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	<title>Landesburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T23:48:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Landesburg&amp;diff=2298103&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sir Gawain: Änderung 234394938 von Equord rückgängig gemacht; Mehr Beispiele braucht es nicht, ich hatte mir schon etwas bei der Auswahl gedacht</title>
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		<updated>2023-06-08T11:25:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/234394938&quot; title=&quot;Spezial:Diff/234394938&quot;&gt;234394938&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Equord&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Equord&quot;&gt;Equord&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Mehr Beispiele braucht es nicht, ich hatte mir schon etwas bei der Auswahl gedacht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg linn.jpg|mini|Die kurkölnische Landesburg Linn war gegen [[Herzogtum Kleve|Kleve]], [[Grafschaft Moers|Moers]] und [[Herzogtum Berg|Berg]] gerichtet.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgBrueggenFront.jpg|mini|Die Landesburg Brüggen sicherte das [[Herzogtum Jülich|Jülicher]] Territorium nach Norden.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Düsseldorf Angermund Burg 1.jpg|mini|Nördlichste Bastion der Grafen von Berg: die Landesburg Angermund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landesburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;landesherrliche Burg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden solche [[Burg]]anlagen bezeichnet, die ein [[Landesherr]], wie zum Beispiel ein [[Bischof]], [[Herzog]] oder [[Fürst]], zur Sicherung und Ausweitung seiner [[Landeshoheit|Hoheitsrechte]] nutzte. Sie waren damit die zentralen und wichtigsten Burgen der großen Landesherrschaften. Meist waren Landesburgen Eigentum des Landesherrn, doch bisweilen werden auch solche Burgen damit bezeichnet, die ihm als [[Öffnungsrecht|Offenhaus]] zur Verfügung standen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;frankewitz&amp;quot; /&amp;gt; Auch die Großburgen des 8. bis 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im meist städtelosen Gebiet östlich des Rheins werden manchmal als Landesburgen bezeichnet, weil sie wichtige Funktionen bei der Erschließung des Landes erfüllten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;boehme11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung von Landesburgen begann im [[Spätmittelalter|späten Mittelalter]] und wurde durch den damaligen Verfall der [[Römisch-deutscher König|königlichen]] Zentralmacht sowie die damit einhergehende Verlagerung von Gewalten „aus früheren Großräumen in regionale Räume“&amp;lt;ref name=&amp;quot;ott126&amp;quot; /&amp;gt; begünstigt. Zu Beginn der Entwicklung nutzten regionale Herrscher [[Allod]]ialburgen als ein Mittel zur Bildung und Wahrung von zusammenhängenden Territorien. In diesem Zusammenhang kamen solchen Wehranlagen die Funktion einer &amp;#039;&amp;#039;Territorialburg&amp;#039;&amp;#039; zu. Ein Beispiel dafür ist die [[Kurkölnische Landesburg Zülpich|Burg Zülpich]], die von den [[Kurköln|Kölner Erzbischöfen]] zur Sicherung ihrer Besitzungen gegen Übergriffe der [[Herzogtum Jülich|Grafen von Jülich]] errichtet wurde. Oft entstanden Landesburgen auch als [[Trutzburg|Gegenburg]] zu entsprechenden Anlagen von benachbarten und rivalisierenden Territorialherren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;janssen75&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesburgen waren somit ein Stützpunkt dynastischer Gebietspolitik und ein Zentrum politisch-militärischer Herrschaftsausübung. Letzteres wurde dadurch sichergestellt, dass landesherrliche Burgen meist eine ständige Besatzung von [[Burgmann]]en vorweisen konnten und damit als [[Garnison]] dienten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krahe15&amp;quot; /&amp;gt; Neben der Bedeutung als Instrument von Territorialpolitik kam den Landesburgen auch eine zentrale Rolle als Ort von Verwaltungsgeschäften und der Rechtspflege zu, indem dort eine [[Kanzlei]] und eine [[Kämmerer|Kämmerei]] beheimatet waren. Wenn der Landesherr einen Vertreter wie einen [[Burggraf]]en oder [[Amtmann]] mit der Wahrnehmung der regionalen Landesherrschaft beauftragt hatte, nutzte dieser die Landesburg als Wohn- und Herrschaftssitz. In solchen Fällen spricht man von einer &amp;#039;&amp;#039;Amtsburg&amp;#039;&amp;#039;, die den administrativen Mittelpunkt der im Spätmittelalter entstandenen Amtsbezirke darstellte. Lag die landesherrliche Macht hingegen in den Händen eines [[Vogt]]es, der auf einer Landesburg ansässig war, ist für die Burg die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Vogteiburg&amp;#039;&amp;#039; geläufig. Nutzte wiederum der Landesherr die Burg selbst als – wenngleich auch nur zeitweiligen – Aufenthaltsort, wird eine solche Anlage auch &amp;#039;&amp;#039;Residenzburg&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie besaß dann entsprechende Baulichkeiten wie zum Beispiel einen [[Saalbau (Burg)|Saalgeschossbau]] oder einen [[Palas]], um den Herrscher und sein [[Hofstaat|Gefolge]] für eine begrenzte Zeit adäquat beherbergen zu können. Anschauliche Beispiele für solche