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	<title>Lamellophon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:35:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lamellophon&amp;diff=52352&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: + Verweis, bild</title>
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		<updated>2024-10-14T14:54:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Verweis, bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ene mbira.jpg|mini|[[Mbira Dza Vadzimu|Mbira dza vadzimu]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lamellophone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in der [[Traditionelle afrikanische Musik|traditionellen afrikanischen Musik]] des [[Subsahara-Afrika|subsaharanischen Afrika]] verbreitete verschiedenartige Formen von [[Musikinstrument]]en, die zu den [[Zupfidiophon]]en gezählt werden. Mehrere Lamellen sind auf einem Brett oder Resonanzkasten befestigt und werden mit den Fingern angezupft. Zu den regional unterschiedlichen Lamellophonen zählen &amp;#039;&amp;#039;mbira&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Shona (Volk)|Shona]] in [[Simbabwe]], &amp;#039;&amp;#039;kalimba&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Chewa]] und [[Tumbuka (Ethnie)|Tumbuka]] in [[Malawi]], &amp;#039;&amp;#039;likembe&amp;#039;&amp;#039; im zentralen Afrika, &amp;#039;&amp;#039;nsansi&amp;#039;&amp;#039; bei den Nyungwe in [[Mosambik]], &amp;#039;&amp;#039;zanza&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Tschiluba|Bena Luluwa]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Afrikanische Saiteninstrumente.&amp;#039;&amp;#039; Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1984 (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Museums für Völkerkunde Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Neue Folge 41, Abteilung Musikethnologie, V), ISBN 3-88609-117-1, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Kasai-Occidental|West-Kasai]], &amp;#039;&amp;#039;kadongo&amp;#039;&amp;#039; in [[Uganda]], &amp;#039;&amp;#039;marimba&amp;#039;&amp;#039; in Ost- und Südostafrika und &amp;#039;&amp;#039;luliimba&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Makonde]] im Südosten [[Tansania]]s. Veraltete Bezeichnungen aus der Kolonialzeit sind &amp;#039;&amp;#039;Zupfzungenspiel, Daumenklavier&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kaffernklavier.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Lamellophone haben Eisenzungen. Im zentralen Afrika gibt es auch Typen mit Zungen aus dem Blattstiel von [[Raphia]], wie das &amp;#039;&amp;#039;[[timbrh]]&amp;#039;&amp;#039; in Kamerun, oder mit Bambuszungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verbreitung des in mehreren [[Bantusprachen]] vorkommenden Namens &amp;#039;&amp;#039;mbira&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;mbila&amp;#039;&amp;#039; für unterschiedliche Lamellophone und [[Xylophon]]e im südlichen Afrika siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Mbila]]&amp;#039;&amp;#039;. Zur Verbreitung der afrikanischen Lamellophone nach Südamerika und in die Karibik siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Marimbula]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Lamellofoon van hout met 9 bamboe toetsen TMnr A-10436.jpg|mini|hochkant|Lamellophon mit neun Bambuszungen aus der Provinz [[Provinz Cabinda|Cabinda]] im Norden von Angola, vor 1907.]]&lt;br /&gt;
Die Töne können durch Vor- und Zurückschieben der Lamellen gestimmt werden. Im Prinzip ist damit die Stimmung auf jedes beliebige Tonsystem möglich. Die Stimmungen werden jedoch eher in Bezug auf Intervalle als auf Tonschritte einer Tonleiter vorgenommen. Im Falle einer [[Diatonik |diatonischen]] Tonleiter sind die Töne beispielsweise abwechselnd rechts und links der langen Mittellamelle angeordnet. Zupft man zwei nebeneinander liegende Lamellen, erklingt also eine konsonante Terz, bei dreien ein Dreiklang und so fort. Im freien Spiel lassen sich daher Sekunddissonanzen nur durch Zupfen einer linken und einer rechten Lamelle erzeugen, weshalb es meist konsonant klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mbira ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lamelofone (marimba de mão) MN 01.jpg|mini|Lamellophon mit 14 Eisenzungen aus [[Angola]], das zur Klangverstärkung in einer Kalebassenhalbschale liegt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kisanji.ogv|mini|Kisanji aus Zentralafrika]]&lt;br /&gt;
