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	<title>Lahnmarmor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-14T02:31:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fault limestone.jpg|mini|Polierte Schnittfläche von Lahnmarmor aus [[Gaudernbach]] ]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lahnmarmor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Nassauer Marmor&amp;#039;&amp;#039; genannt) werden polierbare [[Kalkstein]]e des [[Mitteldevon]]s im Südosten des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]] zusammengefasst. Zentren der Gewinnung waren [[Balduinstein]], [[Diez]] (beide [[Rhein-Lahn-Kreis]], Rheinland-Pfalz), [[Villmar]] und [[Schupbach]] (beide [[Landkreis Limburg-Weilburg]], Hessen). Der Abbau dieses auch international nachgefragten [[Naturstein]]s reicht nachweislich bis in das 16. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Petrographie und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geologische Karte Lahnmulde.png|mini|links|[[Geologische Karte]] der Lahnmulde, Kalkvorkommen in Türkis {{Farbindex|0ff|5=0ff}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Devonian coral-stromatoporoid reefal limestone.jpg|mini|Polierte Abbaufront im Steinbruch Unica]]&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „[[Marmor]]“ ist [[Petrographie|petrographisch]] (gesteinskundlich) inkorrekt, da dieses [[Karbonatgestein]] nicht [[Metamorphose (Geologie)|metamorph]] überprägt ist. Stattdessen wird „Marmor“ hier als [[Marmor#Kulturbegriff|Kulturbegriff]] für polierbare Kalksteine mit marmorierter [[Textur (Geologie)|Textur]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lebhaft strukturierten Lahnmarmore treten in den Farben schwarz und grau (gefärbt durch [[Kohlenstoff]]), rot und zahlreichen weiteren Farben (überwiegend gefärbt durch Eisenminerale), selten sogar weiß auf. Teilweise sind dichte Einlagerungen von [[Hämatit]] prägnant sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Lahnmarmore sind 380 Millionen Jahre alte [[biogen]]e [[Sedimentgestein]]e. Bei vielen dieser Gesteine handelt es sich um sogenannte [[Massenkalk]]e aus den Resten [[Riff (Geographie)|riff]]&amp;amp;shy;bildender Organismen. Hauptriffbildner waren [[Stromatoporen]], eine ausgestorbene Tiergruppe, die [[Systematik (Biologie)|systematisch]] zumeist zu den [[Schwämme]]n gestellt wird. Weitere häufige [[Fossil]]ien im Gestein sind [[Meeresschnecke]]n sowie [[Tabulata|tabulate]] und [[Rugosa|rugose Korallen]]. Ferner enthalten sind [[Dinoflagellaten]], [[Foraminiferen]], nicht-stromatoporide Schwämme, [[Goniatiten]], [[Trilobiten]], [[Ostrakoden]], [[Moostierchen|Bryozoen]], [[Armfüßer|Brachiopoden]], [[Stachelhäuter|Echinodermen]] und weitere. Schon damals zu einem relativ soliden Kalkstein zementiert wurden die Riffe vor allem durch die Tätigkeit von [[Cyanobakterien]]. Die heutige Textur und Härte des Gesteins bildete sich jedoch erst nachfolgend durch [[Diagenese|diagenetische Prozesse]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Geologie|Regionalgeologisch]] befinden sich die Lahnmarmor-Vorkommen in der [[Lahnmulde]], einer tektonischen Großstruktur am Südost-Rand des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]] zwischen [[Westerwald]] und [[Taunus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Abbaus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ESB Elevators.JPG|mini|Empire State Building: Wandverkleidung aus Lahnmarmor um die Aufzüge im Foyer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:15-04-25-Goldener-Saal-Zeppelintribüne-Nürnberg-RalfR-DSCF4463 4 5.jpg|mini|[[Goldener Saal (Nürnberg)|Goldener Saal]] in Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marmorbrücke Villmar Lahn Detail.jpg|mini|Marmorbrücke in Villmar im Detail]]&lt;br /&gt;
