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	<title>Lars Clausen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lars_Clausen&amp;diff=261145&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Monographien (Auswahl) */</title>
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		<updated>2026-03-23T14:59:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Monographien (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Prof. Dr. Lars Clausen (Kiel 48.028).jpg|mini|hochkant|Lars Clausen (1971)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lars Michael Clausen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. April]] [[1935]] in [[Berlin]]; † [[20. Mai]] [[2010]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Soziologe]]. Als Professor für Soziologie an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]] führte er die [[Katastrophensoziologie]] in Deutschland ein und gab die [[Ferdinand Tönnies|Ferdinand-Tönnies-Gesamtausgabe]] mit heraus. 1993/94 war er Vorsitzender der [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie|Deutschen Gesellschaft für Soziologie]] (DGS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lars Clausen war der Sohn von Jürgen und [[Rosemarie Clausen]]. Er besuchte die Volksschule in Berlin und [[Prerow]]/[[Darß]] ([[Neuvorpommern]]). 1945 floh seine verwitwete Mutter mit ihren drei Kindern nach [[Hamburg]]. Nach dem Abitur 1955 am dortigen [[Christianeum]] studierte er [[Betriebswirtschaftslehre|Betriebs-]] und [[Volkswirtschaftslehre]], [[Rechtswissenschaft|Jura]], [[Soziologie]] und Geschichte an der [[Freie Universität Berlin|FU Berlin]], den Universitäten [[Universität zu Köln|Köln]], [[Universität Hamburg|Hamburg]] (1960: Dipl.-Kfm.), an der [[Sozialforschungsstelle an der Universität Münster|Sozialforschungsstelle der Universität Münster]] in [[Dortmund]], wo er Forschungsassistent der Abteilung „Soziologie der Entwicklungsländer“ war, und wurde 1963 an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]] bei [[Helmut Schelsky]] zum [[Doktor#Deutschland|Dr. sc. pol.]] promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1964 heiratete Clausen die Literaturwissenschaftlerin [[Bettina Clausen|Bettina Feddersen]]. Er war 1964/1965 &amp;#039;&amp;#039;Research Affiliate&amp;#039;&amp;#039; des &amp;#039;&amp;#039;[[Manchester School of Anthropology|Rhodes-Livingstone Institute]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Lusaka]] ([[Sambia]]) und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1967 in [[Westfälische Wilhelms-Universität Münster|Münster]] für Soziologie mit einer empirischen Untersuchung zweier sambischer Großbetriebe. Nach Lehre an den Universitäten Münster und [[Universität Bielefeld|Bielefeld]] und am Institute for African Studies in [[Den Haag]] ([[Niederlande]]) war Clausen von 1970 Direktor des Instituts für Soziologie und bis zu seiner [[Emeritierung]] 2000 Professor der Soziologie an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Universität Kiel]], wo er auch die [[Katastrophenforschungsstelle]] des Institutes für Soziologie begründete und bis 2002 leitete. Seine Wohnung hatte er in Hamburg. 1991/1992 war er Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und 1996/1997 [[Fellow]] am [[Wissenschaftskolleg zu Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 hatte er den [[Scheffelpreis]] erhalten. Clausen war Präsident der [[Deutsche Afrika-Gesellschaft|Deutschen Afrika-Gesellschaft]] und Vorsitzender der DGS, wo er 1993 erstmals die [[Jury (Wettbewerb)|Jurierung]] der für den Kongress eingereichten Hauptbeiträge durchsetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.soziologie.de/index.php?id=14 Geschichte der DGS].&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 2003 bis 2009 war er Vorsitzender der [[Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern]]. Ab 1978 war er Präsident der [[Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft]]. Im April 1996 stellte er sich zur Verfügung als einer der Boten zur Übergabe des Lösegeldes zur Beendigung der [[Reemtsma-Entführung|Entführung von Jan-Philipp Reemtsma]]. Clausen wurde mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz]] (1982) sowie dem Bundesverdienstkreuz 1.