<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Laplace-Formel</id>
	<title>Laplace-Formel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Laplace-Formel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laplace-Formel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T21:01:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laplace-Formel&amp;diff=95288&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mrmw: /* Nicht gleichwahrscheinliche Ereignisse */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laplace-Formel&amp;diff=95288&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-30T08:46:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nicht gleichwahrscheinliche Ereignisse&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pierre-Simon Laplace.jpg|mini|hochkant|Pierre-Simon Laplace (Gemälde aus dem 19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laplace-Formel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[mathematische Formel]] aus der elementaren [[Wahrscheinlichkeitsrechnung]].&lt;br /&gt;
Hat ein [[Zufallsexperiment]] nur endlich viele [[Ereignis (Wahrscheinlichkeitstheorie)|Elementarereignisse]] und haben diese alle die gleiche [[Wahrscheinlichkeit]], so gilt für die Wahrscheinlichkeit &amp;lt;math&amp;gt;P(A)&amp;lt;/math&amp;gt; eines [[Ereignis (Wahrscheinlichkeitstheorie)|Ereignisses]] &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P(A) = \frac{\text{Anzahl der Ergebnisse, bei denen das Ereignis } A \text{ eintritt}}{\text{Anzahl aller möglichen Ergebnisse}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder formeller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P(A) = \frac{\left| A \right|}{{\left|\Omega\right|}}&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn &amp;lt;math&amp;gt;|A|&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;|\Omega|&amp;lt;/math&amp;gt; die Anzahl der Elemente des Ereignisses &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; bzw. der [[Ergebnismenge]] &amp;lt;math&amp;gt;\Omega&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist die Formel nach dem [[Frankreich|französischen]] Mathematiker, Physiker und Astronomen [[Pierre Simon Laplace]] (1749–1827).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele und Gegenbeispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:13-02-27-spielbank-wiesbaden-by-RalfR-093.jpg|mini|hochkant|Rouletterad]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Urn problem qtl1.svg|mini|hochkant|Urnenmodell]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Würfel -- 2021 -- 4262.jpg|mini|hochkant|Spielwürfel]]&lt;br /&gt;
=== Roulette ===&lt;br /&gt;
Beim [[Roulette]] wird eine der 37 Zahlen 0 bis 36 ausgespielt. Hierbei soll aufgrund der Beschaffenheit des Roulette-Tellers und der Vorgehensweise bei den Ausspielungen gewährleistet sein, dass die Roulette-Kugel mit derselben Wahrscheinlichkeit auf jeder der 37 Zahlen liegen bleibt. Unter diesen Voraussetzungen wird jede der 37 Zahlen mit der Wahrscheinlichkeit &amp;lt;math&amp;gt;p=\tfrac{1}{37}&amp;lt;/math&amp;gt; ausgespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziehen aus einer Urne ===&lt;br /&gt;
Beim einfachen zufälligen Ziehen aus einer [[Urnenmodell|Urne]] mit &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; gleichartigen nicht unterscheidbaren Kugeln wird jede Kugel mit der Wahrscheinlichkeit &amp;lt;math&amp;gt;p=\tfrac{1}{n}&amp;lt;/math&amp;gt; gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Doppelwurf eines Spielwürfels ===&lt;br /&gt;
Beim zweimaligen Werfen eines [[Spielwürfel]]s gibt es 36 mögliche Ergebnisse für die Augenzahlkombinationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Omega = \{(i,j) \mid i,j = 1,\dotsc,6\}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gleichwahrscheinliche Ereignisse ====&lt;br /&gt;
Ist der Spielwürfel ein [[Laplace-Würfel]], so beträgt bei vier Ergebnissen die Augensumme 9, nämlich bei (6, 3), (5, 4), (4, 5), (3, 6), wobei alle Würfe mit der Augenzahl 9 gleich wahrscheinlich sind. Deshalb ist&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P(A) = \frac{4}{36} = \frac{1}{9}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt;, die Augensumme 9 zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nicht gleichwahrscheinliche Ereignisse ====&lt;br /&gt;
