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	<title>Landmarschall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;nowiki entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Siegelmarke Vice - Landtags - Marschall der Rheinprovinz W0234435.jpg|mini|Siegelmarke des rheinischen Vice-Landtags-Marschalls]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landmarschall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landtagsmarschall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnete man in einigen [[Landstände|landständischen]] Verfassungen den [[Parlamentspräsident]]en, der zu Beginn des [[Landtag (historisch)|Landtags]] aus dessen Mitte gewählt oder vom Herrscher ernannt wurde. Dieses Amt ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen hohen [[Ordensmarschall des Deutschen Ordens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff ist seit 1383 für [[Livland]] und seit 1358 für [[Österreich]] urkundlich belegt. Landmarschälle gab es unter anderem in [[Galizien]] (dt. Landmarschall/poln. marszałek krajowy), [[Mecklenburg]] (zeitgleich stets 3 Erblandmarschälle für bestimmte Teilherrschaften), [[Niederösterreich]], [[Pommern]], dem [[Großherzogtum Posen]] (dt. Landmarschall/poln. marszałek krajowy&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.verfassungen.de/de/preussen/preussen24-posen24.htm &amp;#039;&amp;#039;Gesetz wegen Anordnung der Provinzialstände für das Großherzogthum Posen&amp;#039;&amp;#039;] vom 27. März 1824, § 28, auf: [https://www.verfassungen.de/ &amp;#039;&amp;#039;Verfassungen der Welt&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 2. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;), [[Sachsen-Lauenburg]], [[Schlesien]], [[Provinziallandtag Schleswig-Holstein|Schleswig-Holstein]] und [[Tirol]]. Auch Ordenspreußen bzw. [[Herzogliches Preußen|Preußen herzoglichen]] und [[Preußen Königlichen Anteils|königlichen Anteils]] kannten den Titel. Der Titel des Präsidenten des polnischen Sejm lautet in verwandter Tradition seit alters her [[Sejmmarschall]], ähnlich lautet jener des Leiters einer Woiwodschaftsregierung  [[Woiwodschaftsmarschall]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preußen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung der preußischen [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinziallandtage]] im Jahr 1823 wurde auch hier das Amt eines Landtagsmarschalls als Vorsitzender der Ständeversammlung eingeführt. Der Landtagsmarschall wurde vom König ernannt. Zwischen den Sessionen des Provinziallandtages war er Leiter eines ständigen Verwaltungsausschusses für die provinziellen Anstalten. Während der Tagungsperiode hatte der Marschall erhebliches politisches Gewicht. Er leitete den Geschäftsgang, setzte die Ausschüsse ein und bestimmte deren Mitglieder. Außerdem hatten die Marschälle das Recht, politisch unliebsame Deputierte von den Versammlungen auszuschließen. Mit der Aufhebung der [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinzialstände]] [[1875]] ist die Würde des Landtagsmarschalls abgeschafft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen [[Liste der Provinzen Preußens|preußischen Provinzen]] sowie in anderen Fürsten- und Herzogtümern&amp;lt;ref&amp;gt;Erblandmarschälle gab es z.&amp;amp;nbsp;B. auch im [[Herzogtum Sachsen-Lauenburg]] sowie in den Teilfürstentümern des [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Herzogtums Braunschweig-Lüneburg]].&amp;lt;/ref&amp;gt; führten Adlige den ständischen Ehrentitel eines Erblandmarschalls. Dieser war jedoch mit keiner Amtsfunktion verbunden, sondern wurde seit dem 14. Jahrhundert als erbliches [[Hofamt]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mecklenburg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ferdinand freiherr von maltzan um1820.jpg|mini|[[Ferdinand von Maltzan]] mit Marschallstab als Erblandmarschall in der Uniform der mecklenburgischen Landstände (um 1820)]]&lt;br /&gt;
In den später zu [[Mecklenburg]] summierten nordostdeutschen Territorien hatten die Fürsten im 14. Jahrhundert je ein Landmarschallamt geschaffen für jede der drei alten Herrschaften (&amp;#039;&amp;#039;[[Mecklenburgischer Kreis|Mecklenburg]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Wendischer Kreis|Wenden]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Stargardischer Kreis|Stargard]]&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb des mecklenburgischen Staates. Zugleich wurden die Landmarschallämter erblich an die damals edelsten Adelsgeschlechter vergeben und fest an den Besitz bestimmter Güter gebunden: Mecklenburg an die [[Lützow (Adelsgeschlecht)|von Lützow]] auf Eickhof ([[Warnow (bei Bützow)]]), Wenden an die [[Maltzahn|von Maltzan]], Reichsfreiherren zu Wartenberg und Penzlin, auf [[Penzlin]], Stargard an die [[Behr (Adelsgeschlecht)|von Behr]] (später an die [[Hahn (Adelsgeschlecht)|(von) Hahn]]) auf Pleetz ([[Datzetal]]), welche die drei Erblandmarschallämter bis zum Ende der Monarchie in Mecklenburg (1918) innehatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mecklenburgischen Erblandmarschälle standen der Ritter- und Landschaft der drei Herrschaften vor und waren deren ranghöchste Interessenvertreter im mecklenburgischen Ständestaat. Als Vertreter wurden zeitweilig Vizelandmarschälle bestimmt. Zur Beratung des/der Landesherrn hatte sich in Mecklenburg parallel dazu seit der frühen Neuzeit ein Kreis berufener Landräte etabliert.