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	<title>Lamborghini Engineering - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T03:55:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lamborghini_Engineering&amp;diff=1465018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: ISBN korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-16T10:46:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lamborghini Engineering&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Tochterunternehmen des Automobilherstellers [[Lamborghini]] mit Sitz in [[Modena]], das von [[Formel-1-Weltmeisterschaft 1989|1989]] bis [[Formel-1-Weltmeisterschaft 1993|1993]] Lamborghinis [[Formel 1|Formel-1]]-Engagement organisierte und durchführte. Lamborghini Engineering war im Wesentlichen als Motorenlieferant für bestehende Formel-1-Teams aktiv; daneben entwickelte das Unternehmen auch ein eigenes Chassis für die Formel 1, das nach einigen Schwierigkeiten in der [[Formel-1-Weltmeisterschaft 1991|Saison 1991]] von einem selbständigen Team eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lamborghini Engineering als Motorenhersteller ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hintergrund ===&lt;br /&gt;
Die Initiative für den Formel-1-Einstieg Lamborghinis ging auf [[Lee Iacocca]] zurück, der in den 1980er-Jahren Präsident der [[Chrysler Corporation]] war. Chrysler war seinerzeit Miteigentümer Lamborghinis. Iacocca war der Ansicht, dass Lamborghini langfristig nur dann mit der [[Scuderia Ferrari]] konkurrieren könne, wenn man neben dem Bau von Straßensportwagen – ebenso wie [[Ferrari]] – erfolgreich internationalen Motorsport betreibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Motorsportprojekt gründete Lamborghini 1988 mit Lamborghini Engineering ein in Modena ansässiges Tochterunternehmen. Zu dessen Leiter wurde der ehemalige Ferrari-Manager [[Daniele Audetto]] ernannt, und technischer Leiter wurde [[Mauro Forghieri]], ein Ingenieur, der bereits in den 1970er-Jahren für die Scuderia Ferrari gearbeitet hatte. Forghieri hatte seinerzeit unter anderem den legendären [[Ferrari 312T]] entwickelt, mit dem [[Niki Lauda]] 1975 Formel-1-Weltmeister geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Motoren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lambo V12 F1.JPG|mini|Der von Mauro Forghieri entwickelte Formel-1-Motor mit 3,5 Litern Hubraum]]&lt;br /&gt;
Im Laufe des Jahres 1988 entwickelte ein Team unter der Leitung von Mauro Forghieri einen Formel-1-Saugmotor mit zwölf Zylindern und einem Bankwinkel von 80 Grad. Der Motorblock bestand aus Leichtmetall. Das Triebwerk wies vier Hauptlager auf. Es hatte vier Ventile pro Zylinder, die Nockenwellen wurden von Zahnriemen angetrieben. Die Motorelektronik stammte anfänglich von [[Magneti Marelli]]. Nach dem ersten Praxiseinsatz stellte Forghieri allerdings auf eine [[Robert Bosch (Unternehmen)|Bosch]]-Elektronik um. Der Motor wurde in Anlehnung an die bei Ferrari übliche Nomenklatur &amp;#039;&amp;#039;Lamborghini 3512&amp;#039;&amp;#039; genannt (3,5 Liter Hubraum, 12 Zylinder). Mitte September 1988 waren die ersten Triebwerke fertiggestellt, und kurz darauf begannen die Prüfstandversuche. Mehrere Zeitungsberichte geben eine Leistung von anfänglich etwa 610 bis 620&amp;amp;nbsp;PS an. Dieses Niveau lag geringfügig über den Achtzylindern von [[Cosworth]], erreichte aber die Leistungen der Top-Motoren von [[Honda]], Ferrari oder [[Renault]] nicht. Im Laufe der folgenden Jahre stieg allerdings die Leistungsausbeute durch konsequente Entwicklungsarbeit kontinuierlich, sodass die Lamborghini-Motoren ab 1991 zu den stärksten Triebwerken des Feldes gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lamborghini 3512 wurde von 1989 bis 1992 in diversen Entwicklungsstufen bei unterschiedlichen Formel-1-Teams eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Saison 1993 präsentierte Lamborghini einen neuen Motor, der die Bezeichnung C101 erhielt. Die Grundkonzeption (12 Zylinder, 80 Grad Zylinderwinkel) blieb erhalten, abgesehen davon wurden aber eine Reihe von Modifikationen vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Teams ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Aguri Suzuki demonstrating Lola LC90 2012 Japan.jpg|mini|Lola LC90-Lamborghini des Larrousse-Teams (1990)]]&lt;br /&gt;