Die Mbira besteht aus einem massiven Holzbrettchen, auf dem – je nach Region und Ethnie – meist 7 bis 28, selten 56 Metallzungen unterschiedlicher Länge und Stärke befestigt sind. Rechts unten befindet sich ein Loch, in das der kleine Finger der rechten Hand als Stütze eingeführt wird. Das Instrument wird beidhändig gespielt, wobei Töne erzeugt werden, indem die Zungen mit den Fingernägeln von Daumen (nach unten) oder Zeigefingern (nach oben) gezupft werden. Als [[Resonanzkörper]] kommt eine [[Kalebasse]] oder ein [[Knochenpanzer|Schildkrötenpanzer]], in neuerer Zeit auch eine Kunststoffschale zum Einsatz, in dem die Mbira befestigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung eines halbrunden, 15 bis 20 Zentimeter langen [[Bambus]]rohres, das an seinen Schnittflächen durch passende Holzeinlagen abgeschlossen wird, ist auch recht häufig. Für die Metallzungen werden auch, in Ermangelung spezieller Materialien, Löffelstiele verwendet. Zusätzlich sind häufig sowohl auf der Mbira selbst als auch auf dem Klangkörper Metallscheiben, Kronkorken und dergleichen befestigt, die beim Spielen in Vibration versetzt werden und die Klirrgeräusche erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sansula.JPG|mini|Sansula]]&lt;br /&gt;
Ein Mbira-[[Ensemble (Musik)|Ensemble]] umfasst mindestens zwei Mbiras sowie ein [[Hosho (Musikinstrument)|Hosho]] (Gefäß[[rassel]] aus einer Kalebasse). Musiziert wird zumeist über mehrere Stunden hinweg, häufig nachts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im religiösen Spiel der [[Shona (Volk)|Shona]] in [[Simbabwe]] hilft die Spezialform der [[Mbira Dza Vadzimu]] sowohl den Musikern als auch den anwesenden Stammesmitgliedern, sich in [[Trance]] zu begeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mbira wurde als traditionelles Instrument wiederentdeckt und in die Unterhaltungsmusik von Simbabwe einbezogen. [[Ephat Mujuru]], [[Stella Chiweshe]], [[Dumisani Maraire]] und &amp;#039;&amp;#039;Hakurutwe Mude&amp;#039;&amp;#039;, sowie [[Maurice White]] (Earth, Wind &amp;amp; Fire) sind einige der bekanntesten zeitgenössischen Interpreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kubanische [[Marimbula]] ist eine Art Bass-Lamellophon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sansula ==&lt;br /&gt;
Seit 2001 existiert ein neu entwickeltes Lamellophon namens &amp;#039;&amp;#039;Sansula&amp;#039;&amp;#039;, das von dem deutschen Musiker und Instrumentenbauer Peter Hokema entwickelt und patentiert wurde. Die Sansula besteht aus einem mit Trommelfell bespannten Holzring, ähnlich einer Rahmentrommel, auf den der klassische Klangblock der Kalimba montiert ist. Ergebnis dieser Konstruktion soll ein gegenüber den bisher bekannten Lamellophonen verbesserter raumfüllender Klang sein. Wird das Instrument auf einem Tisch stehend gespielt, lässt sich der Klang durch leichtes seitliches Anheben und Absenken des Rahmens modulieren; die Wirkung ähnelt einem Tiefpassfilter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kalimbula ==&lt;br /&gt;
In Anlehnung der Bauweise und Nutzung einer Sansula hat Jens Rabenseifner (Hands on Drums) als Keramiker und Schlagzeugbauer die „Kalimbula“ entwickelt. Auf einem Keramikkörper, geformt wie eine Schale ist ein sehr dünnes Sperrholzbrettchen montiert, auf dem das eigentliche Lamellophon platziert ist. Das Sperrholzbrettchen übernimmt die Funktion des „Klemmstockes“ der Mbira, wenn diese in einer Kürbishälfte gespielt wird. Keramik als Resonanzkörper (nicht gesintert) hat bei dieser Verwendung ähnliche Eigenschaften, wie die genutzten Kürbishälften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kalimbamagic.com/blog/item/the-kalimbula-an-electric-ceramic-sansula |titel=THE KALIMBULA - AN ELECTRIC CERAMIC SANSULA |autor=Mark Holdaway |hrsg=Mark Hodaway |werk=Mark Holdaway |datum= |zugriff=2016-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Kubik (Musikethnologe)|Gerhard Kubik]]: &amp;#039;&amp;#039;Lamellophone.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]],&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 5, 1996, Sp. 867–893&lt;br /&gt;
* Gerhard Kubik: &amp;#039;&amp;#039;African and African American Lamellophones: History, Typology, Nomenclature, Performers, and Intracultural Concepts.&amp;#039;&amp;#039; In: Jacqueline Cogdell DjeDje (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Turn up the Volume. A Celebration of African Music.&amp;#039;&amp;#039; UCLA, Los Angeles 1999, S. 20–57&lt;br /&gt;
* [[Gerd Grupe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst des Mbira-Spiels. The Art of Mbira Playing. Harmonische Struktur und Patternbildung in der Lamellophonmusik der Shona in Zimbabwe&amp;#039;&amp;#039;. Hans Schneider Verlag, Tutzing 2004. ISBN 978-3-7952-1148-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Thumb pianos|Lamellophon}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zambuko.com/mbira.html The Mbira Page – Shona Culture and Resource Guide] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.mbira.org/ Zimbabwe’s Mbira – Musical Instrument and Mbira organization] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4169169-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zupfidiophon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikanisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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