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Heck: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Landtags in Mecklenburg. Ein Abriß.&amp;#039;&amp;#039; Neuer Hochschulschriftenverlag, Rostock 1997. ISBN 3-929544-48-2. S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sachsen-Lauenburg ==&lt;br /&gt;
Das Landmarschallamt in Sachsen-Lauenburg ist seit 1421 belegt. Es war stets mit dem Besitz des Gutes Gudow verbunden. Von 1471 bis 1915 war es erblich in der Familie von Bülow. Seit 1702 sind die Aufgaben des Landmarschalls schriftlich fixiert: Bei formellen Gelegenheiten die Ritterschaft vertreten und anführen, Vorsitz der Ritterschaft, Verwahrung des Ritterschaftsarchivs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweden ==&lt;br /&gt;
In Schweden war der [[Landmarschall (Schweden)|Landmarschall]] (&amp;#039;&amp;#039;lantmarskalk&amp;#039;&amp;#039;) im 17., 18. und 19. Jahrhundert der Vorsitzende des Standes der Ritterschaft bei dem von 1668 bis 1865 aus den vier Ständen (Adel, Priester, Bürger und Bauern) bestehenden [[Schwedischer Ständereichstag|Ständereichstag]] und damit zugleich Präsident des letzteren; er wurde entweder vom König benannt oder von der Ritterschaft gewählt. Unter den bedeutendsten waren [[Per Brahe der Jüngere]], [[Johan Göransson Gyllenstierna]], [[Arvid Horn]], [[Carl Gustaf Tessin]] und [[Fredrik Axel von Fersen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Livland und Oesel ==&lt;br /&gt;
Seit 1710 war in [[Livland]] und auf [[Oesel]] der Landmarschall der höchste Repräsentant der Ritterschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.balt-hiko.de/wp-content/uploads/2022/05/Baltisches_Rechtsworterbuch.pdf Baltisches Rechtswörterbuch] der [[Baltische Historische Kommission|Baltischen Historischen Kommission]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Amt entsprach dem [[Ritterschaftshauptmann]] der [[Estländische Ritterschaft|Estländischen Ritterschaft]] und dem [[Landesbevollmächtigter|Landesbevollmächtigten]] der [[Kurländische Ritterschaft|Kurländischen Ritterschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorsitzende der Ritterschaften ==&lt;br /&gt;
Auch die Vorsitzenden vieler noch existierender [[Ritterschaft]]en, als Mitgliedskorporationen historischer [[Landstände]], führen bis heute die traditionsreiche Amtsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Landmarschall&amp;#039;&amp;#039;. (Siehe auch: [[Rittergut#Gegenwart|Ritterschaften in der Gegenwart]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Obenaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Anfänge des Parlamentarismus in Preußen bis 1848.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1984, ISBN 3-7700-5116-5, S. 200, S. 312f.&lt;br /&gt;
* {{DtRechtswörterbuch|Landmarschall|SpalteAb=|SpalteBis=}}&lt;br /&gt;
* Boris Bovekamp: Die Bedeutung des sachsen-lauenburgischen Landmarschalls als Bindeglied zwischen den Ständen und dem Herzog. In: Terra et Mars. Aspekte der Landes- und Militärgeschichte. Festschrift für Eckardt Opitz zum 65. Geburtstag, hrsg. v. Michael Busch. Neumünster: Wachholtz 2003, S. 13–26.&lt;br /&gt;
* Jürgen Beyer: [https://lex.dk/landmarskal &amp;#039;&amp;#039;Landmarskal&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Den Store Danske Encyklopædi|&amp;#039;&amp;#039;Lex. Danmarks Nationalleksikon&amp;#039;&amp;#039;]] abgerufen am 16. November 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.riddarhuset.se/jsp/index.jsp?id=2632 riddarhuset.se]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=105260966X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parlamentspräsident|! Landmarschall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landmarschall| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtsbezeichnung (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungschef einer historischen Verwaltungseinheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der österreichischen Länder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landespolitik (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Habsburgermonarchie vor 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Schweden)]]&lt;/div&gt;</summary>
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