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	<title>Lahngau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Memnon335bc am 2. Oktober 2024 um 10:31 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lahngau (HRR) 1000.jpg|mini|Ober und Niederlahngau im [[Ostfranken und Westfranken|Herzogtum Westfranken]] um 1000]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lahngau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Fränkisches Reich|fränkische]] [[Gaugrafschaft]] im [[Frühmittelalter]]. Er umfasste das Gebiet an der mittleren und unteren [[Lahn]] in den heutigen Bundesländern [[Hessen]] und [[Rheinland-Pfalz]]. Überlieferte [[Choronym|Namen]] des [[Gau]]s sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pagus Loganahe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pagus Logenensis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Historisch gesehen handelt es sich beim Lahngau um die [[Ostfrankenreich|ostfränkischen]] Stammlande der [[Konradiner]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [[Gau]] wurde vor 900 n.&amp;amp;nbsp;Chr. in den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberlahngau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niederlahngau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verlaufskarte Lahn.png|mini|Verlauf und Einzugsgebiet des namensgebenden Flusses Lahn]]&lt;br /&gt;
Die Westgrenze des Lahngaus verlief etwa beim heutigen [[Montabaur]]. Westlich des Lahngaus bis zum [[Rhein]] befand sich der [[Engersgau]] mit Zentrum im [[Neuwieder Becken]]. Die nordwestliche Grenze markierte die [[Wasserscheide]] des [[Westerwald]]s. Nordwestlich und nördlich des Lahngaus befand sich der [[Auelgau]] mit Siedlungszentrum [[Sieg (Fluss)|Siegmündung]] und wahrscheinlich im [[Siegerland]]. Nördlich und nordöstlich des Lahngaus schloss sich der [[Hessengau]], das ehemalige Siedlungsgebiet der [[Chatten]] an. Wie der Lahngau wurde der Hessengau zeitweilig von den Konradinern beherrscht. Südöstlich des Lahngaus befand sich der Wettereibagau (die [[Wetterau]]). Südlich, durch die Wasserscheide des [[Taunus]] getrennt, befand sich der [[Königssondergau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fränkischen Gaue untergliederten sich in die Bezirke den [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Zentmarken]]. Für diese Bezirke wurden Bezeichnungen wie „(Unter)gau“, „Zente“ oder „Mark“ verwendet. Im Oberlahngau bestanden die &amp;#039;&amp;#039;Dautpher Mark&amp;#039;&amp;#039;, welche 791 erstmals genannt wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Huth 1973, S. 9 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Haigerer Mark]] und die [[Herborner Mark]]. [[Perfgau]] und [[Erdagau]] dürften auch Untergaue des Lahngaus gewesen sein. Die Zuordnung der Zentmark Kallenbacher Zent/Kallenbergskopf nördlich vom heutigen [[Löhnberg]] ist unklar und hängt vom angenommenen Grenzverlauf ab. Mit der zunehmend dichteren Besiedlung wurden die Zentmarken geteilt oder neue gegründet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ursprüngliche Zentmarken des Niederlahngaus waren wahrscheinlich der Reckenforst um [[Dietkirchen (Limburg an der Lahn)|Dietkirchen]], die [[Hadamar]]er Mark, die [[Ellar]]er Mark und die Zente [[Winnen]]-[[Höhn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ober- und Niederlahngau ==&lt;br /&gt;
