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	<title>Landesrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-13T15:31:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landesrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in Deutschland und Österreich das [[Recht]] eines [[Gliedstaat]]es ([[Land (Deutschland)|Land]], [[Land (Österreich)|Bundesland]]) in Abgrenzung zu dem vom Gesamtstaat ([[Bundesebene|Bund]]) gesetzten [[Bundesrecht]] verstanden. Wenn es um einen bestimmten Regelungsbereich geht, zum Beispiel um das Hochschulrecht, bezeichnet Landesrecht auch die Gesamtheit des einschlägigen Landesrechts aller Länder in Abgrenzung zum Bundesrecht. Das Nebeneinander von Bundesrecht und Landesrecht ist Ausdruck des [[Föderalismus]]prinzips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] hat der [[Bundesebene (Deutschland)|Bund]] die [[Gesetzgebungskompetenz]] für die meisten wichtigen Rechtsbereiche. In diesen Bereichen hatte bis 2006 [[Bundesrecht (Deutschland)|Bundesrecht]] nach {{Art.|31|gg|juris}} des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes (GG)]] stets Vorrang vor dem Landesrecht. Dieser Grundsatz wurde durch die [[Föderalismusreform]] in einigen Rechtsbereichen aufgeweicht ({{Art.|72|gg|juris}} Abs. 3 GG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zwischen den Ländern ===&lt;br /&gt;
==== Landesverfassungsrecht ====&lt;br /&gt;
Die [[Landesverfassung (Deutschland)|Landesverfassungen]] der einzelnen [[Land (Deutschland)|Länder]] unterscheiden sich erheblich. Während in einem [[Christentum|christlich]] geprägten Land wie Nordrhein-Westfalen die „Ehrfurcht vor Gott […] zu wecken“ als „vornehmstes Ziel der Erziehung“ in der Landesverfassung verankert ist, hat Bremen ein Grundrecht auf Arbeit vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleswig-Holstein hatte als einziges deutsches Land bis 2007 kein [[Landesverfassungsgericht]]. Stattdessen wies Art. 44 der Landesverfassung Schleswig-Holsteins in Verbindung mit {{Art.|99|gg|juris}} GG dem [[Bundesverfassungsgericht#Zuständigkeiten und Verfahrensarten|Bundesverfassungsgericht]] die Stellung als Verfassungsgericht für das Land Schleswig-Holstein zu, wobei jedoch keine Landesverfassungsbeschwerde ermöglicht wurde. Art. 44 n.F. erlaubt in Schleswig-Holstein jetzt die Kommunal-, nicht aber die Individualverfassungsbeschwerde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Verwaltungsaufbau.png|miniatur|400px|Verwaltungsaufbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Landesverwaltungsrecht ====&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Verwaltungsorganisation]] kann unterschieden werden zwischen Ländern mit zweistufigem Verwaltungsaufbau und solchen mit dreistufigem Aufbau (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch&amp;#039;&amp;#039; [[Landesbehörde]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länder mit zweistufigem Verwaltungsaufbau sind Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen (seit 1. Januar 2005), Rheinland-Pfalz (seit 1. Januar 2000), das Saarland, Sachsen-Anhalt (seit 1. Januar 2004), Schleswig-Holstein und Thüringen. Zudem existieren die Landesverwaltungsämter [[Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt|Sachsen-Anhalt]], [[Landesverwaltungsamt Berlin|Berlin]] und [[Thüringer Landesverwaltungsamt|Thüringen]] mit jeweils landesweiter [[Zuständigkeit (Recht)|Zuständigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreistufig ist die Verwaltungsstruktur in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Diese Länder haben [[Regierungsbezirk]]e als Mittelbehörden eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich der [[Verwaltungsverfahren]] ist zu bemerken, dass der Aufbau des