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	<title>Langendorf SO - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-24T20:04:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 0 Archivlink(s) ergänzt und 1 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|SO|Solothurn|Langendorf}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Langendorf&lt;br /&gt;
| BILD = Blick auf langendorf 3.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Blick auf Langendorf&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Langendorf 2011.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Langendorf-blason.png&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-SO&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Bezirk Lebern|Lebern]]&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Lebern&lt;br /&gt;
| BFS = 2550&lt;br /&gt;
| PLZ = 4513&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.220833&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 7.514458&lt;br /&gt;
| HÖHE = 496&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 1.93&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.langendorf-so.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Langendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im lokalen Dialekt &amp;#039;&amp;#039;Längedorf&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[politische Gemeinde]] im [[Bezirk Lebern]] des [[Kanton (Schweiz)|Kantons]] [[Kanton Solothurn|Solothurn]] in der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Langendorf-LBS H1-020957.tif|mini| Luftbild (1958)]]&lt;br /&gt;
Langendorf liegt auf {{Höhe|496|CH}} und zwei Kilometer nordwestlich von [[Solothurn]] an der Talmulde des [[Wildbach (Aare)|Wildbachs]], leicht erhöht nördlich des [[Aare]]tals am [[Jura (Gebirge)|Jurasüdfuss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des 1,9&amp;amp;nbsp;km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen kleinen Abschnitt des unteren Jurasüdhangs, der aus Moränenmaterial des [[Rhonegletscher]]s aufgebaut ist. Der Hauptteil des Areals liegt in der Mulde, die der am [[Weissenstein (Jura)|Weissenstein]] entspringende Wildbach von Norden nach Süden durchfliesst. Dieses Tälchen wird im Westen von der Waldkuppe des Heimlisbergs (bis {{Höhe|525|CH}}) flankiert. Zu Langendorf gehört ein kleiner Abschnitt östlich des Geisslochs am [[Busletenbach]]. Im Osten liegt die Gemeindegrenze am [[Dürrbach (Aare)|Dürrbach]]; im Süden erreicht die Gemeindefläche fast die Aareniederung. Auf dem Fallerenhölzli, das durch eine Landwirtschaftsfläche im Nordosten vom Dorf getrennt ist, befindet sich der höchste Punkt von Langendorf mit {{Höhe|545|CH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Gemeindefläche entfielen 1997 47 % auf Siedlungen, 11 % auf Wald und Gehölze und 42 % auf Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Langendorf hat sich aus einem [[Straßendorf|Strassenzeilendorf]] am Weg von Solothurn nach [[Oberdorf (SO)|Oberdorf]] und auf den Weissenstein zu einer grossen Vorortssiedlung von Solothurn entwickelt, die im 20. Jahrhundert mit dem Siedlungsgebiet dieser Stadt und mit [[Bellach]] zusammengewachsen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden von Langendorf sind Solothurn, Bellach, Oberdorf und [[Rüttenen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Langendorf-schulhaus.jpg|mini|Eines der Langendörfer Schulhäuser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Mit {{EWZ CH|CH-SO|2550}} Einwohnern (Stand {{EWD|CH-SO|TIMESTAMP}}) gehört Langendorf zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Solothurn. Von den Bewohnern sind 92,2 % deutschsprachig, 2,8 % italienischsprachig und 0,9 % sprechen Französisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Langendorf belief sich 1850 auf 354 Einwohner, 1900 auf 1078 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl bis 1970 (3019 Einwohner) kontinuierlich an. Danach blieb die Einwohnerzahl relativ konstant, bevor ab den 1990er Jahren wieder eine Zunahme auf exakt 3400 Personen (2000) sowie danach auf den oben genannten Stand verzeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Amt für Finanzen (SO): &amp;#039;&amp;#039;Kanton Solothurn in Zahlen, 2014&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte [[1304]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Lengendorf&amp;#039;&amp;#039;. Später erschienen die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Lengendorff&amp;#039;&amp;#039; (1555) und &amp;#039;&amp;#039;Langendorf&amp;#039;&amp;#039; (1592).