Die Gewinnung und Verwendung von Lahnmarmoren ist über einen Zeitraum von ca. 400 Jahren dokumentiert. Für diesen Zeitraum sind über 100 Gewinnungsstellen nachgewiesen, die sich untereinander in Farbe und Struktur signifikant unterscheiden. Einige Steinbrüche erbrachten mehrere Sorten, im Fall des Steinbruchs &amp;#039;&amp;#039;Bongard&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um etwa 15 verschiedene Arten. Aus diesem Grund sind heute bestimmte Lahnmarmorsorten an historischen Objekten sehr schwer zu identifizieren. Zu den frühesten Abbaugebieten der Lahnmarmore zählen die Gegend um Villmar (16. Jahrhundert) sowie die Umgebung von [[Schupbach]] (17. Jahrhundert). Vermehrte Zahlen von Anwendungen des Materials aus den Brüchen um Villmar sind ab dem 18. Jahrhundert überliefert. Dazu zählt u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Benediktinerabtei St. Matthias]] in Trier.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Beginn des Abbaus um Schupbach ist nicht genau geklärt. In Chronikaufzeichnungen zwischen 1610 und 1612 wird „schwarzer Marmor“ von diesem Ort genannt. Seit dem Jahr 1678 lebte in Schupbach und [[Weilburg#Stadtgliederung|Gaudernbach]] die Steinmetzfamilie Weidemann, mit der die Bekanntheit der dort gewonnenen Sorten zunahm.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus einem Steinbruch bei [[Katzenelnbogen]] lieferte dessen Betreiber 1715 acht Pfeiler für die Kapelle der Würzburger Kathedrale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Hinweise ergeben sich aus der Geschichte des Gefängnisses in [[Diez]]. Dort bearbeiteten im 18. und 19. Jahrhundert Gefangene in großem Umfang die in der Region gewonnenen Kalksteine. Dadurch wurde Diez für über 100 Jahre zu einem Zentrum der Lahnmarmorverarbeitung. Beispielsweise stammen aus dieser Produktion ein Brunnen (1835–1837) für den Marktplatz von [[Idstein]] oder der Sockel (1836) des [[Gutenberg-Denkmal (Mainz)|Gutenberg-Denkmals]] in Mainz. Bemerkenswert sind zehn im Diezer Gefängnis gefertigte Grenzsäulen für das [[Herzogtum Nassau]], die in zwei zeitlichen Etappen 1825 und 1827 aufgestellt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Petra Schwenzer, Helga Reucker, Thomas Kirnbauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Marmorgrenzsäulen des Herzogtums Nassau&amp;#039;&amp;#039;. In: Nassauische Annalen. Bd.&amp;amp;nbsp;113, 2002, S.&amp;amp;nbsp;341–394&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Vereinigung mit dem Gefängnis von Weilburg im Jahr 1811 beherrschte die Produktion in Diez den Markt der Lahnmarmore. Trotz der bekannten hohen Sterberate im Diezer Gefängnis trat dieses als Aussteller auf der [[Great Exhibition|Weltausstellung von 1851]] in [[London]] mit umfangreicher Musterpräsentation auf. Als die preußische Verwaltung das Gefängnis 1880 privatisierte, übernahmen die Gebrüder Hergenhahn die inzwischen sehr bekannte Steinverarbeitung. Seit dieser Zeit weitete sich der Absatzmarkt auf das gesamte [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]] und zu überseeischen Abnehmern aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Periode der umfangreichsten Anwendung von Lahnmarmoren gehört nach heutiger Kenntnis das 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Moderne Maschineninvestitionen und umsichtige Aktivitäten, beispielsweise durch den Marmorunternehmer G. Joerissen, ermöglichten eine erfolgreiche Verarbeitung und überregionale Verbreitung zahlreicher Sorten. Zu nennen sind hier auch die Marmorwerke Balduinstein (Guido Krebs) und deren späterer Inhaber W. [[Thust]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Goldener Saal (Nürnberg)|Goldenen Saal]] von [[Albert Speer]] in Nürnberg, dem einzig fertiggestellten Innenraum auf dem nationalsozialistischen [[Reichsparteitagsgelände]], sind die Wände aus cremefarbigem (mit roten Ausblutungen), der Boden aus dunkelgrauem Lahnmarmor gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung der Vorkommen wurde so hoch eingeschätzt, dass auch während des Zweiten Weltkriegs eine Gewinnung stattfand. Aus dieser Zeit sind Lieferungen (1940) aus &amp;#039;&amp;#039;Balduinsteiner Grau&amp;#039;&amp;#039; für den