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	<title>Laminaria - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laminaria&amp;diff=2592569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: Komma vor DOI</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Laminaria&amp;diff=2592569&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-31T22:31:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma vor DOI&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = &lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Laminaria&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Jean Vincent Félix Lamouroux|J.V.Lamouroux]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Laminariaceae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Laminariales&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Braunalgen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Phaeophyceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Stramenopile&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Stramenopiles&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_LinkName  = Sar (Eukaryoten)&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Sar&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Laminaria digitata hyperborea Helgoland.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Palmentang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039;), angeschwemmt bei [[Helgoland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Laminaria digitata.jpg|mini|Laubwechsel beim [[Fingertang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria digitata&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laminaria hyperborea - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-214.jpg|mini|Palmentang (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039;), Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;Köhlers Medizinal-Pflanzen&amp;#039;&amp;#039; (1887)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Braunalgen]]-Gattung aus der Ordnung der [[Laminariales]]. Ihre Arten bilden ausgedehnte [[Tangwald|Tangwälder]] an den Küsten von Nord- und Südatlantik sowie Nordpazifik. Sie werden zur Gewinnung von [[Alginat]] wirtschaftlich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 kürte die Sektion Phykologie der [[Deutsche Botanische Gesellschaft|Deutschen Botanischen Gesellschaft]] die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; zur ersten [[Alge des Jahres]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Phykologie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;-[[Sporophyt]]en sind über einen Meter große, mehrjährige [[Seetang]]e, die ein Alter von zwei bis 18 Jahren erreichen können. Sie gliedern sich in ein Haftorgan ([[Rhizoid]]), einen Stiel ([[Cauloid]]) und eine blattartige Fläche ([[Phylloid]]). Das Haftorgan ist gewöhnlich verzweigt, seltener scheibenförmig (bei &amp;#039;&amp;#039;Laminaria solidungula&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Laminaria yezoensis&amp;#039;&amp;#039;) oder [[rhizom]]artig (bei &amp;#039;&amp;#039;Laminaria sinclairii&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Laminaria rodriguezii&amp;#039;&amp;#039;). Der im Querschnitt runde oder abgeflachte Stiel kann innen mit Mark gefüllt oder hohl sein. Bei einigen Arten sind im Stiel [[Jahresring]]e zu erkennen.&lt;br /&gt;
Das Phylloid ist entweder ganzrandig und ungelappt (Sektion Simplices), oder es besitzt einen deutlichen zentralen Strang (Sektion Fasciatae), oder es ist unvollständig in fingerartige Segmente zerteilt (Sektion Digitatae). Die Blattfläche ist meist glatt, manchmal mit beulig-blasiger oder kräuseliger Oberfläche, und weist weder eine Mittelrippe noch Längsrippen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laubwechsel ===&lt;br /&gt;
Die Blattfläche wird in jedem Jahr von der Basis her erneuert. Bereits im Winter werden dazu die im alten Laub gespeicherten Reservestoffe in die Wachstumszone am Übergang zum Stiel verlagert. Mit zunehmendem Licht wächst dort im Frühling ein neues Phylloid heran, dem das vorjährige Blatt anfangs noch aufsitzt. Bei einigen Arten wird das alte Blatt als ganzes abgestoßen, bei anderen degeneriert es allmählich an den Enden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kornmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewebetypen ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;-Sporophyten besitzen verschiedene differenzierte [[Gewebe (Biologie)|Gewebe]]: ein zentrales Mark (fehlend im Haftorgan), eine [[parenchym]]atische Rinde und das äußere [[Meristoderm]], das sowohl [[Photosynthese|photosynthetisch]] aktiv ist als auch die Funktion eines Bildungsgewebes ([[Meristem]]) hat. Im Mark verlaufen echte [[Phloem|Leitungsbahnen]] (Siebröhren), in denen die Photosyntheseprodukte transportiert werden. In der Rinde von Stiel und Phylloid kommen vernetzte [[Schleimstoffe|Schleimkanäle]] vor, die