&amp;amp;nbsp;Klasse (1998) ausgezeichnet. Seine Arbeitsschwerpunkte lagen überlappend in mehreren Teilbereichen der allgemeinen Soziologie, wie der [[Kultursoziologie|Kultur]]-, [[Literatursoziologie|Literatur]]-, [[Wirtschaftssoziologie|Wirtschafts]]-, [[Arbeitssoziologie|Arbeits]]- und speziell der [[Katastrophensoziologie]], die er in Deutschland einführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf R. Dombrowsky: &amp;#039;&amp;#039;Zum Teufel mit dem Bindestrich. Zur Begründung der Katastrophen(-)Soziologie in Deutschland durch Lars Clausen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders., Ursula Pasero (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft, Literatur, Katastrophe.&amp;#039;&amp;#039; Opladen 1995, S. 108–122.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er setzte sich auch mit Aspekten der schöpferischen [[Schöpferische Zerstörung|Zerstörung]] und [[Destruktivität]] auseinander, die in der Volkswirtschaftslehre eine weit schwächere Rolle spielen als die produktive [[Arbeit (Philosophie)#Status quo der Vita activa|Arbeit]], aber nie unbeachtet geblieben sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Lars Clausen: &amp;#039;&amp;#039;Produktive Arbeit, destruktive Arbeit&amp;#039;&amp;#039;. Berlin/New York: Walter de Gruyter 1988&amp;lt;/ref&amp;gt; Ideenhistorisch und editorisch befasste sich Clausen besonders mit [[Ferdinand Tönnies]]. Generationen von Studierenden begeisterte Clausen durch seinen Scharfsinn und sein Talent, soziologische Theorien durch praktische Beispiele zu verdeutlichen. Er galt vielen als einer der letzten Universalgelehrten, und seine Vorlesungen hatten unter den Studenten Kultstatus.&amp;lt;ref&amp;gt;Martina Drexler: Abschied von einem Universalgelehrten. Kieler Nachrichten, 27. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2000 hielt Clausen in seiner „allerletzten Pflichtvorlesung“ eine persönliche „Einführung in die Theorien der Soziologie“ unter dem Titel „Gymnasiale Kulturhistorie als Weg in die Soziologie“.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars Clausen: &amp;#039;&amp;#039;Gymnasiale Kulturhistorie als Weg in die Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tönnies-Forum]].&amp;#039;&amp;#039; Jg. 12, 2003, H. 2, S. 33–74. Wieder in: Gustav Mechlenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kultur &amp;amp; Gespenster.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2010, S. 33–73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Abschiedsvorlesung erschien posthum 2015 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Meine Einführung in die Soziologie. 15 Vorlesungen in freier Rede&amp;#039;&amp;#039; in Buchform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2010 war er unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;€pa&amp;#039;&amp;#039; als Autor in der deutschsprachigen Wikipedia tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Oetting: &amp;#039;&amp;#039;„Cool, ein Taucher.“ Lars Clausen als Wikipedia-Autor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tönnies-Forum]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 25, Nr. 2, 2016, S. 33–38 ([https://ferdinand-toennies-gesellschaft.de/downloads/Tonnies-Forum-2-2016-25.-Jg.pdf Forum-Ausgabe zum Download]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlassverwalterin war seine Ehefrau Bettina Clausen, mit der er ein Kind hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katastrophenschutz ===&lt;br /&gt;