Im 9. Jahrhundert erscheinen die Teilgaue als &amp;#039;&amp;#039;superior&amp;#039;&amp;#039; (881) bzw. &amp;#039;&amp;#039;inferior&amp;#039;&amp;#039; (821) &amp;#039;&amp;#039;Logenaha&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Hermann May]]: &amp;#039;&amp;#039;Territorialgeschichte des Oberlahnkreises (Weilburg)&amp;#039;&amp;#039;. S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der genaue Verlauf der Grenze zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;Ober-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Niederlahngau&amp;#039;&amp;#039; ist nicht überliefert. Von einigen Historikern wird die Grenze ungefähr auf der Wasserscheide zwischen [[Solmsbach]] und [[Weil (Fluss)|Weil]], östlich von [[Weilburg]], vermutet. [[Christian Spielmann]] schrieb hierzu 1894: „Weilburg lag im Niederlahngau. Er erstreckte sich etwa von der [[Nister (Lahn)|Nister]] bis zum [[Pfahlgraben]] und von der [[Gelbach]] und [[Aar (Lahn)|Aar]] westlich bis zum [[Ulmbach (Lahn)|Ulmbach]] und Weil östlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Spielmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt und Herrschaft Weilburg&amp;#039;&amp;#039;. S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; … Die erstgenannten Brüder (Konrad der Ältere, [[Gebhard (Lothringen)|Gebhard]], Eberhard und [[Rudolf I. (Würzburg)|Rudolf]]) teilten sich den Niederlahngau derart, dass Konrad die Osthälfte, Eberhard die Westhälfte übernahm;&amp;lt;ref&amp;gt;Spielmann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt und Herrschaft Weilburg&amp;#039;&amp;#039;. S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;“. Andere Historiker vermuten die Grenze westlich von Weilburg. So nennt [[Hellmuth Gensicke]] die „Wasserscheide ostwärts von [[Kerkerbach]] und [[Elbbach (Lahn)|Elbbach]]“ als mögliche Grenze.&amp;lt;ref&amp;gt;Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwalds&amp;#039;&amp;#039;. (1958), S. 28/29&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesem Grund ist die genaue Zuordnung Weilburgs umstritten. Im Folgenden wird in Anlehnung an die Deutung Gensickes von einer Grenze westlich Weilburg ausgegangen. Dieser entspricht auch die Grenze zwischen den mittelalterlichen Dekanaten [[Dietkirchen]] und [[Kirberg]] einerseits und dem Archipresbyterat [[Wetzlar]] andererseits. Die oben genannte Erbteilung bezieht sich dann auf den Ober- und Niederlahngau (siehe auch [[#Grafen im Lahngau|Grafen im Lahngau]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Zu Zentren des Lahngaus entwickelten sich Orte an den [[Furt]]en über die Lahn. Einige dieser Orte gehen, nach archäologischen Funden, auf fränkische [[Heerlager]] zurück die im 6./7. Jahrhundert die Lahnübergänge sicherten. Die urbanen Zentren des Niederlahngaus waren die späteren Städte [[Diez]] (als „Theodissa“ Ersterwähnung um 790) und [[Limburg an der Lahn|Limburg]] (als „Lintpurc“ Ersterwähnung 910). Zum Zentrum des Oberlahngaus entwickelte sich [[Wetzlar]] (als „Weftifa“ Ersterwähnung 832), Haiger (als „Haigrahe“ Ersterwähnung 778) und, je nach Grenzverlauf, Weilburg (als „Wilineburch“ Ersterwähnung 906).--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dietkirchen Kirche im Abendlicht.jpg|mini|Lubentiuskirche Dietkirchen]]&lt;br /&gt;
Zum wichtigen kirchlichem Zentrum entwickelte sich Dietkirchen (erwähnt 841 als „ecclesia Dietkircha“). Die [[Lubentiusstift|Lubentiuskirche]] war im Mittelalter der Sitz eines [[Archidiakonat]]s, das sämtliche rechtsrheinischen Gebiete des [[Bistum Trier|Erzbistums Trier]] umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konrad I.png|mini|Siegel Konrads des Jüngeren, Graf des Oberlahngau in Weilburg]]&lt;br /&gt;
