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	<title>Landesverrat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:12:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Landesverrat&amp;diff=56222&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-03-30T06:50:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landesverrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der Regel als [[Verbrechen]] gegen den [[Staat]] definiert. Er findet sich als [[Straftatbestand]] in den [[Strafgesetzbuch|Strafgesetzbüchern]] der meisten unabhängigen Staaten. Er ist nicht mit dem [[Hochverrat]] gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Strafnorm ===&lt;br /&gt;
Nach deutschem Strafrecht ist &amp;#039;&amp;#039;Landesverrat&amp;#039;&amp;#039; ein in {{§|94|StGB|dejure}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] definiertes [[Verbrechen]], das sich gegen die [[äußere Sicherheit]] und den Bestand des Staates richtet. Das Delikt des Landesverrates ist die Kernstraftat der [[Spionage]]. Landesverrat begeht, wer ein [[Staatsgeheimnis]] einer fremden Macht oder einem ihrer Mittelsmänner mitteilt oder sonst an einen Unbefugten gelangen lässt oder öffentlich bekanntmacht, um die [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] zu benachteiligen oder eine fremde Macht zu begünstigen, und dadurch die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland herbeiführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatsgeheimnisse sind gemäß {{§|93|StGB|dejure}} StGB Tatsachen, Gegenstände oder Erkenntnisse, die nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich sind und vor einer fremden Macht geheim gehalten werden müssen, um die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland abzuwenden. Eine solche Gefahr besteht zum Beispiel, wenn eine fremde Macht durch das Geheimnis die Schlagkraft der [[Bundeswehr]] mindern kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer, StGB, 58. Aufl. 2011, §&amp;amp;nbsp;94 StGB, Rn. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sind nach Abs. 2 dieser Bestimmung Tatsachen, die gegen die [[freiheitliche demokratische Grundordnung]] verstoßen oder unter Geheimhaltung gegenüber den Vertragspartnern der Bundesrepublik Deutschland gegen zwischenstaatlich vereinbarte Rüstungsbeschränkungen verstoßen, keine Staatsgeheimnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%2020,%20342 BGHSt 20, 342] (Fall [[Werner Pätsch|Pätsch]])&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verrat eines solchen &amp;#039;&amp;#039;illegalen Geheimnisses&amp;#039;&amp;#039; an eine fremde Macht wird aber nach §&amp;amp;nbsp;97a StGB &amp;#039;&amp;#039;wie&amp;#039;&amp;#039; Landesverrat bestraft. Dagegen ist die Veröffentlichung eines illegalen Geheimnisses grundsätzlich straflos, kann aber ggf. als [[Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer besonderen Geheimhaltungspflicht]] nach §&amp;amp;nbsp;353b StGB bestraft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Fischer |Titel=Strafgesetzbuch |Sammelwerk=Becksche Kurz-Kommentare |Band=10 |Auflage=69 |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2022 |ISBN=978-3-406-77219-1 |Fundstelle=§&amp;amp;nbsp;93 Rz. 15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nimmt der Täter irrig an, dass es sich um ein &amp;#039;&amp;#039;illegales Geheimnis&amp;#039;&amp;#039; handelt, liegt aber ein Staatsgeheimnis vor, richtet sich die Strafbarkeit nach §&amp;amp;nbsp;97b.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Definition folgt, dass Industrie- und Wirtschaftsspionage nicht vom Tatbestand des Landesverrats erfasst werden, es sei denn, ihr Verrat hat zugleich Auswirkungen auf die äußere Sicherheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer, StGB, 58. Aufl. 2011, §&amp;amp;nbsp;93 StGB, Rn. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Bestrafung erfordert mindestens bedingten [[Vorsatz (Deutschland)|Vorsatz]], mit Ausnahme des §&amp;amp;nbsp;94 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr. 2 StGB, der die Absicht voraussetzt, die Bundesrepublik Deutschland zu benachteiligen oder eine fremde Macht zu begünstigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer, StGB, 58. Aufl. 2011, §&amp;amp;nbsp;94 StGB, Rn. