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	<title>Laponia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T17:50:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Lappland (Schweden) umbenannt in Kategorie:Lappland (historische Provinz): laut Orci</title>
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		<updated>2024-10-18T05:03:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Lappland_(Schweden)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Lappland (Schweden) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Lappland (Schweden)&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Lappland_(historische_Provinz)&quot; title=&quot;Kategorie:Lappland (historische Provinz)&quot;&gt;Kategorie:Lappland (historische Provinz)&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Orci&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Orci (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Orci&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sarek Skierffe Rapadelta.jpg|mini|Das Rapadelta am Ostrand des [[Sarek-Nationalpark]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laponia-Karte.png|mini|Weltnaturerbe Laponia in Nordschweden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Schweden|schwedische]] [[UNESCO-Welterbe]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laponia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt im schwedischen Teil [[Lappland]]s und ist Teil von Europas größter, weitgehend unbeeinflusster [[Wildnis]] (sofern man Nordwestrussland ausnimmt). Es ist sowohl Weltnatur- wie Weltkulturerbe und wurde 1996 eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laponia ist darüber hinaus eines von vier Welterbegebieten, in dem [[indigene Völker]] leben. In diesem Fall sind es die sieben im Folgenden genannten [[Samen (Volk)|samischen]] Rentierzüchterverbände ([[Sameby]]er), die in den Sommermonaten [[Samen (Volk)#Rentierwirtschaft|Rentierwirtschaft]] sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Grenzen des Weltnaturerbes betreiben: Baste Čearru (Mellanbyn), Unna Čearuš (Sörkaitum), Sirkas, Jåhkågasska und Tuorpon, sowie Luokta-Mávas und Gällivare skogssameby.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Siedlungen der Samebyer sowie die Wanderhütten (von denen einige in den samischen Siedlungen liegen) sind nur per Helikopter erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufteilung und Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Padjelanta2.jpg|mini|Padjelanta-Nationalpark]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kamajokk.jpg|mini|Blick von [[Kvikkjokk]] ins Welterbe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sjaunja-Ritelpakte.jpg|mini|Sjaunja Naturreservat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geschützte Gebiet umfasst derzeit 9400 Quadratkilometer (zum Vergleich: Korsika = 8680 km²). Es liegt nördlich des [[Polarkreis]]es und grenzt im Westen an [[Norwegen]]. Zum Welterbe gehören vier Nationalparks ([[Nationalpark Muddus|Muddus]], [[Nationalpark Sarek|Sarek]], [[Nationalpark Padjelanta|Padjelanta]] und [[Nationalpark Stora Sjöfallet|Stora Sjöfallet]]) sowie die Naturreservate [[Sjaunja]], [[Stubba]], [[Sulitelma]], [[Tjuoltadalen]] und [[Rapadalen]]. Nach dem schwedischen [[Nationalparks in Schweden#Nationalparkplan|Nationalparkplan von 2007]] sollen die drei letztgenannten Naturreservate in der Folgezeit auf nationaler Ebene den Nationalparks eingegliedert werden. Insbesondere im Süden und Osten des Gebietes liegen weitere große Schutzgebiete, zumeist Naturreservate in fjällnahen Waldgebieten von hohem [[Ökologie|ökologischen]] Wert. Im Westen grenzt der kleine norwegische [[Rago-Nationalpark]] direkt an Laponia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Westen Laponias liegt die seenreiche Hochebene Padjelantas, die nach Osten in die Hochgebirgsregionen Sareks und Stora Sjöfallets übergehen, deren Gipfelregionen einige Gletscher aufweisen. Im Sarek – bekannt für seine tiefen U-förmigen Täler – liegen einige der höchsten Berge Schwedens. Noch weiter östlich erstreckt sich das moor- und waldreiche Vorgebirge