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	<title>Lamine Senghor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lamine_Senghor&amp;diff=2584847&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Qwertz1894: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-04-18T20:33:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lamine Senghor.jpg|mini|Lamine Senghor, 1927]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lamine Ibrahima Arfan Senghor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 15. September [[1889]] in [[Joal-Fadiouth|Joal]], [[Senegal]]; † 25. November [[1927]] in [[Fréjus]], Frankreich)&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibNatFrance|ID=16650806 |Autor= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein französischer Politiker und Aktivist und eine bedeutende Persönlichkeit der ersten schwarzen Bewegung in Frankreich. Er war unter anderem Gründer der zeitgenössisch größten Organisation schwarzer Menschen in Frankreich, der &amp;#039;&amp;#039;Ligue de défense de la race nègre&amp;#039;&amp;#039; und trug zur Popularisierung dezidiert antikolonialer Positionen in Frankreich bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Senghor wurde 1899 in Joal als Kind von muslimischen [[Serer]]-Bauern geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Bis ins Erwachsenenalter lebte er in der Region Sine als Bauer, 1912 zog er dann nach [[Dakar]], wo er als Laufbursche für das französische Handelshaus [[Maurel et Prom]] arbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Murphy |Hrsg=David Murphy |Titel=Introduction |Sammelwerk=Lamine Senghor - La violation d&amp;#039;un pays: et autres écrits anticolonialistes |Reihe=Autrement mêmes |Verlag=l&amp;#039;Harmattan |Ort=Paris |Datum=2012 |ISBN=978-2-336-00228-6 |Seiten=vii-lxx |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soldat für Frankreich ===&lt;br /&gt;
Von dort wurde Senghor (das genaue Datum ist nicht bekannt) zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Tirailleurs sénégalais]]&amp;#039;&amp;#039; eingezogen und im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] an die Front geschickt, wo er bis 1918 kämpfte. Unter anderem nahm er teil an der [[Schlacht an der Somme]] und der [[Nivelle Offensive|Nivelle-Offensive]], bei der er verwundet wurde. Im September 1917 war er bei der [[Schlacht um Verdun]], bei der seine Kompanie mit Senfgas dezimiert wurde, auch Senghor erlitt schwere Lungenverletzungen und litt als Folge bis zu seinem Tod 1927 an [[Tuberkulose]]. Er erhielt für seinen Einsatz das &amp;#039;&amp;#039;[[Croix de guerre|Croix de Guerre]]&amp;#039;&amp;#039; und wurde zum [[Sergeant]] befördert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Senghor gemeinsam mit anderen afrikanischen Soldaten in [[Fréjus]] zusammengezogen, wo er wohl seine spätere Frau Eugenie Comont kennenlernte. Wahrscheinlich noch 1919, nach seiner [[Demobilisierung]], kehrte er in den Senegal zurück, wo er die französische Staatsbürgerschaft sowie im Anschluss eine 30%ige Invalidenrente als Kriegsversehrter beantragte und erhielt. Im August 1921 kehrte er nach Frankreich zurück, heiratete, zog nach Paris und wurde Briefträger. Er wurde Vater von zwei Kindern, einem Jungen und einem Mädchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisierung ===&lt;br /&gt;
Ab 1924 betrieb die Familie die Ausreise in den Senegal, in diesem Kontext wurde Senghor vermutlich durch das Kolonialamt gezwungen, als Spitzel in die [[Union Intercoloniale]] einzutreten, eine 1921 gegründete antikolonialistische Unterorganisation der [[Parti communiste français|französischen kommunistischen Partei]] (PCF). Ab Mitte 1924 besuchte er deren Treffen, in den folgenden Monaten schloss er sich dieser dann jedoch zunehmend an und wandelte sich zum bekennenden Antikolonialisten und Kommunisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. November 1924 wurde dies manifest, als er als Zeuge der Verteidigung im Prozess gegen [[René Maran]] aussagte. Maran hatte im Oktober in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Les Continents&amp;#039;&amp;#039;, dem Organ der &amp;#039;&amp;#039;[[Ligue universelle de défense de la race noire]]&amp;#039;&amp;#039;, dem ersten afrikanischen Abgeordneten Frankreichs, [[Blaise Diagne]], vorgeworfen, er habe angelegentlich der von ihm betriebenen umfänglichen Werbung von Soldaten in den Kolonien eine Kopfprämie erhalten und so seine Landsleute verkauft. Diagne klagte gegen Maran wegen Verleumdung und gewann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Murphy |Titel=Defending the ‘Negro race’: Lamine Senghor and black internationalism in interwar France |Sammelwerk=French Cultural Studies |Band=24 |Nummer=2 |Datum=2013-05 |ISSN=0957-1558 |Seiten=161–173 |DOI=10.1177/0957155813477807}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diagnes vorher makellose Reputation war jedoch – nicht zuletzt durch Senghors Zeugenaussage – schwer beschädigt; in den Augen des schwarzen Frankreich galt er nun als Verräter der schwarzen Sache und als „weißer Neger“. Dieses Ereignis machte zugleich den zuvor noch kaum bekannten Senghor und seine deutlich antikolonialen Positionen in der schwarzen Community populärer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Über den Prozess schrieb Senghor später: „In unserer Aussage hielten wir es für unsere Pflicht, die Rekruten der Tötung (und das sind wir) dem Rekrutierer gegenüberzustellen. [...] Anstatt sich damit aufzuhalten, zu beweisen, wie viel Geld der große Sklavenhändler pro Kopf der von ihm angeworbenen Senegalesen erhält, hätte man eine ganze Prozession von Blinden und Verstümmelten vorführen müssen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lamine Senghor |Hrsg=David Murphy |Titel=Un proces negre |Sammelwerk=La violation d&amp;#039;un pays: et autres écrits anticolonialistes |Reihe=Autrement mêmes |Verlag=l&amp;#039;Harmattan |Ort=Paris |Datum=2012 |ISBN=978-2-336-00228-6 |Seiten=33-34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründerfigur ===&lt;br /&gt;