Ursprünglich lag das Gebiet des Lahngaus im Siedlungsgebiet der [[Ubier]]. Nach dem Abwandern der Ubier um 39 vor Christus war das Gebiet eher dünn besiedelt. Bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. entwickelte es sich zur Grenzregion zwischen den [[Franken (Volk)|Franken]] im [[Westerwald]], den [[Chatten]] im heutigen Nordhessen, und Alamannen im Taunus und in der Wetterau. Im 5./6. Jahrhundert gelang es den Franken, die Vorherrschaft zu erringen; die Chatten gliederten sich in den fränkischen Stammesverband ein, die Alamannen wurden fränkisches [[Protektorat]]. Damit konnten die Franken das Gebiet des Lahngaus in ihr Reich einbeziehen. Während der Phase der [[Fränkische Landnahme|fränkischen Landnahme]] konnte sich die fränkische Familie der Konradiner als führendes Haus im Lahngau durchsetzen. Die Konradiner unterhielten enge familiäre Beziehungen zu den [[Karolinger]]n und [[Robertiner]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle in der Verwaltung des Lahngaus übernahmen die [[Stift (Kirche)|Stifte]] und [[Urpfarrei]]en. Zu Beginn der [[Konradiner|konradinischen]] Herrschaft im Lahngau bestand nur das Stift [[St. Lubentius (Dietkirchen)|St. Lubentius]] in [[Dietkirchen (Limburg an der Lahn)|Dietkirchen]], das wahrscheinlich bereits im 6. Jahrhundert gegründet wurde. Die erste Erwähnung dieses Stiftes erfolgte jedoch erst 841 als „monasterium“ ([[Einsiedelei]]). Im Jahr 845 gründete Graf [[Gebhard im Lahngau|Gebhard]] das Stift [[St. Severus (Gemünden)|St. Severus]] in [[Kettenbach (Aarbergen)|Kettenbach]], das er noch zu seinen Lebzeiten nach [[Gemünden (Westerwald)|Gemünden]] verlegte. Zu Beginn des 10. Jahrhunderts folgten weitere konradinische Gründungen: Stift St. Georg in Limburg (910), Stift St. Walpurgis in Weilburg (912) und Stift St. Marien in Wetzlar (914/15).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Graf des Oberlahngaus und Herzog von Franken, [[Konrad I. (Ostfrankenreich)|Konrad der Jüngere]], 911 zum König des [[Ostfrankenreich|Ostfränkischen Reichs]] gekürt wurde, hatten die Konradiner den Höhepunkt ihrer Macht erreicht. Mindestens vier Aufenthalte Konrads sind für Weilburg bezeugt. Den Konradinern gelang es jedoch nicht, sich als königliche Dynastie zu etablieren. Nach [[Widukind von Corvey]] soll Konrad auf dem Sterbebett in Weilburg seinem Bruder [[Eberhard (Franken)|Eberhard]] empfohlen haben, seinem Rivalen und Gegner [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich von Sachsen]] als Nachfolger im Königsamt Gefolgschaft zu leisten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Weilburg Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. S. 216/217&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Ereignis wird als „Weilburger Testament“ bezeichnet, gilt allerdings heute bei manchen Historikern für eine von den [[Liudolfinger]]n in Umlauf gebrachte Legende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Konflikt zwischen [[Eberhard (Franken)|Eberhard]] von Franken, als Nachfolger Konrads Graf im Oberlahngau, und König [[Otto I. (HRR)|Otto&amp;amp;nbsp;I.]] kam es zur endgültigen Spaltung des konradinischen Hauses. In der [[Schlacht bei Andernach (939)|Schlacht bei Andernach]] am 2. Oktober 939 wurde Eberhard von seinem Vetter [[Konrad Kurzbold]], Graf im Niederlahngau, besiegt und kam dabei ums Leben. Der Konradiner Familienzweig um Eberhard verlor damit die Herrschaft im Oberlahngau. Teile der Herrschaft wurden auf den Familienzweig um Konrad Kurzbold übertragen, andere Teile zogen die Liudolfinger Könige ein. In diesem Gebiet konnten sich, nach einer wechselvollen Geschichte, bis zum 11. Jahrhundert die Grafen aus dem Haus der [[Gisonen]] durchsetzen. Das Gebiet um Weilburg wurde von den Liudolfinger Königen bis um das Jahr 1000 an das [[Bistum Worms]] vergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Niederlahngau hielten sich die Konradiner bis in die zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts. Die letzte namentliche Erwähnung eines