Von 1989 bis 1993 belieferte Lamborghini Engineering eine Reihe unterschiedlicher Teams mit den Zwölfzylindermotoren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1989 erhielt der französische Rennstall [[Larrousse]] den 3512-Motor exklusiv. Dort wurde er im [[Lola LC88B]] und im [[Lola LC89]] eingesetzt. Einziger Erfolg des Jahres war der sechste Platz des Fahrers [[Philippe Alliot]] beim [[Großer Preis von Spanien 1989|Großen Preis von Spanien]].&lt;br /&gt;
* 1990 wurde der 3512-Motor an [[Larrousse]] (für das Modell L90) und an das britische [[Team Lotus]] (für den [[Lotus 102|102]]) geliefert. Larrousse konnte die deutlich besseren Ergebnisse vorweisen und sich mit insgesamt elf Weltmeisterschaftspunkten auf dem sechsten Platz der Konstrukteurswertung platzieren (die Platzierung wurde dem Rennstall allerdings zu Beginn der Folgesaison wieder entzogen, da die bei [[Lola Cars|Lola]] gebauten Fahrzeuge regelwidrig als eigene Konstruktionen gemeldet worden waren). Bestes Einzelergebnis war der 3. Platz von [[Aguri Suzuki]] bei [[Großer Preis von Japan 1990|Großen Preis von Japan]]. Lotus hingegen kam mit dem Motor wesentlich schlechter zurecht; [[Derek Warwick]] konnte lediglich drei Punkte erzielen.&lt;br /&gt;
* 1991 wurde das französische Team [[Équipe Ligier|Ligier]] (Modell JS35 und JS 35B) sowie das eigene [[Modena Team]] mit dem 3512-Motor beliefert. Keines der beiden Teams konnte in diesem Jahr Punkte erzielen, wobei die Fahrer des neuen Modena-Teams zumeist bereits in der Vorqualifikation scheiterten.&lt;br /&gt;
* 1992 erhielten [[Minardi]] und Larrousse (das seinerzeit unter dem Namen Venturi-Larrousse antrat) den 3512-Motor. Bei Minardi wurde der Motor in den ersten vier Rennen der Saison in einem Vorjahres-Chassis des [[Minardi M191|Typs M191]] eingebaut, das 1991 für den Ferrari-Motor konzipiert worden war. Erst ab dem [[Großer Preis von San Marino|Großen Preis von San Marino]] stellte Minardi ein auf den Lamborghini-Motor zugeschnittenes Chassis (M192) fertig. Jedes der beiden Teams erzielte im Laufe der Saison lediglich einen einzigen Meisterschaftspunkt: [[Bertrand Gachot]] für Larrousse beim [[Großer Preis von Monaco 1992|Großen Preis von Monaco]], und [[Christian Fittipaldi]] für Minardi in [[Großer Preis von Japan 1992|Japan]].&lt;br /&gt;
* 1993 erhielt Larrousse exklusiv den Motor C101. Wiederum blieben die Erfolge überschaubar: Philippe Alliot erreichte in [[Großer Preis von San Marino 1993|San Marino]] Platz 5, sein Teamkollege [[Érik Comas]] in [[Großer Preis von Italien 1993|Monza]] Platz 6.&lt;br /&gt;
* Für das Jahr 1994 fand Lamborghini Engineering kein Kundenteam mehr. Im Laufe der Saison 1993 hatte es intensive Verhandlungen mit [[McLaren Racing|McLaren]] über einen Einsatz des Lamborghini-Motors in der Saison 1994 gegeben. Tatsächlich gerieten die Gespräche so weit, dass im Herbst 1993 erste Testfahrten durchgeführt wurden. Hierfür wurde ein McLaren MP4/8-Chassis umgebaut und mit einem C101-Zwölfzylinder ausgerüstet. Das weiß lackierte Auto wurde sowohl von [[Ayrton Senna]] als auch von [[Mika Häkkinen]] getestet und erreichte nach einschlägigen Presseberichten konkurrenzfähige Zeiten. Allerdings entschied sich McLaren-Teamchef [[Ron Dennis]] im Oktober 1993 kurzfristig für einen Bezug von [[Peugeot]]-Motoren, der bereits 1994 beginnen sollte und zunächst auf vier Jahre angelegt war. Mangels anderer Alternative schloss [[Chrysler]] daraufhin umgehend Lamborghini Engineering und zog sich aus dem Formel-1-Sport zurück. Die Beziehung zwischen McLaren und Peugeot war nur von kurzer Dauer. Bereits nach einem Jahr wurde die Verbindung gelöst. McLaren verbündete sich langfristig mit [[Mercedes-Benz]], während Peugeot eine Allianz mit [[Jordan Grand Prix]] sowie später mit [[Prost Grand Prix|Prost]] einging und schließlich 2002 im [[Asiatech]]-Projekt mit [[Arrows Grand Prix International|Arrows]] bzw. Minardi aufgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Formel-1-Teams wurde der Lamborghini 3512 außerdem in der [[Sportwagen-Weltmeisterschaft 1991]] vom österreichischen Team [[Konrad Motorsport]] im [[Gruppe C|Gruppe-C]]-Fahrzeug [[Konrad KM-011]] verbaut. Das Fahrzeug wurde bei drei Rennen mit Teamchef [[Franz Konrad (Rennfahrer)|Frank Konrad]] und [[Stefan Johansson]] als Fahrerduo eingesetzt, fiel aber jeweils aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lamborghini Engineering als Chassishersteller und Betreiber eines Rennteams ==&lt;br /&gt;
