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	<title>Laplacepunkt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T22:34:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laplacepunkt&amp;diff=857723&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bautsch: HC: Ergänze Kategorie:Pierre-Simon Laplace als Namensgeber</title>
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		<updated>2024-08-26T12:55:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Pierre-Simon_Laplace_als_Namensgeber&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Pierre-Simon Laplace als Namensgeber (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Pierre-Simon Laplace als Namensgeber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laplacepunkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Geodäsie]] eine besondere Art von [[Vermessungspunkt]]en bezeichnet, die durch [[Überbestimmung|redundant]]e Messung astronomischer [[Azimut]]e ([[Laplace-Azimut]]) richtungsstabilisierend auf ein großräumiges [[Triangulation (Geodäsie)|Dreiecksnetz]] wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laplacepunkte werden in der klassischen [[Landesvermessung]] in Abständen von etwa 100 bis 200&amp;amp;nbsp;km angeordnet. Sie sind im Regelfall durch tief [[Fundierung|fundierte]] [[Vermessungspfeiler|Messpfeiler]] vermarkt, auf denen zusätzlich zur [[Richtungsmessung|Richtungs-]] und/oder [[Entfernungsmessung]] zu den benachbarten [[Trigonometrischer Punkt|Trigonometrischen Punkten]] auch ein hochpräsises astronomisches Azimut und die [[Lotabweichung]] in beiden Komponenten&amp;amp;nbsp;(ξ,&amp;amp;nbsp;η) beobachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lotabweichungskomponente&amp;amp;nbsp;η in Ost-West-Richtung kann dann zweifach bestimmt werden und ergibt eine Bedingungsgleichung für die präzise Ausrichtung der umgebenden Netzpunkte nach [[astronomisch Nord]], die zuerst von [[Pierre Simon Laplace]] entdeckt und nach ihm &amp;#039;&amp;#039;Laplace-Gleichung&amp;#039;&amp;#039; benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Messung des Azimuts zu einem oder zwei der benachbarten Netzpunkte erfolgt mit einem [[Universalinstrument]] (großer [[Theodolit]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[DKM3-A]]) oder einem [[Passageinstrument]], während die Lotabweichung auch mit kleineren Messgeräten wie einem [[Ni2-Astrolab]] bestimmt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stabilisierende Wirkung von Laplacepunkten haben sich im [[20. Jahrhundert]] viele Staaten bei ihren Landesvermessungen zunutze gemacht; auch hat sie sehr ökonomische Anwendungsmöglichkeiten, wenn große Netze zur Verringerung der [[Rechenzeit]] in mehrere [[Knotennetz]]e zerlegt werden müssen. Auch zur Genauigkeitssteigerung von bereits fertiggestellten [[Rahmennetz|Rahmen-]] oder [[Gitternetz]]en eignet sich die nachträgliche Messung eines &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laplace-Azimuts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Europanetz]] der 1950er bis 1970er&amp;amp;nbsp;Jahre (siehe&amp;amp;nbsp;[[Europäisches Datum 1950|ED50]] und&amp;amp;nbsp;[[Europäisches Datum 1979|ED79]]) oder im [[Iran]]&amp;amp;nbsp;1978/83 (G.Gerstbach, H.Mayer). In einzelnen Staaten wie Österreich und der Schweiz wurden im Zuge der [[Geoidbestimmung]] zwischen&amp;amp;nbsp;1975 und&amp;amp;nbsp;1990 zahlreiche „normale“ Lotabweichungspunkte zu Laplacepunkten ergänzt. Dadurch enthält z.&amp;amp;nbsp;B. Österreichs [[Grundlagennetz]] auf 84.000&amp;amp;nbsp;km² fast 150&amp;amp;nbsp;Laplacepunkte (mittl. Punktabstand &amp;lt;30&amp;amp;nbsp;km). Dies hat eine sehr gleichmäßige Genauigkeit zur Folge und kommt einer verlässlichen [[Koordinatentransformation]] zwischen [[terrestrisch]] und mit [[Satellitengeodäsie|Satelliten]] bestimmten Punkten zugute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in ganz [[Westeuropa]] wurde das in den [[1950er]]&amp;amp;nbsp;Jahren berechnete überregionale Vermessungsnetz [[Europäisches Datum 1950|ED50]] bis etwa&amp;amp;nbsp;1980 um eine größere Anzahl von Laplace-Punkten erweitert und umfasst nun fast&amp;amp;nbsp;500 davon. Dies entspricht einem mittleren Abstand dieser wichtigen Kontrollpunkte von 70 bis 100&amp;amp;nbsp;Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge des Satelliten-Europanetzes und in größeren Netzen außerhalb Europas wurden bis etwa&amp;amp;nbsp;1990 Laplacepunkte auch mit der Messung hochpräziser [[Basislinie (Geodäsie)|Basislinie]]n oder [[Elektronische Distanzmessung|EDM]]-Dreiecksseiten von 10 bis 40&amp;amp;nbsp;km Länge kombiniert, womit die Genauigkeit von [[Grundlagennetz]]en auf etwa 1:3&amp;amp;nbsp;Millionen gesteigert werden konnte (0,3&amp;amp;nbsp;mm pro Kilometer). In letzter Zeit haben sich diese Methoden aber teilweise durch die Genauigkeitssteigerung des [[Global Positioning System|GPS]]-Verfahrens erübrigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Netz erster Ordnung]], [[Bowie-Methode]]&lt;br /&gt;
* [[Ausgleichsrechnung]], [[astro-geodätische Netzausgleichung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Ledersteger]]: &amp;#039;&amp;#039;Astronomische und [[Physikalische Geodäsie]]&amp;#039;&amp;#039;. Band V der Fachbuchreihe Jordan-Eggert-[[Max Kneissl|Kneissl]], &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Vermessungskunde&amp;#039;&amp;#039;; 871&amp;amp;nbsp;S., Verlag J.B. Metzler, Stuttgart 1969.&lt;br /&gt;
* [[Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen|BEV]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Astro-geodätischen Arbeiten Österreichs für das ED79.&amp;#039;&amp;#039; Sonderheft ÖKIE, Wien ~1981&lt;br /&gt;
* [[W.A. Magnizki]], W.W. Browar, B.P. Schimbirew: Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Figur der Erde&amp;#039;&amp;#039; (340p.), Moskau 1961 (russisch) und Verlag für Bauwesen (Ostberlin) 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrogeodäsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vermessungspunkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pierre-Simon Laplace als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bautsch</name></author>
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