konradinischen Grafen erfolgte 966. Der Niederlahngau ging auf die [[Grafschaft Diez]] über. Das umfangreiche konradinische [[Allod]] im Niederlahngau kam, wahrscheinlich über familiäre Beziehungen, an die Grafen von Alt-[[Leininger|Leiningen]]. Bis zu deren Aussterben um 1220 verteilte es sich unter den verwandten Dynastien [[Haus Nassau|Nassau]], Runkel/[[Herrschaft Westerburg|Westerburg]], [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|Isenburg]]/[[Limburg (Adelsgeschlecht)|Limburg]] und Virneburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grafen im Lahngau ==&lt;br /&gt;
Mögliche Herrscher des Lahngau könnten gewesen sein:&lt;br /&gt;
* Adaltrud, Witwe des Grafen im Lahngau, schenkte zwischen 750 und 779 dem [[Kloster Fulda]] Güter in Selters, Meinlinten, Buchen und Neistenbach&lt;br /&gt;
* Adrian; Seine Witwe Waltrat verschenkte 821 mit Zustimmung eines Uuto Güter in Bermbach, Stetim und Feldum&lt;br /&gt;
Als Grafen des ungeteilten Lahngau sind bezeugt:&lt;br /&gt;
# Konrad, 772 und 773 bezeugt als Graf im Lahngau, gilt als Stammvater der [[Konradiner]]&lt;br /&gt;
# [[Odo von Orléans|Udo der Ältere]] († 834), 820–826 bezeugt im Rheingebiet, Graf im Lahngau, 828–834 Graf von [[Grafschaft Orléans|Orléans]].&lt;br /&gt;
# [[Gebhard im Lahngau|Gebhard]], 832–879 bezeugt, Graf im Lahngau, stiftete 845 ein Stift in [[Kettenbach (Aarbergen)|Kettenbach]], aus dem 879 das [[Stift St. Severus Gemünden|Stift St. Severus]] in [[Gemünden (Westerwald)|Gemünden]] hervorging, † 879 in Gemünden. Er hatte vier Söhne: Udo (Graf im Lahngau), Berengar (Graf im Hessengau), Waldo (Abt von [[Reichsabtei St. Maximin|St. Maximin]]), und [[Berthold von Trier|Berthold]] (Erzbischof von [[Bistum Trier|Trier]])&lt;br /&gt;
# [[Udo im Lahngau|Udo]], Sohn Gebhards, Graf im Lahngau um 860/879&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafen im Niederlahngau ===&lt;br /&gt;
Als Grafen im Niederlahngau sind bezeugt:&amp;lt;ref&amp;gt;Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwald&amp;#039;&amp;#039;. (1957), S.&amp;amp;nbsp;43–46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Eberhard († 902/903 vor [[Bamberg]]), Bruder Konrads des Älteren, Graf im Niederlahngau, 888 Graf in der [[Ortenau]], ⚭ Wiltrud 903–933 bezeugt, wohl Tochter des Walaho&lt;br /&gt;
# [[Konrad Kurzbold]] († [[30. Juni]] [[948]]) Sohn Eberhards, 906/907 und 932 Graf im [[Wormsgau]], 910 Graf im unteren Niederlahngau, 927 Graf im [[Ahrgau]], Graf im [[Lobdengau]], stiftet 910 das St.-Georg-Stift in [[Limburg an der Lahn]], wo er auch begraben wurde&lt;br /&gt;
# Eberhard († [[10. Mai]] [[966]]), Bruder Konrad Kurzbolds, 948 bezeugt, 958 und 966 Graf im Auelgau, 958 Graf im Niederlahngau, 966 Graf im Lahngau, Enkel Eberhards. Ist der letzte namentlich bekannte konradinische Graf im Niederlahngau.&lt;br /&gt;
# [[Gerlach (Niederlahngau)|Gerlach]] († 1018?), 1002 und 1013 als Graf im Niederlahngau bezeugt; König Heinrich&amp;amp;nbsp;II. vermachte am 31. Oktober 1002 „die im Lahngau in der Grafschaft des Grafen Gerlach gelegene Stadt Weilburg“ der bischöflichen Kirche von [[Worms]].&lt;br /&gt;
# Godebold herrschte 1053 im südlichen Niederlahngau, Embricho im nördlichen Niederlahngau über Limburg, Brechelbach, Seck und Westernohe. Embricho ist der Begründer des [[Grafschaft Diez|Diezer Grafenhauses]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafen im Oberlahngau ===&lt;br /&gt;
# [[Konrad der Ältere (Konradiner)|Konrad der Ältere]] († 906), Sohn Udos, Graf im Oberlahngau und Hessengau 897.&lt;br /&gt;
# [[Konrad I. (Ostfrankenreich)|Konrad der Jüngere]] (* um 880/885; † 23. Dezember 918), Sohn Konrads des Älteren, Graf im Lahngau, Hessengau und wahrscheinlich im Königssondergau seit 906, Herzog von Franken seit 908, Ostfränkischer König seit 911.