allgemeinen Verwaltungsverfahrens des Landes Schleswig-Holstein im Landesverwaltungsgesetz (LVwG) stark von den [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]en (VwVfG) des Bundes und der übrigen Länder abweicht. Dies ist historisch bedingt: das LVwG wurde 1967 erlassen, das VwVfG des Bundes erst 1976. Die VwVfG der übrigen Länder haben das VwVfG des Bundes entweder übernommen – Baden-Württemberg (LVwVfG), Bayern (BayVwVfG), Brandenburg (VwVfGBbg), Bremen (BremVwVfG), Hamburg (HmbVwVfG), Hessen (HVwVfG), Mecklenburg-Vorpommern (VwVfG M-V), Nordrhein-Westfalen (VwVfG NRW), Saarland (SVwVfG), Sachsen-Anhalt (VwVfG LSA) und Thüringen (ThürVwVfG) – oder verweisen darauf (Berlin, Niedersachsen (NVwVfG), Rheinland-Pfalz (LVwVfG), Sachsen (SächsVwVfG)). Abweichungen ergeben sich hier lediglich im jeweiligen Anwendungsbereich, den Schlussvorschriften, eventuellen Ausnahmen oder im Wortlaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Gesamtgemeinde}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesetzessammlungen ===&lt;br /&gt;
Für jedes Landesrecht gibt es eine Gesetzessammlung. Angegeben ist dasjenige Standardwerk, das jeweils im Ersten juristischen [[Staatsexamen]] (allein) als Hilfsmittel zugelassen ist:&lt;br /&gt;
; Baden-Württemberg: Dürig: &amp;#039;&amp;#039;Gesetze des Landes Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, Loseblattsammlung&lt;br /&gt;
; Bayern:Ziegler/Tremel: &amp;#039;&amp;#039;Gesetze des Freistaates Bayern&amp;#039;&amp;#039;, Loseblattsammlung.&lt;br /&gt;
; Berlin: Nikolaus Trojahn: &amp;#039;&amp;#039;Die Gesetze über die Berliner Verwaltung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
; Brandenburg:von Brünneck/Härtel/Dombert: &amp;#039;&amp;#039;Landesrecht Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
; Bremen: Schefold/Ernst/Stauch: &amp;#039;&amp;#039;Landesrecht Bremen&amp;#039;&amp;#039;, Textsammlung&lt;br /&gt;
; Hamburg: Ulrich Ramsauer: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgische Gesetze&amp;#039;&amp;#039;, Loseblattsammlung&amp;lt;ref&amp;gt;Im Staatsexamen sind hier nur zwei gebundene Kurzausgaben zugelassen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Hessen: Fuhr/Pfeil: &amp;#039;&amp;#039;Hessische Verfassungs- und Verwaltungsgesetze&amp;#039;&amp;#039;, Loseblattsammlung&lt;br /&gt;
; Nordrhein-Westfalen: von Hippel/Rehborn: &amp;#039;&amp;#039;Gesetze des Landes Nordrhein-Westfalen&amp;#039;&amp;#039;, Loseblattsammlung&lt;br /&gt;
; Schleswig-Holstein: Bernd Hoefer: &amp;#039;&amp;#039;Gesetze des Landes Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;, 6. Auflage, 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [http://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal/t/247d/page/bsbawueprod.psml/media-type/html?action=portlets.jw.ControlElementsAction&amp;amp;selectedcontrolelement=Alles Landesrecht Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* [http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml Landesrecht Bayern]&lt;br /&gt;
* [http://gesetze.berlin.de/default.aspx  Landesrecht Berlin]&lt;br /&gt;
* [https://www.landesrecht.brandenburg.de/ Landesrecht Brandenburg]&lt;br /&gt;
* [http://transparenz.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen2014_tp.c.63945.de Landesrecht Bremen]&lt;br /&gt;
* [https://www.landesrecht-hamburg.de/ Landesrecht Hamburg]&lt;br /&gt;
* [http://www.rv.hessenrecht.hessen.de/ Landesrecht Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://www.service.m-v.de/cms/DLP_prod/DLP/Laris/index.jsp Landesrecht Mecklenburg-Vorpommern]&lt;br /&gt;
* [https://voris.wolterskluwer-online.de/ Landesrecht Niedersachsen]&lt;br /&gt;
* [https://recht.nrw.de/ Landesrecht Nordrhein-Westfalen]&lt;br /&gt;