der [[Skanden]], das von Sjaunja bis zum Muddusgebiet immer flacher wird. Diese nahezu unberührten, wasserreichen Landschaften sind vielfach weitaus schwieriger zugänglich als die Gebirgsgegenden Laponias, die von einem grobmaschigen Netz teilweise gut unterhaltener Wanderpfade durchzogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ursprünglichen Landschaft des Schutzgebietes findet sich eine reiche Tier- und Pflanzenwelt mit sehr vielen bedrohten Arten. Die Lebensräume reichen von den [[Borealer Nadelwald|borealen Nadelwäldern]], die von [[Fichten]] und [[Kiefern]] dominiert werden, über die für das skandinavische Gebirge typischen [[Fjällbirke]]nwälder (eine Form der [[Waldtundra]]) bis hinauf in die subarktische Bergtundra, dem [[Fjäll]] mit seinen blocksteinreichen, von [[Gräser]]n, [[Moose]]n und [[Zwergsträucher]]n bewachsenen Berghängen. Auf recht unterschiedlichen Böden sind hier alle Pflanzen der nordeuropäischen Gebirge vertreten. Laponia beherbergt die größte kontinental-europäische Population des [[Polarfuchs]]es, &amp;#039;&amp;#039;(die allerdings global gesehen sehr klein ist)&amp;#039;&amp;#039;. Weitere seltene Säugetiere sind [[Braunbär]], [[Vielfraß]] und [[Nordluchs|Luchs]]. Der [[Wolf]] hingegen hat hier keine lebensfähige [[Population (Biologie)|Population]]. Das liegt vor allem an der jahrhundertelangen Bejagung durch die Samen, die traditionell ihre [[Ren]]tiere vor Verlusten schützen. Das halbzahme Rentier ist mit Abstand das häufigste Säugetier des Gebietes. Ein besonders bekanntes Säugetier, dessen Populationen in unregelmäßigen Abständen zu Massenwachstum neigen, ist der [[Berglemming]], ein etwa hamstergroßer Nager. Auch die Vogelfauna ist mit vielen seltenen Arten vertreten, so findet man z. B. bei den Raubvögeln [[Steinadler]], [[Seeadler (Art)|Seeadler]] und [[Fischadler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Samen ==&lt;br /&gt;
Schon seit vorgeschichtlicher Zeit war das Gebiet von [[Halbnomadismus|halbnomadisch]] lebenden Fjäll-Samen bewohnt. Jagd und Fischfang bildeten bis in das Mittelalter die Grundlage ihrer [[Subsistenz]] Versorgung. Als der [[Pastoralismus#Rentier-Pastoralismus|Rentier-Pastoralismus]] zum Haupterwerbszweig der Samen wurde, passten sie sich dem Weideverhalten der Tiere an. Man zog mit den Rentierherden zu den Weideplätzen, die von Jahreszeit zu Jahreszeit wechselten. Auch heute noch folgt die Rentierzucht den Wanderbewegungen der Rentierherden. Nicht nur die Rentierzucht, auch das Kunsthandwerk war und ist eine wichtige Einkommensquelle für die samische Bevölkerung im Bereich des Welterbes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 wurde der Verein &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Laponiatjuottjudus&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; vom [[WWF]] ausgezeichnet. Der Verein hat nach Aussage des WWF eine zukunftsweisende Form einer gemeinsamen Verwaltung für Laponia entwickelt, die es ermöglicht, die Verantwortung für dieses enorm große Schutzgebiet zukünftig auf die ansässigen Sámi-Gemeinden, die Landesverwaltung von [[Norrbotten]] und die staatliche Naturschutzbehörde aufzuteilen. So entstand ein lokal verankertes Management – bei dem die indigene samische Kultur und deren Rentierzucht ein integrierter Bestandteil geworden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2327&amp;amp;artikel=4744003 Beitrag im Schwedischen Radio vom 12. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sami church Staloluokta.jpg|mini|Die Kirchen-Kote in Staloluokta]]&lt;br /&gt;