bei einigen Arten in [[Ausscheidungsgewebe|Sekretionszellen]] an der Oberfläche münden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl beträgt n=22 bis n=31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungszyklus ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; zeigt einen [[Generationswechsel]] mit zwei sehr verschiedenen Generationen ([[Heteromorphie|heteromorph]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Peter H. Raven]], Ray F. Evert und Susan E. Eichhorn |Titel=Biologie der Pflanzen |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2006 |Auflage=4 |ISBN=9783110185317 |Seiten=359 |Kommentar=Abbildung des Lebenszyklus von &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sichtbare Tang ist der [[diploid]]e [[Sporophyt]]. Im Herbst und Winter werden auf beiden Seiten des Phylloids in unregelmäßigen dunkleren Flecken ([[Sorus|Sori]]) die schlauchförmigen [[Sporangium|Sporangien]] gebildet, in denen durch [[Meiose]] 32 [[Haploidie|haploide]] [[Zoospore]]n entstehen. Diese besitzen einen einzigen [[Plastid]]en und weisen weder einen Augenfleck noch eine Schwellung an der [[Flagellum#Die Geißeln der Eukaryoten|Geißel]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zoosporen setzen sich fest und wachsen zu mikroskopisch kleinen, fädigen, haploiden [[Gametophyt]]en heran, die aus wenigen Zellen oder verzweigten Zellfäden bestehen. Die Bildung der Gameten wird durch blaues Licht ausgelöst. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen oder auch Nährstoff- oder Eisenmangel verhindern dagegen die Gametenbildung. Die männlichen Gametophyten bilden an den Zweigenden Büschel von farblosen, einzelligen [[Antheridium|Antheridien]], die jeweils ein einziges zweigeißeliges [[Spermatozoid]] freisetzen. Bei den weiblichen Gametophyten kann sich jede Zelle zu einem einzelligen [[Oogonium]] entwickeln und eine einzige Eizelle (mit rudimentären Geißelresten) bilden. Die Eizelle haftet zunächst am Oogonium und wird meist in den ersten 30 Minuten nach dem Dunkelwerden freigesetzt. Die Eizellen scheiden gleichzeitig das [[Pheromon]] [[Lamoxiren]] aus, welches die Spermatozoiden aus den Antheridien zu den Eizellen lockt. Nach der Befruchtung setzt die [[Zygote]] sich fest und keimt zu einem jungen Sporophyten aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungpflanzen werden mit zwei oder drei Jahren erstmals [[fertil]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kornmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lebenszyklus von &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; ist stark von den Jahreszeiten beeinflusst. Die Zeit mit dem stärksten Wachstum ist der Frühling. Die Sori entstehen bei den meisten Arten dagegen im Herbst und Winter, ausgelöst durch die kürzere Tageslänge und sinkende Temperaturen. Nur wenige Arten ([[Fingertang]] = &amp;#039;&amp;#039;Laminaria digitata&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;L. ochroleuca&amp;#039;&amp;#039; und die kurzlebigen &amp;#039;&amp;#039;L. rodriguezii&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;L. ephemera&amp;#039;&amp;#039;) sind im Sommer fertil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kelp forest, Ardtoe - geograph.org.uk - 501243.jpg|mini|Tangwald aus [[Fingertang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria digitata&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;-Arten besitzen eine wichtige Funktion im Ökosystem der [[Tangwald|Tangwälder]], denn sie bieten zahlreichen Arten von [[Algen]], [[Tiere]]n und [[Mikroorganismen]] ein Habitat. Manche der Mikroorganismen lösen Algenkrankheiten aus und schädigen die Laminarien, andere schützen die Oberfläche gegen Fäulnis oder Gifte oder wirken wachstumsfördernd. Einige mikroskopisch kleine Algen leben als [[Endophyt]]en innerhalb der Laminarien-Sporophyten, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Laminariocolax]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Laminarionema]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Miriam S. Bernard, Martina Strittmatter, Pedro Murúa, Svenja Heesch, Ga Youn Cho |Titel=Diversity, biogeography and host specificity of kelp endophytes with a focus on the genera Laminarionema and Laminariocolax (Ectocarpales, Phaeophyceae) |Sammelwerk=European Journal of Phycology |Band=54 |Nummer=1 |Datum=2019-01-02 |ISSN=0967-0262 |Seiten=39–51 |DOI=10.1080/09670262.2018.1502816}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf den Stielen wachsen häufig zahlreiche [[epiphyt]]ische Algen, vor allem [[Rotalgen]]. Außerdem leben viele epiphytische Tiere auf den Laminarien; einen besonderen Artenreichtum zeigt das Haftorgan. Auf den Stielen wurden dagegen sehr hohe Individuenzahlen gefunden, teilweise können mehr als 7000 Individuen auf einem einzigen &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;-Stiel vorkommen. Das Phylloid