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langendorf unterstand im [[Mittelalter]] dem Sankt-Ursen-Stift in Solothurn und gelangte 1344 an die Stadt Solothurn, welche fortan sowohl die niedere als auch die hohe Gerichtsbarkeit ausübte. Es wurde etwas später der [[Vogt]]ei [[Flumenthal]] unterstellt und gehörte ferner zum Dorfgerichts-Sitz, zur Pfarrei und zur Schule Oberdorf. 1375 zerstörten die [[Gugler]] bei einem Raubzug durch die Region u.&amp;amp;nbsp;a. das Dorf Gurzelen; dieses wurde dann später zum südlichen Dorfteil Langendorfs, dem Hüslerhof-Quartier, eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Amiet: Solothurnische Geschichte, Bd. 1, 1952&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des [[Ancien Régime]] ([[1798]]) gehörte das Dorf während der [[Helvetik]] zum Verwaltungsbezirk Solothurn und ab 1803 zum Bezirk Lebern. Die im Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Verkehr&amp;#039;&amp;#039; implizit erwähnte Weissensteinstrasse hiess seinerzeit (auch auf Solothurner Gebiet) noch &amp;#039;&amp;#039;Lange Gasse&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Altermatt-Karte&amp;#039;&amp;#039; von 1822, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Langendörfer Bürger&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in vielen weiteren Gemeinden zwischen Biel und Solothurn fasste auch in Langendorf etwa ab [[1870]] die Uhrenindustrie Fuss und führte zu einem deutlichen Anstieg der Einwohnerzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1953 war Langendorf Teil der [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholischen]] Pfarrei Oberdorf, seither hat die Pfarrei Langendorf einen eigenen Pfarrer bzw. [[Gemeindeleiter]] und bildet mit Lommiswil und Oberdorf die römisch-katholische Kirchgemeinde Oberdorf. Seit 1955 haben die [[Schweizer Reformierte Kirchen|Reformierten]] einen eigenen Pfarrer (aktuell Pfarrerin Christina Brüll) und bilden mit Oberdorf den Gemeindekreis Langendorf-Oberdorf der reformierten Kirchgemeinde Solothurn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| float = right&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land  = CH&lt;br /&gt;
| Breite = 1&lt;br /&gt;
| SPS|glp|FDP|SVP&lt;br /&gt;
| SPS   = 4&lt;br /&gt;
| SPS Link = [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]]/[[Grüne Partei der Schweiz|GPS]]&lt;br /&gt;
| glp   = 1&lt;br /&gt;
| FDP   = 3&lt;br /&gt;
| SVP   = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Jeweils für vier Jahre wählt die Bevölkerung einen 9-köpfigen [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]] sowie einen [[Gemeindepräsident]]en oder eine Gemeindepräsidentin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion der Legislative übernimmt in Langendorf die basisdemokratische [[Gemeindeversammlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Langendorf war bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die [[Landwirtschaft]] geprägtes Dorf. Die Wasserkraft des Wildbachs wurde früher für den Betrieb von Mühlen genutzt. Von 1873 bis 1973 hatte in Langendorf die Uhrenindustrie eine grosse Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute haben der [[Ackerbau]] und der [[Obstbau]] sowie die [[Viehzucht]] nur noch einen marginalen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im sekundären Sektor und im Dienstleistungssektor vorhanden. In Langendorf sind heute Betriebe des Maschinenbaus (als grösster die Truninger Pumpenbau AG), des Metallbaus, der Informatik, der Elektrobranche, des Baugewerbes, des Transportgewerbes und mechanische Werkstätten vertreten. Langendorf ist Standort eines grossen Einkaufszentrums der [[Migros]] am Ort der früheren Uhrenfabrik Lanco sowie der kantonalen Psychiatrischen Klinik (seit 2006 Teil der [[Solothurner Spitäler|Solothurner Spitäler AG]]) und verfügt über eine Kreisschule. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die hauptsächlich in Solothurn arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte der Langendorfer Uhrenindustrie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Langendorf-lanco-migros.jpg|mini|Ehemalige Uhrenfabrik Lanco, jetzt Einkaufszentrum, Aufnahme 2010 (Hochhaus rechts 2011 abgerissen)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lanco2.jpg|mini|2008 beim Umbau der ehemaligen Fabrik kurzzeitig wieder sichtbarer Schriftzug]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Langendorf Watch Co. 1948.jpg|mini|Sammelaktie über 20 × 1000 Franken der Langendorf Watch Co. vom 15. Juni 1948 ]]&lt;br /&gt;