* [https://www.justiz.rlp.de/ Landesrecht Rheinland-Pfalz]&lt;br /&gt;
* [http://www.saarland.de/landesrecht.htm Landesrecht Saarland]&lt;br /&gt;
* [http://www.revosax.sachsen.de/ Landesrecht Sachsen]&lt;br /&gt;
* [http://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/jportal/portal/page/bssahprod.psml Landesrecht Sachsen-Anhalt]&lt;br /&gt;
* [http://sh.juris.de/buergerservice.html Landesrecht Schleswig-Holstein]&lt;br /&gt;
* [http://landesrecht.thueringen.de/jportal/portal/page/bsthueprod.psml Landesrecht Thüringen]&lt;br /&gt;
* [http://justiz-und-recht.de/landesrecht/ Recherchemöglichkeiten zu den Landesrechten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] hat der [[Bundesebene (Österreich)|Bund]] die Gesetzgebungskompetenz für die meisten wichtigen Materien. Das [[Bundes-Verfassungsgesetz]] (B-VG) sieht jedoch mit Art. 15 Abs. 1 B-VG eine Generalklausel zugunsten der [[Land (Österreich)|Länder]] vor. Ihnen werden alle Materien zugewiesen, die nicht ausdrücklich durch die [[Bundesverfassung (Österreich)|Bundesverfassung]] dem Bund zugeordnet werden. Dies gilt sowohl für die Gesetzgebung als auch für die Vollziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Landesgesetze&amp;#039;&amp;#039; werden vom [[Landtag (Österreich)|Landtag]] beschlossen. Den Weg der Gesetzgebung bestimmt die [[Landesverfassung (Österreich)|Landesverfassung]] des jeweiligen [[Land (Österreich)|Landes]]. Für die Landesverfassungen sieht Art. 99 Abs. 1 B-VG die relative Verfassungsautonomie vor, das heißt, die Länder sind in ihrer Verfassungsgesetzgebung frei, solange die Landesverfassungsgesetze nicht gegen geltendes Bundesverfassungsrecht verstoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsorganisation ===&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird die Regelung des Verwaltungsverfahrens als [[Addendum (Schriftwesen)|Annexmaterie]] betrachtet, das heißt, der zur Gesetzgebung für die Grundmaterie befugte Gesetzgeber ist auch kompetent zur Erlassung der entsprechenden Verfahrensvorschriften. Der Bund hat jedoch von seiner Bedarfskompetenz in Art. 11 Abs. 2 B-VG Gebrauch gemacht, um das Verwaltungsverfahren einheitlich zu regeln. Auf dieser Grundlage stehen das EGVG, AVG, VStG und VVG. Die Länder dürfen von diesen Grundsätzen abweichen, wenn und insoweit dies zur Regelung der Materie notwendig ist. Der VfGH sieht das Kriterium der Notwendigkeit eng und legt es als „unerlässlich“ aus.&amp;lt;ref&amp;gt;VfSlg. 15.351/1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusätzlich zu den einfachgesetzlichen Regelungen gibt es auch einige Vorschriften im B-VG selbst, die als übergeordnetes Recht vorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Instanzenzug erstreckt sich grundsätzlich –&amp;amp;nbsp;das heißt, wenn der Materiengesetzgeber nichts anderes bestimmt&amp;amp;nbsp;– von der Bezirksverwaltungsbehörde ([[Bezirkshauptmannschaft|Bezirkshauptmann]] oder [[Bürgermeister]] in [[Statutarstadt (Österreich)|Statutarstädten]]) als erste Instanz zur [[Verwaltungsgericht (Österreich)|Landesregierung]] als zweite Instanz. Weitere Instanz ist der Verwaltungsgerichtshof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4034271-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliches Recht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliches Recht (Österreich)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Föderalismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landespolitik (Deutschland)|!Landesrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landespolitik (Österreich)|!Landesrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesetzgebungslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
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