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	<title>Lamellenhelm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:01:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lamellenhelm&amp;diff=1558039&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Basdlfix: Tippfehler in &quot;Agilu(l)f&quot; im Text verbessert (in der Bildunterschrift korrekt geschrieben).</title>
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		<updated>2023-01-05T16:57:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler in &amp;quot;Agilu(l)f&amp;quot; im Text verbessert (in der Bildunterschrift korrekt geschrieben).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lamellar helmet from Niederstotzingen (reconstruction).jpg|miniatur|Rekonstruktion des Lamellenhelms aus [[Niederstotzingen]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lamellenhelm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Helm]]typus Asiens und des [[Frühmittelalter]]s in [[Europa]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Lamellenhelm Rek.jpg|miniatur|Rekonstruktion des Lamellenhelms Kertsch II]]&lt;br /&gt;
Seine [[Kalottierung|Kalotte]] besteht aus einer Vielzahl überlappend vernähter einzelner Lamellen, wie sie in ähnlicher Form auch beim [[Lamellenpanzer]] vorkommen. Dazu kommen typischerweise Wangenklappen, eine Stirnplatte mit [[Naseneisen|Nasal]] und ein eisernes Kettengeflecht als Nackenschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lamellenhelm erscheint neben anderen frühmittelalterlichen Helmtypen wie [[Spangenhelm]]en und [[Vendelhelm]]en gegen Ende des 6. Jahrhunderts in Europa. Jahrhunderte vorher gehörte dieser Helmtyp bereits zur Ausrüstung asiatischer [[Reiterkrieger]]. Nach Mitteleuropa gelangte er mit den [[Awaren]]. Kurz darauf wurde er vor allem von den [[Langobarden]], aber auch von anderen germanischen Völkern übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lamina di re agilulfo.JPG|miniatur|Agilulfplatte, die Stirnplatte eines Lamellenhelms auf der wiederum zwei Krieger, vermutlich mit Lamellenhelmen, abgebildet sind]]&lt;br /&gt;
Der einzige Lamellenhelm, der im deutschsprachigen Raum gefunden wurde, stammt aus [[Niederstotzingen]]. Dieser Helm ist aus 52 schmalen, langen Lamellen aufgebaut, die miteinander vernäht sind und oben in einem halbkugeligen Scheitelknauf zusammenlaufen. Zudem besitzt der Helm eine Stirnplatte mit Nasal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vogt&amp;quot;&amp;gt;Vogt, 2000, S. 297 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere, meist fragmentarische Lamellenhelmfunde, die den Langobarden zugeschrieben werden, sind aus Italien bekannt. Am bekanntesten ist die sogenannte Agilulfplatte aus [[Val di Nievole]] ([[Provinz Pistoia]]). Dabei handelt es sich um die eiserne Stirnplatte eines Helms, die mit einer vergoldeten Kupferblechauflage bedeckt und reich verziert ist. Der zugehörige Helm wird mit dem Langobardenkönig [[Agilulf (Langobarde)|Agilulf]] in Verbindung gebracht und dürfte demnach der Zeit um 600 entstammen. Ein weiterer Fund stammt aus Grab 119 des langobardischen Gräberfeldes [[Ascoli Piceno|Castel Trosino]]. Zu diesem gehören acht Lamellen, ein Scheitelknauf, ein Stirnplattenfragment und Eisenringe eines Kettengeflechts, das als Nackenschutz diente. Ein dritter italienischer Fund besteht aus Scheitelknauf und Stirnplattenfragment und stammt aus [[Nocera Umbra]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vogt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kory&amp;quot;&amp;gt;R. Kory: &amp;#039;&amp;#039;Schuppen- und Lamellenpanzer&amp;#039;&amp;#039;. In: Herbert Jankuhn, Heinrich Beck u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 27. 2. Auflage, 2004. de Gruyter, Berlin / New York NY 1968/73–2007, ISBN 3-11-018116-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen Funde von Lamellenhelmen in Europa stammen aus dem Südosten und verweisen auf eine Herkunft in Zentralasien. Einer stammt aus [[Kertsch]] am Schwarzen Meer. Er wird zur Unterscheidung eines ebenfalls dort gefundenen [[Spangenhelm|Spangen-Lamellenhelms]] Kertsch&amp;amp;nbsp;I als Lamellenhelm Kertsch&amp;amp;nbsp;II bezeichnet. Der Lamellenhelm Kertsch II besteht aus einer beschädigten, eisernen [[Helmhaube]]. Die Zimierhülse (Stift am Scheitelpunkt), dazu Teile der Stirnplatte und mindestens eine Wangenklappe fehlen. Ein weiterer Lamellenhelm wurde als Flussfund aus [[Legrad]]-Šoderica in Kroatien geborgen. Hierbei handelt es sich um eine unvollständig erhaltene Helmhaube, die nicht aus langen Lamellen, sondern relativ kurzen, schuppenartigen Stücken zusammengesetzt ist. Wangenklappen, Nacken- und Nasenschutz fehlen. Daneben liegt aus [[Kastell Intercisa|Intercisa]] in Ungarn ein bronzevergoldeter Scheitelknauf eines Lamellenhelms vor. Weitere Helme Osteuropas sind bisher nicht näher beschrieben, doch könnte es sich bei einigen darunter um Lamellenhelme handeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vogt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Asien sind Lamellenhelme relativ weit verbreitet und im frühen Mittelalter (7. bis 8. Jahrhundert) beispielsweise aus Balyk Sook im [[Altai]]gebirge bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kory&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mahand Vogt: &amp;#039;&amp;#039;Spangenhelme. Baldenheim und verwandte Typen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kataloge vor- und frühgeschichtlicher Altertümer.&amp;#039;&amp;#039; Band 39). Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz 2006, ISBN 3-88467-100-6 ([https://books.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum/catalog/book/1065 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Helm (Schutzwaffe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde des Frühmittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Basdlfix</name></author>
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