Die Familie [[Kottmann]] aus [[Solothurn]] kaufte 1842 eine Liegenschaft in Langendorf, um industriell tätig zu werden. 1873 wurde das vormalige Gebäude für [[Zichorien]]fabrikation umgebaut, und mit etwa 70 bis 80 Arbeitsplätzen begann die [[Rohwerk|Ébauche-Fabrikation]]. Damit war der Grundstein für die Uhrenfabrikation in Langendorf gelegt. Für die Uhrenfabrik von Langendorf war die erste Zeit wirtschaftlich schwierig. Im Jahre 1879 wählte das Unternehmen den Namen &amp;#039;&amp;#039;Uhrenfabrik Langendorf SA&amp;#039;&amp;#039;. 1880 erreichte die Ébauchefabrikation einen bedrohlichen Tiefstand, die Mitarbeiterzahlen gingen zurück, und die Qualität der Produkte scheint kaum genügt zu haben. Um die soziale Lage der Angestellten zu verbessern, begann [[Karl Kottmann]] mit dem sozialen Wohnungsbau und mit der Ausbildung von einheimischen Arbeitskräften. Als das Unternehmen Mitte der 1880er Jahre kurz vor der Liquidation stand, gelang es Kottmann mit der Hilfe von Westschweizer Uhrenfachleuten, den Betrieb zu reorganisieren und zu modernisieren. Damit setzte der Erfolg ein und die Fabrik erhielt in grossem Umfang Aufträge von Unternehmen aus dem [[Kanton Neuenburg]]. Damit war es möglich, den Betrieb in Langendorf massiv auszubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Kottmann galt als Arbeitgeber mit einem grossen sozialen Engagement, was damals nicht allgemein üblich war. Er beteiligte sich an der Finanzierung neuer Schulhäuser und einer Hydrantenanlage für die Gemeinde Langendorf, so wie sich auch später seine Nachfolger bei der Einführung der elektrischen Beleuchtung in der Gemeinde beteiligten. Zudem förderte Kottmann weiterhin den Wohnungsbau, und er gründete mehrere Dorfvereine, die teilweise heute noch bestehen. Die Uhrenfabrik und das Dorf waren eng miteinander verbunden, was neben den wirtschaftlichen Vorteilen auch gewisse Nachteile mit sich brachte, zum Beispiel eine starke Einflussnahme des Unternehmens auf die Gemeindepolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 nahm die Uhrenfabrik zusätzlich die Fabrikation von [[Fourniture]]n aus Rohlingen auf. Damit war der Betrieb von Zulieferern unabhängig. Die Uhrenfabrik wuchs unaufhaltsam weiter und galt Ende der 1880er Jahre als &amp;#039;&amp;#039;grösste Uhrenfabrik der Welt&amp;#039;&amp;#039; (was vor der Sachlage zu sehen ist, dass sich damals die weltweite Uhrenindustrie noch weitgehend in der Nordwestschweiz konzentrierte). Als Karl Kottmann 1890 starb, übernahm der damalige technische Leiter Lucien Tièche die Leitung der Fabrik. Er setzte beim Verwaltungsrat durch, dass die Uhrenfabrik Langendorf von nun an eigene Uhren mit dem Markennamen Langendorf produzieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 übernahm Ernst Kottmann die Leitung der Uhrenfabrik. Er stellte 1904 den Kraftantrieb der Werkmaschinen von [[Dampfmaschine]]n auf elektrischen Strom um und führte kurz vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] neu die Drehteile-Fabrikation als zusätzlichen Produktionszweig ein. 1909 führte das Unternehmen zusätzlich zu seinen bisherigen [[Firma|Firmen]] «Uhrenfabrik Langendorf», «Société d&amp;#039;Horlogerie de Langendorf» und «Langendorf Watch Co.» den Namen «Lonville Watch Co.» ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Solothurn, Bureau Lebern |Sammelwerk=Schweizerisches Handelsamtsblatt |Band=27 |Nummer=Heft 231 |Datum=1909-09-14 |Seiten=1570 |Online=[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=sha-001:1909:27::1804#1804 online bei e-periodica]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des [[Schweizerischer Verein für die deutsche Sprache|Deutschschweizerischen Sprachvereins]]&amp;#039;&amp;#039; wurde die Kreation des «ganz neu[en]» Namens &amp;#039;&amp;#039;Lonville&amp;#039;&amp;#039; 1917 kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Titel=Mitteilungen: Wo ist