&lt;br /&gt;
# Otto († nach 918) 904 Graf im [[Ruhrgau]], Sohn Konrads des Älteren, 912 Graf an der mittleren Lahn&lt;br /&gt;
# [[Eberhard (Franken)|Eberhard]], Bruder Ottos, bezeugt 913–928 als Graf im Lahngau&lt;br /&gt;
# [[Udo I. von der Wetterau|Udo]] († [[949]]) 914 Graf in der [[Wetterau]], Enkel Udos, 917 und 948 Graf im [[Rheingau]], 918 Graf im Lahngau, stiftet 914/915 das St. Maria Stift in Wetzlar, wo er auch begraben wurde, Enkel des vorigen, ⚭ NN von [[Vermandois]], Tochter des Grafen [[Heribert I. (Vermandois)|Heribert I.]] ([[Karolinger]])&lt;br /&gt;
# Hildelin, bezeugt 975, unbekannte Herkunft&lt;br /&gt;
# Gerlach, bezeugt 993–1017 (möglicherweise identisch mit dem Zeitgleich regierenden Gerlach im Niederlahngau)&lt;br /&gt;
# [[Giso I.]] aus dem Hause der [[Gisonen]], Graf im Oberlahngau um 1008&lt;br /&gt;
# [[Werner III. (Maden)|Werner III. von Maden]] bezeugt als Graf im Lahngau 1062–1065, unter seiner Herrschaft hatte der Oberlahngau bereits erheblichen Besitz verloren.&lt;br /&gt;
# [[Hermann II. von Gleiberg]], bezeugt 1075, vereinigte die Reste des Oberlahngau mit der [[Grafschaft Gleiberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Offene Fragen ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Quellen der Geschichte des Lahngaus sind [[hochmittelalter]]liche Abschriften von Urkunden. Hier stellt sich immer die Frage, ob diese Schriftstücke auf originalen Vorlagen beruhen oder Fälschungen sind. Wenn sie auf original Vorlagen beruhen, ist oft unklar ob die, zum Zeitpunkt der Abschrift teilweise 500 Jahre alten, Originale buchstäblich oder nur sinngemäß wiedergegeben wurden. Die in den Urkunden genannten Personen können nicht immer eindeutig identifiziert werden. [[Ortsname]]n werden in heute unüblicher Form verwendet und sind nicht immer eindeutig heutigen Orten zuzuordnen. Genaue Übersichten über Besitzverhältnisse liegen, für dieses Gebiet, erst ab dem 12. Jahrhundert vor, so dass die Möglichkeit Rückschlüsse zu ziehen nur eingeschränkt gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Archäologie|Archäologische]] Funde, die zur Überprüfung herangezogen werden können, sind oft Zufallsfunde z.&amp;amp;nbsp;B. im Rahmen von Baumaßnahmen der Neuzeit. Viele vermutete archäologische Fundstätten wurden bisher nicht systematisch untersucht. Aus diesen Gründen sind einige wesentliche Fragen zur Geschichte des Lahngaus ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So könnte der Lahngau ursprünglich nicht zum konradinischen, sondern zum [[Robertiner|robertinischen]] Machtbereich gehört haben. Durch Tausch Anfang des 9. Jahrhunderts übernahmen die Konradiner den robertinischen Besitz im [[Ostfrankenreich]], die Robertiner den konradinischen Besitz an der [[Loire]] im [[Westfrankenreich]]. Dieser Vorgang würde die Gleichsetzung von Udo im Lahngau mit Odo von Blois erklären. Der umfangreiche Streubesitz im Lahngau des [[Kloster Lorsch|Klosters Lorsch]] (robertinische Gründung) könnte hier seine Ursache haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuordnung Weilburgs zum Ober- oder Niederlahngau ist ebenfalls umstritten. Da der konradinische Familienzweig von Konrad dem Älteren als Grafen in Weilburg bezeugt ist, kommt der Zuordnung eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Oberlahngaus zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Kirchenorganisation im Lahngau ist ebenfalls nicht genau bekannt. So wird von einigen Historikern die Rolle Dietkirchens als Ausgangspunkt einer Christianisierung durch das Bistum Trier angezweifelt. Das Archidiakonat wäre erst mit