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Fremde Macht“ ist dabei in allen Fällen eine fremde Regierung oder eine ähnliche mit entsprechenden Machtmitteln ausgerüstete Institution außerhalb der Bundesrepublik.&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer, StGB, 58. Aufl. 2011, §&amp;amp;nbsp;93 StGB, Rn. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Landesverrat im weiteren Sinne – im Strafgesetzbuch unter dem Begriff „Gefährdung der äußeren Sicherheit“ zusammengefasst – zu zählen sind das Offenbaren von Staatsgeheimnissen ({{§|95|StGB|dejure}} StGB), die landesverräterische Ausspähung ({{§|96|StGB|dejure}} StGB) als Vorbereitungshandlung zum Landesverrat, die Preisgabe von Staatsgeheimnissen und die landesverräterische Fälschung ({{§|100a|StGB|dejure}} StGB). Der [[Spionage|Spion]] selbst kann bereits im Vorfeld des eigentlichen Verrats wegen landesverräterischer Agententätigkeit oder wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit nach {{§|98|StGB|dejure}}, {{§|99|StGB|dejure}} StGB bestraft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig als obsolet wird der {{§|353a|StGB|dejure}} StGB angesehen: [[Vertrauensbruch im auswärtigen Dienst]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Fischer, StGB, 58. Aufl. 2011, §&amp;amp;nbsp;353a StGB, Rn. 1: „keine praktische Bedeutung“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekannte Vorwürfe ===&lt;br /&gt;
Die spektakulärsten Anschuldigungen von Landesverrat in der deutschen Geschichte waren der [[Leipziger Hochverratsprozess]] in der Gründungszeit des Kaiserreichs, der [[Weltbühne-Prozess]] in der Weimarer Republik und die [[Spiegel-Affäre]] 1962. Darüber hinaus zählen auch die wegen Landesverrats verurteilten [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]]-Spione [[Günter Guillaume]] (1975) und [[Klaus Kuron]] (1992) dazu. Es gab auch Ermittlungen um 1982 gegen die Zeitschrift [[Konkret (Zeitschrift)|Konkret]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Rath]]: [https://taz.de/Landesverrat-Vorwurf-gegen-Konkret/!5219204/ &amp;#039;&amp;#039;„Operation Eva“&amp;#039;&amp;#039;], [[taz.de]], 10. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisher einzige Verurteilung zu [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]] aufgrund Landesverrats in der Bundesrepublik verhängte das [[Oberlandesgericht Koblenz]] am 6. Juni 1990 gegen den US-amerikanischen Staatsbürger [[Clyde Lee Conrad]]. Zudem war Conrad der erste Ausländer, der wegen schweren Landesverrats angeklagt wurde. Als Sergeant First Class der [[United States Army]] und damaliger [[Verschlusssache]]n-Verwalter der [[8th Infantry Division (Vereinigte Staaten)|8th Infantry Division]] in [[Bad Kreuznach]] leitete er geheime und streng geheime Informationen an den [[Államvédelmi Hatóság|ungarischen Geheimdienst]]. Das Gericht sah den schwerwiegendsten Spionagefall nach dem Zweiten Weltkrieg. Laut Urteilsbegründung war die Verteidigungsfähigkeit der [[NATO]] bei einem Angriff des [[Warschauer Pakt]]es erheblich geschwächt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mary Neth |url=https://www.stripes.com/news/spy-conrad-sentenced-to-life-in-prison-1.16926 |titel=Spy Conrad sentenced to life in prison |werk=stripes.com |hrsg=[[The Stars and Stripes]] |datum=1990-06-07 |abruf=2023-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adams&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jefferson Adams |Titel=Historical Dictionary of German Intelligence |Reihe=Historical Dictionaries of Intelligence and Counterintelligence |BandReihe=11 |Auflage= |Verlag=Scarecrow Press |Ort=Lanham, Toronto und Plymouth |Datum=2009 |ISBN=978-0-8108-5543-4 |Seiten=72 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Joachim Weidemann |url=https://taz.de/Topspionage-als-lukrativer-Nebenjob/!1765228/ |titel=Topspionage als lukrativer Nebenjob |werk=taz.de |datum=1990-06-06 |abruf=2023-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ruth Quinn |url=https://www.army.mil/article/109525/Clyde_Conrad_arrested_for_espionage__August_23__1988/ |titel=Clyde Conrad arrested for espionage, August 23, 1988 |werk=army.mil |datum=2013-08-19 |abruf=2023-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/agenten-lohn-a-4b8509ef-0002-0001-0000-000013495133 |titel=Agenten-Lohn |werk=spiegel.de |datum=1989-08-27 |abruf=2023-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dhra.mil/PERSEREC/Espionage-Cases/army1/ |titel=1988 – CLYDE LEE CONRAD |werk=dhra.mil |hrsg= |abruf=2023-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Urteil-gegen-US-Sergeant-bestaetigt/!1723432/ |titel=Urteil gegen US-Sergeant bestätigt |werk=taz.de |datum=1991-04-17 |abruf=2023-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nytimes.com/1998/01/13/world/clyde-l-conrad-50-ex-gi-spied-for-east.html |titel=Clyde L. Conrad, 50; Ex-G.I. Spied for East |werk=nytimes.com |datum=1998-01-13 |abruf=2023-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2015 wurde bekannt, dass Generalbundesanwalt [[Harald Range]] auf eine Anzeige durch Verfassungsschutzpräsident [[Hans-Georg Maaßen]] hin ein Strafverfahren gegen zwei Journalisten des Blogs [[Netzpolitik.org#Ermittlungen wegen Verdachts des Landesverrats|netzpolitik.org]] und deren unbekannte Quelle eingeleitet hat. Grund hierfür ist die Veröffentlichung eines vom Verfassungsschutz selbst auf den zweitniedrigsten [[Geheimhaltungsgrad]] „VS-VERTRAULICH“ (VS-Vertr.) eingestuften Dokuments, aus dem hervorgeht, dass den Staatsschützern 2,75 Millionen Euro für die Massendatenerfassung aus einem geheimen staatlichen Haushaltsfonds zur Verfügung stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorwurf-Landesverrat-Generalbundesanwalt-ermittelt-gegen-Netzpolitik-org-2765813.html |titel=Vorwurf Landesverrat: Generalbundesanwalt ermittelt gegen Netzpolitik.org – heise online |autor=Stefan Krempl |werk=heise.de |datum=2015-07-30 |zugriff=2015-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://netzpolitik.org/2015/verdacht-des-landesverrats-generalbundesanwalt-ermittelt-doch-auch-gegen-uns-nicht-nur-unsere-quellen/ |titel=„Verdacht des Landesverrats“: Generalbundesanwalt ermittelt doch auch gegen uns, nicht nur unsere Quellen |autor=Andre Meister |werk=netzpolitik.org |datum=2015-07-30 |zugriff=2015-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein erstes Gutachten zur Einstufung der Dokumente als Staatsgeheimnis wurde von Maaßen selbst erstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.tagesschau.de/inland/range-123.html|titel=Der Verfassungsschutz im Fall Netzpolitik.org – Und was ist mit Maaßen?|werk=tagesschau.de|datum=2015-08-03|archiv-url=https://web.archive.org/web/20150805041720/http://www.tagesschau.de/inland/range-123.html|archiv-datum=2015-08-05|zugriff=2015-08-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer nationalen Welle der Empörung stoppte der Generalbundesanwalt am 31. Juli 2015 vorerst die Ermittlungen, bis ein Gutachten zur Strafbarkeit der Veröffentlichung der Dokumente abgeschlossen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/politik/generalbundesanwalt-stoppt-ermittlungen-gegen-netzpolitik-13728725.html Reinhard Müller, Jonas Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Generalbundesanwalt stoppt Ermittlungen gegen Journalisten – vorerst&amp;#039;&amp;#039;], [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] vom 31. Juli 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine vorläufige Einschätzung des externen Gutachters stützte die juristische Auffassung des Generalbundesanwalts und stufte die veröffentlichten Dokumente als Staatsgeheimnis ein. Laut Range hat nach Weiterleitung dieses Ergebnisses das Justizministerium die Generalbundesanwaltschaft angewiesen, das vollständige Gutachten nicht erstellen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?newsid=560|titel=Erklärung des Generalbundesanwalts zu den Ermittlungen wegen der möglicherweise strafbaren öffentlichen Bekanntgabe