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	<title>Landsturm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-64550-7 am 1. Februar 2026 um 10:42 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-01T10:42:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Drachenfelsplateau Denkmal Christian Hohe.jpg|miniatur|[[Drachenfels  (Siebengebirge)#Landsturmdenkmal|Landsturmdenkmal auf dem Drachenfels]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landsturm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im Militärwesen seit dem 15. Jahrhundert „das letzte Aufgebot“ aller [[Wehrpflicht]]igen, die weder dem Landheer noch der Marine angehörten, zur Abwehr eines feindlichen Einfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preußen seit 1813 ==&lt;br /&gt;
In Preußen war nach dem [[Preußische Heeresreform|Landsturm-Edikt]] vom 21. April 1813 die gesamte nicht in die [[stehende Armee]] oder in die [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] eingereihte wehrbare männliche Bevölkerung vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 60. Lebensjahr verpflichtet, dem Aufgebot des Landsturms Folge zu leisten. Er bildete gewissermaßen die letzte Landesreserve.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bayerisches 1. Landsturm Bataillon Postkarte1.jpg|mini|Postkarte des 1. Bayerischen Landsturm-Bataillons, 1914]]&lt;br /&gt;
== Norddeutscher Bund seit 1867 ==&lt;br /&gt;
Das [[Norddeutscher Bund|norddeutsche Bundesgesetz]] vom 9. November 1867 über die Verpflichtung zum Kriegsdienst und das Reichsgesetz über den Landsturm vom 12. Februar 1875 beschränkten jene Verpflichtung auf die Zeit vom 17. bis zum 42. Lebensjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bayern seit 1868 ==&lt;br /&gt;
In der [[Bayerische Armee|Bayerischen Armee]] wurden die ältesten [[wehrpflicht]]igen Jahrgänge seit der [[Bayerische Heeresreform|Heeresreform von 1868]] als Landsturm bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lübeck seit 1814 ==&lt;br /&gt;
In [[Lübeck]] bezeichnete der Begriff Landsturm im Unterschied zum üblichen Gebrauch die [[Landwehr (Militär)|Landwehr]], einen Bestandteil der [[Lübecker Bürgergarde]], der das Wehraufgebot im Umland der Stadt darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsches Reich 1875 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landsturm-Kompanie in Bacharach, Januar 1915.jpg|mini|Landsturm-Kompanie in [[Bacharach]], Januar 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Landsturm 1915.jpg|mini|Preußischer Landsturm an der Ostfront 1915]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexius WW1 Deutscher Landsturm im Osten .jpg|miniatur|Deutscher Landsturm im Osten, 16. Juni 1915]]&lt;br /&gt;
Bei der Gründung des Deutschen Reiches bestand der Landsturm aus allen Wehrpflichtigen vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 42. Lebensjahr,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz über den Landsturm&amp;#039;&amp;#039; vom 12. Februar 1875, Reichsgesetzblatt 1875, Nr. 7, S. 63–64 ([[s:Gesetz über den Landsturm|Scan auf Commons]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; sofern sie nicht im Heer oder in der Marine dienten. Der Aufruf hatte durch kaiserliche Verordnung zu erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem &amp;#039;&amp;#039;Gesetz, betreffend Änderungen der Wehrpflicht&amp;#039;&amp;#039; vom 11. Februar 1888&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reichsgesetzblatt&amp;#039;&amp;#039;, 1888, S. 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; gab es zwei Aufgebote: der Landsturm I umfasste alle Männer vom 17. bis zum 39. Lebensjahr, der Landsturm II alle Älteren sowie diejenigen Landwehrpflichtigen, welche vor Erreichen des 39. Lebensjahres ihren Dienst in der Landwehr zweiten Aufgebots abgeleistet hatten&amp;lt;ref&amp;gt;§ 24 Gesetz betreffend Änderungen der Wehrpflicht vom 11. Feb. 1888, Abs. 1 bis 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;. § 24 des Gesetzes verlängerte die Landsturmpflicht bis zum 45. Lebensjahr. Die bereits in [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heer]] oder [[Kaiserliche Marine|Marine]] ausgebildeten Angehörigen des Landsturms wurden unmittelbar dem aktiven Dienst zugeführt, während alle unausgebildeten zunächst einer [[Musterung]] und [[Aushebung]] unterworfen wurden. Deshalb mussten sich alle Männer der entsprechenden Jahrgänge nach dem Aufruf in die heimatliche Landsturmrolle eintragen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kriegsfall konnte der Landsturm zur Ergänzung des Heeres und der Marine herangezogen werden und auch außerhalb Deutschlands eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Landsturm&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur Deutschen Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Militärverlag der DDR, Berlin 1985, S. 463; § 20 der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Wehrordnung&amp;#039;&amp;#039; vom 22. November 1888.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Mobilmachung]] am 1. August 1914 wurden viele Landsturm-[[Verband (Militär)|Verbände]] aufgestellt und mobilgemacht, im Laufe des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] noch weitere.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;Siehe z. B. Württembergisches Landsturm-Infanterie-Regiment Nr. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Kriegsverlauf kamen außerdem bereits ab 1915 viele im Frieden dem Landsturm zugeteilte Wehrpflichtige ([[Ungedienter Landsturm]]) vor allem jüngerer Jahrgänge als Personalersatz zu Front-Truppenteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Artikel 173 des Vertrages von Versailles (1919) wurde die allgemeine Wehrpflicht und damit auch der Landsturm abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Durch § 7 (2) des [[Wehrgesetz]]es vom 21. Mai 1935 wurde der Landsturm neu definiert. Der Landsturm umfasste jene deutschen Männer ab 45 Jahren, die durch die Erweiterung der Wehrpflicht bei Kriegs- und bei besonderen Notständen (§ 6 Wehrgesetz vom 21. Mai 1935) zum Wehrdienst herangezogen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Definition des Landsturms nach dem Wehrgesetz vom 21. Mai 1935 ist nicht mit dem durch einen [[Führererlass]] vom 25. September 1944 ausgerufenen [[Volkssturm|Deutschen Volkssturm]] zu verwechseln. Letzterer wurde im Wehrgesetz nicht definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich seit dem 15. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landsturm Musterung Köln 1917.gif|mini|Musterungsaufruf des Österreichisch-ungarischen Generalkonsuls in Köln 1917]]&lt;br /&gt;
In [[Österreich-Ungarn]] war der Landsturm durch Gesetz vom 6. Juni 1886 geregelt. Danach unterlagen der Landsturmpflicht alle wehrtauglichen, nicht im aktiven Militärdienst stehenden Staatsbürger in zwei Aufgeboten (19.–37. und 38.–42. Lebensjahr) sowie darüber hinaus alle in den Ruhestand getretenen Offiziere und [[Militärbeamter|Militärbeamten]] bis zum 60. Lebensjahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?apm=0&amp;amp;aid=rgb&amp;amp;datum=18860004&amp;amp;seite=00000297&amp;amp;size=45 |titel=Gesetz vom 6. Juni 1886 |titelerg=[B]etreffend den Landsturm für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder, mit Ausnahme von Tirol und Vorarlberg |werk=[[ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online]] |datum=1886-06-19 |zugriff=2019-10-16 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MEYERS_1905&amp;quot;&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Österreichisch-Ungarische Monarchie |Band=15 |Seite=210 |SeiteBis=214 |zenoID=20007196369}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Landsturmpflicht trat im Gegensatz zur regelmäßigen Kriegsdienstpflicht nur ausnahmsweise und zwar dann ein, wenn ein feindlicher Einfall Teile des Reichsgebiets bedrohte oder überzog. Der Landsturm erhielt bei Verwendung gegen den Feind militärische Abzeichen und trat dadurch unter [[Völkerrecht|völkerrechtlichen]] Schutz; er wurde wie die Armee in Truppenteile formiert. In Fällen außerordentlichen Bedarfs konnte die [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] aus dem Landsturm ergänzt werden, jedoch nur dann, wenn bereits sämtliche Jahrgänge der Landwehr und die verwendbaren Mannschaften der Ersatzreserve einberufen waren. Die Einstellung erfolgte nach Jahresklassen, beginnend mit der jüngsten. War der Landsturm nicht aufgeboten, so waren die Landsturmpflichtigen keinerlei militärischer Kontrolle unterworfen. In Österreich galt das Landsturmgesetz vom 6. Juni 1886 zwar formell nur für die im Reichsrat vertretenen Länder; die in Tirol und Vorarlberg (siehe [[Standschützen]]) sowie Ungarn geltenden Landsturmgesetze stimmten indes in allen wesentlichen Punkten mit dem vorgenannten Gesetz überein, desgleichen die Durchführungsverordnungen vom Januar 1887.