wird hauptsächlich von dem [[Moostierchen]] &amp;#039;&amp;#039;Membranipora membranacea&amp;#039;&amp;#039; überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mikroskopisch kleinen &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;-Gametophyten wurden auch als Endophyten in Rotalgen gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. J. Garbary, K. Y. Kim, T. Klinger, D. Duggins |Titel=Red algae as hosts for endophytic kelp gametophytes |Sammelwerk=Marine Biology |Band=135 |Nummer=1 |Datum=1999-10-01 |ISSN=1432-1793 |Seiten=35–40 |DOI=10.1007/s002270050598}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Arten, die an Laminarien fressen, haben die [[Seeigel]] den stärksten Einfluss. Insbesondere Seeigel der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Strongylocentrotus]]&amp;#039;&amp;#039;, die sich nach Überfischung massenhaft vermehrt haben, können ganze Tangwälder abfressen und völlig zerstören, sodass nur der nackte Grund übrigbleibt. Auch Fische, Schnecken und Weichtiere ernähren sich von Laminarien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; ist hauptsächlich im kühl-gemäßigten Wasser im [[Nordpazifik]], [[Nordatlantik]] (auch in [[Nordsee]], [[Ostsee]] und [[Mittelmeer]]) und [[Südatlantik]] verbreitet. Sie fehlt im westlichen Südamerika, in Australien und der Antarktis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braune&amp;quot; /&amp;gt; Nach molekulargenetischen Untersuchungen wird vermutet, dass sich die Arten im Atlantik und Pazifik vor 15 bis 19 Millionen Jahren voneinander getrennt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; wächst auf felsigem Untergrund im [[Sublitoral]] und bildet dort ausgedehnte [[Tangwald|Tangwälder]]. Die Arten können von der Niedrigwasserlinie bis zu einer Meerestiefe vordringen, in der noch mindestens 1 % des Lichtes verfügbar ist. Daher ist ihre maximale Tiefe von der Durchsichtigkeit des Wassers abhängig. Im trüben Wasser der Nordsee ist der [[Palmentang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039;) auf eine Tiefe bis 8 Meter beschränkt. Die tiefsten Vorkommen bis 95 Meter im klaren Wasser erreichen &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria ochroleuca]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria rodriguezii]]&amp;#039;&amp;#039; im Mittelmeer sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria brasiliensis]]&amp;#039;&amp;#039; vor der Küste von Brasilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Laminariasetchellii2.jpg|mini|Bestand von &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria setchellii]]&amp;#039;&amp;#039; bei Niedrigwasser]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Laminaria solidungula IMG 3680 adventfjorden.JPG|mini|&amp;#039;&amp;#039;Laminaria solidungula&amp;#039;&amp;#039; auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]]]]&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; wurde 1813 durch [[Jean Vincent Félix Lamouroux]] aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jean Vincent Félix Lamouroux]] |Titel=Essai sur les genres de la famille des thalassiophytes non articulées |Sammelwerk=Annales du Muséum d&amp;#039;Histoire Naturelle |Ort=Paris |Band=20 |Seiten=40 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Typusart]] wurde &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria digitata]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Hudson) J.V.Lamouroux}} bestimmt ([[Typus (Nomenklatur)#Botanik|Lectotyp]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; gehört zur Familie [[Laminariaceae]] innerhalb der Ordnung der [[Laminariales]]. Guiry in Algaebase (2012) nennt 24 akzeptierte Arten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria abyssalis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|A.B.Joly}} &amp;amp; {{Person|E.C.Oliveira}}: im Südatlantik (Tiefenwasser vor Brasilien)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria agardhii]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Kjellman}}: im Nordwest-Atlantik (Kanada)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria appressirhiza]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|J.E.Petrov}} &amp;amp; {{Person|V.B.Vozzhinskaya}}: im Nordwest-Pazifik (Ochotskisches Meer)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria brasiliensis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|A.B.Joly}} &amp;amp; {{Person|E.C.Oliveira}}: im Südatlantik (Tiefenwasser vor Brasilien)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria bullata]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Kjellman}}: im Nordpazifik (Beringmeer)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria complanata]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|Setchell}} &amp;amp; {{Person|N.L.Gardner}}) {{Person|Muenscher}}: im Nordost-Pazifik (beschränkt auf Washington und British Columbia)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria cordata]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|E.Y.Dawson}}: im Nordpazifik (Kalifornien)&lt;br /&gt;