Auch wenn es sich bei dem Spielwürfel um einen Laplace-Würfel handelt, sind die elf Ereignisse des Auftretens der Augensummen 2 bis 12 nicht gleich wahrscheinlich. Darüber hinaus ist es bei diesem Experiment unmöglich, gleichwahrscheinliche Augensummen durch Würfelmanipulation zu erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;honsberger&amp;quot;&amp;gt;[[Ross Honsberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Gitter - Reste - Würfel&amp;#039;&amp;#039; [[Vieweg Verlag|Friedrich Vieweg &amp;amp; Sohn Verlagsgesellschaft mbH]], [[Braunschweig]] 1984, ISBN 978-3-528-08476-9, S. 130 und 131&amp;lt;/ref&amp;gt;{{Klappbox|hintergrundfarbe=hintergrundfarbe1|Dies lässt sich mittels eines [[Widerspruchsbeweis]]es zeigen.|2=Es sei &amp;lt;math&amp;gt;p_i&amp;lt;/math&amp;gt; die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem ersten Würfel die Augenzahl &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;q_i&amp;lt;/math&amp;gt; die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem zweiten Würfel die Augenzahl &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; geworfen wird. Dann ist &amp;lt;math&amp;gt;p_1 q_1&amp;lt;/math&amp;gt; die Wahrscheinlichkeit für die Augensumme 2 und &amp;lt;math&amp;gt;p_6 q_6&amp;lt;/math&amp;gt; die Wahrscheinlichkeit für die Augensumme 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wären alle elf Wahrscheinlichkeiten der Augensummen 2 bis 12 identisch, so müsste jede dieser Wahrscheinlichkeiten &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{1}{11}&amp;lt;/math&amp;gt; betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Wahrscheinlichkeit der Augensumme 7 würde dann gelten:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{1}{11}=p_1 q_6 + p_2 q_5 + p_3 q_4 + p_4 q_3 + p_5 q_2 +p_6 q_1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\geq p_1 q_6 + p_6 q_1 = p_1 q_6 \left( \frac{q_1}{q_1} \right) + p_6 q_1 \left( \frac{q_6}{q_6} \right) = p_1 q_1 \left( \frac{q_6}{q_1} \right) + p_6 q_6 \left( \frac{q_1}{q_6} \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;= \frac{1}{11} \left( \frac{q_6}{q_1} \right) + \frac{1}{11} \left( \frac{q_1}{q_6} \right) = \frac{1}{11} \left( \frac{q_6}{q_1} + \frac{q_1}{q_6} \right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Leftrightarrow \frac{q_6}{q_1} + \frac{q_1}{q_6} \leq 1&amp;lt;/math&amp;gt; (*)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen &amp;lt;math&amp;gt;x + \frac{1}{x} \geq 2&amp;lt;/math&amp;gt; für alle reellen Zahlen &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;gt;0&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich ein Widerspruch zu (*).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist bewiesen, dass die Augensummen 2 bis 12 niemals gleich wahrscheinlich sein können.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlecht eines neugeborenen Kindes ===&lt;br /&gt;
Statistisch ist nachgewiesen, dass Knaben- und Mädchengeburten nur annähernd gleich wahrscheinlich sind, wenn auch in vielen stochastischen Aufgabenstellungen Gleichwahrscheinlichkeit angenommen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bosch&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Bosch (Statistiker)|Karl Bosch]]: &amp;#039;&amp;#039;Statistik für Nichtstatistiker - Zufall und Wahrscheinlichkeit&amp;#039;&amp;#039; [[R. Oldenbourg Verlag]] [[München]] [[Wien]] 2007, ISBN 978-3-486-58219-2, S. 16–21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gleichverteilung]]&lt;br /&gt;
* [[Indifferenzprinzip]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Ulrich Krengel|Titel=Einführung in die Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik|TitelErg=Für Studium, Berufspraxis und Lehramt|Auflage=8.|Verlag=Vieweg|Ort=Wiesbaden|Jahr=2005|ISBN=3-8348-0063-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stochastik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pierre-Simon Laplace als Namensgeber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mrmw</name></author>
	</entry>
</feed>