eines Staatsgeheimnisses|hrsg=Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|datum=2015-08-04|archiv-url=https://web.archive.org/web/20150823204200/https://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?newsid=560|archiv-datum=2015-08-23|zugriff=2015-08-23|format=Pressemitteilung}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Justizministerium widersprach in der Folge dieser Darstellung und erklärte, die Entscheidung, das Gutachten nicht erstellen zu lassen, sei bereits Tage zuvor, als noch keine vorläufigen Ergebnisse vorlagen, im Einvernehmen mit Range getroffen worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rangeRuhestand&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-08/justizminister-maas-versetzt-generalbundesanwalt-range-in-ruhestand|titel=Maas versetzt Range in den Ruhestand|zugriff=2015-08-04|datum=2015-08-04|werk=zeit.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konflikt in der Sache wurde von Justizminister [[Heiko Maas]] als Anlass genommen, Ranges Versetzung in den Ruhestand einzuleiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rangeRuhestand&amp;quot; /&amp;gt; Das Verfahren wurde am 10. August 2015 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.sueddeutsche.de/politik/landesverrat-affaere-generalbundesanwalt-stellt-ermittlungen-gegen-netzpolitik-org-ein-1.2571139|titel=Generalbundesanwalt stellt Ermittlungen gegen Netzpolitik.org ein|zugriff=2015-08-11|datum=2015-08-10|werk=[[Süddeutsche Zeitung]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Anklage wegen zweifachen Landesverrats kam es im August 2015 gegen den mutmaßlichen [[CIA]]-Agenten [[Fall Markus R.|Markus R.]] Dem am 2. Juli 2014 festgenommenen [[Bundesnachrichtendienst|BND]]-Mitarbeiter wurde vorgeworfen, sowohl für den [[Vereinigte Staaten|US]]-Geheimdienst CIA spioniert zu haben, als auch der [[Russland|Russischen Föderation]] geheime Informationen übermittelt zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?newsid=563 |titel=Anklage wegen Landesverrats und anderer Straftaten |hrsg=Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof |datum=2015-08-20 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150823203435/http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?newsid=563 |archiv-datum=2015-08-23 |zugriff=2015-08-23 |format=Pressemitteilung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Entwicklung ===&lt;br /&gt;
==== Preußen ====&lt;br /&gt;
Im [[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|Allgemeinen Landrechts]] von 1794 gab es drei Klassifizierungen dieser Straftat, die in den §§&amp;amp;nbsp;100 bis 148 geregelt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.smixx.de/ra/Links_F-R/PrALR/PrALR_II_20.pdf |wayback=20120217120431 |text=&amp;#039;&amp;#039;Preußisches Allgemeines Landrecht&amp;#039;&amp;#039; Titel 20 §§&amp;amp;nbsp;100–103 |archiv-bot=2022-03-13 14:05:29 InternetArchiveBot }} (PDF; 660&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Strafgesetzbuch (Preußen)|Strafgesetzbuch von 1851]] wurde der Landesverrat in den §§&amp;amp;nbsp;67 bis 73 geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Strafgesetzbuch für die preußischen Staaten |Verlag=Albert Nauck &amp;amp; Comp. |Ort=Berlin |Datum=1856 |Seiten=41-43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bayern ====&lt;br /&gt;
Im [[Strafgesetzbuch für das Königreich Bayern von 1861]] war der Landesverrat in den Artikeln 110 bis 113 geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=OIUqAAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Strafgesetzbuch für das Königreich Bayern&amp;#039;&amp;#039; Art. 110]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutsches Reich 1871 bis 1945 ====&lt;br /&gt;