Kassenbereich im Gebäude der Reichshauptbank von [[Heinrich Wolff (Architekt)|Heinrich Wolff]] in Berlin belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abbau und die Verarbeitung von Lahnmarmor endeten im Jahr 1970. Für technische Zwecke besteht bis heute an einigen Stellen weiterhin ein aktiver Kalksteinabbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Römerzeitliche Anwendungen von Lahnmarmor in [[Xanten]] sind 1997 vermutet, aber nach näheren Untersuchungen (2006) bisher nicht nachgewiesen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietwulf Baatz: &amp;#039;&amp;#039;Lahnmarmor in der Colonia Ulpia Traiana?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Xantener Berichte]], Band&amp;amp;nbsp;14, 2006, S.&amp;amp;nbsp;303–306&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nepomuck villmar -wirbelau marmor 1.jpg|mini|hochkant|Standbild des „[[Brücke#Bildende Kunst|Brückenheiligen]]“ [[Johannes Nepomuk|Nepomuk]] aus Wirbelau-Marmor von [[Karl Matthäus Winter]] auf der Marmorbrücke]]&lt;br /&gt;
Neben der [[Marmorbrücke (Villmar)|Marmorbrücke]] in Villmar und der Ausstattung des [[Schloss Weilburg|Weilburger Schlosses]]&amp;lt;ref&amp;gt;für weiterführende Informationen über die Verwendung von Lahnmarmor in Weilburg siehe Helga Reucker: &amp;#039;&amp;#039;Lahnmarmor in Weilburg an der Lahn.&amp;#039;&amp;#039; In: Lahn-Marmor-Nachrichten. Heft&amp;amp;nbsp;5, 2002, S.&amp;amp;nbsp;6–11 ({{Webarchiv|url=http://www.lahn-marmor-museum.de/modules/download_gallery/dlc.php?file=7&amp;amp;id=1396940990&amp;amp;sid=122 |wayback=20160411155152 |text=PDF |archiv-bot=2022-03-13 10:57:05 InternetArchiveBot }} 1&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; ist Lahnmarmor beispielsweise für das [[Foyer]] des New Yorker [[Empire State Building]]s, für den [[Palast]] des [[Maharadscha]]s von Tagore, für die St. Petersburger [[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]] und für den [[Moskauer Kreml|Kreml]] in Moskau verwendet worden. Außerdem wurden der [[Berliner Dom|Berliner]], [[Würzburger Dom|Würzburger]] und [[Mainzer Dom]] sowie die Klosterkirche [[Amorbach]] damit ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Wabel: Form Farbe Glanz. Lahnmarmor im Barock. [[Historische Kommission für Nassau]] Wiesbaden 2015. ISBN 978-3-930221-33-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Er fand ferner Verwendung beim einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen in der Trierer [[Benediktinerabtei St. Matthias]]. In [[Wiesbaden]] sind zudem zahlreiche Prachtbauten mit Lahnmarmor geschmückt. Steinbildhauer verwendeten häufig den [[Wirbelau-Marmor]] für Skulpturen, der zur Gruppe der Lahnmarmore zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foyer des [[Museum Wiesbaden|Museums Wiesbaden]] ist eines der vielen repräsentativen Beispiele für die Anwendung der Lahnmarmore.&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Schwenzer: &amp;#039;&amp;#039;Vereinsausflug nach Wiesbaden.&amp;#039;&amp;#039; In: Lahn-Marmor-Nachrichten. Heft&amp;amp;nbsp;7, 2003, S.&amp;amp;nbsp;8–11 ({{Webarchiv|url=http://www.lahn-marmor-museum.de/modules/download_gallery/dlc.php?file=9&amp;amp;id=1396941008&amp;amp;sid=122 |wayback=20160411155157 |text=PDF |archiv-bot=2022-03-13 10:57:05 InternetArchiveBot }} 1&amp;amp;nbsp;MB), S.&amp;amp;nbsp;9&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl die Vorkommen noch nicht erschöpft sind, wird der [[Werkstein]]abbau wegen ökonomischen und spezifischen Nachfragebedingungen gegenwärtig nicht betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 NYC Empire State Building lobby.jpg|Foyer des Empire State Building&lt;br /&gt;
 Mainz - Johannes-Gutenberg-Denkmal (Johannes Gensfleisch) - panoramio.jpg|Der Sockel des Gutenberg-Denkmals ist aus Lahnmarmor&lt;br /&gt;
 Trier Sankt Matthias BW 4.JPG|Grab des Apostels Matthias: dunkle Bestandteile des Grabes und Altar sind aus Lahnmarmor&lt;br /&gt;
