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	<title>Lake Effect - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T02:45:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lake_Effect&amp;diff=419544&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MichaOtG: /* Siehe auch */ &#039;Schneearten&#039;</title>
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		<updated>2026-04-06T12:39:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; &amp;#039;Schneearten&amp;#039;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Lake Effect}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Meteorologie|meteorologischer]] Effekt, der vor allem im Gebiet der [[Große Seen|Großen Seen]] in [[Nordamerika]] auftritt. Oft verursacht er intensiven [[Niederschlag]], meist in Form von [[Schnee]]. Dieser wird dann als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Lake Effect Snow}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Snowsquall}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Eine deutsche Bezeichnung für dieses Phänomen gibt es nicht. Im frühen Winter kann extrem kalte Luft über sommerbedingt noch recht warmen Wasserflächen zu starken [[Gewitter]]stürmen führen, die man als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Thunder Snow}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Doch auch wenn kein Niederschlag auftritt, verursacht kalte Luft über wärmerem Wasser immer eine starke [[Bewölkung]] über den Südostufern der Großen Seen, weshalb man hier den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|The Great Gray Funk}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als Synonym für den Winter gebraucht. Als Folge des Lichtmangels kommt es in diesen Gebieten daher häufig zu [[Winterdepression]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Schneefälle können auch in der Nähe von großen Inlandbuchten auftreten, wobei man sie dann als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Bay Effect Snow}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Ist die Ursache ein [[Tiefdruckgebiet]] auf dem Ozean, das feuchte und instabile [[Luftmasse (Meteorologie)|Luftmasse]]n oft entgegen der vorherrschenden Windrichtung auf die Küstengebiete lenkt, so spricht man auch von einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Ocean Effect Snow}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lake-derived-snow.svg|mini|{{lang|en|Lake Effect Snow}}, hervorgerufen durch kalte Winde über warmem Wasser]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LakeEffectSnowBuffalo101206.gif|mini|Dahinziehende Seeeffekt-Wolken über den Seen [[Huronsee|Huron]], [[Eriesee|Erie]], [[Lake St. Clair (Nordamerika)|St. Clair]] und [[Ontariosee|Ontario]]. Die Windrichtung ist Nordwest mit Wechsel zu West im Bereich der sich nach Osten ausbreitenden Wolken (rechts unten).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Dieser Effekt tritt auf, wenn im Winter kalte [[Wind]]e über große [[See]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;flächen mit warmem Wasser strömen. Dabei wird über dem See [[Wasserdampf]] aufgenommen, der jedoch schnell [[Gefrieren|gefriert]] und am [[Luv und Lee|Lee]]-Ufer des Sees als Schnee niedergeht. Verstärkt wird der Effekt durch [[Orografie|orografisch]] bedingte Aufwärtsbewegungen der Luftströmung entgegen der Windrichtung, wodurch es zu schmalen aber dafür sehr intensiven Niederschlagsbändern mit Ablagerungsraten von mehreren Dezimetern Schnee pro Stunde kommen kann (siehe Abbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaltluftwinde wehen im Winter der nördlichen [[Westwindzone]] typischerweise von West-Südwest bis Nordwest, weshalb sich die stärksten Schneefälle an den Nordost- bis Südostufern der Seen ereignen. Die Folge ist ein signifikanter Unterschied in den [[Niederschlagsmenge]]n der gegenüberliegenden Ufer und ihres direkten Hinterlandes. Ist die [[Lufttemperatur]] dabei nicht niedrig genug, um das Wasser gefroren zu halten, so zeigt sich der Niederschlag als &amp;#039;&amp;#039;Seeeffekt-Regen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wetteraufzeichnung]]en des Tug Hill Plateau im Südosten des [[Ontariosee]]s weisen immer wieder die höchsten Schneefallwerte der gesamten&amp;amp;nbsp;USA auf. Ein anderes Beispiel ist das Gebiet im Südosten des [[Eriesee]]s, mit einer ungefähren Ausbreitung von [[Cleveland]] bis [[Buffalo #Geographie und Klima|Süd-Buffalo]], wobei der Eriesee aufgrund seiner geringen Tiefe jedoch auch leicht gefriert und sich der Effekt dann nicht mehr zeigt. Auch an der Süd- und Südostküste des [[Großer Salzsee|Großen Salzsees]] in Utah kann Lake Effect Snow auftreten, jedoch ist dieser hier wesentlich weniger stark ausgeprägt