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	<title>Lapita - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T20:18:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lapita&amp;diff=1214196&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meinichselbst: Parameter fix</title>
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		<updated>2025-07-09T17:10:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Parameter fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|map=right|article=DMS|NS=21/06/10/S|EW=164/47/56/E|type=landmark|region=NC}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lapita&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Archäologie|archäologische]] Fundstelle auf der [[Koné (Neukaledonien)|Foué-Halbinsel]] an der Westküste der [[Neukaledonien|neukaledonischen]] Hauptinsel [[Grande Terre (Neukaledonien)|Grande Terre]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;doc1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christophe Sand |Titel=Lapita and non-Lapita ware during New Caledonia&amp;#039;s first millennium of Austronesian settlement |Sammelwerk=Le Pacifique de 5000 à 2000 avant le présent. Suppléments à l&amp;#039;histoire d&amp;#039;une colonisation |Verlag=Institut de recherche pour le développement |Ort=Paris |Datum=1999 |ISBN=2-7099-1431-X |Seiten=139–159 |Sprache=fr |Online=[http://horizon.documentation.ird.fr/exl-doc/pleins_textes/pleins_textes_7/divers2/010020743.pdf Volltext] |Format=PDF |KBytes=889}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erstentdeckung ==&lt;br /&gt;
Bereits 1908 fand der deutsche Pater Otto Meyer auf der Insel Watom im [[Bismarck-Archipel]] ein paar verzierte Tonscherben und schickte sie nach Paris an das [[Musée de l’Homme]], wo sie unbeachtet in einem Lagerraum verschwanden. 1920 fand der Anthropologe William C. McKern (1892–1988) im 3700 Kilometer entfernten [[Tonga]] die gleiche Keramik. Von Meyers Fund hatte er nie gehört und stellte keinen Zusammenhang her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Lapita (Site WKO013),&amp;lt;ref name=&amp;quot;doc1&amp;quot; /&amp;gt; wurde erst 1947 durch den Ornithologen und Anthropologen [[Edward W. Gifford]] (1887–1959), einem ehemaligen Mitarbeiter McKerns, umfassend ausgegraben. Er erkannte jedoch die Verbindung zu den früheren Funden sofort. Mit der damals neuen [[Radiokohlenstoffdatierung]] bestimmte er das Alter der Tonscherben auf 2400 bis 2800 Jahre. Die Bezeichnung Lapita stammt von Einheimischen und war in Annahme der Archäologen der Name des Fundorts, tatsächlich beschreibt der Begriff jedoch die Tätigkeit der Archäologen während des Fundes (&amp;quot;ein Loch graben&amp;quot;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/zeitreise-die-welt-im-jahr-1000-vor-christus-100.html |titel=Zeitreise - Die Welt im Jahr 1000 vor Christus |werk=zdf.de |datum=2017-09-03 |abruf=2024-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lapita ist die [[Eponymer Fundort|namensgebende Fundstelle]] für die pazifische [[Lapita-Kultur]]. Die Fundstelle wurde durch Oberflächenfunde von Keramik mit Muschelabdrücken entdeckt. Diese Keramik war bereits von den Inseln Watom und [[L’Île-des-Pins]] bekannt. Die Fundstelle wurde in einem Quadratsystem in künstlichen Schichten ausgegraben. Die Entdeckung der Fundstelle wurde 2002 durch eine internationale Konferenz in [[Nouméa]] gefeiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Christophe Sand (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pacific archaeology: assessments and prospects.&amp;#039;&amp;#039; Département Archéologie, Service des Musées et du Patrimoine de Nouvelle-Calédonie, Nouméa 2003, ISBN 2-9519208-1-4 (&amp;#039;&amp;#039;Le Cahiers de l&amp;#039;archélogie en Nouvelle-Calédonie.&amp;#039;&amp;#039; 15).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde bei Plantagenarbeiten auf der Insel [[Efate]] (Vanuatu) eine 3000 Jahre alte Grabstätte der Lapita-Kultur mit den Überresten von mehr als 60 Leichnamen entdeckt. Außerdem konnten sechs vollständig erhaltene Tongefäße aus dieser Zeit dort geborgen werden. Dies ist bis heute der älteste Fund der Lapita-Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lapita-Kultur ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lapita-Kultur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lapita-Kultur, wie Gifford sie nannte, schrieb er den so genannten „Austronesiern“ zu. Sie brachen auf [[Taiwan (Insel)|Taiwan]] auf und segelten über die [[Philippinen]], [[Indonesien]] und [[Papua-Neuguinea]] bis weit in den Pazifik. Eine unvergleichliche [[Völkerwanderung]], die um 3000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. begann und mit deren Ende die pazifische Inselwelt entdeckt und besiedelt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waga ===&lt;br /&gt;