 Schloss Biebrich in Wiesbaden 36.JPG|Säule und Wandverkleidung im Wiesbadener [[Schloss Biebrich]]&lt;br /&gt;
 Ahlbach Altar.jpg|Altar in Ahlbach aus Wirbelau-Marmor&lt;br /&gt;
 Wirbelau Gretchen.JPG|&amp;#039;&amp;#039;[[Gretchen]]&amp;#039;&amp;#039; aus Wirbelau-Marmor in [[Wirbelau]] von Karl Matthäus Winter&lt;br /&gt;
 Kölner-Brunnen-St-Maria-in-der-Kupfergasse.JPG|Ehemaliger [[Laufbrunnen]] (1829) aus Villmar, heute ein [[Kölner Brunnen]]&lt;br /&gt;
 Villmar - Marmorbruecke 2.jpg|Marmorbrücke in Villmar&lt;br /&gt;
 St. Peter und Paul Villmar Lahnmarmor (01).jpg|Boden aus Lahnmarmor in St. Peter und Paul, Villmar&lt;br /&gt;
 Dillenburg, Grenzsäule des Herzogtums Nassau.jpg|Grenzsäule des Herzogtums Nassau, Dillenburg&lt;br /&gt;
 Unica im Berliner Dom (Infotafel, Villmar) 836.jpg|Unica-Lahnmarmor im [[Berliner Dom]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgewählte Lahnmarmorsorten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lahnmarmor im Steinbruch Unica,Villmar.JPG|mini|Nahaufnahme des Stromatoporenriffs im Steinbruch Unica]]&lt;br /&gt;
Mit dem seit Ende des 16. Jahrhunderts nachweislich betriebenen und bis etwa 1970 fortgeführten Werksteinabbau in den Regionen um [[Limburg an der Lahn|Limburg]], [[Weilburg]] und [[Wetzlar]] entwickelten sich für diese texturell und farbig meist lebhaften Dekorationsgesteine nach und nach zahlreiche Sortennamen, die sowohl Ortsbezeichnungen als auch Fantasienamen darstellen. Bis 2008 waren 125 diesbezügliche Handelsnamen bekannt geworden. In schriftlichen Quellen bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es dagegen üblich, allgemein von &amp;#039;&amp;#039;Nassauischem Marmor&amp;#039;&amp;#039; zu berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Kirnbauer: &amp;#039;&amp;#039;Nassau Marble or Lahn Marble – a famous Devonian dimension stone from Germany&amp;#039;&amp;#039;. 2008, S. 187–218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bongard&amp;#039;&amp;#039; (verschiedene Sortierungen mit Zusatzbezeichnung) bei [[Villmar]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brunhildenstein&amp;#039;&amp;#039;  bei [[Gaudernbach]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Edelfels&amp;#039;&amp;#039;-Marmor bei [[Heistenbach]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grafenstein&amp;#039;&amp;#039; bei Gaudernbach&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kölken&amp;#039;&amp;#039; bei [[Schupbach]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Korallenfels&amp;#039;&amp;#039; bei Schupbach&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nassauer Violett&amp;#039;&amp;#039; bei [[Aumenau]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rojizonazo&amp;#039;&amp;#039; bei Gaudernbach&lt;br /&gt;
* Schupbacher Kalkstein (Typ &amp;#039;&amp;#039;Schupbach Schwarz&amp;#039;&amp;#039;) bei Schupbach&lt;br /&gt;
* Schupbacher Kalkstein (Typ &amp;#039;&amp;#039;Famosa S&amp;#039;&amp;#039;) bei Schupbach&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Steedener Rot&amp;#039;&amp;#039; bei [[Steeden]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unica A&amp;#039;&amp;#039; bei Villmar&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weibshohl&amp;#039;&amp;#039; bei [[Runkel]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Wirbelau-Marmor|Wirbelau]]&amp;#039;&amp;#039;-Marmor bei [[Wirbelau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturdenkmal Steinbruch Unica und Lahn-Marmor-Museum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abandoned limestone quarry Unica 2010.jpg|mini|Beispiel von [[Kulturgeologie|kulturgeologischer]] Aktivität: Der Steinbruch Unica im Abbaufortschritt um 1970 (später drei Wände poliert und seit 2001 mit Zeltdach geschützt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinbruch Unica Villmar Lahnmarmor (02).jpg|mini|Polierte Abbauwand mit Plakette des [[Hessischer Denkmalschutzpreis|Hessischen Denkmalschutzpreises]] 2001 und Informationstafel]]&lt;br /&gt;