* [[Fingertang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria digitata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Hudson) J.V.Lamouroux}}): in Nordatlantik, Nordsee und Ostsee&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria ephemera]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Setchell}}: im Nordost-Pazifik&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria farlowii]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Setchell}}: im Nordost-Pazifik&lt;br /&gt;
* [[Palmentang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Gunnerus) Foslie}}): in Nordost-Atlantik, Nordsee und Ostsee&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria inclinatorhiza]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|J.E.Petrov}} &amp;amp; {{Person|V.B.Vozzhinskaya}}: im Nordwest-Pazifik (Ochotskisches Meer)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria longipes]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Bory de Saint-Vincent}}: im Nordost-Pazifik&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria nigripes]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|J.Agardh}}: im Nordatlantik (Arktis)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria ochroleuca]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Bachelot de la Pylaie}}: im Nordost-Atlantik und Mittelmeer&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria pallida]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Greville}}: im Südatlantik&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria platymeris]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Bachelot de la Pylaie}}: im Nordwest-Atlantik (Maine, Massachusetts, Neufundland)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria rodriguezii]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Bornet}}: im Mittelmeer&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria ruprechtii]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|Areschoug}}) {{Person|Setchell}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria setchellii]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|P.C.Silva}}: im Nordost-Pazifik&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria sinclairii]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Harvey ex J.D.Hooker &amp;amp; Harvey) Farlow, Anderson &amp;amp; Eaton}}: im Nordost-Pazifik&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria solidungula]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|J.Agardh}}: im Nordatlantik (Arktis)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria yezoensis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Miyabe}}: im Nordpazifik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche früher zu &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; gezählte Arten (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria angustata&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria cichorioides&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria coriacea&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria dentigera&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria diabolica&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria groenlandica&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria japonica&amp;#039;&amp;#039; = [[Japanischer Blatttang]], &amp;#039;&amp;#039;Laminaria longicruris&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria longipedalis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria longissima&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria ochotensis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria religiosa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria saccharina&amp;#039;&amp;#039; = [[Zuckertang]] und &amp;#039;&amp;#039;Laminaria yedoana&amp;#039;&amp;#039;) wurden nach molekulargenetischen Untersuchungen 2006 als eine eigene Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Saccharina]]&amp;#039;&amp;#039; abgetrennt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;-Arten akkumulieren [[Iod]] bis zum 30.000-fachen des Gehalts im Meerwasser. Damit sind sie von allen Lebewesen die stärksten Iod-Akkumulierer. Der Iod-Gehalt von [[Fingertang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria digitata&amp;#039;&amp;#039;) kann 0,25 bis 5 % der Trockenmasse betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Metalle [[Kupfer]], [[Mangan]] und [[Eisen]] werden angereichert und als [[Spurenelement]]e für die Aktivierung von [[Enzym]]en oder für den Elektronentransport bei der [[Photosynthese]] genutzt. Die höchsten Gehalte wurden im Haftorgan gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Zellwänden finden sich die Phyko[[kolloid]]e [[Alginat]] und [[Fucoidan]]. Als Speicher-[[Kohlenhydrate]] kommen [[Laminaran]] und [[Mannitol]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faroe stamp 286 seaweed - cuvie or forest kelp (Laminaria hyperborea).jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039; auf einer [[Färöer|färöischen]] Briefmarke]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039;-Arten besitzen eine große wirtschaftliche Bedeutung als Lieferanten von [[Alginat]]. In Europa werden dazu meist natürliche Bestände abgeerntet. Die Produktion wurde 2005 mit 154.000 Tonnen in Norwegen (&amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria hyperborea]]&amp;#039;&amp;#039;) und etwa 75.000 Tonnen in Frankreich (vor allem &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria digitata]]&amp;#039;&amp;#039;) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe aus Laminarien werden vielseitig verwendet, beispielsweise für [[Kosmetik]], für [[Nahrungsergänzungsmittel]], als [[Heilmittel]], als Zusatz zum [[Futtermittel|Tierfutter]] sowie als [[Dünger]]. Da Laminarien sehr saugfähig sind und sich beim Aufsaugen von Flüssigkeiten infolgedessen stark ausdehnen, werden sie in Stäbchenform in der Frauenheilkunde verwendet, um bei bestimmten Prozeduren, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kürettage]]n, die [[Gebärmutterhals|Cervix]] zu öffnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.webmd.com/vitamins-supplements/ingredientmono-542-laminaria.aspx?activeingredientid=542&amp;amp;activeingredientname=laminaria |titel=WebMD: Laminaria |zugriff=2016-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem können Laminarien zur biologischen Sanierung ([[Bioremediation]]) bei Verschmutzung oder [[Eutrophierung]] oder zur Verringerung der [[Küstenerosion|Erosion]] von Küsten eingesetzt werden. Auch als [[Bioreaktor]] in der molekularen [[Biotechnologie]] oder als [[nachwachsender Rohstoff]] (Brennstoffersatz) können sie genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Michael D. Guiry, G.M Guiry: [http://www.algaebase.org/search/genus/detail/?genus_id=g91a03e6f4ef62fd9 &amp;#039;&amp;#039;Laminaria&amp;#039;&amp;#039; - In: Algaebase - World-wide electronic publication, National University of Ireland, Galway], abgerufen am 28. März 2012 (Abschnitte Beschreibung, Gewebetypen, Chromosomenzahl, Entwicklung, Systematik)&lt;br /&gt;
* Inka Bartsch, Christian Wiencke, Kai Bischof, Cornelia M. Buchholz, Bela H. Buck, Anja Eggert, Peter Feuerpfeil, Dieter Hanelt, Sabine Jacobsen, Rolf Karez, Ulf Karsten, Markus Molis, Michael Y. Roleda, Hendrik Schubert, Rhena Schumann, Klaus Valentin, Florian Weinberger &amp;amp; Jutta Wiese: &amp;#039;&amp;#039;The genus Laminaria sensu lato : recent insights and developments&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;European Journal of Phycology&amp;#039;&amp;#039;, 43:1, 2008, S. 1–86, [[doi:10.1080/09670260701711376]] (Volltext, Abschnitte Inhaltsstoffe, Ökologie, Vorkommen, Nutzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bartsch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Inka Bartsch, Christian Wiencke, Kai Bischof, Cornelia M. Buchholz, Bela H. Buck, Anja Eggert, Peter Feuerpfeil, Dieter Hanelt, Sabine Jacobsen, Rolf Karez, Ulf Karsten, Markus Molis, Michael Y. Roleda, Hendrik Schubert, Rhena Schumann, Klaus Valentin, Florian Weinberger &amp;amp; Jutta Wiese: &amp;#039;&amp;#039;The genus Laminaria sensu lato : recent insights and developments&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;European Journal of Phycology&amp;#039;&amp;#039;, 43:1, 2008, S. 1–86 ([[doi:10.1080/09670260701711376]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braune&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wolfram Braune: &amp;#039;&amp;#039;Meeresalgen. Ein Farbbildführer zu den verbreiteten benthischen Grün-, Braun- und Rotalgen der Weltmeere&amp;#039;&amp;#039;. Ruggell: Gantner, 2008, ISBN 978-3-906166-69-8, S. 192–200.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kornmann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
P. Kornmann, P.H. Sahling: &amp;#039;&amp;#039;Meeresalgen von Helgoland – Benthische Grün-, Braun- und Rotalgen.&amp;#039;&amp;#039; Biologische Anstalt Helgoland, Hamburg 1983, {{ISSN|0017-9957}}, S. 144–149.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Phykologie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft: [https://dbg-phykologie.de/?tx_wwpreset%5Barticle%5D=5742&amp;amp;back=461 &amp;#039;&amp;#039;Seetang Laminaria ist Alge des Jahres 2007&amp;#039;&amp;#039;.] Pressemitteilung 2007.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Alge des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Braunalgen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phaeophyceae]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
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