Bereits Ende der 1970er setzte sich Lars Clausen als Mitglied der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern für einen [[Schutzdatenatlas]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf R. Dombrowsky, Jörg Horenczuk, Willi Streitz: &amp;#039;&amp;#039;Erstellung eines Schutzdatenatlasses.&amp;#039;&amp;#039; Zivilschutzforschung, Schriftenreihe der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern. Neue Folge Band 51. Hrsg. Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für Zivilschutz – im Auftrag des Bundesministerium des Innern. 2003 [http://www.katastrophenvorsorge.de/pub/publications/Schutzdatenatlaskpl.pdf#page=12 (PDF, S. 11)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er setzte sich auch weiterhin für einen umfassenden [[Katastrophenschutz]] ein:&amp;lt;ref name=&amp;quot;clausen-2001-a&amp;quot;&amp;gt;Lars Clausen: &amp;#039;&amp;#039;Drohende Gefahren. Aus Anlass des Zweiten Gefahrenberichtes der Schutzkommission.&amp;#039;&amp;#039; Vortrag (Thesen), 13. November 2001, Auditorium maximum, Christian-Albrechts-Universität, Kiel. Kiel Umdruck. Zitiert nach Wolf R. Dombrowsky, Jörg Horenczuk, Willi Streitz: &amp;#039;&amp;#039;Erstellung eines Schutzdatenatlasses.&amp;#039;&amp;#039; Zivilschutzforschung, Schriftenreihe der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern. Neue Folge Band 51. Hrsg. Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für Zivilschutz – im Auftrag des Bundesministerium des Innern. 2003, [http://www.katastrophenvorsorge.de/pub/publications/Schutzdatenatlaskpl.pdf#page=39 S. 38].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es ist nötig, von der Verletzlichkeit (Vulnerabilität) unserer Gesellschaft auszugehen und von der Unvermeidlichkeit dessen auszugehen, dass Schwerstes (Katastrophen) in der Tat eintritt. Der Katastrophenschutz reicht von staatlicher Vorkehr, Planung und bei Eintritt: Linderung bis zu den Anstrengungen der Einzelnen, dem Selbstschutz}}&lt;br /&gt;
Der Schutzdatenatlas ist dafür konzipiert, Lücken der Organisation und des Selbstschutzes der Bevölkerung zu schließen, indem er „Schutz-Laien“&amp;lt;ref name=&amp;quot;clausen-2001-b&amp;quot;&amp;gt;Lars Clausen 2001. Zitiert nach Wolf R. Dombrowsky, Jörg Horenczuk, Willi Streitz: &amp;#039;&amp;#039;Erstellung eines Schutzdatenatlasses.&amp;#039;&amp;#039; Zivilschutzforschung, Schriftenreihe der Schutzkommission beim Bundesminister des Innern. Neue Folge Band 51. Hrsg. Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für Zivilschutz – im Auftrag des Bundesministerium des Innern. 2003, [http://www.katastrophenvorsorge.de/pub/publications/Schutzdatenatlaskpl.pdf#page=40 S. 39].&amp;lt;/ref&amp;gt; Kenntnisse an die Hand gibt, die ihnen ermöglichen, Vorkehrungen zu treffen und im Fall einer Katastrophe ihre Auswirkungen zu lindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ferdinand Tönnies ===&lt;br /&gt;
Lars Clausen war Mitherausgeber der großen Ferdinand-Tönnies-Gesamtausgabe und seit 1978 [[Präsident (Verwaltung)|Präsident]] der fachsoziologisch bedeutsamen Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft (Kiel). Clausen selbst bezeichnete sich seinen Studenten und Mitarbeitern gegenüber ironisch als „Tönnies-[[Funktionär]]“ und war zugleich ein solider Kenner von dessen Leben und Werk, wie Clausens öffentliche Rede zu Tönnies’ 150. Geburtstag in Kiel zeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kielvortrag&amp;quot;&amp;gt;Lars Clausen: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Tönnies (1855–1936).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Christiana Albertina.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63, 2006, S. 63–69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort stellte er Tönnies als Begründer der Soziologie im Deutschland der 1880er Jahre, als humanistischen [[Vordenker der Aufklärung|Aufklärer]] und politisch engagierten Republikaner vor, der noch als Greis SPD-Mitglied wird und auf dem Kongress &amp;#039;&amp;#039;[[Das Freie Wort (Kundgebung) | Das Freie Wort]]&amp;#039;&amp;#039; öffentlich gegen den neuen Reichskanzler [[Adolf Hitler]] auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Albrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Tönnies und der Kongreß ,Das Freie Wort‘ 1933.