry Otto Pollak]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|1430|name=Lars Valerian Ahlfors}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ahlfors „Collected Papers“, 2 Bände, Birkhäuser, 1982&lt;br /&gt;
* Ahlfors &amp;#039;&amp;#039;Complex Analysis&amp;#039;&amp;#039;, 1979 (zuerst 1953) ([https://people.math.gatech.edu/~mccuan/courses/6321/lars-ahlfors-complex-analysis-third-edition-mcgraw-hill-science_engineering_math-1979.pdf Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Ahlfors &amp;#039;&amp;#039;Contributions to the Theory of Riemann Surfaces&amp;#039;&amp;#039;, Princeton, Annals of Mathematics Studies 1953&lt;br /&gt;
* Ahlfors &amp;#039;&amp;#039;Riemann Surfaces&amp;#039;&amp;#039; 1960&lt;br /&gt;
* Ahlfors &amp;#039;&amp;#039;Conformal Invariants&amp;#039;&amp;#039; 1973&lt;br /&gt;
* [[Olli Lehto]] &amp;#039;&amp;#039;On the Life and Work of Lars Ahlfors&amp;#039;&amp;#039;, Mathematical Intelligencer, 1998, Nr. 3&lt;br /&gt;
* Donald J. Albers, Gerald L. Alexanderson &amp;#039;&amp;#039;Fascinating Mathematical People: Interviews and Memoirs&amp;#039;&amp;#039;, Princeton University Press 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lars Ahlfors|Lars Valerian Ahlfors}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|104541164}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Ahlfors}}&lt;br /&gt;
* [http://www.math.harvard.edu/history/ahlfors/ Ahlfors auf der Seite der Harvard-Universität]&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|id=1430}}&lt;br /&gt;
* [http://nrs.harvard.edu/urn-3:HUL.ARCH:hua16002 Publikationsverzeichnis]&lt;br /&gt;
* [http://www.ams.org/notices/199802/ahlfors.pdf Frederick Gehring, Irwin Kra, Steven Krantz, Robert Osserman &amp;#039;&amp;#039;The Mathematics of Lars Valerian Ahlfors&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Notices of the American Mathematical Society&amp;#039;&amp;#039; Februar 1998, PDF-Datei] (478 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.ams.org/notices/199802/comm-krantz.pdf &amp;#039;&amp;#039;Lars Valerian Ahlfors (1907–1996)&amp;#039;&amp;#039;, Notices of the American Mathematical Society, Februar 1998, PDF-Datei] (396 kB)&lt;br /&gt;
* Ahlfors &amp;#039;&amp;#039;Fundamental Polyhedrons and Limit Point Sets of Kleinian Groups&amp;#039;&amp;#039;, Proceedings of the National Academy of Sciences, Band 55, 1966, S. 251, online unter [http://www.pnas.org/ pnas.org]&lt;br /&gt;
* [http://www.nasonline.org/publications/biographical-memoirs/memoir-pdfs/ahlfors-lars.pdf Gehring über Ahlfors in Biographical Memoirs National Academy of Sciences, PDF-Datei] (972 kB)&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/?q=ai:ahlfors.lars-valerian Autoren-Profil] in der Datenbank [[Zentralblatt MATH|zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger der Fields-Medaille}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Wolf-Preises in Mathematik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104541164|LCCN=n50033197|VIAF=68994166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ahlfors, Lars Valerian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematischer Analytiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Helsinki]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Åbo Akademi)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Helsinki)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Fields-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finnischer Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finnlandschwede]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ahlfors, Lars Valerian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=finnisch-US-amerikanischer Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. April 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Helsinki]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Oktober 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Pittsfield (Massachusetts)|Pittsfield]], [[Massachusetts]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Igallards7</name></author>
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