Die Lapita-Leute hatten einen Bootstyp entwickelt, den sie &amp;#039;&amp;#039;waga&amp;#039;&amp;#039; nannten. Ein Auslegerkanu mit geschnitzten Bug- und Heckfiguren am Doppelrumpf, mit Mattensegeln und einer großen Plattform, auf der Menschen, Tiere und Gebrauchsgegenstände Platz fanden. Diese Großkanus konnten bis zu 20 Meter lang sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 2000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. probieren die Lapita-Leute ihre wagas und ihr seglerisches Können in melanesischen Gewässern aus. Sie erwiesen sich als ideal für die Weiterentwicklung ihrer [[Kanu]]s und ihres seglerischen Geschicks durch dicht beieinander liegenden Inseln Melanesiens. Vom Bismarck-Archipel in Papua-Neuguinea aus stießen die Lapita-Leute bis zu den [[Salomon-Inseln]] und [[Vanuatu]] vor. Nun lag der offene Ozean vor ihnen. Die Lapita-Kultur verbreitete sich auf den [[Fidschi]], erreichte Tonga und um 1000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. die [[Samoainseln]]. Die Verbindung zur alten Heimat wurde noch lange aufrechterhalten. Wagas segelten zwischen Polynesien und [[Melanesien]] beladen mit Menschen und Gütern. Aus den Lapita-Leuten wurden Polynesier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bronisław Malinowski]] verbrachte die Jahre von 1914 bis 1920 mit [[Ethnografie|ethnografischen]] Untersuchungen auf Papua-Neuguinea zu. Auf den [[Trobriand-Inseln]] dokumentierte er den Bau von &amp;#039;&amp;#039;wagas&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Bronisław Malinowski: &amp;#039;&amp;#039;Argonauten des westlichen Pazifik.&amp;#039;&amp;#039; 1922.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort &amp;#039;&amp;#039;waga&amp;#039;&amp;#039; stand für alle Arten von Seefahrzeugen. Der größte Bootstyp, der hochseetüchtig war, die größte Ladekapazität, Wasserverdrängung und die stabilste Bauweise hatte, wurde &amp;#039;&amp;#039;masawa&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
Malinowski war einer der wenigen westlichen Besucher Melanesiens, der den Bau eines solchen Kanus detailliert beschrieb, der sich über Monate, manchmal Jahre hinzog (und auch heute noch so lange dauert): vom Fällen der benötigten Bäume bis zur Jungfernfahrt. Ebenso Stuart Berde, Anthropologe aus den Vereinigten Staaten. Er verbrachte in den 1970er-Jahren ein Jahr auf der Insel Panaeati ([[Deboyne-Inseln]]/Papua-Neuguinea) und erforschte den Bau eines vergleichbaren Kanus. Auf derselben Insel dokumentierte die Schriftstellerin und Fotografin [[Milda Drüke]] im Jahr 2000 für ihr Buch &amp;#039;&amp;#039;Solomon Blue&amp;#039;&amp;#039; lückenlos den Bau eines hochseetüchtigen [[Auslegerkanu]]s, das von den Einheimischen als &amp;#039;&amp;#039;waga enona&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Der Autor David Lews beschreibt in seinem Klassiker &amp;#039;&amp;#039;We, the Navigators&amp;#039;&amp;#039;, wie polynesische Seefahrer nach Sternen, Wolken und Strömungen navigierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Milda Drüke: &amp;#039;&amp;#039;Solomon Blue. Bei den Inselbewohnern Papua-Neuguineas.&amp;#039;&amp;#039; Frederkind &amp;amp; Thaler 2007, ISBN 978-3-89405-660-5.&lt;br /&gt;
* Edward Winslow Gifford, [[Richard Shutler, Jr.|Dick Shutler]]: &amp;#039;&amp;#039;Archaeological excavations in New Caledonia.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley 1956.&lt;br /&gt;
* K.R. Howe: &amp;#039;&amp;#039;Vaka Moana, Voyages of the Ancestors: The Discovery and Settlement of the Pacific.&amp;#039;&amp;#039; University of Hawaii Press 2007, ISBN 978-0-8248-3213-1.&lt;br /&gt;
* Ralf-Peter Märtin: &amp;#039;&amp;#039;Navigation. Die kühnen Fahrten der ersten Polynesier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GEO spezial Südsee.&amp;#039;&amp;#039; Gruner und Jahr, Hamburg 2000, ISBN 3-570-19058-7.&lt;br /&gt;
* Roff Smith: &amp;#039;&amp;#039;Aufbruch ins Ungewisse. Wie Seefahrer vor Jahrtausenden die Inseln des Pazifiks besiedelten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;National Geographic Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; April 2009, S. 128–145.&lt;br /&gt;
* {{cite book|last=Noury|first=Arnaud|coauthors=J.-C. Galipaud |year=2011|title=Les Lapita, nomades du Pacifique (french)|location=France|publisher= IRD Editions |language=fr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.geoportail.fr/en_UK/visu2D.do?ter=newcaled geoportail.fr] hochauflösende interaktive Karte von Neukaledonien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Australien und Ozeanien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Neukaledoniens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koné (Neukaledonien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meinichselbst</name></author>
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