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sociologia Internationalis]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 28, 1990, Nr. 1, S. 87–90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Clausen erinnerte auch an Tönnies als engagierten Soziologen, an seine „[[Soziologie#Reine und angewandte Soziologie|angewandte Soziologie]]“ und die philosophische Fundierung seiner Theorie der Gesellschaft anhand der Leitkategorie des [[Wille]]ns: „Verstand ohne Willen wäre ziellos, Wille ohne Verstand zerstörerisch. Zum Glück für Tönnies’ Theorie sind sie einunddasselbe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lars Clausen: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Tönnies (1855–1936).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Christiana Albertina.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63, 2006, S. 63–69, hier S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Clausen zeichnete sich Tönnies’ Gelehrtenprosa durch sorgfältige Textgliederung sowie fundierten und kleinschrittigen Begriffsaufbau aus. Tönnies habe, obgleich stets etymologisch fundiert formulierend, [[Liste von Gräzismen|Gräzismen]] und [[Fremdwort#Lateinische Lehn- und Fremdwörter|Latinismen]] gescheut. Seine Begriffe, etwa „Gemeinschaft“ oder „Öffentliche Meinung“, entnahm er der deutschen Sprache. Dabei hätten seine Texte durchaus gelehrte Pointen enthalten, die aber niemals effekthascherisch wirkten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kielvortrag&amp;quot; /&amp;gt; Selbst in kritischen Stellungnahmen, etwa zu tagespolitischen Problemen, sei der Soziologe darauf bedacht gewesen, persönliche Kränkungen zu vermeiden, obwohl seine Urteile deutlich, ja nicht selten scharf ausfielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Tönnies: &amp;#039;&amp;#039;Das Breslauer Ereignis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 31. Dezember 1932, 1998 kritisch hrsg. in: [[Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe|TG]] Bd. 22, S. 354–356.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schnelle akademische Entwicklung des (mit 26 Jahren habilitierten) „Bauernkinds vom Heubarg“ und seine kreative intellektuelle Leistung als „Begründer“ der Soziologie in Deutschland hat Clausen wissenschaftsmethodologisch ausgerichtet so beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Das Geheimnis des sozialen Lebens sei es, den vielfältig einander verneinenden Kräften aller handelnden Menschen gegenüber eine besondere, eine ganz ausgefallene Überlebenschance willentlich zu ergreifen – die gegenseitige soziale Bejahung. Sie erscheint zunächst widernatürlich, Verneinung ist der Normalfall, aber gerade deswegen ist die Bejahung eigens erklärungsbedürftig. Wiegestalt nun die zugleich willens- und denkfähigen Menschen ihre wechselseitigen Bejahungen ausüben, wie sie sie empfinden oder kalkulieren, das ist der besondere Erkenntnisgegenstand dieser neuen Wissenschaft.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lars Clausen: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Tönnies (1855–1936).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Christiana Albertina.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63, 2006, S. 63–69, hier S. 64 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 2010: &amp;#039;&amp;#039;Preis für ein herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk&amp;#039;&amp;#039;, [[Deutsche Gesellschaft für Soziologie]], [[Paulskirche]]&lt;br /&gt;
* 1998: [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse&lt;br /&gt;
* 1982: [[Bundesverdienstkreuz]] am Bande&lt;br /&gt;
* 1955: [[Scheffelpreis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Eine Liste von Clausens Publikationen bis zum Jahr 1995 findet sich in der Festschrift zu seinem 60. Geburtstag.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf R. Dombrowsky, Ursula Pasero (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft, Literatur, Katastrophe. Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Lars Clausen.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1995, ISBN 3-531-12785-3, S. 364–374.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dem Titel „Kulturen. Krisen. Klassiker. Editionsprojekt Lars Clausen“ entsteht im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts seit Februar 2025 am [[Kulturwissenschaftliches Institut Essen|Kulturwissenschaftlichen Institut Essen]] eine Auswahl-Edition der Schriften Clausens.