[[File:Lambo 291 V12 (22527014528).jpg|mini|Von Lamborghini Engineering konstruiert und gebaut: Lambo 291 (1991)]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Modena Team}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lambo 291}}&lt;br /&gt;
Die Entwicklung eines eigenen Chassis durch Lamborghini Engineering geht auf das Jahr 1989 zurück. Im Laufe dieser Saison beauftragte der mexikanische Geschäftsmann Fernando Gonzales Luna Lamborghini Engineering damit, für ihn ein Chassis nach Formel-1-Regeln zu bauen. Dieses Chassis sollte – zusammen mit dem Motor 3512 – von einem Team mit der Bezeichnung GLAS (Gonzales Luna &amp;amp; Associados) in der Formel-1-Saison 1991 eingesetzt werden. Als Teamchef war der ehemalige italienische Journalist Leopoldo Canettoli im Gespräch. Mauro Forghieri entwickelte daraufhin im Winter 1989/90 zusammen mit dem zuletzt bei [[EuroBrun Racing|EuroBrun]] beschäftigten Ingenieur Marco Tolentino ein Chassis, das den Namen [[Lambo 290]] erhielt. Es wurde am Donnerstag vor dem [[Großer Preis von Mexiko 1990|Großen Preis von Mexiko 1990]] der Öffentlichkeit vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Präsentation verschwand Gonzales Luna, der Initiator des Projekts, aus der Öffentlichkeit. Weder Lamborghini Engineering noch Chrysler konnten Kontakt zu ihm herstellen, und die in Aussicht gestellte Vergütung der Entwicklungsarbeiten in Höhe von 20 Millionen US-Dollar (nach anderen Quellen: 40 Millionen US-Dollar) wurden ebenfalls nicht gezahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit stand das Projekt vor dem Scheitern. Im Laufe des Sommers 1990 entschied sich Lamborghini Engineering, das Projekt in eigener Verantwortung fortzuführen und es in der Formel-1-Saison 1991 unter dem Namen [[Modena Team]] einzusetzen. Der Motorsport-Einsatz ließ sich letzten Endes realisieren. Ende 1990 unternahm der Belgier [[Eric van de Poele]] die ersten Testfahrten mit dem Wagen; später wurde er neben [[Nicola Larini]] auch Stammfahrer des nun [[Lambo 291]] genannten Autos. Das Unternehmen blieb aber ohne zählbare Erfolge und fand nach nur einem Jahr ein schnelles Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adriano Cimarosti: &amp;#039;&amp;#039;Das Jahrhundert des Rennsports&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage Stuttgart 1997. ISBN 3-613-01848-9.&lt;br /&gt;
* Patrice Burchkalter, Jean-Francois &amp;#039;&amp;#039;Galeron: Tout sur la Formule 1 1991&amp;#039;&amp;#039;, Surrèsnes 1991, ISBN 2-87636-067-5 (französisch).&lt;br /&gt;
* Leopoldo Canetoli: &amp;#039;&amp;#039;Lambo. In fretta e furia. L’ultima F1 di Mauro Ferghieri&amp;#039;&amp;#039;, Minerva, 2023, ISBN 978-883324579-9.&lt;br /&gt;
* David Hodges: &amp;#039;&amp;#039;Rennwagen von A–Z nach 1945&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage Stuttgart 1993&lt;br /&gt;
* Anthony Pritchard: &amp;#039;&amp;#039;Lamborghini Die Geschichte der Supersportwagen aus Sant’Agata&amp;#039;&amp;#039;, Heel, ISBN 3-89880-574-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.lamborghini.com/ Offizielle Seite Lamborghini]&lt;br /&gt;
* [https://www.grandprixstats.com/ Statistik aller Formel-1-Rennen mit Meldelisten, Startplatzierungen und Rennergebnissen]&lt;br /&gt;
* [http://www.f1rejects.com/ australische Webseite über erfolglose Formel-1-Teams und -fahrer mit zahlreichen Fotos]&lt;br /&gt;
* [http://www.ericvandepoele.com/ Offizielle Webseite des Rennfahrers Eric van de Poele]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formel-1-Motorenhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lamborghini]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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