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterbehörden der Landwehrkommandos für das Landsturmwesen hießen &amp;#039;&amp;#039;Landsturmbezirkskommanden&amp;#039;&amp;#039;. Der königlich ungarische Landsturm hieß [[k.u. Landwehr (Österreich-Ungarn)|Honvéd]] und war auch eine aktive Truppe. In [[Kondominium Bosnien und Herzegowina|Bosnien und der Herzegowina]] bestand keine Landsturmpflicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MEYERS_1905&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon lange vor dem Landsturmgesetz von 1886 gab es den Landsturm in Österreich. Der Landsturm umfasste alle wehrtauglichen Bürger. In Tirol wurde der Landsturm auf das schon um 1511 zusammen mit Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] vereinbarte Wehrrecht, das sogenannte [[Landlibell]] zurückgeführt. In der Geschichte Österreichs wurde der Landsturm in Kriegszeiten über die Jahrhunderte wiederholt gegen Ungarn, Franzosen und Türken eingesetzt. Im Breisgau und im Schwarzwald operierte der Landsturm, auch Landfahne genannt, gegen Schweizer, Schweden und Franzosen. Legendär wurde der Luttinger Pfarrer [[Johann Caspar Albrecht]], der ab 1688 die Hauensteiner Landfahne kommandierte, als Seelsorgermilitär. Vom 14. bis zum 16. Juli 1796 schlug der Freiburger Landsturm die anrückenden Franzosen unter [[Victor Moreau]] bei [[Herbolzheim]] zurück. Eine kaiserliche Medaille und eine Tafel am Freiburger Martinstor von 1798 erinnern an die Kämpfe. Auch 1809 in Tirol wurde der Landsturm tatsächlich aufgeboten. Napoleon hatte Tirol erobert und es dem [[Königreich Bayern]] angeschlossen. Nach fünf Jahren der Unterdrückung, der Abschaffung der Tiroler Verfassung und Zwangsrekrutierung für den Kriegsdienst unter fremden Mächten hatten sich unter Führung von [[Andreas Hofer]] die Tiroler Standschützen und der Tiroler Landsturm gegen die Bayern erhoben, um einen Wiederanschluss an das [[Kaisertum Österreich]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
Aber auch 1915 als Italien den Mittelmächten den Krieg erklärte, waren es Tiroler, Vorarlberger und Salzburger Landsturmeinheiten (Schützenkompanien), die die Front hielten, bis die regulären Einheiten von der Ostfront an die Südfront beordert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lips König Landsturm.jpg|mini|rechts|Franz Niklaus König: Der Landsturm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts alle wehrfähigen Bürger vom 17. bis 50. Lebensjahr landsturmpflichtig, sofern sie nicht dem [[Auszug (Militär)|Auszug]] oder der [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] angehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Landsturm |Band=12 |Seite=128 |zenoID=20006972780}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1994 war der Landsturm in der [[Schweizer Armee]] eine Heeresklasse. Sie entsprach 1947 den 49- bis 60-Jährigen, ab 1960 den 43- bis 50-Jährigen. Artreine Landsturmeinheiten wurden mit der Bewachung von Objekten betraut. Mit der [[Armee&amp;amp;nbsp;95]] wurden die Altersklassen und damit der Landsturm abgeschafft (1994 total: 175.000 Mann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ungedienter Landsturm]]&lt;br /&gt;
* [[Levée en masse]]&lt;br /&gt;
* [[Volkssturm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|24623|Landsturm|Autor= [[Hervé de Weck]]}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mainzer Landsturm&amp;#039;&amp;#039;. 1799; [https://books.google.de/books?id=oJlGAAAAcAAJ books.google.de]&lt;br /&gt;
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&amp;amp;aid=rgb&amp;amp;datum=18860004&amp;amp;seite=00000297&amp;amp;zoom=2 Reichsgesetzblatt (Österreich) vom 6. Juni 1886.] (PDF) anno.onb.ac.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Landsturm}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Militär#Rekrutierung und Organisation|Militär}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reserve (Militärwesen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-64550-7</name></author>
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