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://nachrichten.idw-online.de/2025/03/13/kulturen-krisen-klassiker-editionsprojekt-lars-clausen-startet-am-kwi Kulturen. &amp;#039;&amp;#039;Krisen. Klassiker. Editionsprojekt Lars Clausen startet am KWI&amp;#039;&amp;#039;]. In: (idw)-Nachrichten, [[Informationsdienst Wissenschaft]], 13. März 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monographien (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elemente einer Soziologie der Wirtschaftswerbung.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Köln/Opladen 1964 (zugleich Dissertationsschrift, Universität Münster).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Industrialisierung in Schwarzafrika : Eine soziologische Lotstudie zweier Grossbetriebe in Sambia.&amp;#039;&amp;#039;  Bertelsmann-Universitätsverlag, Bielefeld 1968 (zugleich Habilitationsschrift, Universität Münster).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jugendsoziologie.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1976, ISBN 978-3-17-001753-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tausch. Entwürfe zu einer soziologischen Theorie.&amp;#039;&amp;#039; Kösel, München 1978, ISBN 978-3-466-32007-3.&lt;br /&gt;
* Mit Volker von Borries und Karl Simons: &amp;#039;&amp;#039;Siedlungssoziologie. Wohnung, Gemeinde, Umwelt&amp;#039;&amp;#039;. Kösel, München 1978, ISBN 978-3-466-32008-0.&lt;br /&gt;
* Mit [[Wolf R. Dombrowsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Soziologie der Katastrophe.&amp;#039;&amp;#039; Osang, Bonn 1983, ISBN 978-3-7894-0090-2.&lt;br /&gt;
* Mit [[Bettina Clausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Zu allem fähig. Versuch einer Sozio-Biographie zum Verständnis des Dichters Leopold Schefer.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Bangert &amp;amp; Metzler, Frankfurt am Main 1985, ISBN 978-3-924147-09-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Produktive Arbeit, destruktive Arbeit.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 1988, ISBN 978-311-17820-1-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krasser sozialer Wandel.&amp;#039;&amp;#039; Leske und Budrich, Opladen 1994, ISBN 978-3-8100-1141-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine Einführung in die Soziologie. 15 Vorlesungen in freier Rede.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Jan-Frederik Bandel und [[Klaus R. Schroeter]], unter der Mitarbeit von [[Bettina Clausen]], Stroemfeld, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-86600-245-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herausgeberschaften (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
* Mit Carsten Schlüter: &amp;#039;&amp;#039;Renaissance der Gemeinschaft? Stabile Theorie und neue Theoreme.&amp;#039;&amp;#039; Duncker und Humblot, Berlin 1990, ISBN 978-3-428-07027-5.&lt;br /&gt;
* Mit Carsten Schlüter: &amp;#039;&amp;#039;Hundert Jahre „[[Gemeinschaft und Gesellschaft]]“.&amp;#039;&amp;#039; Leske und Budrich, Opladen 1991, ISBN 978-3-8100-0750-6.&lt;br /&gt;
* Mit Carsten Schlüter: &amp;#039;&amp;#039;„Ausdauer, Geduld und Ruhe“. Aspekte und Quellen der Tönnies-Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Rolf Fechner, Hamburg 1991, ISBN 978-3-9801498-8-4 (2. Auflage: Profil-Verlag, München 2024, ISBN 	978-3-89019-809-5).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Transklassische Logik und neue disziplinäre wie interdisziplinäre Ansätze.&amp;#039;&amp;#039; Profil-Verlag, München 1997. ISBN 978-3-89019-399-1.&lt;br /&gt;
* Federführender Herausgeber, mit [[Alexander Deichsel]], [[Cornelius Bickel]], Carsten Schlüter-Knauer, [[Uwe Carstens]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ferdinand Tönnies Gesamtausgabe]]&amp;#039;&amp;#039;, 24 Bde. De Gruyter, Berlin/New York seit 1998. Darin Einzelherausgeber von Bd. 22: &amp;#039;&amp;#039;1932–1936.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 1998.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entsetzliche soziale Prozesse. Theorie und Empirie der Katastrophen.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster 2003, ISBN 978-3-8258-6832-1&lt;br /&gt;