Laponia lockt alljährlich viele Naturenthusiasten an. Obwohl die Besucherzahlen in dieser abgelegenen und sehr dünn besiedelten Wildnis ohne nennenswerte Infrastruktur weitaus geringer sind als z. B. in den Alpen, stellt der [[Tourismus]] für die Regionen [[Jokkmokk]] und [[Gällivare]] einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar. Aufgrund der Förderung der samischen Kultur durch das Welterbe sind einige Tourismusangebote der indigenen Bevölkerung entstanden: So werden etwa die Wanderhütten im Padjelanta von den Samen unterhalten und kleine samische Tourismusbetriebe bieten in den gebirgigen Teilen des Gebietes verschiedene Aktivitäten an. Die Zeugnisse der samischen Kultur sind in Laponia besonders lebendig geblieben: Der Verkauf von typischen Nahrungsmitteln wie z.&amp;amp;nbsp;B. Trockenfisch, Rentierfleisch oder Fladenbrot sowie diversen kunsthandwerklichen Gegenständen an Wanderer oder der Bootstransfer über die zahlreichen Seen tragen dazu bei. An verschiedenen Orten ist es auch möglich, eine Zeitlang in den traditionellen samischen [[Kote (Lappland)|Torfkoten]] zu wohnen, die von den meisten Samen selbst allerdings zumeist nur noch als Vorratsgebäude verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste touristische Nutzung Laponias ist das Berg[[wandern]] in Form von mehrtägigen Hütten- oder [[Trekking]]touren. Dabei kommt es alljährlich zu Unfällen, da die subarktischen Wetterbedingungen und die sehr großen Entfernungen von Straßen und Ansiedlungen von vielen Touristen unterschätzt werden. So liegt der schwedische [[Pol der Unzugänglichkeit]] im Padjelanta-Nationalpark: An dieser Stelle ist die nächste Straße rund 47 km Luftlinie entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltschäden und Gefährdungen ==&lt;br /&gt;
Bereits 1919 wurde der erst zehn Jahre zuvor eingerichtete Stora Sjöfallet-Nationalpark aus wirtschaftlichen Interessen verkleinert. Mit dem Staudamm am [[Akkajaure]] entstanden deutliche Veränderungen der Uferzone, die wegen der Wasserstandsschwankungen (423–453 m) negative Auswirkungen auf die Vegetation hat. Seit 2006 finden in der Nähe des Weltnaturerbes verstärkte Anstrengungen bei der Suche nach [[Erz]]en statt: Südlich des Muddus plant beispielsweise eine britische Firma die Anlage einer Eisenerzgrube und nördlich von Sjaunja bemüht sich ein australischer Konzern um die Abbaurechte der riesigen Lagerstätte Ekströmsberg. Das letztgenannte Projekt wurde bislang aus Naturschutzgründen abgelehnt, doch die Aussicht auf Profite für die Provinz [[Norrbottens län]] kann hier zukünftig zu neuen Einschätzungen führen. Naturschützer und Rentierhalter befürchten dadurch erhebliche [[Bergbau#Umweltauswirkungen|negative Auswirkungen des Bergbaus]] auf die Rentierwirtschaft und die empfindliche Natur.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mineralrusch i norr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sveriges Natur.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1, 2013, S. 32–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Studie der IUCN von 2021 liegt das größte Gefährdungspotenzial für die Naturerbestätte nunmehr in der [[Globale Erwärmung|Klimaerwärmung]], die zunehmenden [[Artensterben|Artenverlust]] verursacht. Laponia (überproportional steigende Temperaturen in der [[Boreale Zone|borealen Zone]]) wurde in die Gefährdungsklasse „sehr starke Gefährdung“ einsortiert: Nach den Klimaveränderungen steht die Einwanderung invasiver [[Neobiota|nichtheimischer Arten]] an zweiter und der Tourismus an dritter Stelle.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Klimathot mot världsarven&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Sveriges Natur&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1.21, Jahrgang 112, Zeitschrift des Svenska Naturskyddsföreningen, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Laponian Area|Laponia}}&lt;br /&gt;
* [http://www.laponia.nu/eng/upload/Laponia%20-%20deutsch.pdf Bebilderter Führer in Deutsch] (PDF; 2,6&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [http://whc.unesco.org/en/list/774 Internationale UNESCO-Seite zu Laponia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Samen (Volk)]]&lt;br /&gt;
* [[Sápmi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Schweden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Norrbottens län)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lappland (historische Provinz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltnaturerbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemischte Welterbestätte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;TaxonKatBot</name></author>
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