Das [[Reichsstrafgesetzbuch]] regelte den Landesverrat in den §§&amp;amp;nbsp;87 bis 93.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.wikisource.org/wiki/Strafgesetzbuch_f%C3%BCr_das_Deutsche_Reich_(1871) |titel=Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich (1871) – Wikisource |sprache=de |abruf=2022-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Neuregelung erfolgte 1934 in den §§&amp;amp;nbsp;88 bis 93a. Für Deutsche war nun im §&amp;amp;nbsp;89 zwingend die [[Todesstrafe]] zu verhängen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1934&amp;amp;page=456&amp;amp;size=45 |titel=ÖNB-ALEX – Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867–1945 |abruf=2022-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch [[Kriegsverrat im Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== DDR ====&lt;br /&gt;
Von 1958 bis 1968 befanden sich die Strafvorschriften gegen Spionage in den §§&amp;amp;nbsp;14 bis 16 und 24 [[Strafrechtsergänzungsgesetz]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Ergänzung des Strafgesetzbuches – Strafrechtsergänzungsgesetz -&amp;#039;&amp;#039; vom 11. Dezember 1957 – im &amp;#039;&amp;#039;[[Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik|Gesetzblatt der DDR]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 78, S. 643ff., [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201957%20I.pdf Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Strafgesetzbuch (DDR)]] von 1968 regelte den Landesverrat in den §§&amp;amp;nbsp;97 bis 100.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Strafgesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik – StGB -&amp;#039;&amp;#039; vom 12. Januar 1968 im &amp;#039;&amp;#039;[[Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik|Gesetzblatt der DDR]]&amp;#039;&amp;#039;, Teil I Nr. 1 vom 22. Januar 1968, S. 1ff., [https://ddrgbl.mkrst.net/data/DDR-GBl%201968%20I.pdf Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1987 war in besonders schweren Fällen die Verhängung der [[Todesstrafe]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bundesrepublik Deutschland ====&lt;br /&gt;
Von 1951 bis 1968 war der Landesverrat in den §§&amp;amp;nbsp;99 bis 103 StGB geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__//*%5B@attr_id=%27bgbl151s0739b.pdf%27%5D__1650040279926 |titel=Bundesgesetzblatt |abruf=2022-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorschriften wurden 1968 durch die grundsätzlich bis heute geltenden §§&amp;amp;nbsp;93 bis 101a&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__//*%5B@attr_id=%27bgbl168s0741b.pdf%27%5D__1650040693878 |titel=Bundesgesetzblatt |abruf=2022-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ersetzt; 1970 wurde die [[Zuchthaus]]- und [[Gefängnisstrafe]] durch die [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] sind die einschlägigen Delikte im 16. Abschnitt des Strafgesetzbuchs ([[Strafgesetzbuch (Österreich)|StGB]]) unter dem Titel „Landesverrat“ zusammengefasst. Zentrale Norm ist der §&amp;amp;nbsp;252 StGB:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Verrat von Staatsgeheimnissen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;252.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;(1) Wer einer fremden Macht oder einer über- oder zwischenstaatlichen Einrichtung ein Staatsgeheimnis bekannt oder zugänglich macht, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;(2) Wer der Öffentlichkeit ein Staatsgeheimnis bekannt oder zugänglich macht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen. Betrifft das Staatsgeheimnis verfassungsgefährdende Tatsachen (Abs.&amp;amp;nbsp;3), so ist der Täter jedoch nur zu bestrafen, wenn er in der Absicht handelt, der Republik Österreich einen Nachteil zuzufügen. Die irrtümliche Annahme verfassungsgefährdender Tatsachen befreit den Täter nicht von Strafe.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;(3) Verfassungsgefährdende Tatsachen sind solche, die Bestrebungen offenbaren, in verfassungswidriger Weise den demokratischen, bundesstaatlichen oder rechtsstaatlichen Aufbau der Republik Österreich zu beseitigen, deren dauernde Neutralität aufzuheben oder ein verfassungsgesetzlich gewährleistetes Recht abzuschaffen oder einzuschränken oder wiederholt gegen ein solches Recht zu verstoßen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] wird zwischen [[Diplomatie|diplomatischem]] (zivilem) und [[militär]]ischem Landesverrat unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplomatischer Landesverrat ===&lt;br /&gt;
