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	<title>Langweiler 8 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T22:51:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Langweiler_8&amp;diff=349414&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Minos: Verlinkung auf das wissenschaftl. korrekt bezeichnete Hauptlemma geändert</title>
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		<updated>2019-08-11T21:59:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkung auf das wissenschaftl. korrekt bezeichnete Hauptlemma geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rheinisches Braunkohlerevier DE.png|mini|Lage des ehemaligen Ortes Langweiler im Rheinischen Braunkohlerevier]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Langweiler 8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Gemeinde [[Aldenhoven]], [[Kreis Düren]] (kurz LW 8) ist ein [[Bandkeramik|bandkeramischer]] [[Fundort]] in der inzwischen abgebaggerten Gemeinde [[Langweiler (Aldenhoven)|Langweiler]] in dem Braunkohletagebau [[Tagebau Zukunft|Zukunft-West]] in der niederrheinischen Bucht zwischen [[Aachen]] und [[Köln]]. Die Ortschaft Langweiler gehörte zusammen mit [[Laurenzberg]], [[Lürken]] und [[Obermerz]] zum Pfarrbezirk Laurenzberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Blau ein freistehendes goldenes (gelbes) Antoniuskreuz, an dessen Längsschaft unten ein goldenes (gelbes) Glöckchen hängt. Diese Beschreibung deutet auf die alte Antonius-Kapelle aus dem Jahre 1683 hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabungen auf der Aldenhovener Platte wurden 1965 durch [[Rudolf Kuper]] begonnen, nachdem [[Hartmut Löhr]] durch Lesefunde zahlreiche neolithische [[Siedlung]]en hatte nachweisen können. Seit 1968 bildete sich an der [[Universität Köln]] eine Arbeitsgruppe, die Fundorte am Rand der Baggerkante untersuchte. Als Aktive sind hier besonders [[Petar Stehli]], Rudolf Kuper und [[Jens Lüning]] zu nennen. Die Grabungen wurden durch das [[Landesamt für Denkmalpflege]] und den Betreiber des Tagebaus unterstützt. Es wurden auf 10 ha Fläche 98 LBK-Häuser, ein [[Erdwerk]] und 1619 bandkeramische Gruben ausgegraben, von denen 623 [[Archäologischer Fund|Funde]] erhielten. Viele Interpretationen der bandkeramischen Siedlungsstruktur stützen sich auf die Analyse dieses Fundplatzes. So entwickelte Ulrich Boelicke auf Grund der Befundverteilung und Fundzusammensetzungen um Haus 17 das sogenannte [[Hofplatzmodell]], das einem bandkeramischen Haus bestimmte Gruben zuweist und das auch der Chronologie des [[Merzbachtal]]es über eine [[Seriation (Archäologie)|Seriation]] der Siedlungsgruben zugrunde liegt. Danach werden Gruben, die in einem willkürlichen Radius von 25&amp;amp;nbsp;m um einen Hausgrundriss liegen, diesem zugeordnet. Boelicke (1988) nimmt an, dass nördlich der Häuser vor allem [[Feuerstein]] verarbeitet wurde, während im Süden vor allem Keramikscherben gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jens Lüning]] spricht in diesem Zusammenhang von einem [[Hofplatz]], interpretiert diesen Bereich also als Wirtschaftsbereich eines bandkeramischen Hauses. Dies wird jedoch nicht durch weitere Untersuchungen unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Langweiler 8 identifizierte Boelicke 203 [[Längsgrube]]n, die auf beiden Seiten bandkeramischer Häuser verlaufen, 46 westliche, 39 östliche, 13 nördliche und 20 sonstige Gruben. Weitere so genannte „freie Gruben“ konnten keinem Haus zugewiesen werden. Es sind aber gerade diese Gruben, die durchschnittlich am meisten Scherben, auf denen die Datierung in der LBK beruht, enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang der 1970er Jahre umgeleitete [[Merzbach]] ist ein Nebenfluss der [[Rur]]. Er entwässert die [[Aldenhovener Platte]] nach Nordosten. Langweiler 8 liegt zwischen 134 und 124&amp;amp;nbsp;m über [[Normalnull|NN]] an einem sanft geneigten Hang am westlichen Rande des Merzbachs. Das örtliche [[Substrat (Boden)|Substrat]] besteht heute aus einer [[Parabraunerde]] über Terrassenschottern der [[Weichseleiszeit]], dürfte in Altneolithikum aber aus einer [[Schwarzerde]] aus [[Löß]] bestanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlung von Langweiler 8 beginnt in der älteren Bandkeramik ([[Linearbandkeramische Kultur#Regionalchronologische Gliederung|Flomborn]]) beziehungsweise der Stufe I nach Modderman. Es ist die älteste Siedlung auf der Aldenhovener Platte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund des Feuersteinrohmaterials nimmt [[Andreas Zimmermann (Archäologe)|Andreas Zimmermann]] an, dass Langweiler 8 die übrigen Siedlungen des Merzbachtals mit [[Kieselgestein|Silex]] versorgte (Redistribution). Das Erdwerk steht nach der gängigen Chronologie am Ende der Siedlungsentwicklung. Es enthält keine Pfostenlöcher von Häusern, sondern nur Gruben. Vielleicht ist dies aber auch durch die schlechte Erhaltung auf dem relativ steilen Hang am Ostrand der Siedlung bedingt. Die Interpretation aus „zentraler Ort“ im Sinne [[Walter Christaller]]s stützt sich bisher allein auf die Silexrohmaterialien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ulrich Boelicke: &amp;#039;&amp;#039;Gruben und Häuser: Untersuchungen zur Struktur bandkeramischer Hofplätze.&amp;#039;&amp;#039; In: Siedlungen der Kultur mit Linearkeramik in Europa. Internationales Kolloquium Nové Vozokany 1981 (Nitra 1982) 17–28.&lt;br /&gt;
* Ulrich Boelicke et al.: &amp;#039;&amp;#039;Der bandkeramische Siedlungsplatz Langweiler 8, Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren.&amp;#039;&amp;#039; Rheinische Ausgrabungen 28 (Bonn 1988).&lt;br /&gt;
* Ulrich Boelicke: &amp;#039;&amp;#039;Bandkeramisches Erdwerk Langweiler 8 und zugehörige Siedlung, ein Vergleich der Inventare.&amp;#039;&amp;#039; In: Festschrift [[Günter Smolla]] (=Materialien zur Vor- und Frühgeschichte von Hessen 8) (Wiesbaden 1999) 85–94.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/52/54/N |EW=6/15/10/E |type=landmark |region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Kreis Düren|Langweiler 8]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aldenhoven]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fundort der Linearbandkeramik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Minos</name></author>
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