Der Unica-Bruch in Villmar ist der einzige von über einhundert ehemals betriebenen Lahnsteinbrüchen, der zugänglich ist. In diesem aufgelassenen [[Steinbruch]] der Nassauischen Marmorwerke Dykerhoff &amp;amp; Neumann [[Anstehendes Gestein|steht]] überwiegend roter Lahnmarmor (&amp;#039;&amp;#039;Unica A&amp;#039;&amp;#039;) an, der mit [[Seilsäge]]n abgebaut wurde. Diese Methode ließ eine in zwei ausgesägte Terrassen gegliederte etwa sechs Meter hohe und 15 Meter lange Wand entstehen, die einen in dieser Form sehr seltenen [[dreidimensional]]en Einblick in den Aufbau eines [[Stromatoporen]]riffs aus dem [[Devon (Geologie)|Devon]] erlaubt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLUG&amp;quot;&amp;gt;Heiner Heggemann, Adalbert Schraft, Helmut Weinberger: &amp;#039;&amp;#039;Geotope in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie, Wiesbaden&amp;lt;!-- keine Jahreszahl angegeben, wahrscheinl. 2008--&amp;gt; ([https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/geologie/geotope/www_geotope.pdf PDF] 1,2&amp;amp;nbsp;MB), S.&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gemeindesteinbruch Unica ist 1996 zum [[Naturdenkmal]] erklärt worden. 2006 gewann der Bruch den Hessischen Naturschutzpreis und fand zudem Eingang in die Liste der [[Nationaler Geotop|Nationalen Geotope]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HLUG&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=17311 &amp;#039;&amp;#039;Highlights im Devon von Deutschland.&amp;#039;&amp;#039;] Senckenberg World of Biodiversity, abgerufen am 8. Juli 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; In unmittelbarer Nachbarschaft wurde 2016 der Neubau des Villmarer [[Lahn-Marmor-Museum]]s eröffnet. Es zeigt die Entstehung des Lahnmarmors als [[Riffkalk]] aus dem [[Devon (Geologie)#Untergliederung des Devon|Mitteldevon]], die Geschichte und Technik des Gesteinsabbaus sowie die Verwendung des Lahnmarmors für Gebäude und Kunstwerke weltweit. Das Museum wird vom &amp;#039;&amp;#039;Lahn-Marmor-Museum e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; betrieben und verfügt über eine große Sammlung von Mustern für die verschiedensten Lahnmarmor-Varietäten und ausgewählten kunstgewerblichen bzw. künstlerischen Objekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinbruch und Museum sind als [[Geotop]] bzw. Geopunkt des als [[Geopark|Nationaler GeoPark]] zertifizierten [[Geopark Westerwald-Lahn-Taunus|Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Thomas Kirnbauer: &amp;#039;&amp;#039;Nassau Marble or Lahn Marble – a famous Devonian dimension stone from Germany&amp;#039;&amp;#039;. In: S. Siegesmund, R. Snethlage (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Denkmalgesteine. Festschrift Wolf-Dieter Grimm.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften. Heft&amp;amp;nbsp;59, 2008, S.&amp;amp;nbsp;187–218 ([https://www.tfh-bochum.de/fileadmin/user_upload/Menschen_Publikationen/Kirnbauer_2008_Nassau_Marble.pdf PDF] 1,75 MB)&lt;br /&gt;
* [http://www.lahn-marmor-museum.de/ Website des Lahn-Marmor-Museum]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Villmar und der Marmor&amp;#039;&amp;#039;|url=http://marktflecken-villmar.de/marmorbrueche-steinhauermeister-bildhauer/|wayback=20180505085856}} Website der Gemeinde Villmar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://panowalks.com/embed/SYU0IPQqv49oFieyTkfihqwtPDbn/ 360°-Panoramatouren durch das Lahn-Marmor-Museum und Unica Bruch, Villmar]&lt;br /&gt;
* [https://www.marktflecken-villmar.de/tourismus/villmar-lahn-marmor Villmar und Lahn-Marmor]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalksteinsorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwerkstein des Devon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationaler Geotop]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Devon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Rheinischen Schiefergebirges]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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