Der diplomatische Landesverrat ist unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen und Vergehen gegen den Staat und die Landesverteidigung&amp;#039;&amp;#039; in {{Art.|267|StGB|ch}} Ziff. 1–3 des schweizerischen Strafgesetzbuches ([[Strafgesetzbuch (Schweiz)|StGB]]) festgehalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Wer vorsätzlich ein Geheimnis, dessen Bewahrung zum Wohle der Eidgenossenschaft geboten ist, einem fremden Staate oder dessen Agenten bekannt oder zugänglich macht, wer Urkunden oder Beweismittel, die sich auf Rechtsverhältnisse zwischen der Eidgenossenschaft oder einem Kanton und einem ausländischen Staate beziehen, verfälscht, vernichtet, beiseiteschafft oder entwendet und dadurch die Interessen der Eidgenossenschaft oder des Kantons vorsätzlich gefährdet, wer als Bevollmächtigter der Eidgenossenschaft vorsätzlich Unterhandlungen mit einer auswärtigen Regierung zum Nachteile der Eidgenossenschaft führt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Wer vorsätzlich ein Geheimnis, dessen Bewahrung zum Wohle der Eidgenossenschaft geboten ist, der Öffentlichkeit bekannt oder zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärischer Landesverrat ===&lt;br /&gt;
Der militärische Landesverrat ist unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen oder Vergehen gegen die Landesverteidigung und gegen die Wehrkraft des Landes&amp;#039;&amp;#039; in {{Art.|87|MStG|ch}} Ziff. 1–4 des [[Militärstrafgesetz (Schweiz)|Militärstrafgesetzes (MStG)]] festgehalten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Wer vorsätzlich in einer Zeit, da Truppen zum aktiven Dienste aufgeboten sind, die Unternehmungen der schweizerischen Armee unmittelbar stört oder gefährdet, wer insbesondere der Armee dienende Verkehrs- oder Nachrichtenmittel, Anlagen oder Sachen beschädigt oder vernichtet, oder den Betrieb von Anstalten, die der Armee dienen, hindert oder stört, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren bestraft.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Wer vorsätzlich in einer Zeit, da Truppen zum aktiven Dienste aufgeboten sind, die Unternehmungen der schweizerischen Armee mittelbar stört oder gefährdet, wer insbesondere die öffentliche Ordnung stört oder Betriebe, die für die Allgemeinheit oder die Armeeverwaltung wichtig sind, hindert oder stört, wird mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;In schweren Fällen kann auf [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslängliche Freiheitsstrafe]] erkannt werden.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vieldiskutiert in der Schweiz nach dem [[Schweiz im Zweiten Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war und ist vor allem die damalige Erschiessung des Landesverräters [[Ernst Schrämli]] (z.&amp;amp;nbsp;B. der Film &amp;#039;&amp;#039;[[Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Gerhard Jungfer]], [[Ingo Müller (Jurist)|Ingo Müller]] |Titel=70 Jahre Weltbühnen-Urteil |Sammelwerk=[[Neue Juristische Wochenschrift]] |Jahr=2001 |Seiten=3461–3465}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ingo Müller |Herausgeber=Hans-Ernst Böttcher |Titel=Der berühmte Fall Ossietzky vom Jahr 1930 könnte sich jederzeit wiederholen… |Sammelwerk=Recht Justiz Kritik. Festschrift für Richard Schmid zum 85. Geburtstag |Verlag=Nomos Verlag |Ort=Baden-Baden |Jahr=1985 |Seiten=297–326 |ISBN=3-7890-1092-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Treason|Landesverrat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4166577-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{HLS|24626|Landesverrat|Autor=[[Hervé de Weck]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4166577-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besondere Strafrechtslehre (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besondere Strafrechtslehre (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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