Lonville? |Sammelwerk=Mitteilungen des Deutschschweizerischen Sprachvereins |Band=1 |Nummer=Heft 1 |Datum=1917 |Online=[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=sps-001:1917:1::97#97 online bei e-periodica]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war in der Folge neben &amp;#039;&amp;#039;Lanco&amp;#039;&amp;#039; eine der Uhrenmarken der Fabrik, fand darüber hinaus aber keine Verbreitung. In den 2000er Jahren wurde die Marke &amp;#039;&amp;#039;Lonville&amp;#039;&amp;#039; wiederbelebt, wobei der aktuelle Hersteller, der diesen Namen verwendet, sich auf die Tradition der Langendorfer Uhrenindustrie beruft, ohne dabei eine Verbindung zur ehemaligen Uhrenfabrik oder zum Ort Langendorf zu besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.watchpaper.com/2016/06/14/introducing-lonville-watch-company-a-hidden-gem/ | title=Introducing Lonville Watch Company — a hidden gem | accessdate=2018-03-09 | author=Adam Sofineti | date=2016-06-14 | work=Watchpaper | language=Englisch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 war das Unternehmen vom [[Generalstreik]] stark betroffen. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] belieferte das Unternehmen offenbar auch Deutschland. Laut Zeitzeugen war in der Uhrenfabrik Langendorf um 1940 ein sogenanntes deutsches «Abnahmekommando» anzutreffen, das mit der Lieferung von Serien von Einzelteilen via [[Basel]] betraut war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abnahme&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Ledermann |Titel=«Deutsches Abnahmekommando» |Sammelwerk=Dorfchronik Langendorf |Verlag=Einwohnergemeinde Langendorf |Ort=Langendorf |Datum=2000 |Seiten=97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bestimmungszweck dieser Einzelteile blieb unklar, wobei in Langendorf die Rede von [[Zeitzünder]]n war. Nach der zweiten [[Mobilmachung (Schweiz)|Mobilmachung]] im Mai 1940 sei das «Abnahmekommando» verschwunden. Genaueres lässt sich nicht mehr feststellen, da das Firmenarchiv für diesen Zeitraum nicht mehr existiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abnahme&amp;quot;/&amp;gt; Als Ernst Kottmann 1942 krankheitshalber zurücktrat, übernahm sein Bruder Rudolf Kottmann die Betriebsführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 kam es in der Unternehmensleitung zu einer schicksalshaften Wende. Nach einem tödlichen Unfall des damaligen Direktors Hans Kottmann übernahm erstmals ein Kollegium unter dem Vorsitz von Guido Kottmann die Leitung des Betriebs. Die Uhrenfabrik Langendorf SA, welche bereits seit einigen Jahren &amp;#039;&amp;#039;Lanco&amp;#039;&amp;#039; (für „Langendorf Co.“) hiess, musste aufgrund des schwächelnden Geschäftsgangs 1965 der „Allgemeinen Schweizerischen Uhrenindustrie AG“ ([[ASUAG]]) beitreten. 1971 musste die Lanco ihre Selbstständigkeit schliesslich ganz aufgeben und ging in der [[Omega SA|Omega]]-[[Tissot]]-Gruppe auf. Genau 100 Jahre nach der Gründung der Lanco kam 1973, während der allgemeinen Schweizer Uhrenkrise, das Ende für die Produktion in Langendorf. Die meisten Mitarbeiter verloren ihre Stelle. Einige fanden in anderen Betrieben, die gewisse Produktionsbereiche übernahmen, eine neue Beschäftigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebäudekomplex der Lanco wurde von der [[Migros]]-Genossenschaft übernommen, die darin 1977 das [[Einkaufszentrum]] &amp;#039;&amp;#039;Ladedorf&amp;#039;&amp;#039; (oder: &amp;#039;&amp;#039;Ladendorf&amp;#039;&amp;#039;) eröffnete. Die Anlage wurde im Jahr 1996 und nochmals von 2008 bis 2010 umgebaut und erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web| title = Ladedorf in Langendorf: Umbau beendet| publisher = [[Genossenschaft Migros Aare]]| url = http://www.ladedorf.ch/web/dms/lade/doc/aktuelles/untitled/MedienCommuniqu-/MedienCommuniqu%C3%A9.pdf| format = PDF| date = 2010-03-19| accessdate = 2010-04-02| offline = 0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein dazugehörendes Hochhaus, das für das Ortsbild von Langendorf prägend war, wurde 2011 abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/nach-vier-monaten-war-das-wahrzeichen-weg-112028422 | title=Nach vier Monaten war das Wahrzeichen weg | accessdate=2011-12-15 | author=Christof Ramser | date=2011-08-19| work=Solothurner Zeitung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an