Residenzburgen sind die kurkölnische [[Landesburg Lechenich|Burg Lechenich]], die Jülicher [[Burg Brüggen]] sowie die Burgen [[Burg Angermund|Angermund]] im gleichnamigen [[Düsseldorf]]er Stadtteil und [[Burg Windeck (Sieg)|Windeck]], die den [[Herzogtum Berg|Grafen von Berg]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Landesburgen nahmen weitere Funktionen wahr: Sie dienten auch als [[Münzprägeanstalt|Münzstätte]], [[Zollburg]], Vorratslager oder [[Hafenburg|Hafenplatz]] und besaßen deshalb große finanzielle und wirtschaftliche Bedeutung, nicht nur für die sie umgebenden [[Minderstadt|Burgflecken]], Siedlungen und Städte, sondern für das gesamte Landesterritorium. Nachdem sich die großen Landesherrschaften herausgebildet hatten, dienten viele Landesburgen vor allem der Sicherung ihrer Grenzen. Die Kölner Erzbischöfe umgaben beispielsweise ihr gesamtes Gebiet mit starken Grenzfesten. So war die [[Burg Linn]] im heutigen [[Krefeld]] gegen Begehrlichkeiten der [[Herzogtum Kleve|Klever Herzöge]], der [[Grafschaft Moers|Grafen von Moers]] und der [[Herzogtum Berg|Grafen von Berg]] gerichtet. Die [[Burg Kempen|Kempener Burg]] sicherte das kurkölnische Gebiet gen Nordwesten, während Lechenich und Zülpich gegen die stärksten Rivalen Kurkölns, die Jülicher Grafen, gerichtet war. Die [[Stadtburg Andernach|Burg Andernach]] nahm hingegen Abwehr- und Sicherungsaufgaben gegenüber [[Kurtrier]] wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesburgen entstanden Im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;lt;ref name=&amp;quot;janssen75&amp;quot; /&amp;gt; häufig auf den Fundamenten zerstörter oder verfallener Vorgängerbauten. Diese Nachfolger waren meist jedoch wesentlich größer als die ursprüngliche Anlage. Sie wurden laufend ausgebaut und modernisiert, um gegen die jeweilige Waffentechnik gewappnet zu sein und den Bedürfnissen der Zeit zu genügen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;janssen75&amp;quot; /&amp;gt; Oft wurden Landesburgen in die [[Befestigung]] einer Stadt integriert, nutzten damit schon vorhandene Wehrhaftigkeit und verstärkten diese zugleich. Gut erkennbar war dies unter anderem bei den Burganlagen von Andernach, Kempen und Rheinbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Horst Wolfgang Böhme]]: &amp;#039;&amp;#039;Territorialburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Horst Wolfgang Böhme, Reinhard Friedrich, [[Barbara Schock-Werner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen&amp;#039;&amp;#039;. Philipp Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1, S.&amp;amp;nbsp;241, [[doi:10.11588/arthistoricum.535]].&lt;br /&gt;
* [[Stefan Frankewitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geldrische Landesburgen vom 13. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: Johannes Stinner, Karl-Heinz Tekath (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gelre – Geldern – Gelderland. Geschichte und Kultur des Herzogtums Geldern &amp;#039;&amp;#039;. Verlag des Historischen Vereins für Geldern und Umgebung, Geldern 2001, ISBN 3-921760-35-6, S.&amp;amp;nbsp;185–204.&lt;br /&gt;
* Jens Friedhoff, [[Horst Wolfgang Böhme]]: &amp;#039;&amp;#039;Landesburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Horst Wolfgang Böhme, Reinhard Friedrich, [[Barbara Schock-Werner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen&amp;#039;&amp;#039;. Philipp Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-010547-1, S.&amp;amp;nbsp;175, [[doi:10.11588/arthistoricum.535]].&lt;br /&gt;
* [[Richard Klapheck]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Baukunst am Niederrhein&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. Düsseldorf 1915/1916, S.&amp;amp;nbsp;46–66 ([http://www.archive.org/stream/diebaukunstamnie01klapuoft#page/46/mode/1up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Hanns Ott: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Wasserburgen. Geschichte – Formen – Funktionen&amp;#039;&amp;#039;. Weidlich, Würzburg 1984, ISBN 3-8035-1239-5, S.&amp;amp;nbsp;133–171.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;frankewitz&amp;quot;&amp;gt;S. Frankewitz: &amp;#039;&amp;#039;Geldrische Landesburgen vom 13. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;!--genaue Seitenangabe fehlt--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;boehme11&amp;quot;&amp;gt;H. W. Böhme et al.: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S.&amp;amp;nbsp;11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ott126&amp;quot;&amp;gt;H. Ott: &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Wasserburgen&amp;#039;&amp;#039;, 1984, S.&amp;amp;nbsp;126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;janssen75&amp;quot;&amp;gt;Brigitte und Walter Janssen: &amp;#039;&amp;#039;Burgen, Schlösser und Hofesfesten im Kreis Neuss&amp;#039;&amp;#039;. Kreisverwaltung Neuss, Neuss 1980, ISBN 3-9800327-0-1, S.&amp;amp;nbsp;75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;krahe15&amp;quot;&amp;gt;Friedrich-Wilhelm Krahe: &amp;#039;&amp;#039;Burgen des deutschen Mittelalters. Grundrisslexikon&amp;#039;&amp;#039;. Flechsig, Würzburg 2000, ISBN 3-88189-360-1, S.&amp;amp;nbsp;15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sir Gawain</name></author>
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