* Mit [[Arno Bammé]], Rolf Fechner: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Meinung zwischen neuer Wissenschaft und neuer Religion. Ferdinand Tönnies’ „Kritik der öffentlichen Meinung“ in der internationalen Diskussion.&amp;#039;&amp;#039; Profil, München/Wien 2005, ISBN 978-3-89019-590-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Clausen, Lars.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 190.&lt;br /&gt;
* [[Wolf R. Dombrowsky]], Ursula Pasero (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft, Literatur, Katastrophe. Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Lars Clausen.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1995, ISBN 3-531-12785-3.&lt;br /&gt;
* [[Günter Endruweit]], Wolf R. Dombrowsky (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Soziologe und sein Umfeld.&amp;#039;&amp;#039; Christian-Albrechts-Universität, Institut für Soziologie, Kiel 2000.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Carstens]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Tönnies-Forum]]. Zum Tode von Lars Clausen.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 19, Heft 2/2010, {{ISSN|0942-0843}} ([https://ferdinand-toennies-gesellschaft.de/downloads/2010-2.pdf frei zugängliche PDF]).&lt;br /&gt;
* [[Klaus R. Schroeter]], [[Martin Voss]]: &amp;#039;&amp;#039;Virtuoser Freidenker, soziologischer Schriftsteller und Diener der Wissenschaft. In memoriam Lars Clausen (8.4.1935 – 20.5.2010).&amp;#039;&amp;#039; In: Soziologie, Heft 3 2010, S. 378–383.&lt;br /&gt;
* [[Richard Albrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Gelehrsame Kieler Soziologie. Notizen zu Lars Clausen (1935–2010).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Auskunft.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 33, 2013, Nr. 1, S. 109–114.&lt;br /&gt;
* Richard Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Lars Clausens Kieler Abschiedsvorlesungen 2010.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Auskunft.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 35, 2015, Heft 1, S. 25–38.&lt;br /&gt;
* Oliver Stenzel: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.kn-online.de/Kiel/Zur-Erinnerung-an-Soziologen-Lars-Clausen-erscheint-Abschiedsvorlesung-als-Buch Ein fulminantes Feuerwerk zum Finale].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kieler Nachrichten]],&amp;#039;&amp;#039; [[RedaktionsNetzwerk Deutschland]] (RND), 9. April 2015&lt;br /&gt;
* Lara Pellner, Alexander Wierzock: &amp;#039;&amp;#039;Lars Clausen und Sambia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie&amp;#039;&amp;#039;, Jg., 54, Heft, 2025, S. 332–342.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121028232}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.soziologie.uni-kiel.de/mitarbeiter/clausen/bdaten | wayback=20120703010750 | text=Lebenslauf}} und {{Webarchiv | url=http://www.soziologie.uni-kiel.de/de/in-memoriam-l.-clausen | wayback=20140808054835 | text=Nachruf}} auf der Website der Universität Kiel.&lt;br /&gt;
* [http://www.sciencegarden.de/content/2001-08/katastrophennahe-berufsbilder Interview mit Lars Clausen] in &amp;#039;&amp;#039;[[sciencegarden]]&amp;#039;&amp;#039;, 2001.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121028232|LCCN=n/81/106946|VIAF=7406702}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Clausen, Lars}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophensoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Ferdinand-Tönnies-Forschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wikipedia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Clausen, Lars&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Clausen, Lars Michael&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. April 1935&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Mai 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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