als im Vergleich zu den Großen Seen. Diese Einflussgebiete des Lake Effect bezeichnet man im englischen als [[Snow Belt|{{lang|en|Snow Belts}}]] ({{DeS|‚Schneegürtel‘}}). Der {{lang|en|Snow Belt}} mit dem größten Aufkommen an Lake Effect Snow liegt in der Oberen Halbinsel von [[Michigan]], nahe den Städten [[Houghton (Michigan)|Houghton]], [[Marquette (Michigan)|Marquette]] und [[Munising]]. Diese Gebiete weisen häufig [[Schneehöhe]]n von im Mittel 5 oder gar 7,5&amp;amp;nbsp;Metern im Jahr auf, erreichen durch ihre geringe Besiedelung jedoch nicht die Bekanntheit der anderen Gebiete rund um die Großen Seen. Da der angrenzende [[Lake Superior]] aufgrund seiner Größe und Tiefe selten zufriert, zeigt sich der Effekt hier oft kontinuierlich über die gesamten Wintermonate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lake Effect in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Der Lake Effekt tritt in Deutschland vor allem an den Küsten auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schleswig-Holstein brachte der Effekt zuletzt am 11.&amp;amp;nbsp;März 2013 große Mengen Schnee, als vor allem die Stadt [[Lübeck]] betroffen war. In einigen Teilen der Stadt schneite es ununterbrochen mehr als 24&amp;amp;nbsp;Stunden lang, dadurch kamen örtlich über 50&amp;amp;nbsp;cm [[Neuschnee]] zusammen. Zuvor trat dieser Effekt auch bereits am 30.&amp;amp;nbsp;November 2010 im mittleren Teil des [[Kreis Ostholstein|Kreises Ostholstein]] auf, als polare Ostwinde über der wärmeren [[Lübecker Bucht]] kurzfristig zu Schneehöhen von bis zu 76&amp;amp;nbsp;cm und erheblich höheren [[Schneeverwehung]]en führten, sodass der Verkehr auf den Straßen zusammenbrach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ln-online.de/regional/2893074|wayback=20110308110646|text=60 Zentimeter Schnee: Chaos in Ostholstein und Segeberg}} – [[Lübecker Nachrichten]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In schwacher Ausprägung sorgen Nord- und Ostsee häufig für Schnee in den angrenzenden Bundesländern, insbesondere in der hügeligen [[Holsteinische Schweiz|Holsteinischen Schweiz]] bei nordöstlichen Winden. Hier reicht oftmals bereits eine Temperaturdifferenz von wenig mehr als 10&amp;amp;nbsp;°C zwischen dem [[850-hPa-Niveau]] und der [[Wassertemperatur]] für einsetzenden Niederschlag; bei über längere Zeit gleichbleibender Windrichtung kann dann in Küstennähe selbst bei relativ geringer Niederschlagsrate einiges an Niederschlag zusammenkommen. Zuletzt gab es im März&amp;amp;nbsp;2018 sowie im November&amp;amp;nbsp;2016 derartige Ereignisse, die in [[Ostholstein]] und in [[Vorpommern]] innerhalb weniger Stunden für bis zu 40&amp;amp;nbsp;cm Neuschnee sorgten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2018/20181228_deutschlandwetter_jahr2018_news.html |titel=Wetter und Klima – Deutscher Wetterdienst – Presse – Deutschlandwetter im Jahr 2018 |abruf=2019-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lake Effect in der Türkei ==&lt;br /&gt;
Vor allem in der [[Bosporus]]-Region (einschließlich [[Istanbul]]) und in der westlichen [[Schwarzmeerregion (Türkei)|Schwarzmeerregion]] (z.&amp;amp;nbsp;B. um [[Zonguldak]]), kommt es durch starke Kaltlufteinbrüche von Norden über dem wärmeren [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] zu langanhaltenden ergiebigen Schneefällen. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass auch in der Metropolregion Istanbul große Mengen an Schnee fallen. In der Vergangenheit gab es durch starke Winde zudem meterhohe [[Schneewehe]]n, so zum Beispiel während der Schneekatastrophe im März 1987. Damals schneite es in Istanbul tagelang und der Schnee lag meterhoch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://meetings.copernicus.org/www.cosis.net/abstracts/EGU06/05142/EGU06-J-05142.pdf The Black Sea impact on the severe snow episode over the city of Istanbul]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schnee#Schneearten|Schneearten]] nach Alter, nach Feuchtigkeit, nach Farbe, nach Dichte, nach Auftreten und Ursprung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Lake effect snow}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wetteronline.de/wetterlexikon?topic=lake-effekt Lake-Effekt] im Wetterlexikon von [[WetterOnline]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Starkschneeereignis|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologisches Konzept]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Große Seen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Bourrasque de neige#Bourrasques en aval de plans d&amp;#039;eau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MichaOtG</name></author>
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