einer Verbindungsstrasse von Solothurn nach Oberdorf und über den [[Weissensteinpass]] nach [[Gänsbrunnen]]. Der nächste Anschluss an die Autobahn [[A5 (Schweiz)|A5]] (Solothurn-Biel) befindet sich rund 4 Kilometer vom Ortskern entfernt südwestlich von Solothurn. Am 1. August 1908 wurde die [[Bahnstrecke Solothurn–Moutier|Eisenbahnlinie]] der damaligen [[Solothurn-Münster-Bahn]] (heute: [[BLS AG]]) von Solothurn nach [[Moutier]] mit einem Bahnhof in Langendorf in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Zubringerdienst im öffentlichen Verkehr sorgt die Buslinie der [[Busbetrieb Solothurn und Umgebung|BSU]] auf der Strecke von Oberdorf nach Solothurn und bis [[Recherswil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Langendorf}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirchenzentrum-langendorf.jpg|mini|Ökumenisches Kirchenzentrum Langendorf]]&lt;br /&gt;
Das ökumenische Kirchenzentrum wurde nach Plänen des Zürcher Architekten [[Manuel Pauli]] in den Jahren 1969 bis 1971 errichtet. Es besitzt je einen Gottesdienstraum für die Katholiken und Reformierten sowie einen gemeinsamen Glockenturm. 1991 wurde der 16mm-Stummfilm von Ernst Brun über den Kirchenbau vertont. Dieser Film wurde von Christoph Knoch, reformierter Pfarrer in Langendorf von 1986–2002, mit Interviews von Zeitzeugen ergänzt und zugänglich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz im Westen, fast auf Bellacher Gemeindegebiet, steht zudem der &amp;#039;&amp;#039;Staalenhof&amp;#039;&amp;#039; aus dem 16. Jahrhundert, ehemaliges Landgut der [[Patrizier (Schweiz)|Patrizier]]-Familie [[vom Staal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;In Rot auf gelbem Kanonenrohr sitzender weisser Kauz im Schnabel ein Schweizerschildchen tragend; auf der Kanone die Devise «Vorwärts».&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Wie viele [[Gemeindewappen (Schweiz)|Schweizer Gemeindewappen]] wurde das heutige Wappen der [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] Langendorf 1939 eingeführt, da an der [[Schweizerische Landesausstellung 1939|Schweizerischen Landesausstellung]] alle Gemeinden mit ihrem Wappen vertreten sein sollten. Die Einführung des Wappens wurde an der Gemeindeversammlung vom 26. Juni 1939 einstimmig beschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wappen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Ledermann |Titel=Seit 1939 gültiges Wappen |Sammelwerk=Dorfchronik Langendorf |Verlag=Einwohnergemeinde Langendorf |Ort=Langendorf |Datum=2000 |Seiten=42}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es erinnert an die [[FDP Kanton Solothurn|radikal-liberale]] Chutzenschützen-Gesellschaft die in den [[Freischarenzüge]]n aktiv mitwirkte. Diese führte beim zweiten Freischarenzug 1845 eine Kanone mit, die den Namen «Vorwärts» erhielt und diesen auch auf dem Kanonenrohr trägt. Die «Vorwärts»-Kanone, die nach dem gescheiterten Freischarenzug [[Luzern]]er Truppen in die Hände gefallen war, wurde im [[Sonderbundskrieg]] zurückerobert und ist heute im [[Museum Altes Zeughaus Solothurn]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Ledermann |Titel=Die Chutzenschützen - eine Langendörfer Exklusivität |Sammelwerk=Dorfchronik Langendorf |Verlag=Einwohnergemeinde Langendorf |Ort=Langendorf |Datum=2000 |Seiten=44-46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Wappen von Langendorf zeigt ein senkrecht stehendes Sägeblatt mit sechs Zähnen auf rot-weiss quergeteiltem Grund und wird heute noch von der [[Bürgergemeinde]] geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wappen&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Brülisauer u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Dorfchronik Langendorf.&amp;#039;&amp;#039; Langendorf 2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.langendorf-so.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Langendorf]&lt;br /&gt;
* {{HLS|1152|Langendorf|Autor=Urs Zurschmiede}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=N1fTtdwotig Film zum Kirchenbau 1971, überarbeitet 1991, 1996 und 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Lebern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4361990-3|VIAF=54146153140705252397}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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