Im Lauf des Jahres 1925 durchlief Senghor antikolonialistische Schulungen der PCF und formulierte die Idee einer „transkolonialen Front“ gegen das koloniale System.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Mai 1925 kandidierte er für die PCF im XIII. Pariser Bezirk, wurde aber nicht in den Bezirksrat gewählt. Im Jahr 1925 wollte er in die Kolonie nach [[Französisch-Westafrika]] (AOF) fahren, verzichtete aber auf die Reise und gründete im März 1926 gemeinsam mit Joseph Gothon-Lunion das &amp;#039;&amp;#039;Comité de Défense de la Race Nègre&amp;#039;&amp;#039; (CDRN). Am 27. Februar 1927 kam es bei der Generalversammlung zur Spaltung der CDRN. Deshalb gründete er im Mai 1927 die &amp;#039;&amp;#039;[[Ligue de défense de la race nègre]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese hatte ein neues Parteiorgan, &amp;#039;&amp;#039;La Race Nègre&amp;#039;&amp;#039;. Dieses avancierte zu einer vielgelesenen Zeitung in Frankreich und den afrikanischen Kolonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1927 nahm Senghor am Kongress der [[Liga gegen Imperialismus|Liga gegen Imperialismus und für die nationale Unabhängigkeit]] in [[Brüssel]] teil, der von [[Willi Münzenberg]], dem Verantwortlichen der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]], organisiert worden war. Senghor hielt dort eine laut Protokoll &amp;quot;vom Kongreß mit Begeisterung aufgenommene&amp;quot; Rede, die er mit den Worten eröffnete: „Sie werden vielleicht wissen, daß unsere Rasse die unterdrückteste der Welt ist. Diese Rasse ist es, die durch alle Imperialisten dieser Erde unterdrückt ist und deren Leben und Tod in den Händen ihrer Feinde liegt. Wir wollen deshalb einen Kampf führen für die Gleichheit mit anderen Rassen, die sich besser als uns betrachten.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lamine Senghor |Titel=Rede |Hrsg=Liga gegen Imperialismus und für nationale Unabhängigkeit |Sammelwerk=Das Flammenzeichen vom Palais Egmont. Offizielles Protokoll des Kongresses gegen koloniale Unterdrückung und Imperialismus, Brüssel, 10.-15. Februar 1927 |Verlag=Neuer Deutscher Verlag Willi Münzenberg |Ort=Berlin |Datum=1927 |Seiten=113 |Online=https://archive.org/details/dasflammenzeiche00kong/page/112/mode/2up}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lamine Senghor schrieb daraufhin die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;La violation d&amp;#039;un pays&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Die Vergewaltigung eines Landes&amp;#039;&amp;#039;), die er selbst illustrierte und die mit einer &amp;quot;brüderlichen Allianz der freien Länder&amp;quot; zwischen Einheimischen und armen Weißen endete. Senghors Biograf Sarr ordnet das Werk ein: &amp;quot;Diese kurze, bildhafte Erzählung gilt heute noch als der erste von einem Senegalesen geschriebene politische Text mit einer kohärenten Theorie der nationalen Befreiung.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Amadou Lamine Sarr: &amp;#039;&amp;#039;Lamine Senghor (1889–1927). Das Andere des senegalesischen Nationalismus.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2011, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Gesundheit verschlechterte sich weiter bis zu seinem Tod am 25. November 1927 im Alter von 38 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Lamine Senghor: &amp;#039;&amp;#039;La Violation d´un Pays&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Amadou Lamine Sarr&lt;br /&gt;
   |Titel=Lamine Senghor (1889–1927). Das Andere des senegalesischen Nationalismus.&lt;br /&gt;
|Verlag=Böhlau&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=2011&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-205-78563-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=154894710|LCCN=no2012006258|VIAF=190440783}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Senghor, Lamine}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (französische Kolonialgeschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Kolonialgeschichte (Afrika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senegalese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Senghor, Lamine&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Senghor, Lamine Ibrahima Arfan&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=senegalesischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. September 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Joal-Fadiouth|Joal]], Senegal&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fréjus]], Frankreich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qwertz1894</name></author>
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