Niedergang der konradinischen Herrschaft durch das Erzbistum Trier errichtet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schweitzer: &amp;#039;&amp;#039;Dietkirchen&amp;#039;&amp;#039; – ...,(2006) S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Konradinern und dem Grafenhaus Diez konnten bisher weder bewiesen noch widerlegt werden. Die Herkunft des Diezer Grafenhaus ist unbekannt. Das umfangreiche [[Allod]] der Grafen im [[Wormsgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes&amp;#039;&amp;#039;. (1957), S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; spricht nicht gegen eine konradinische Abstammung, da auch der Wormsgau zum konradinischen Machtbereich gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl Huth&lt;br /&gt;
   |Titel=Dautphe: Herz einer geschichtlichen Kulturlandschaft&lt;br /&gt;
   |Verlag=Vorstand der Gemeinde&lt;br /&gt;
   |Ort=Dautphe&lt;br /&gt;
   |Datum=1973}}&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hellmuth Gensicke&lt;br /&gt;
   |Titel=Landesgeschichte des Westerwaldes&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Historische Kommission für Nassau&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-922244-80-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Christian Spielmann]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Geschichte der Stadt und Herrschaft Weilburg&lt;br /&gt;
   |Verlag=Stadt Weilburg&lt;br /&gt;
   |Ort=Weilburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1896&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Neuauflage 2005}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Edith Bröckel (u.&amp;amp;nbsp;a.)&lt;br /&gt;
   |Titel=Weilburg-Lexikon&lt;br /&gt;
   |Verlag=Magistrat der Stadt Weilburg&lt;br /&gt;
   |Ort=Weilburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |Seiten=215–217}}&amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Peter Paul Schweitzer |Titel=Dietkirchen. Der Name der Kirche und des Dorfes an der Lahn |Sammelwerk=[[Nassauische Annalen]] |Band=117 |Verlag=Verlag des Vereines für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung |Ort=Wiesbaden |Datum=2006 |ISSN=0077-2887 |Seiten=1–16 |Online=https://docslib.org/doc/7580385/dietkirchen-der-name-der-kirche-und-des-dorfes-an-der-lahn}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Adolf Morlang&lt;br /&gt;
   |Titel=König Konrad&amp;amp;nbsp;I. und sein Denkmal bei Villmar a. d. Lahn&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Nassauische Annalen&lt;br /&gt;
   |Band=113&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag des Vereines für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=2002&lt;br /&gt;
   |ISSN=0077-2887&lt;br /&gt;
   |Seiten=409–420}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Karl Hermann May: &amp;#039;&amp;#039;Territorialgeschichte des Oberlahnkreises (Weilburg)&amp;#039;&amp;#039;. Schriften des Instituts für Geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau 18, Marburg: Elwert 1958. [https://archiv.ub.uni-marburg.de/eb/2020/0376/ Digitalisat, Philipps-Universität Marburg 2020]&lt;br /&gt;
* Hellmuth Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1958. [https://archiv.ub.uni-marburg.de/eb/2020/0385/ Digitalisat, Philipps-Universität Marburg 2020]&lt;br /&gt;
Karte der Gaubelege:&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=GA|ID=15|titel=Die Gaue vor 900}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=GA|ID=16|titel=Die Gaue nach 900}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Mittelhessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rhein-Lahn-Kreis)]]&lt;/div&gt;</summary>
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